MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 2025

MedAustria News von Oktober 2025

Die Rolle von Lipiden bei kardiovaskulären Erkrankungen (31.10.25)
Lipide sind nicht nur wichtige Energieträger und Bestandteile von Zellmembranen, sie fungieren auch als Moleküle, die Signale in der Zelle und zwischen Zellen vermitteln können.

Neue Methode zur willentlichen Steuerung bionischer Prothesen (31.10.25)
Trotz enormer Fortschritte in den vergangenen zwei Jahrzehnten bleibt die willentliche Steuerung bionischer Prothesen eine Herausforderung und Gegenstand intensiver Forschungen.

Geballtes Wissen rund um schwangerschaftsbedingte Herzschwäche (30.10.25)
Die peripartale Herzschwäche (PPCM) ist eine seltene, aber lebensbedrohliche Erkrankung, die zuvor herzgesunde Frauen wenige Wochen vor oder nach der Geburt eines Kindes treffen kann. Dabei kommt es zu einer stark eingeschränkten Pumpleistung der linken Herzkammer. PPCM betrifft eine unter 1.500 bis 2.000 Schwangeren. Sie ereilt Betroffene ohne Vorwarnung und kann binnen kurzer Zeit zu schwerem Herzversagen und sogar zum Tode führen.

Musik sorgt für weniger postoperativem Stress (29.10.25)
Durch die Wiedergabe von Musik während der OP wird das Nervensystem des Patienten auch unter Narkose angesprochen und dämpft so die neuroendokrine Stressreaktion, wenn der Körper am anfälligsten ist, bestätigt Musiktherapeutin Farah Husain.

Kostenfreie COVID-19-Testungen für Risikopatient in Wiener Praxen möglich (29.10.25)
Ab sofort sind COVID-19-Testungen für symptomatische Risikopatienten wieder kostenfrei in den Wiener Ordinationen möglich.

Schon wenige Nervenfasern ermöglichen Kommunikation beider Hirnhälften (28.10.25)
Schon wenige Nervenfasern genügen, damit die beiden Hirnhälften miteinander kommunizieren können: Das zeigt eine neue internationale Studie unter Leitung von Prof. Dr. Michael Miller (University of California, Santa Barbara) und Univ.-Prof. Dr. Lukas J. Volz (Klinik für Neurologie der Uniklinik Köln und Medizinische Fakultät der Universität zu Köln).

Neue Methode zur präzisen Herstellung menschlicher neuronaler Schaltkreise (28.10.25)
Wie funktionieren die Schaltkreise des menschlichen Gehirns – und was passiert, wenn sie gestört sind? Um diesen Fragen nachzugehen, haben Forschende der Augenklinik des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn gemeinsam mit Kollegen der Universität Münster und der Harvard Medical School eine innovative Plattform entwickelt, mit der sich die Funktion neuronaler Netzwerke gezielt untersuchen lässt.

Neue Therapie gegen aktive Hirnmetastasen erfolgreich getestet (28.10.25)
Eine internationale klinische Studie unter Leitung der MedUni Wien zeigt, dass der Wirkstoff Patritumab Deruxtecan (HER3-DXd) vielversprechende Wirkung bei Patienten mit aktiven Hirnmetastasen verschiedener Tumorarten entfalten kann.

Neue Einblicke in seltene Hirntumorart bei Kindern (27.10.25)
Forschende der MedUni Wien und des Dana-Farber Cancer Institute in Boston haben die zellulären und molekularen Mechanismen einer sehr seltenen und besonders aggressiven Krebsart im Kindesalter entschlüsselt: des Embryonalen Tumors mit mehrschichtigen Rosetten (ETMR).

MedUni Graz: Von der Humanmedizin ins PhD-Studium (24.10.25)
Für viele Studierende ist der Weg nach dem bestandenen MedAT klar: Studium abschließen und danach ab ins Krankenhaus oder in die Praxis. Doch es gibt auch Humanmediziner, die aus diesem Muster ausbrechen. Einer von ihnen ist Konstantin Klötzer, Assistenzarzt und Wissenschafter an der Klinischen Abteilung für Nephrologie der Med Uni Graz.

Buchrezension: Anders ist auch normal (23.10.25)
Psychische Entwicklung verstehen und stärken

Bisher unbekannter Mechanismus beim Prostatakrebswachstum entdeckt (22.10.25)
Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der MedUni Wien konnte erstmals zeigen, dass das Schilddrüsenhormon eine treibende Rolle bei der Entwicklung und dem Fortschreiten von Prostatakrebs spielt.

Freiburg gehört zu Europas Spitzenreitern bei medizinischen Innovationen (22.10.25)
Das Universitätsklinikum Freiburg gehört zur europäischen Spitze. Es zählt laut einer am 22. Oktober 2025 veröffentlichten Studie des Europäischen Patentamts (EPA) zu den forschungsstärksten Krankenhäusern Europas. Mit 369 europäischen Patentanmeldungen zwischen 2001 und 2020 belegt es in Deutschland Platz drei – und europaweit Platz sieben.

Nachweis veränderter grauer Substanz beim MS mittels PET-Untersuchung (21.10.25)
In Deutschland leiden etwa 250.000 Menschen an Multipler Sklerose (MS), eine Autoimmunerkrankung, bei der die Körperabwehr Strukturen des Zentralen Nervensystems angreift. Die Attacken führen auch zu Veränderungen in der grauen Substanz im Gehirn - die Masse der Nervenzellkörper und Synapsen, die sozusagen unser “Rechenzentrum” bilden.

Gezielte Diät verstärkt Wirkung neuer Krebstherapie bei Kindern (21.10.25)
Neuroblastome sind bösartige Tumoren des Nervensystems. Sie zählen zu den häufigsten und aggressivsten soliden Tumoren im Kindesalter. Die meisten betroffenen Kinder sind jünger als fünf Jahre. Besonders bei Hochrisiko-Neuroblastomen ist die Prognose trotz intensiver Behandlung oft schlecht – langfristig kann nur etwa jedes zweite Kind geheilt werden.

Weitere Anreize zur Steigerung der Durchimpfungsraten notwendig (20.10.25)
Der Ausbau des Erwachsenenimpfprogramms, das ab 1. November die Impfungen gegen Herpes Zoster und Pneumokokken miteinschließt, ist ein riesiger Meilenstein in Richtung Schutz vor impfpräventablen Erkrankungen. Für den Österreichischen Verband der Impfstoffhersteller (ÖVIH) ist nun wichtig, dass auf diesen ersten Schritt bald weitere folgen.

Hirnscan als BMI-Orakel für psychisch kranke Menschen (20.10.25)
In Deutschland sind knapp 18 Millionen Menschen von einer psychischen Erkrankung betroffen: Depression vor allem, aber beispielsweise auch Angststörungen oder Schizophrenie. Kaum bekannt ist, dass Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen durchschnittlich zehn bis 15 Jahre früher sterben als der Rest der Bevölkerung.

Wie Immunzellen ihre tödliche Fracht abliefern (20.10.25)
Präzision ist für Immunzellen entscheidend: Natürliche Killerzellen und T-Zellen eliminieren infizierte oder entartete Zellen, indem sie gezielt hochgiftige Partikel freisetzen. Einen tieferen Einblick wie diese sogenannten zytotoxischen Granula freigesetzt werden, gibt nun eine neue Studie.

135 Jahre Erfolgsgeschichte der ÖGDV (17.10.25)
Zum 135-jährigen Jubiläum der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie (ÖGDV) beleuchten Vertreter des Faches wichtige Entwicklungen der letzten Jahre, aktuelle Herausforderungen und innovative Perspektiven ihres Fachgebiets – von medizinischer Versorgung über gesellschaftlichen Wandel bis zur Rolle der künstlichen Intelligenz und Telemedizin.

Checkpoint-Inhibitor fördert Reparatur von Gewebe (16.10.25)
Die Immun-Checkpoint-Inhibitoren sind aus der Krebstherapie bekannt. UZH-Forschende haben nun in Mäusen eine neue, wichtige Funktion dieser Inhibitoren identifiziert: Sie beschleunigen die Heilung von Gewebe. Dies könnte bei der Behandlung von Fibrosen und chronischen Wunden helfen.

Tiefe Seufzer sorgen für ein befreiendes Gefühl in der Brust (16.10.25)
Eine Flüssigkeit auf der Lungenoberfläche hält das Organ beweglich. Die größte Wirkung entfaltet diese Flüssigkeit, wenn man ab und zu tief einatmet, wie Forschende der ETH Zürich mit ausgeklügelten Messverfahren im Labor herausgefunden haben.

KI analysiert weltweit größte Herzinfarkt-Datensätze (15.10.25)
Künstliche Intelligenz kann das Risiko mit der häufigsten Form des Herzinfarkts präziser einschätzen als bisherige Methoden und somit die Behandlung gezielter steuern. Dies zeigt eine internationale Studie unter Leitung der Universität Zürich.

25 Prozent der Österreicher fürchten sich vor medizinischen Studien (14.10.25)
Das Pharmaunternehmen MSD Österreich veröffentlichte kürzlich aktuelle Daten zur Wahrnehmung klinischer Forschung in Österreich. Die Ergebnisse zeigen, dass die Österreichern den Stellenwert kennen, gleichzeitig aber über alle Bevölkerungsgruppen hinweg Skepsis und Aufklärungsbedarf bestehen.

Immun-Gewebezellinteraktionen bei autoimmunen Nierenerkrankungen (14.10.25)
Klinische Forschende und medizinische Bioinformatiker des Hamburg Center for Translational Immunology (HCTI) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben krankheitsfördernde Zellinteraktionen bei Patienten mit autoimmunen Nierenerkrankungen wie der ANCA-assoziierten Glomerulonephritis oder Lupus Nephritis aufgedeckt.

Kürzere Online-Zeiten senken Stress und verbessern psychische Gesundheit (13.10.25)
Drei Wochen lang versuchten rund 250 Menschen in ganz Österreich, ihre tägliche Smartphone-Nutzung auf unter zwei Stunden zu senken. Die Universität für Weiterbildung Krems begleitete das Experiment wissenschaftlich – mit klaren Ergebnissen: Schon nach kurzer Zeit verbesserten sich mehrere psychische Parameter deutlich.

Zwerchfellventil kann mit einem Eingriff Atemnot dauerhaft lindern (13.10.25)
In einer weltweit erstmaligen Anwendung wurde an der Universitätsklinik für Thoraxchirurgie von MedUni Wien und AKH Wien bei zwei Patienten ein neuartiges Zwerchfellventil zur Behandlung von gutartigen Pleuraergüssen eingesetzt.

Mit Kompressionsstrümpfen statt OP´s Thrombosen therapieren (13.10.25)
Krampfadern erhöhen nicht zwangsläufig das Risiko, eine Thrombose zu erleiden. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e.V. (DGG) anlässlich des Welt-Thrombose-Tages hin und räumt mit einem verbreiteten Irrtum auf.

Prekäre Versorgungslage in der Kinder- und Jugendpsychiatrie (10.10.25)
Der Tag der psychischen Gesundheit am 10. Oktober stellt uns vor die Frage, wie es um die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Österreich bestellt ist. Leider gibt es dazu keine repräsentativen Daten.

Forschende kartieren Zusammenhänge zwischen Genvarianten und Proteom (10.10.25)
Die Genome aller Organismen enthalten Mutationen, deren biologische Auswirkungen oft unbekannt sind. Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben in Kooperation mit der Stanford University (USA) nun einen Weg gefunden, bei einem Hefepilz die Auswirkungen zahlreicher Mutationen vorherzusagen.

Hirnschrittmacher hilft gegen das Stottern (9.10.25)
Die tiefe Hirnstimulation, bei der bestimmte Hirnregionen durch eingepflanzte Elektroden angeregt werden, ist eine vielfach erprobte Methode zur Behandlung von Bewegungserkrankungen wie Morbus Parkinson.

Rund die Hälfte der Frauen in Österreich psychisch stark belastet (9.10.25)
Psychische Belastung prägt den Alltag von Frauen in Österreich. Drei von vier Frauen nennen psychische Belastung als Thema in ihrem Leben (74 %), fast jede zweite (49%) fühlt sich stark betroffen.

RSV-Impfung für Säuglinge und ältere Erwachsene empfohlen (8.10.25)
Die gute Nachricht zuerst: Für gesunde Erwachsene ist eine RSV-Erkrankung üblicherweise nicht viel mehr als ein Schnupfen. Die schlechte: Für alle Säuglinge und ältere Menschen ab 60 Jahren kann sie problematisch werden, insbesondere dann, wenn sie Vorerkrankungen haben.

Wie Blutgefäße die Entwicklung des Gehirns beeinflussen (7.10.25)
Blutgefäße sind mehr als nur Transportwege für Sauerstoff und Nährstoffe; auch kommunikative Prozesse finden darin statt, die die Entwicklung des Gehirns steuern und dessen Funktion aufrechterhalten.

Medizin-Nobelpreis 2025 für wichtige Immunsystem-Regulatoren vergeben (6.10.25)
Der Nobelpreis für Medizin geht 2025 an drei Forschende auf dem Gebiet der Immuntoleranz. Die Preisträgerin und zwei Preisträger sind Mary E. Brunkow und Fred Ramsdell (64) aus den USA sowie Shimon Sakaguchi aus Japan.

Neue Hoffnung für neuromuskuläre Erkrankungen durch innovative Gentherapie (6.10.25)
Etwa 20.000 Menschen sind in Österreich von neuromuskulären Erkrankungen betroffen. Eine davon, die spinale Muskelatrophie (SMA), ist seit vier Jahren erfolgreich im nationalen Neugeborenen-Screening verankert und kann bei schweren Krankheitsbildern mit innovativer Genersatztherapie bei Säuglingen behandelt werden.

RSV-Impfstoffe schützen ältere Erwachsene und Säuglinge (3.10.25)
Impfstoffe gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) bieten wirksamen Schutz für zwei besonders gefährdete Gruppen: Säuglinge, deren Mütter während der Schwangerschaft geimpft wurden, und ältere Erwachsene.

JAK-Inhibitoren und Biologika als moderne Rheuma-Therapien (2.10.25)
Rheumatische Erkrankungen zählen zu den häufigsten chronischen Leiden in Österreich. Sie bedeuten für Betroffene nicht nur dauerhafte Schmerzen und Einschränkungen im Alltag, sondern stellen auch eine enorme Belastung für das Gesundheitssystem und die Gesellschaft dar.

Psychosomatische Beschwerden haben biologische Basis (2.10.25)
Katharina Hüfner von der MedUni Innsbruck ist Neurologin und Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin. Sie hat sich in der Alpinpsychiatrie einen Namen gemacht, z.B. mit Untersuchungen zu Suchtaspekten beim Bergsteigen und psychotischen Symptomen in der Höhe.

Buchrezension: Gute Nacht, Gehirn (1.10.25)
Prof. Dr. Volker Busch zeigt Wege für mehr Ruhe im Kopf:

Asthma-Therapie in Österreich oft nicht leitlinienkonform (1.10.25)
Asthma bronchiale ist eine chronische Erkrankung und betrifft Millionen von Menschen weltweit. In Österreich leidet jede:r 20. an Asthma. Bei Kindern ist es sogar die häufigste chronische Erkrankung. Es wird prognostiziert, dass die Zahl der Betroffenen in Zukunft noch steigen wird.

Biomarker für die Entstehung von Long-COVID identifiziert (1.10.25)
Ein Forschungsteam unter Leitung der MedUni Wien konnte nachweisen, dass ein bestimmter Bestandteil des Immunsystems (PTX-3) bei Patient:innen, die eine schwere COVID-19-Erkrankung durchgemacht haben, auch noch Monate nach Abklingen der akuten Infektion deutlich erhöhte Werte im Blut aufweist. Damit wurde ein potenzieller Biomarker für bestehende Gewebeschäden, langfristige Immunaktivierung, aber auch für Komplikationen nach COVID-19 identifiziert.