Wie sich wichtige Proteasen ausbremsen lassen (30.5.25)
Proteasen sind Enzyme, die die Spaltung von Peptidbindungen katalysieren. Serin- und Cysteinproteasen spielen eine zentrale Rolle in vielen Stoffwechselprozessen. Durch Hemmung von Serinproteasen kann zum Beispiel auf die Blutgerinnung Einfluss genommen oder der Blutzuckerspiegel gesenkt werden.
Darmbakterien beeinflussen Alterung der Blutgefäße (30.5.25)
Die Alterung der innersten Zellschicht von Blutgefäßen führt zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nun konnten Forschende der UZH erstmals nachweisen, dass Darmbakterien und deren Stoffwechselprodukte direkt zur Gefäßalterung beitragen. Im Alter verändert sich die Bakterienzusammensetzung im Darm so, dass weniger «verjüngende» und mehr schädliche Substanzen im Körper zirkulieren.
An der Charité startet Studie zur Herzgesundheit (29.5.25)
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind noch immer die häufigste Todesursache in Deutschland. Welche Möglichkeiten gibt es, kardiovaskuläre Erkrankungen frühzeitig zu erkennen oder sie sogar zu vermeiden?
Wie Zeckenspeichel bei Entzündungskrankheiten helfen könnte (29.5.25)
Ein Forschungsteam unter Beteiligung der MedUni Wien hat in einer Überblicksarbeit die neuartigen Erkenntnisse zur immunmodulatorischen Wirkung des Zeckenspeichels zusammengefasst. Die Arbeit, zeigt, wie bioaktive Moleküle im Speichel von Zecken das Immunsystem des Wirts beeinflussen, die Krankheitsübertragung erleichtern aber gleichzeitig Potenzial für neuartige therapeutische Anwendungen bieten.
Die Binde wird zum Teststreifen (28.5.25)
MenstruAI soll es Nutzerinnen ermöglichen, ihren Gesundheitszustand regelmäßig und ohne großen
So beeinflusst das Mikrobiom die Immunantwort der Haut (28.5.25)
Obwohl die Haut oft als passive Hülle wahrgenommen wird, ist sie alles andere als leblos. Sie agiert nicht nur als Barriere zur Umwelt, produziert Botenstoffe und dient als äußerster aktiver Vorposten des komplexen Immunsystems, sondern beherbergt auch eine Vielzahl an Mikroorganismen – Bakterien, Viren und Pilze –, die als Hautmikrobiom bezeichnet werden.
Autoimmun-Bluterkrankheit mit CAR-T-Zellen bekämpfen (28.5.25)
In Zell- und Gentherapien liegen große Hoffnungen der Biomedizin. Sie gewinnen zunehmend an Bedeutung für Erkrankungen, die bisher nicht oder nur schlecht behandelt werden können – etwa bei aggressiven Krebsformen oder bei seltenen Krankheiten wie der Hämophilie, umgangssprachlich auch Bluterkrankheit genannt.
Verein „Geben für Leben – Leukämiehilfe Österreich“ sucht Stammzellenspender (27.5.25)
Blutkrebs ist eine Erkrankung, die jeden treffen kann – unabhängig von Alter, Geschlecht oder Herkunft. Doch die Heilungschancen steigen erheblich, wenn rechtzeitig ein passender Stammzellspender gefunden wird.
E-Zigaretten bringen junge Erwachsene schneller in die Nikotinabhängigkeit (27.5.25)
Eine neue Studie des LMU Klinikums München in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) spricht für ein hohes Suchtpotential von Einweg-E-Zigaretten.
Ultraschall-Behandlung hilft Tremor-Patienten (26.5.25)
Die Tasse mit heißem Kaffee zitterfrei in der Hand halten – ein Moment, der für viele Tremor-Patienten ein neues Lebensgefühl bedeutet. Am Universitätsklinikum Freiburg gibt es gegen den Essentiellen Tremor jetzt eine neue, schonende Behandlungsoption.
Wie ein Schimmelpilz die Lunge aus dem Gleichgewicht bringt (26.5.25)
Ein unsichtbarer Eindringling stellt das empfindliche Gleichgewicht in unserer Lunge auf die Probe: Der Schimmelpilz Aspergillus fumigatus, in der Natur harmlos, kann bei geschwächtem Immunsystem zur ernsten Gefahr werden – und die gesamte Bakterienwelt in der Lunge verändern. Doch damit nicht genug: Auch der Darm und der Stoffwechsel scheinen bei einer Lungeninfektion beeinflusst zu sein.
Textinformationen können Analyse medizinischer Bilddaten negativ beeinflussen (24.5.25)
Künstliche Intelligenz (KI) gewinnt im Gesundheitswesen und der biomedizinischen Forschung zunehmend an Bedeutung, denn sie könnte bei Diagnostik und Therapieentscheidungen unterstützen.
Zwei-Phasen-Impfschema aktiviert Immunabwehr gegen Tumorzellen (24.5.25)
Unsere körpereigene Abwehr räumt nicht nur Bakterien und Viren beiseite, sie kann auch Krebs bekämpfen. Allerdings sind nicht alle Tumorzellen für das Immunsystem gut zu erkennen. Zudem verändern sie sich ständig und tarnen sich, um dem Abwehrsystem zu entkommen.
Innovative Luftwege-Schienen verringern Luftstau in der Lunge (23.5.25)
Auf dem Kongress der American Thoracic Society (ATS), der kürzlich zu Ende ging, wurde eine bahnbrechende internationale Studie veröffentlicht, an der auch das Karl Landsteiner Institut für Lungenforschung beteiligt ist.
Magen-Darm-Trakt bei der Entwicklung von Post-Covid und Fatigue beteiligt (23.5.25)
Ein Forschungsteam der MedUni Wien hat in einer aktuellen Studie neue Erkenntnisse über das Post-COVID-Syndrom (PCS) und die Relevanz eines gesunden Magen-Darm-Traktes dabei gewonnen.
Weltweit erste OP mit neuer Technik rettet 62-Jähriger das Leben (23.5.25)
Ein als inoperabel eingestufter Tumor, eine jahrzehntealte Idee, modernste Technik – und ein Team, das die Möglichkeiten der Krebstherapie voll ausschöpft: An der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ist es gelungen, einer Patientin mit Gallengangkarzinom eine neue Chance auf Leben zu geben.
Strukturierte Diagnosedokumentation optimiert Austausch klinischer Daten (22.5.25)
Ab 2026 sollen in der ambulanten Versorgung in Österreich standardisierte Diagnosecodes eingeführt werden, was eine Herausforderung für Ärzte darstellt. Im hektischen Praxisalltag bleibt kaum Zeit für aufwendige Recherchen nach dem passenden Code. Sekundenschnelle Codierung ist daher ein Muss.
Erster Labortest für die Frühdiagnose von Pankreaskarzinom etabliert (22.5.25)
Pankreaskarzinom (Bauchspeicheldrüsenkrebs) ist die dritthäufigste Krebstodesursache weltweit – auch, weil er meist erst sehr spät erkannt wird. Denn eine Methode zur Früherkennung ist nicht etabliert und der einzige Biomarker, das CA19-9, ist im Frühstadium wenig aussagekräftig.
Wie Stress Krebszellen über Generationen verändert (21.5.25)
Krebszellen reagieren auf Stress mit mehr Diversität. Wirkstoffe, die vor der Zellteilung die DNA-Verdoppelung stören, oder Strahlung, die DNA-Schäden verursacht, führen über Generationen hinweg zu immer unterschiedlicheren Tochterzellen.
Zehn Jahre Zentrum für Speiseröhren- und Magenchirurgie im St. Josef Krankenhaus (21.5.25)
Im Jahr 2015 wurde im St. Josef Krankenhaus Wien ein eigenes Zentrum für Speiseröhren- und Magenchirurgie etabliert. Neben der Behandlung gutartiger Erkrankungen ist das Team unter der Leitung von Primarius Johannes Zacherl vor allem auf die Behandlung von Speiseröhren- und Magenkrebs spezialisiert.
Prävention & Innovation für eine nachhaltige Versorgung (20.5.25)
Am 13. Mai war die britische Botschaft einmal mehr Schauplatz einer eindrucksvollen Veranstaltung. Bei der 15. Ausgabe der AstraZeneca PrimeTime – heuer erstmals zusammen mit dem Future Health Lab – diskutierten Stakeholder des Gesundheitswesens wie unser Gesundheitssystem in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft transformiert werden kann.
Projekt ACCESS soll Menschen mit Post COVID-Syndrom und ME/CFS aufspüren (20.5.25)
Die Pandemie wirft noch immer lange Schatten: Auch Jahre nach COVID-19 leiden tausende Menschen in Deutschland weiter unter den gesundheitlichen Folgen der Erkrankung. Das Post COVID-Syndrom äußert sich in vielen verschiedenen Beschwerden. Eines der häufigsten Symptome ist ein andauernder körperlicher und geistiger Erschöpfungszustand.
Kampagne „Make it visible“ setzt starkes Zeichen für CED-Betroffene (15.5.25)
Anlässlich des Welt-CED-Tags am 19. Mai starten das Patienten- Portal CED-Kompass und die Österreichische Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung (ÖMCCV) eine Neuauflage der erfolgreichen Awareness-Kampagne „Make it visible“ und rücken damit die Herausforderungen von Menschen mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa in den Fokus.
Gender Health Gap als Baustelle im Gesundheitssystem (15.5.25)
Die heimische Gesundheitsversorgung zählt zu den besten der Welt – und auch die Österreicher stellen ihr ein gutes Zeugnis aus. Doch ein genauerer Blick auf die Ergebnisse des aktuellen Allianz Gesundheitsbarometers, durchgeführt von Marketagent, offenbart Schwächen.
Darmbakterien senden gefährliche Botenstoffe (14.5.25)
Weltweit sind schätzungsweise über fünf Millionen Menschen von Colitis ulcerosa (CU) betroffen, einer chronischen, oft schubweise verlaufenden Entzündung des Dickdarms, deren Ursachen bislang nicht vollständig erforscht sind.
Bildungs-Know-how für Europas Gesundheitsindustrie an der Uni Krems (13.5.25)
Universität für Weiterbildung Krems ist Partner im europäischen Großkonsortium BRIGHTskills und verantwortlich für das Aufsetzen der Qualifizierungstrainings Lieferketten, Big Data oder die Entwicklungen zu personalisierter Medizin: Nur drei von vielen Wissensgebieten, deren Veränderungen von großer Bedeutung für die Industrie im Sektor Gesundheit sind.
Standardisierte Kriterien zur Verbesserung von Diagnose und Therapie von Hirnmetastasen (13.5.25)
Hirnmetastasen treten häufig als Folge fortgeschrittener Krebserkrankungen auf und sind trotz medizinischer Fortschritte nach wie vor mit einer schlechten Prognose verbunden. Nun hat ein internationales Expertengremium unter Leitung der MedUni Wien und des LMU Klinikums München einen wichtigen Schritt zur Verbesserung von Diagnostik und Therapieüberwachung gesetzt.
Künstliche Süßstoffe regen Hungersignale im Gehirn an (12.5.25)
Künstliche Süßstoffe sind praktisch kalorienfrei und kommen immer häufiger in der Lebensmittelindustrie, zum Beispiel in Limonaden, zum Einsatz. Eine Studie unter Leitung der University of Southern California (USC) und mit Tübinger Beteiligung gibt nun Aufschluss darüber, welche Auswirkungen künstlichen Süßstoffe, wie etwa Sucralose im Gehirn hat.
Klinische Gentherapiestudie gibt Kindern Hoffnung auf Hören (9.5.25)
Dass Kinder mit einer genetisch bedingten und angeborenen Schwerhörigkeit oder Taubheit ohne Hörimplantat hören können – dieser Traum ist für viele betroffene Kinder und ihre Familien Ende April möglicherweise ein Stück näher gerückt.
Ultrakurzzeit-Therapie für posttraumatisches Belastungssyndrom nach Intensivstation (9.5.25)
Ob nach einer heftigen Lungenentzündung, einem schweren Unfall oder nach einem Herzinfarkt: Dem Tod in der Intensivstation von der Schippe zu springen - das klingt, bei allem Unglück, nach einer Geschichte der Rettung.
Öffentlich finanziertes Impfprogramm wird um 90 Mio. Euro ausgebaut (8.5.25)
Der demografische Wandel belastet unser Gesundheitssystem zunehmend. Bis 2040 wird die Zahl der in Österreich lebenden Menschen im pensionsfähigen Alter um 43 Prozent steigen, während die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter um vier Prozent sinken wird.
Negative Annahmen sind bei Schmerzempfinden hartnäckiger als Placebo-Effekte (7.5.25)
Was wir erwarten, beeinflusst, wie wir Schmerz empfinden – und zwar stärker, als viele denken: Negative Erwartungen verstärken Schmerzen deutlicher und wirken nachhaltiger, als positive Erwartungen Schmerzen lindern. Dieses Ergebnis hat große Bedeutung für die Kommunikation zwischen Behandelnden und Patienten.
Diabetesmedikament Pioglitazon als möglicher Therapieansatz bei Prostatakrebs (7.5.25)
Ein internationales wissenschaftliches Team unter der Leitung der MedUni Wien hat Gemeinsamkeiten in den Mechanismen von Diabetes und Krebs identifiziert: Wie die Forschenden zeigen, kann das für die Regulierung von Stoffwechselprozessen zentrale Protein PPARγ auch das Wachstum von Prostatakrebszellen beeinflussen.
Neue Erkenntnisse zu Extremereignissen, wie epileptische Anfällen und Klimawandel (6.5.25)
Das globale Klima ist in einer Schieflage. Potentielle „Kipppunkte“ sind etwa das grönländische Eisschild, Korallenriffe oder der Amazonas-Regenwald. Zusammen bilden sie ein Netzwerk, das einstürzen kann, wenn nur eine einzelne Komponente kippt.
Tiefe Hirnstimulation an der MHH bewahrte zwei Schwestern vor dem Rollstuhl (6.5.25)
Nele (22) und Jette (18) R. sind fröhliche junge Frauen, die selbstbewusst ihren Weg gehen. Und sie sind Schwestern. Doch außer oder gerade wegen ihrer engen Verwandtschaft verbindet sie noch etwas: Beide entwickelten in der Kindheit eine generalisierte Dystonie, eine seltene, oft genetisch bedingte Bewegungsstörung. Unbehandelt zwingt die Erkrankung die Betroffenen irgendwann in den Rollstuhl. Doch Nele und Jette hatten Glück.
CD-Labor für Chronisch-entzündliche Hautkrankheiten an der MedUni Wien eröffnet (5.5.25)
An der MedUni Wien wurde das Christian Doppler Labor für Chronisch-entzündliche Hautkrankheiten eröffnet. Die Forschung zielt darauf ab, die molekularen Mechanismen von Erkrankungen wie Psoriasis zu ergründen, um die Wirksamkeit von Therapien vorherzusagen und neue Behandlungsansätze zu
Asthma bronchiale häufigste Lungenerkrankung bei Kindern (5.5.25)
Asthma bronchiale betrifft in Österreich rund fünf Prozent der Erwachsenen und etwa zehn Prozent der Kinder – Tendenz steigend. Husten, pfeifende Atmung und gelegentlich Atemnot – kann das Asthma sein?
Weniger Bürokratie und mehr Zeit für Patientengespräche durch Tech-Innovation (5.5.25)
Die Charité hat als erste Klinik in Deutschland damit begonnen, eine KI-gestützte Software von Microsoft zur Dokumentation von Arzt-Patientengesprächen im klinischen Alltag zu erproben und zu trainieren. Im Rahmen der sechsmonatigen Testphase wird evaluiert, ob sich dadurch der ärztliche Dokumentationsprozess und die Kommunikation zwischen ÄrztInnen und PatientInnen verbessert.
Persönlichkeit beeinflusst unser soziales Engagement (2.5.25)
Warum engagieren sich manche Menschen stärker für das Gemeinwohl als andere? Eine neue Studie der Universität Zürich zeigt, dass Persönlichkeitsmerkmale wie Extraversion und Verträglichkeit mit mehr ehrenamtlichem Engagement und Spendenbereitschaft zusammenhängen.
Zulassung des ersten Medikaments gegen chronische Lungenerkrankung in Sicht (2.5.25)
Bronchiektasen sind Aussackungen der Bronchien in der Lunge. In ihnen sammelt sich zäher Bronchialschleim, der sich oftmals nur schwer abhusten lässt. Dieser Sekretstau geht mit einer chronischen Atemwegsentzündung einher und bietet den perfekten Nährboden für Bakterien und andere Erreger, die diese wiederum verstärken.
Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen systematisch erschwert (2.5.25)
Kinder und Jugendliche mit Behinderungen werden in Österreich strukturell benachteiligt, was der UN-Fachausschuss bereits 2023 in der Überprüfung zur Umsetzung der UN-BRK in Österreich bemängelt hat. Im aktuellen Regierungsprogramm bleiben ihre Lebensrealitäten weitgehend unberücksichtigt.