MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 2025

MedAustria News von Dezember 2025

Rituale als psychologischer Stabilitätsanker bei Neujahrsvorsätzen (30.12.25)
Ob Verzicht auf Alkohol, Nikotin und Co. oder mehr Zeit für Familie und Sport, die Neujahrsvorsätze sind vielfältig. Grundsätzlich bräuchte es kein spezielles Datum für derartige Vorsätze, warum also genau zum Jahreswechsel?

CO₂-basierten Überlebensmechanismus des bedrohlichen Pilzpathogens entschlüsselt (23.12.25)
Eine neue Studie unter Beteiligung der MedUni Wien zeigt, wie der multiresistente Pilz Candida auris Kohlendioxid (CO₂) verwertet, um auf der Haut zu überleben und resistent gegen antifungale Therapien zu werden.

Möglicher Biomarker für gezielte Psoriasis-Therapie entdeckt (22.12.25)
Ein Forschungsteam unter der Leitung von Erwin F. Wagner von der MedUni Wien hat einen bisher unbekannten molekularen Mechanismus entdeckt, der zur Entstehung von Psoriasis (Schuppenflechte) beiträgt – und zugleich einen möglichen Biomarker für ein neues Therapiekonzept darstellt.

433 Patentanmeldungen der MedUni Wien im abgelaufenen Jahr (22.12.25)
Eine aktuelle Studie des Österreichischen Patentamts unterstreicht die zentrale Rolle der MedUni Wien als Innovationsmotor im heimischen Forschungs- und Technologiestandort. Mit 433 Patentanmeldungen seit dem Jahr 2000 zählt die MedUni Wien zu den drei aktivsten Universitäten des Landes.

Den Synapsen bei der Arbeit zusehen (19.12.25)
Der Moment, in dem eine Nervenzelle ihre Neurotransmitter in den synaptischen Spalt ausschüttet, ist extrem kurz. Forschenden der Charité Berlin und des Max Delbrück Center ist es gelungen, ihn mikroskopisch einzufangen. Die Aufnahmen der fusionierenden Vesikel zeigen sie jetzt im Fachblatt Nature Communications*.

Effektiver Schutz von Säuglingen vor RSV ist möglich (19.12.25)
Das Humanes Respiratorisches Synzytial-Virus (RSV) ist die Hauptursache für schwere Atemwegsinfektionen und Spitalsaufenthalte bei Säuglingen, insbesondere im ersten Lebensjahr. Das scheint sich langsam zu ändern.

Neuartigen Ansatz zur gezielten Therapie von Leukämie präsentiert (19.12.25)
Die akute myeloische Leukämie (AML) ist eine bösartige Erkrankung von blutbildenden Zellen und verursacht die unkontrollierte Vermehrung bestimmter unreifer Blutzellen. Als Behandlung wird meist eine intensive Chemotherapie durchgeführt, um das Blutbild zu normalisieren und die erkrankten Zellen aus dem Knochenmark zu entfernen.

Neue Strategie hilft Intensivpatienten mit Nierenersatztherapie (18.12.25)
Ein akutes Nierenversagen hat eine schädliche Übersäuerung des Körpers zur Folge. Rund 100 kritisch kranke Patienten sind in Innsbruck jährlich auf eine kontinuierliche Nierenersatztherapie an der Medizinischen Intensivstation angewiesen.

Modernen Nikotinprodukte verursachen Gefäßschäden (18.12.25)
Ein internationales Team führender Herz- und Gefäßexperten, darunter Univ.-Prof. Dr. Thomas Münzel, Seniorprofessor an der Universitätsmedizin Mainz, Prof. Dr. Thomas F. Lüscher, Präsident der ESC, und Prof. Dr. Sanjay Rajagopalan von der Case Western Reserve University in Cleveland (USA), legt eine umfassende wissenschaftliche Analyse zur Rolle von Nikotin als Herz-Gefäß-Risikofaktor vor.

Achillesferse des Oroya-Erregers Bartonella bacilliformis identifiziert (18.12.25)
Der in Südamerika heimische Infektionserreger Bartonella bacilliformis verursacht eine der gefährlichsten Infektionserkrankungen überhaupt: das sogenannte „Oroya-Fieber“. Ohne antibiotische Behandlung führt es in mehr als 90 Prozent der Fälle zum Tod, denn der Erreger zerstört die roten Blutkörperchen.

Menschliches Modell der Blut-Hirn-Schranke hergestellt (17.12.25)
Das Gehirn ist ein besonderes Organ für unseren Körper und deshalb auch besonders schützenswert. In diesem Sinne verhindert die sogenannte Blut-Hirn-Schranke, dass potenziell schädliche Substanzen aus dem Blut ins Gehirn eindringen können. Störungen des Schutzwalls sind an der Entstehung wichtiger Hirnerkrankungen – wie Schlaganfall und Alzheimer – beteiligt.

Kleingefäßerkrankung gilt als Hauptursache für Demenz (17.12.25)
Forschende des LMU Klinikums haben aufgeklärt, wie Erkrankungen kleiner Blutgefäße im Gehirn entstehen. Die zerebrale Kleingefäßerkrankung kann zu weit verbreiteten Folgen wie Durchblutungsstörungen, Blutungen und oft schweren Schlaganfällen führen; und sie gilt als eine der Hauptursachen für eine Demenz.

Unterirdische Durchimpfungsraten - Österreich Schlusslicht in Europa (16.12.25)
Beim Österreichischen Impftag 2026, Samstag dem 16.1. 2026 steht die erneute Zunahme von Infektionskrankheiten im Mittelpunkt, die durch Impfprogramme bereits stark zurückgedrängt waren. Sinkende Impfakzeptanz in Teilen der Bevölkerung führt dazu, dass Erkrankungen wie Masern, Keuchhusten oder Hepatitis A wieder häufiger auftreten.

Sonografie ist das ressourcenschonendste bildgebende Verfahren (16.12.25)
Bildgebende Verfahren sind unverzichtbar für moderne Diagnostik – doch ihr Energieverbrauch und CO₂-Ausstoß unterscheiden sich erheblich. Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) empfiehlt, ökologische Kriterien künftig stärker in medizinische Leitlinien und bei der Wahl bildgebender Verfahren einzubeziehen.

Immunsystem hält Pilz auf Schleimhaut in Schach (15.12.25)
Der Hefepilz Candida albicans besiedelt die Schleimhäute und ist meist harmlos. Doch unter bestimmten Bedingungen kann er gefährliche Infektionen auslösen. Ein Forschungsteam der Universität Zürich hat nun herausgefunden, wie das Immunsystem die Verwandlung von einem harmlosen Besiedler zu einem Krankheitserreger verhindert. Dies geschieht unter anderem durch den Entzug von Zink.

Medizinische Diversität offenbart unterschiedliche kulturelle Hintergründe zu Gesundheitsvorstellunge (15.12.25)
Gesundheitsvorstellungen werden stark durch kulturelle Werte und Normen geprägt, etwa durch religiöse Vorstellungen. In einer zunehmend diverseren Gesellschaft kommen verschiedene Gesundheitsverständnisse zusammen und vermischen sich durch den Austausch.

Frühe PSMA-PET/CT optimiert jede dritte Therapieplanung von Prostatakrebs (12.12.25)
So früh wie möglich und so aggressiv wie nötig – nach dieser Devise sollte jeder Prostatakrebs behandelt werden, um Rezidive, also ein Wiederauftauchen des Tumors, zu verhindern. Doch was bedeutet „nötig“ im Einzelfall? Und welche Therapien samt Nebenwirkungen kann man dem Patienten womöglich ersparen?

Neue Schwachstelle von Asthma-Immunzellen entdeckt (11.12.25)
Warum bleiben bestimmte Immunzellen bei allergischem Asthma dauerhaft aktiv – selbst in einer Umgebung, die sie eigentlich schädigen müsste?

MedUni Graz nimmt Fettleber und genetische Risikofaktoren ins Visier (11.12.25)
Die Fettleber, medizinisch Lebersteatose genannt, ist eine der häufigsten chronischen Lebererkrankungen. Bleibt eine Fettleber unbehandelt, kann dies gravierende Folgen haben: von Entzündungen über Vernarbungen bis hin zu Leberzirrhose oder gar Leberkrebs.

Wie Darmbakterien junge Erwachsene vor Krebs schützen könnten (10.12.25)
Darmkrebs gilt als Krankheit des Alters, doch immer häufiger sind auch junge Erwachsene betroffen. Warum das so ist und welche Rolle die Mikroben im Darm spielen, untersucht das Forschungsnetzwerk „PerMiCCion“ unter Leitung von Prof. Gianni Panagiotou am Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie (Leibniz-HKI) und der Universität Jena.

Remission von Prädiabetes schützt Herz und Leben (10.12.25)
Erstmals belegt eine internationale Analyse: Wenn Menschen mit Prädiabetes ihren Blutglukosewert durch Lebensstiländerung wieder in den Normalbereich bringen, halbiert sich ihr Risiko für Herzinfarkt, Herzschwäche und frühen Tod.

Wie das Vermeiden klassischer Risikofaktoren die Lebenserwartung verlängert (9.12.25)
Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen weltweit zu den führenden Todesursachen und verursachen erhebliche gesundheitliche sowie sozioökonomische Belastungen. Fünf veränderbare Risikofaktoren – Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Unter- und Übergewicht bzw. Adipositas, Diabetes und Rauchen – sind für rund die Hälfte der globalen Krankheitslast verantwortlich.

Schaufensterkrankheit bei Frauen häufig zu spät diagnostiziert (5.12.25)
Studien zeigen geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Diagnose und Behandlung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK), auch Schaufensterkrankheit genannt. Frauen werden den Daten zufolge später diagnostiziert als Männer und weisen dann oft schwerwiegendere Symptome auf.

Zeckenspeichel verändert Immunreaktion von Hautzellen (4.12.25)
Ein Forschungsteam unter Leitung der MedUni Wien hat neue Erkenntnisse darüber gewonnen, wie Zecken die menschliche Immunabwehr beeinflussen, um Krankheitserreger einzuschleusen.

KI-Prototyp zur optimierten Tumortherapie wird weiterentwickelt (4.12.25)
An der Universitätsmedizin Mainz startet ein Forschungsprojekt, um den Prototyp eines auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierenden Assistenzsystems für urologische Tumortherapien weiterzuentwickeln.

Buchrezension: Laborwerte einfach verstehen (3.12.25)
Laborwerte einfach verstehen: Was der Laborbericht über unsere Gesundheit verrät und wie wir langfristig fit bleiben. Praktischer Leitfaden, anschaulich aufbereitet Gebundene Ausgabe – 28. Oktober 2025 von DK Verlag (Herausgeber), Christina Winzig (Autor)

NLRP3 treibt chronischen Blutkrebs an (3.12.25)
Bei bestimmten Blutkrebserkrankungen führen Entzündungsprozesse im Knochenmark zu lebensbedrohlichen Vernarbungen. Ein Team um die Onkologen Dominik Wolf von der MedUni Innsbruck und Lino Teichmann vom Universitätsklinikum Bonn (UKBonn) hat nun einen möglichen neuen Therapieansatz gefunden.

Innovative Akne-Lasertherapie aus den USA erstmals in Österreich verfügbar (3.12.25)
Weltweit sind Akne-Laser bei Hautärzten schon länger im Einsatz. In Österreich bietet nun erstmals das dermatologische Zentrum „Medizin am Hauptbahnhof“ in Wien diese neuartige Therapieform an, die nun in Europa zugelassen ist. Das Ziel ist die hautschonende Stilllegung von Talgdrüsen – speziell bei Menschen mit mittelschwerer bis schwerer Akne.

Therapiesicherheit bei später HIV-Diagnose untersucht (2.12.25)
Rund 40 Millionen Menschen weltweit leben mit einer HIV-Infektion. In Deutschland sind es etwa 100.000 Betroffene. Wird die Infektion nicht behandelt, kann sich der Körper irgendwann nicht mehr gegen Krankheitserreger oder Tumorzellen wehren. Dann kommt es zum erworbenen Abwehrschwäche-Syndrom, das mehrere teilweise lebensbedrohliche Krankheiten nach sich zieht.

Selbsthilfegruppe für Weißfleckenkrankheit in Wien gegründet (2.12.25)
Rund 100.000 Menschen in Österreich haben Vitiligo, die Autoimmunerkrankung, die sich in Form weißer Flecken auf der Haut bemerkbar macht. Eine davon ist Annette-Marie Hofians, die nun in Wien die „Vitiligo Hilfe Österreich“ gegründet hat, die derzeit einzige aktive, heimische Selbsthilfegruppe für Betroffene der Weißfleckenkrankheit und ihren Angehörigen.

Neue Erkenntnisse zur Entstehung von Blutkrebs (1.12.25)
Blutkrebserkrankungen wie die Leukämie werden durch genetische Veränderungen in den blutbildenden Stammzellen des Knochenmarks verursach Forschende der Universitätsmedizin Mainz haben entschlüsselt, wie chronische Entzündungen im Knochenmark bei Betroffenen mit altersbedingten Blutstammzellmutationen die Krebsentwicklung vorantreiben.

Purpur-Erle und Kreuzallergien belasten Allergiker bereits im Dezember (1.12.25)
Für manchen Allergiker beginnt statt winterlicher Ruhe bereits jetzt eine Zeit unerwarteter Belastung: Der Pollenflug der Purpur-Erle sorgt in der Weihnachtszeit bereits für juckende Augen, Niesreiz und Atembeschwerden.