MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 2022

MedAustria News von Oktober 2022

Depressionen durch geschlechtsspezifisch unterschiedliche Symptome gekennzeichnet (31.10.22)
Depressionen werden bei Männern seltener diagnostiziert als bei Frauen. Ein möglicher Grund dafür liegt in der nach wie vor mangelnden Kenntnis darüber, dass sich die psychische Erkrankung bei Männern mit anderen Symptomen äußert als bei Frauen.

Granatapfel-Stoffwechselprodukt: Forschende identifizieren Weg zur Stärkung von tumorbekämpfenden Immunzellen (27.10.22)
Forschende aus dem Georg-Speyer-Haus in Frankfurt und der Goethe-Universität Frankfurt konnten in einem interdisziplinären Projekt des LOEWE-Zentrums Frankfurt Cancer Institute einen neuen Ansatz zur Therapie von Darmkrebs identifizieren.

Krebsforschungslauf brachte 200.000 Euro für Krebsforschung (25.10.22)
Insgesamt rund 3.000 LäuferInnen, darunter 84 Unternehmen mit Laufteams, als SponsorInnen oder KooperationspartnerInnen, unterstützten mit ihrer Teilnahme die Krebsforschung an der MedUni Wien. So wurden beim diesjährigen 16. Krebsforschungslauf 200.000 Euro für die Wissenschaft erzielt.

Schlaganfälle durch einen Basilaris-Verschluss – signifikanter Nutzen der Thrombektomie (24.10.22)
Bei Schlaganfällen durch einen Verschluss (Thrombus) der Arteria basilaris im hinteren Bereich des Gehirns, basierte die Therapieempfehlungen bisher in erster Linie auf Registerdaten.

Resilienz durch Bewegung während der Pandemie (24.10.22)
Zahlreiche Studien verweisen auf eine nachhaltige Verringerung von Bewegung und sportlichen Aktivitäten als Folge der COVID-19 Eindämmungsmaßnahmen. Die Forschungsergebnisse beziehen sich hauptsächlich auf die Auswirkungen des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020.

MedUni Wien beim WWTF Life Science Call Public Health erfolgreich (24.10.22)
Die MedUni Wien war beim erstmals durchgeführten Life Sciences Call 2022 zum Thema Public Health des Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds WWTF erfolgreich. Gleich fünf der acht geförderten Projekte im Bereich der öffentlichen Gesundheit werden unter Leitung der MedUni Wien durchgeführt. Gefördert wird eine große Bandbreite an Forschungsvorhaben.

Heimische Arzneimittelproduktion aufgrund der Inflation gefährdet (21.10.22)
Hohe Inflation, fehlende Versorgungssicherheit bei steigenden Energiekosten und ein niedriges Preisgefüge im patentfreien Arzneimittelmarkt setzen der heimischen Arzneimittelproduktion zu.

Genkorrektur als mögliche Therapie bei Hämochromatose (21.10.22)
Die erblich bedingte primäre Hämochromatose gehört zu den häufigsten angeborenen Stoffwechselerkrankungen in Europa. Bei dieser auch als Eisenspeicherkrankheit bezeichneten Störung kommt es zu einer Überladung des Körpers mit Eisen.

Sinnvolle Gabe von Antibiotika bei Langzeitbeatmung (21.10.22)
Die sogenannte antimikrobielle Resistenz (AMR) ist mittlerweile eines der größten Probleme der modernen Medizin. Nun zeigen MedizinerInnen des LMU Klinikums München in einer neuen Studie: Die Sorge ist unbegründet.

„Village“-Vorsorgeprogramm entlastet Kinder psychisch erkrankter Eltern (19.10.22)
Kinder, die mit psychisch erkrankten Eltern aufwachsen, übernehmen oft viel Verantwortung und sind selbst belastet. Im Projekt „Village“ entwickelte ein Forschungsteam mit Förderung der MedUni Innsbruck und der Ludwig Boltzmann Gesellschaft ein Vorsorgeprogramm für betroffene Familien in Tirol.

Hohe Kompetenz bei seltene Erkrankungen Im Amyloidose-Zentrum Niedersachsen (18.10.22)
Die Amyloidose ist eine seltene Erkrankung, die einzelne Organe und Körperregionen oder auch den ganzen Organismus betreffen kann. Die Ursache sind fehlgefaltete Eiweißmoleküle, die sich im Körper ablagern.

Neue Therapiestudie zum Augeninfarkt am Uniklinikum Tübingen gestartet (17.10.22)
Mit weniger als einer Person unter 100.000 ist ein Augeninfarkt ein seltenes Krankheitsbild. Den Schaden, den er anrichten kann, ist aber groß. Eine nachweislich wirksame Therapie gibt es für den medizinischen Notfall bislang noch nicht.

50 Millionen Dollar für die Prävention von Totgeburten (14.10.22)
Jedes Jahr kommen weltweit mehr als zwei Millionen Babys nach der 28. Schwangerschaftswoche tot zur Welt, allein in Deutschland liegt die Zahl bei 4.000 Kindern. Das In Utero-Programm der gemeinnützigen Organisation Wellcome Leap zielt darauf ab, diese Zahl mit Hilfe fortschrittlicher bildgebender Verfahren um die Hälfte zu reduzieren.

Selbstregulierung fördert den Bildungserfolg von Kindern (13.10.22)
Eine Studie der Unis Zürich und Mainz zeigt: Werden ErstklässlerInnen bereits in der Primarschule gefördert, ihre Aufmerksamkeit und Impulse zu steuern, hat dies eine nachhaltige Wirkung auf den weiteren Bildungserfolg der Kinder.

Wie Digitalisierung den Pflegealltag im Krankenhaus erleichtert (13.10.22)
Eine aktuelle Studie der Universität Witten/Herdecke untersucht die Bedeutung von Motiven und Werten des Pflegepersonals bei der Einführung digitaler Technologien. Effizienz und Patientenorientierung sind wichtige Treiber.

Leptin verhindert Entwicklung einer Fettleber (11.10.22)
Einer Studiengruppe der MedUni Wien ist es gelungen, einen durch Leptin gesteuerten Regelkreislauf aufzuzeigen, durch den dieses Fettgewebshormon den Leberfettstoffwechsel über das autonome Nervensystem steuert.

Einsatz einer neuen, alten Substanz gegen die Folgen einer Geburtsasphyxie (10.10.22)
Forschende der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) beschreiben im Fachmagazin "Annals of Neurology" eine medikamentöse Behandlung für die Folgen einer Geburtsasphyxie (schwerer Sauerstoffmangel von Neugeborenen), der während der Eröffnungs- oder Austreibungsphase der Geburt entsteht.

Prof. Manns mit dem „Lifetime Achievement Award“ für sein Lebenswerk ausgezeichnet (9.10.22)
Große Ehre für Prof. Dr. Michael Manns: Die Vereinigung „United European Gastroenterology“ (UEG) hat heute den Präsidenten der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) für sein Lebenswerk mit dem „Lifetime Achievement Award“ ausgezeichnet.

Monitoring-gesteuerte Antibiotikadosierung bei Sepsis bringt kaum Vorteile (7.10.22)
In der Target-Studie untersuchte ein Forschungsteam des Universitätsklinikums Jena, ob die an der Konzentration im Blutplasma ausgerichtete Dosierung der Antibiotikatherapie bei Sepsis einen Vorteil bringt.

Neuer Ansatz für personalisierte Therapie von Kleinzelligem Lungenkrebs (SLCC) (6.10.22)
Der Kleinzellige Lungenkrebs (SCLC) ist ein besonders aggressiver Tumor, der bislang mit einheitlichen Maßnahmen behandelt wird. Eine Studie unter Leitung der MedUni Wien zeigt erstmals, dass verschiedene Subtypen von SCLC spezifische molekulare Merkmale aufweisen, weshalb Betroffene unterschiedlich auf die Krebstherapie ansprechen.

Gradmann-Studienpreis ehrt herausragende Projekte zum Thema Demenz (6.10.22)
Wie kann die Lebenssituation von Menschen mit Demenz verbessert werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Herbsttagung des Studiengangs „Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz und chronischen Einschränkungen (M.A.)“ an der Uni Witten/Herdecke (UW/H).

Kortisol-Spiegel im Haar könnte schwere Depressionen nachweisen (3.10.22)
Über 5 Prozent aller ÖsterreicherInnen leiden unter einer Depression. Über die biologischen Grundlagen dieser Krankheit ist jedoch nach wie vor wenig bekannt.