MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 2025

MedAustria News von Februar 2025

Vier heimische Universitätskliniken unter Top 100 im Newsweek-Ranking (28.2.25)
Unter den 2.500 bewerteten "World´s Best Hospitals 2025" des US-Magazins Newsweek und dem Datenanbieter Statista befinden sich das Uniklinikum AKH (Platz 27), MedUni Innsbruck (56), das Kepler-Uniklinikum Linz (95) und die MedUni Graz (99). Auf Platz 131 folgt noch das LKH-Uniklinikum Graz.

Leben mit Cystischer Fibrose (CF) verlangt engmaschige Betreuung und Disziplin (27.2.25)
Noch vor einigen Jahrzehnten war die Diagnose Cystische Fibrose, auch bekannt als Mukoviszidose, eine Krankheit mit der Betroffene kaum das Kindesalter überlebten. Heute ist sie immer noch nicht heilbar, mit Medikamenten und angepasster Ernährung kann CF, eine angeborene vererbliche Stoffwechselerkrankung, aber gut kontrolliert werden. Ursache ist ein Defekt im CFTR-Gen.

ME/CFS-Betroffene dürfen von der Politik nicht weiter im Stich gelassen werden (25.2.25)
Im Nationalrat und in Beantwortung eines Fragebogens von ÖG ME/CFS (ÖG Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue Syndrom) und WE&ME Foundation - kurz vor der Nationalratswahl - haben alle Parteien zugestimmt, dass die Lage der ME/CFS-Betroffenen in Österreich verbessert werden muss.

Merck-Gesundheitsstudie: Junge wünschen sich physische und psychische Gesundheit (25.2.25)
Die größten Wünsche der österreichischen Befragten sind physisch und psychisch gesund zu sein, eine eigene Familie zu gründen sowie den Klimawandel zu stoppen. 53 % der Befragten fühlen sich sehr oft oder oft emotional unwohl, Frauen mit 63 % häufiger als Männer mit 42 %.

Wegen höherer Krankenkassenbeiträge niedrigere Pensionen in Deutschland (25.2.25)
Was viele erwerbstätige Menschen bereits seit dem 1. Januar 2025 zu spüren bekommen, ereilt ab dem 1. März 2025 nun auch die meisten PensionistInnen in Deutschland: Ihre Krankenkassen-Zusatzbeiträge steigen – was zu niedrigeren Rentenzahlungen führt.

Warten als Gesundheitsrisiko bei Krebspatienten (24.2.25)
Im Rahmen der bereits seit über zehn Jahren bestehenden Diskussionsreihe „zukunft gesundheit“ diskutierten ExpertInnen über die Vorteile festgelegter und strukturierter Behandlungspfade für Krebspatientrn. Insbesondere der eklatante Mangel an der Verschränkung von Gesundheitsdaten wurde als Hürde identifiziert.

Dank Big Data Seltene Erkrankungen besser sichtbar machen (24.2.25)
Am 28. Februar, dem diesjährigen Rare Disease Day, rückt AOP Health die Bedeutung von Daten in den Fokus - als Brücke, um Wissenslücken zu schließen und sowohl das wissenschaftliche Verständnis als auch die Therapieergebnisse zu verbessern.

Österreichische Lungentransplantierte bestiegen Aconcagua (24.2.25)
Im Jänner 2026 bestiegen acht Lungentransplantierte und ihre Begleitpersonen aus fünf Nationen gemeinsam mit einem Ärzteteam der MedUni Wien den Aconcagua (6.961 Meter) in Argentinien – den höchsten Gipfel Amerikas. Das Projekt wurde von 40 Sponsoren mit 100.000€ unterstützt.

Neue Klasse vielversprechender Malaria-Medikamente entdeckt (21.2.25)
Malaria ist nach wie vor eine der größten Gefahren für die globale Gesundheit. Im Jahr 2022 gab es schätzungsweise 247 Millionen Infektionen und über 600.000 Todesfälle, hauptsächlich in Afrika südlich der Sahara. Innovative Forschungsansätze sind daher dringend erforderlich, um langfristige Fortschritte bei der Prävention und Behandlung zu erzielen.

Wie hohe Schlafqualität weibliche Fruchtbarkeit positiv beeinflusst (21.2.25)
Unser Schlaf wirkt sich in vielerlei Hinsicht auf unsere Gesundheit aus. Jede einzelne Zelle unseres Körpers hat eine innere Uhr, ein immerwährender Rhythmus dem unsere Körperfunktionen folgen.

Mit „Mini-Tumor“ und digitalem Zwilling zur personalisierten Krebstherapie (21.2.25)
Herkömmliche Krebstherapien basieren in der Regel auf persönlichen Informationen wie Alter und Geschlecht, Krebsart und -stadium, histologischen Informationen und ausgewählten genetischen Informationen. Diese Informationen sagen jedoch nichts darüber aus, wie ein Patient oder eine Patientin auf eine Behandlung ansprechen wird.

Mit Naturstoff-Spray Lungenfibrose bekämpfen (20.2.25)
Eine Gewebeschädigung kann viele Organe beeinträchtigen und ist für etwa die Hälfte aller Todesfälle in Industrienationen verantwortlich. Dazu gehört auch die Entwicklung einer Fibrose, bei der das ursprüngliche Gewebe von Bindegewebszellen (Fibroblasten) ersetzt wird.

Ethische Leitlinien für KI in der Augenheilkunde (19.2.25)
Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e.V. (DOG) und der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) haben eine umfassende Stellungnahme zu ethischen Aspekten künstlicher Intelligenz (KI) in der Augenheilkunde vorgelegt.

Förderung für weltweit zugängliche Schnell-Identifikation von Tumorzellen (19.2.25)
Eine Kombination aus neuer Labortechnologie und künstlicher Intelligenz soll eine schnelle und präzise Unterscheidung von Untergruppen von Hirntumoren flächendeckend verfügbar machen. Daran arbeitet eine internationale Forschungsgruppe unter Federführung von Prof. Dr. Dr. Felix Sahm von der Neuropathologie des Uniklinikums Heidelberg und der Medizinischen Fakultät der Uni Heidelberg.

DNA-Fragmente aus Stuhlproben für die Ernährungsforschung (18.2.25)
„Sag mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist“ – dieses bekannte Sprichwort beschreibt treffend die neue Methode MEDI, die an der Med Uni Graz gemeinsam mit einem internationalen Forschungsteam entwickelt wurde, um Ernährungsgewohnheiten mithilfe von DNA-Fragmenten zu entschlüsseln.

Potentieller Angriffspunkt für MS-Therapie entdeckt (18.2.25)
Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, deren Ursache im Immunsystem zu suchen ist. B-Zellen, die zu den weißen Blutkörperchen gehören, spielen eine Rolle bei der Entwicklung einer MS und sind somit ein Angriffspunkt für Therapien.

Mini-Gehirnen beim Altern zusehen (17.2.25)
Altern ist ein Risikofaktor für neurodegenerative Krankheiten wie etwa Parkinson und Alzheimer, bei denen die Nervenzellen besonders schnell und in großer Zahl absterben. Wichtige Gehirnfunktionen gehen dabei unwiederbringlich verloren. Denn einmal abgestorbene Neuronen kann der Körper nicht ersetzen.

Ausbreitung von Geschlechtskrankheiten eindämmen (14.2.25)
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldet jedes Jahr weltweit Hunderte Millionen neuer Fälle von bakteriellen Geschlechtskrankheiten. Viele Infektionen bleiben aufgrund ihrer oft unauffälligen Symptome unerkannt, was zu weiteren Übertragungen, Folgekrankheiten, Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten führen kann.

Mutter werden trotz schwangerschaftsbedingter Herzschwäche (PPCM) (14.2.25)
Die peripartale Herzschwäche (PPCM) ist eine seltene, aber lebensbedrohliche Erkrankung, die zuvor herzgesunde Frauen wenige Wochen vor oder nach der Geburt eines Kindes treffen kann. Dabei kommt es aus ungeklärten Gründen zu einer stark eingeschränkten Pumpleistung der linken Herzkammer.

Belastende Erfahrungen im Kindesalter lassen das Gehirn schneller altern (13.2.25)
Erwiesen ist, dass sich stressreiche und hochbelastende Kindheitserfahrungen mitunter negativ auf die Gesundheit im Erwachsenenalter auswirken. Betroffene erkranken häufiger und leiden etwa unter Depression, Angststörungen, Herzkreislauf- oder Stoffwechselerkrankungen. Ob solche Belastungen in der Kindheit auch das Entstehen neurodegenerativer Erkrankungen fördern können, darüber war bislang wenig bekannt.

Mit Depotpräparaten Schizophrenie besser behandeln (13.2.25)
90.000 Menschen erkranken in Österreich im Laufe ihres Lebens an Schizophrenie. Diese schwere psychische Erkrankung tritt zumeist erstmals im jungen Erwachsenenalter auf: Realität und Fiktion verschwimmen, das eigene Ich wird als fremd erlebt, die Wahrnehmung ist verzerrt und das Denken verändert sich. Alltägliches wird oft als Verschwörung und Bedrohung empfunden. Wahnideen, Verfolgungsängste, Halluzinationen und Angst zählen zu den typischen Symptomen.

Mit Designer-Peptid akute Herzmuskelschwäche bekämpfen (12.2.25)
Forschende der Universität Heidelberg, des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) und des Heidelberger Instituts für Theoretische Studien (HITS) haben ein synthetisches Peptid entwickelt, das auf dem natürlichen Protein S100A1 basiert – einem nahezu universellen „Treibstoff“ für geschwächte Herzen.

EU-Projekt "XR2ESILIENCE" stärkt Resilienz von Gesundheitsfachkräften (11.2.25)
Belastung im Gesundheitswesen erreicht immer neue Höchststände. ÄrztInnen, Pflegekräfte und weiteres Klinikpersonal arbeiten am Limit – physisch wie psychisch. Weltweite Studien belegen alarmierende Zahlen: Rund 27 Prozent der Pflegekräfte zeigen deutliche Defizite in ihrer Resilienz, der psychischen Widerstandskraft gegenüber Stress und Belastung.

Neuronales Netzwerk ersetzt den Herzkatheter (11.2.25)
Ein neuronales Netzwerk von Forschenden des Massachusetts Institute of Technology (MIT) diagnostiziert bestimmte Herzkrankheuten anhand von EKG-Daten, die mit nur einer Elektrode erfasst werden. Es geht darum, den Druck im linken Vorhof des Herzens zu erfassen.

KI verbessert Bildgebung im Gehirn (10.2.25)
Wie lassen sich Nervenbahnen im Gehirn sichtbar machen, um komplexe Operationen besser zu planen? Ein Forschungsteam des Lamarr-Instituts und der Universität Bonn hat gemeinsam mit der Translational Neuroimaging Group an den Kliniken für Neuroradiologie und Epileptologie des Universitätsklinikums Bonn (UKB) eine KI-gestützte Methode untersucht, die diese Rekonstruktionen präziser macht.

Neuer Ansatz zur Entwicklung von AI-Systemen in der medizinischen Bildgebung (10.2.25)
Durch generative Artificial Intelligence (AI) können große, anonymisierte Bilddatensätze zur Entwicklung diagnostischer Systeme erstellt werden.

Kostenlose „Druckertreiber-Lösung“ erleichtert die Faxablöse im Gesundheitswesen (7.2.25)
Mit dem Jahreswechsel 2025 hat eine wichtige Änderung im österreichischen Gesundheitswesen Einzug gehalten: die Übermittlung von Gesundheitsdaten per Fax ist nicht mehr zulässig. Diese Entscheidung zielt darauf ab, den Datenschutz und die Sicherheit sensibler Informationen zu verbessern.

Auswirkungen von dreimonatiger Bettlägerigkeit auf unsere Knochen untersucht (6.2.25)
Was passiert mit dem menschlichen Körper bei ausgedehnter Bettruhe oder Schwerelosigkeit? Die Europäische Weltraumagentur (ESA) erforscht in sogenannten „Bed Rest Studies“, ob und welche Veränderungen auftreten, wenn der Körper sich für längere Zeit im Ruhezustand befindet.

Wenn das Immunsystem bei Hepatitis D aus dem Ruder läuft (6.2.25)
Eine Infektion mit Hepatitis D-Viren verursacht heftige Leberentzündungen. Ein MHH-Team hat jetzt einen Marker auf natürlichen Killerzellen identifiziert, der von der entzündungshemmenden Wirksamkeit des Medikaments Bulevirtid beeinflusst wird.

Mukoviszidose schädigt das Immunsystem früh (6.2.25)
Trotz neuer Medikamente kommt es bei Mukoviszidose, auch als zystische Fibrose bekannt, häufig zu bleibenden Lungenschäden. Ein Team um Forschende der Technischen Universität München (TUM) hat jetzt herausgefunden, dass die Erkrankung vermutlich schon bei Neugeborenen Veränderungen im Immunsystem bewirkt. Diese sorgen für häufige Entzündungen und werden von den Medikamenten nicht beeinflusst.

Mit synthetischem Adhibin Metastasen lahmlegen (5.2.25)
Jede Zelle im Körper hat als Teil eines Gewebeverbandes normalerweise ihren festen Platz. Ausgenommen sind nur wenige Zellarten, wie etwa Blut- oder Immunzellen. Doch auch Krebszellen überschreiten die festgelegten Grenzen, wachsen in das umgebende Gewebe ein und vermehren sich. Und sie können sich aus dem Zellverband lösen und über die Blut- oder Lymphbahnen in andere Bereiche des Körpers verteilen, sich dort an neue Zellen anheften und Metastasen bilden.

Remnant Cholesterin als Vorhersageinstrument für Herz-Kreislauf-Ereignisse (5.2.25)
In einer Studie mit fast 1.500 Probanden mit hohem Herz-Kreislauf- Risiko, hat das Vorarlberg Institute for Vascular Investigation and Treatment (VIVIT) nachgewiesen, dass das sogenannte Remnant Cholesterin, zusätzlich zum LDL-Cholesterin, das Risiko für Herz- Kreislauf-Ereignisse und Tod vorhersagt.

Neues Wiedereingliederungs-Projekt PRO*ACTIVE für psychisch Erkrankte (5.2.25)
Psychische Erkrankungen, vor allem Depressionen, stellen die zweithäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit (AU) dar. Unsichere Erstdiagnosen und lange Wartezeiten auf Psychotherapien verzögern die Behandlung und verschlechtern die Prognose.

Buchrezension: Demenz. Nicht Jetzt! (4.2. 25)
Das Buch "Demenz. Nicht jetzt! bietet konkrete Hilfe durch den Demenzexperten Prof. Dr. Klaus Fließbach. Denn wer sofort handelt, kann die Krankheit verlangsamen.

foodwatch und Anti-Krebs-Liga fordern Verbot von Aspartam (4.2.25)
foodwatch hat die EU-Kommission aufgefordert, dem Süßstoff Aspartam die Zulassung zu entziehen. In einem kürzlich veröffentlichten Bericht warnt die Konsumentenorganisation vor potenziellen Gesundheitsrisiken des weit verbreiteten Zusatzstoffs. Aspartam dürfe erst dann wieder zugelassen werden, wenn eine unabhängige Neubewertung die Sicherheit des Süßstoffs belegt.

Digitale Nachsorge spart Weg in die Klinik (3.2.25)
Chronische Erkrankungen wie Herzerkrankungen, Hörverlust oder neurodegenerative Erkrankungen nehmen weltweit zu und stellen Patientinnen und Patienten sowie Gesundheitssysteme vor enorme Herausforderungen. Aktive Implantate wie Herz- oder Hirnschrittmacher können Behandlungsergebnisse verbessern.

Privatklinik Wörgl wird Teil der PremiQaMed Group (3.2.25)
Die PremiQaMed Group erwirbt die Privatklinik Wörgl vom bisherigen deutschen Eigentümer und wird die angesehene und erfolgreiche Tiroler Klinik mit 29 Betten im gewohnten Umfang weiterführen.