KI und zielgerichtete Immuntherapien verändern die Dermatoonkologie (30.9.26)
Expert:innen der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie (ÖGDV) berichten bei einem Pressegespräch, wie technologische Innovation und immer gezieltere Therapien Diagnostik und Behandlung von Hautkrebs auf erfolgreichere Beine stellen.
Plazentare Mikrothromben für erfolgreiche Schwangerschaft verantwortlich (30.9.26)
Ein MHH-Forschungsteam konnte zeigen, wie Blutplättchen, Gerinnung und das Immunsystem zusammenarbeiten, damit sich in der frühen Schwangerschaft die Plazenta entwickeln kann. Gerät dieses Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht, drohen Blutungen oder krankhafte Thrombosen.
Insomnie könnte mit höherem Schlaganfallrisiko verbunden sein (29.9.26)
Schlaflosigkeit (Insomnie) ist nicht nur mit schlechtem Schlaf und eingeschränkter Leistungsfähigkeit am Tag verbunden, sondern kann auch ein Hinweis auf erhöhte gesundheitliche Risiken sein.
Mikroplastik verursacht Fettleber bei Mäusen (29.9.26)
Mikroplastik kann offenbar die Funktion von Fresszellen in der Leber erheblich beeinträchtigen - zumindest bei Mäusen. Dadurch kommt es nachgelagert zu einer Störung des Leberstoffwechsels und zu einer vermehrten Einlagerung von Fett in das lebenswichtige Organ.
Kinder reagieren häufiger auf Hausstaubmilben, Erwachsene auf Pollen (28.9.26)
Kinder und Erwachsene mit Atemwegsallergien reagieren auf unterschiedliche Allergene: Bei Kindern fanden sich deutlich häufiger Sensibilisierungen gegen Hausstaubmilben, bei Erwachsenen dagegen häufiger gegen Pollenallergene im Freien.
Magenkrebs durch Magenkeimtest verhindern (28.9.26)
Magenkrebs gehört zu den tödlichsten Krebsarten. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Krebsarten ist eine der wichtigsten Ursachen bekannt: eine chronische Infektion mit dem Bakterium  Helicobacter pylori.
Ortho-K-Linsen korrigieren Fehlsichtigkeit über Nacht (25.9.26)
Morgens aufstehen trotz Fehlsichtigkeit und den ganzen Tag ohne Brille oder Kontaktlinsen scharf sehen? Klingt fast wie ein kleines Wunder, ist aber durch sogenannte Ortho-K-Linsen (ortho-keratologische-Linsen) möglich. Die speziellen Kontaktlinsen werden während der Nacht getragen und formen die Hornhaut vorübergehend so, dass die Fehlsichtigkeit am folgenden Tag ausgeglichen ist.
Dreifachtherapie im frühen Kindesalter bei Mukoviszidose besonders wirksam (25.9.26)
Mukoviszidose ist eine unheilbare Erbkrankheit. Seit 2020 gibt es eine ursächlich wirkende Behandlung, die sogenannte Dreifachtherapie, die mittlerweile auch für Kinder ab zwei Jahren zugelassen ist.
25.000 Erwachsene mit angeborenem Herzfehler benötigen lebenslange Betreuung (24.9.26)
Anlässlich des Weltherztages am 29. September macht der Verein Herzkinder Österreich auf die Situation von Erwachsenen mit angeborenem Herzfehler (EMAH) aufmerksam. Rund 25.000 Menschen in Österreich leben mit einem angeborenen Herzfehler, Tendenz steigend.
Risikobewertung von HFpEF durch BMI weniger gut geeignet (24.9.26)
Die Ursachen für Herzinsuffizienz können vielfältig sein, Adipositas spielt aber in den meisten Fällen, insbesondere bei Herzinsuffizienz mit erhaltener Auswurffraktion (HFpEF, etwa die Hälfte aller Herzinsuffizienzen), eine wichtige Rolle.
Buchrezension: Endstation Wartezimmer (23.9.26)
Unser Gesundheitssystem steht unter massivem Druck: lange Wartezeiten, überlastete Notaufnahmen, Fachkräftemangel und wachsende Versorgungsengpässe prägen für viele Menschen bereits den Alltag. Gleichzeitig erschweren Bürokratie, fragmentierte Strukturen und langsame Entscheidungsprozesse notwendige Veränderungen.
Pandoraea-Bakterien können Peptid gezielt verändern (23.9.26)
Wer an Umbauarbeiten denkt, hat meist Gerüste und Baustellen vor Augen. Doch nicht nur Gebäude lassen sich gezielt umgestalten. Dieser Prozess findet auch auf molekularer Ebene statt.
MedUni Innsbruck und Tirol Kliniken kooperieren in der Neuropathologie (22.9.26)
Die Kooperation zwischen dem Institut für Neuropathologie der MedUni Innsbruck und den tirol kliniken wurde im ersten Jahr ihres Bestehens positiv evaluiert. Nun konnte auch eine weitere Innovation umgesetzt werden: Chirurgen werden seit wenigen Monaten während der OP von einem neuen System unterstützt, welches eine schnelle Bestimmung von Tumoren und deren genauer Ausdehnung erlaubt.
Netzwerk TelePIN rettet Kinderleben (22.9.26)
In Deutschland ist die Versorgung schwerkranker Kinder gefährdet – es mangelt an funktionierenden Strukturen, technischer Ausstattung und vor allem Personal. Dieser fatalen Situation stemmt sich das Team der Intensivstation 67 in der Kinderklinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) entgegen.
71 Prozent der Deutschen möchten auf Sehhilfen verzichten, kennen aber wenig Alternativen (21.9.26)
Die STAAR Surgical Company, Anbieter von phakischen Intraokularlinsen zur Sehkorrektur, hat die Ergebnisse ihrer globalen Verbraucherumfrage zur Zukunft der refraktiven Chirurgie veröffentlicht. In sieben Märkten wurde die Einstellung der Verbraucher zum Thema Sehkorrektur untersucht.
Während der Schwangerschaft kann es zu Sehveränderungen kommen (21.9.26)
Unscharfes Sehen, plötzlich schlechtsitzende Kontaktlinsen, trockene Augen, geschwollene oder bräunlich verfärbte Lidbereiche: In der Schwangerschaft beeinflussen Hormone nicht nur Kreislauf und Bindegewebe, sondern auch das Auge.
Kontrollkoloskopie nach fünf Jahren könnte ausreichen (18.9.26)
Nach der Entfernung bestimmter Darmpolypen wird derzeit häufig bereits nach drei Jahren eine Kontrollkoloskopie empfohlen. Eine große europäische Studie mit Beteiligung der MedUni Wien zeigt nun: Eine erste Kontrolle nach fünf Jahren war hinsichtlich des Darmkrebsrisikos nach fünf Jahren nicht schlechter als eine Kontrolle nach drei Jahren.
Verarbeitung essbare Insekten beseitigt potenzielle Allergene nicht (18.9.26)
Essbare Insekten werden zunehmend als alternative Proteinquelle eingesetzt. Einige ihrer Proteine ähneln jedoch Allergenen aus Garnelen und Hausstaubmilben und können daher vom Immunsystem bereits sensibilisierter Menschen erkannt werden.
DGCH fordert Angabe der Failure-to-Rescue-Rate (FTR) (18.9.26)
Das Gelingen einer schweren Krebsoperation hängt maßgeblich von der fachgerechten Durchführung des Eingriffs ab. Nicht minder wichtig ist jedoch das Beherrschen von Komplikationen, die nach der Operation auftreten können – hier zählen Leistungsfähigkeit und Schnelligkeit des Gesamtsystems der jeweiligen Klinik.
Charité startet zentrale KI-Plattform für Klinik, Forschung, Lehre und Verwaltung (17.9.26)
Um Künstliche Intelligenz künftig in allen Bereichen schnell und unkompliziert nutzen zu können, führt die Charité Berlin eine neue, eigene KI-Plattform für Forschung, Lehre, Krankenversorgung und Verwaltung ein.
Roboterplattform als Unterstützung bei riskanten Zwillingsschwangerschaften (17.9.26)
Wenn starre Instrumente an ihre Grenzen kommen, helfen Magnetfelder weiter: Forschende der ETH Zürich haben eine Roboterplattform entwickelt, die Eingriffe bei Problemen in Zwillingsschwangerschaften sicherer, übersichtlicher und präziser machen soll.
KI und Robotik verändern die Gefäßchirurgie (16.9.26)
Künstliche Intelligenz, Robotik und digitale Simulationen verändern die Gefäßmedizin auf allen Ebenen, von der Ausbildung bis zur täglichen klinischen Routine.
Vielversprechender Durchbruch bei Prävention der Transplantat-Komplikation (16.9.26)
Die ActiTrexx GmbH, ein Mainzer Biotech-Spin-off, hat gemeinsam mit der Universitätsmedizin Mainz und Partnern in Dresden, Münster und Dortmund weltweit erstmals sogenannte aktivierte regulatorische T-Zellen (ATregs, Actileucel) aus weißen Blutzellen gesunder Blutspender hergestellt und erfolgreich zur Prävention der gefürchteten Transplantatabstoßung bei Patienten mit Stammzelltransplantation klinisch getestet.
PSMA-PET/CT Bildgebung für hohe Erkennungsrate bei Prostatakrebs (15.9.26)
Ein erhöhter PSA-Wert im Blut kann auf Prostatakrebs hinweisen, erlaubt aber noch keine sichere Diagnose. Bei entsprechendem Verdacht wird daher meist eine Gewebeprobe aus der Prostata entnommen.
Wie der Transporter SLC26A11 Zellen- Recycling in den Zellen, Gehirn und Niere ermöglicht (15.9.26)
Unsere Zellen haben in ihrem Inneren eine eigene „Müllabfuhr“, die alles einsammelt, was defekt, verbraucht oder fremd ist. Als eine Art „Magen der Zelle“ übernehmen die sogenannten Lysosomen dabei das Recycling. Doch die Abbauprodukte müssen auch wieder aus den Organellen heraustransportiert werden, sonst drohen teils schwere neurologische Erkrankungen.
Magnesium gegen Krämpfe bringt kaum positive Ergebnisse (14.9.26)
Wer nachts von einem Wadenkrampf geweckt wird, greift rasch zu Magnesium. Das Mineral gilt als das Mittel gegen Krämpfe schlechthin. Belegt ist diese Wirkung allerdings nicht.
Übersichtsarbeit über aktuellen Wissensstand bei Rheumatoide Arthritis erschienen (11.9.26)
Eine frühzeitige und konsequent gesteuerte Behandlung kann den Verlauf der rheumatoiden Arthritis entscheidend beeinflussen und bleibende Gelenkschäden verhindern.
Tag der Patientensicherheit am 17. September 2026 im AKH (11.9.26)
Sichere Versorgung beruht auf vielen verschiedenen Maßnahmen: von der sicheren Medikation und konsequenten Händehygiene bis zur umfassenden Aufklärung und zum richtigen Handeln in Notfallsituationen.
Mit neuen Immuntherapien entzündlich-rheumatischen Erkrankungen bekämpfen (10.9.26)
CAR-T-Zellen und sogenannte T-Zell-Engager könnten die Behandlung schwerer Autoimmunerkrankungen erweitern. Diese Therapieformen stammen aus der Behandlung bestimmter Blut- und Lymphdrüsenkrebserkrankungen (B-Zell-Lymphome, Plasmozytom).
Auf Nachsorge einer Sepsis nicht vergessen ( 10.9.26)
Wie groß die Dimension ist, zeigen deutsche Krankenhausdaten: Rund 320.000 Sepsisfälle werden pro Jahr erfasst, die tatsächliche Zahl dürfte noch einmal deutlich höher liegen. Weltweit erkranken Schätzungen zufolge rund 50 Millionen Menschen pro Jahr an einer Sepsis, etwa elf Millionen sterben daran. Die gute Nachricht: Durch Fortschritte in der Früherkennung und Intensivmedizin überleben heute mehr Menschen auch schwere Verläufe. Umso wichtiger wird die Frage, wie es nach der Rettung weitergeht.
Nicht jede Ungleichheit ist in unterschiedlichen Ländern gleich akzeptabel (9.9.26)
Das Einkommensgefälle sorgt weltweit für Diskussionen. Wann Menschen das gerecht finden (und wann nicht), hat eine Studie der UZH nun weltweit untersucht. Sie deckte prägnante Unterschiede zwischen westlich und nicht-westlich geprägten Gesellschaften auf. In der Schweiz wird besonders eigene Leistung gewürdigt.
Unordnung kann Streuen bei Tumorzellen fördern (9.9.26)
2024 starben in Österreich mehr als 21.300 Menschen an malignen invasiven Tumoren – ein Anstieg von 4,7 Prozent gegenüber 2014. Angesichts einer ähnlich ernsten globalen Herausforderung versuchen Forschende darum, besser zu verstehen, was Krebszellen dazu veranlasst, zu wachsen, sich auszubreiten und in gesundes Gewebe einzudringen.
Entzündliche Veränderungen im Immunsystem sind umkehrbar (8.9.26)
Adipositas betrifft in Deutschland etwa 19,7 Prozent der Erwachsenen. Die Fettleibigkeit belastet nicht nur die Gelenke, sondern verändert auch das Immunsystem der Betroffenen.
Entzündungsschmerz mit Hautmodell gezielt untersuchen (8.9.26)
Entzündungen machen Gewebe oft besonders schmerzempfindlich – etwa bei Infektionen, Verletzungen oder chronischen Erkrankungen. Wie diese Überempfindlichkeit beim Menschen genau entsteht, war bisher nur schwer unter kontrollierten Bedingungen zu untersuchen.
Neue Primärversorgungszentren entlasten Notaufnahmen erst mit Verzögerung (7.9.26)
Eine wesentliche Aufgabe von Primärversorgungszentren ist es, Notaufnahmen durch die ambulante Betreuung nicht dringlicher Fälle zu entlasten. Dass diese Wirkung allerdings nicht unmittelbar greift, legt nun eine neue Studie nahe: Nach der Inbetriebnahme eines Primärversorgungszentrums in Wiener Neustadt zogen die Fallzahlen in der Notaufnahme zunächst an, ehe ein rückläufiger Trend einsetzte.
Neue YouTube-Serie der Charite klärt über Drogenkonsum auf (7.9.26)
Neuartige Substanzen gelangen zunehmend auf den Drogenmarkt und sind über digitale Vertriebswege überall leicht verfügbar. Was sie tatsächlich enthalten, ist für Konsumierende häufig nicht erkennbar. Besonders betroffen sind junge Menschen – das zeigt auch die gestiegene Zahl drogenbedingter Todesfälle in dieser Altersgruppe.
Wie winzige Membranbläschen von Immunzellen das Überleben von Candida albicans im Blut begünstigen (4.9.26)
Eigentlich ist unsere Immunabwehr ein ausgeklügeltes System, das uns vor Krankheitserregern schützt. Doch ein Forschungsteam der Universitäten Würzburg und Jena sowie des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie (Leibniz-HKI) zeigt nun, dass bestimmte Bestandteile dem Hefepilz Candida albicans offenbar dabei helfen, ebendieser Abwehr zu entgehen.
MASH: Vom Leberleiden zur Multiorganerkrankung (4.9.26)
Die Metabolische Dysfunktion-assoziierte Steatohepatitis (MASH) galt lange vor allem als Erkrankung einer verfetteten und zunehmend entzündeten Leber mit erhöhtem Risiko für Leberkrebs.