Kaputtes DNA-Reparaturwerkzeug beschleunigt Alterung (30.1.26)
Werden schwere DNA-Schäden nicht repariert, hat dies dramatische Folgen für die Gesundheit von Zellen und Geweben. Eine Studie unter Leitung von Forschenden der Goethe-Universität Frankfurt als Teil der Rhein-Main-Universitätsallianz zeigt: Der Ausfall eines zentralen DNA-Reparaturenzyms namens SPRTN verursacht nicht nur genetische Schäden.
Maschinenperfusion für Spendernieren erfolgreich etabliert (30.1.26)
An der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) kam erstmals die Maschinenperfusion für Spendernieren zum Einsatz. Zwei Menschen konnten dank dieser Technologie eine neue Niere erhalten. Einer der beiden Patientinnen und Patienten erhielt zusätzlich im Rahmen eines kombinierten Eingriffs eine neue Leber.
Hopfen ist die Arzneipflanze des Jahres (29.1.26)
Die Herbal Medicinal Products Platform Austria (HMPPA) – bestehend aus ExpertInnen österreichischer Universitäten wählte auch heuer die Arzneipflanze des Jahres. Diesmal fiel die Wahl auf den Echten Hopfen (Humulus lupulus L.), der neben seiner Verwendung zur Herstellung von Bier auch eine lange Tradition als Heilpflanze in der Volksmedizin hat.
Patientenbeteiligung als Schlüssel moderner (Lungen)-Krebsversorgung (29.1.26)
Im Vorfeld des Weltkrebstages 2026 rückten führende Experten aus Medizin, Forschung und Patient:innenvertretung die Zukunft der Krebsmedizin in Österreich ins Zentrum. Aufbauend auf das interdisziplinäre Expertenforum „ONKOSPHÄRE – Mut & Innovation für die nächste Dekade“ von AstraZeneca im November 2025.
Neuropathischer Schmerz wird oft verkannt (28.1.26)
Zum 25. Mal lud die Österreichische Schmerzgesellschaft (ÖSG) anlässlich des Auftakts der „Schmerzwochen“ zur Pressekonferenz. Im Einklang mit der internationalen Kampagne der International Association for the Study of Pain (IASP) stand heuer der europathische Schmerzen im Fokus.
Pollensaison 2026 hat begonnen (27.1.26)
Der Pollenflug war im vergangenen Jahr 2025 durchschnittlich bis unterdurchschnittlich für die meisten Hauptallergene. Das wird sich 2026 ändern: die Haseln, insbesondere die Baumhasel, zeigt einen reichlichen Besatz mit Kätzchen und damit Potenzial für intensiveren Pollenflug.
Psychische Gesundheitsdienstleistungen in Wien: (26.1.26)
Ein wissenschaftliches Team unter Leitung von Judit Simon, Professorin für Gesundheitsökonomie der MedUni Wien, hat im Rahmen des WWTF-geförderten Projekts STREAMLINE erstmals Angebot, Nutzung und Kosten von psychischen Gesundheitsdienstleistungen in Wien umfassend untersucht.
Anpassungen an den Klimawandel in Subsahara-Afrika untersucht (26.1.26)
Der Klimawandel stellt insbesondere die Menschen im Globalen Süden vor enorme Herausforderungen. Zwei internationale Studien unter Leitung der Charité Berlin haben untersucht, wie die Bevölkerung in Afrika südlich der Sahara mit steigenden Temperaturen und drohenden Infektionen umgeht und was sich dagegen tun lässt.
Mittagsschlaf schaltet das Gehirn in lernbereiten Zustand (23.1.26)
Schon ein Mittagsschlaf kann dem Gehirn helfen, sich zu erholen und wieder besser lernfähig zu werden. Forschende des Universitätsklinikums Freiburg und der Universität Genf zeigen in einer kürzlich im Fachjournal NeuroImage veröffentlichten Studie, dass bereits ein Mittagsschlaf ausreicht, um Verbindungen zwischen Nervenzellen so auszurichten, das neue Informationen besser abgespeichert werden können.
Neuartige Immuntherapie für die chronische lymphatische Leukämie entwickelt (23.1.26)
Die chronische lymphatische Leukämie (CLL) ist die häufigste Form des Blutkrebses bei Erwachsenen und geht über Jahre mit einer Schwächung des Immunsystems einher. Unterstützt durch die Medizinische Fakultät haben Forschende am Universitätsklinikum Tübingen nun erstmals einen personalisierten T-Zell-Aktivator klinisch evaluiert, der das Immunsystem gezielt gegen die Leukämiezellen mobilisiert.
Neue OP-Methode bei Skoliosen erstmals in Speising durchgeführt (21.1.26)
Bei bis zu fünf Prozent der Menschen in Österreich ist Skoliose – eine seitliche Verkrümmung und Verdrehung der Wirbelsäule – zu beobachten; oft entsteht eine derartige Abweichung während des Wachstumsschubs.
EMA hat 2025 insgesamt 104 Arzneimittel zur Erstzulassung empfohlen (20.1.26)
Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hat im Jahr 2025 insgesamt 104 Arzneimittel sowie 89 zusätzliche Indikationserweiterungen für bestehende Arzneimittel zur Erstzulassung empfohlen. Das zeigt der aktuelle Jahresbericht der europäischen Arzneimittelbehörde. Folgt die Europäische Kommission den Empfehlungen der EMA und erteilt eine Zulassung, bedeutet das einen signifikanten Ausbau des medizinischen Versorgungsspektrums.
Österreichischee Krebsreport 2025 mit Fokus 65+ präsentiert (20.1.26)
Anlässlich des Weltkrebstages 2026 am 4.2. präsentierten Krebshilfe und Österreichische Gesellschaft für Hämatologie & Medizinische Onkologie (OeGHO) bei einem Pressegespräch den Österreichischen Krebsreport 2025 und betonen die Herausforderungen und notwendige Strategien bei der Früherkennung und Versorgung von älteren Krebspatienten.
Dauerhaftes Single-Sein belastet das Wohlbefinden junger Menschen (17.1.26)
Das Single-Dasein wird in den Medien zunehmend als Ausdruck von Lifestyle, Selbstbestimmung und Empowerment inszeniert. Begriffe wie «Self-Partnership», «Solo Living», «Sologamie» oder «Singlehood» prägen die Diskussion. Gleichzeitig entscheiden sich immer mehr junge Erwachsene gegen feste romantische Beziehungen.
Kahlschlag in der Orthopädie abgewendet (16.1.26)
Es wäre ein tiefer Einschnitt in die orthopädische Versorgung der Wiener Bevölkerung gewesen: Im Entwurf für den Regionalen Strukturplan Gesundheit, der bis 2030 umgesetzt werden muss, war eine Reduktion der Anzahl der Betten in den zwei Wiener orthopädischen Fachkliniken – dem Orthopädischen Spital Speising und dem Herz-Jesu-Krankenhaus – um knapp 50% vorgesehen.
Auslöser von Sehnenbeschwerden entdeckt (16.1.26)
Achillessehnenschmerzen, Tennisellbogen, Schwimmerschulter und Springerknie – viele junge Sportler sowie auch ältere Personen kennen solche Beschwerden. Sie sind alle auf eine Überbeanspruchung von Sehnen zurückzuführen und sind in der Regel sehr schmerzhaft.
Genetischer Risikofaktor und Virusinfektion tragen gemeinsam zur MS bei (15.1.26)
Multiple Sklerose (MS) wird durch eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus mitverursacht. Daneben spielen aber auch bestimmte Genvarianten eine wichtige Rolle.
Buchrezension: Kraft und Stabilität bis ins hohe Alter (15.1.26)
Training ohne Geräte für starke Muskeln in jedem Alter
Neue Kombinationstherapie gegen häufige Form von Lungenkrebs (14.1.26)
Ein Forschungsteam der MedUni Wien hat einen neuen Ansatz gegen eine besonders häufige und schwer behandelbare Form von Lungenkrebs entdeckt. Die Studie zeigt, dass eine Kombination aus zwei bereits gut untersuchten Wirkstoffklassen – ERBB-Hemmern und Aurora-Kinase-Hemmern – KRAS-mutierte Lungenadenokarzinome deutlich wirksamer bekämpft als bisherige Therapien.
Darmkrebs programmiert Immunzellen bereits im Knochenmark um (13.1.26)
Die Erkenntnisse eines interdisziplinären Forschungsteams der Med Uni Innsbruck und der Universität Zürich konnten die Bedeutung der häufigen genetische Veränderung im KRAS-Gen bei Darmkrebs für die Reprogrammierung von Immunzellen im Knochenmark und damit im Tumor entschlüsseln.
Deutlicher Anstieg bei Fällen von West-Nil-Virus in Österreich (13.1.26)
Das West-Nil-Virus wird in Österreich durch heimische Stechmücken übertragen. Im Jahr 2024 wurden 37 Erkrankungen dokumentiert, darunter 19 Patienten mit schweren Verläufen, die im Krankenhaus behandelt werden mussten. Damit stellt das Jahr 2024 den bisherigen Höhepunkt der registrierten Fallzahlen dar.
Plastikpartikel können Darmentzündungen verstärken (12.1.26)
Ein Forschungsteam unter der Leitung der MedUni Wien und der Universität Wien hat einen möglichen Zusammenhang zwischen der steigenden Zahl an Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und der zunehmenden Belastung durch Mikro- und Nanoplastik (MNP) untersucht.
Erstmals innovative Therapien beim Urothelkarzinom erforscht (12.1.26)
Das Austrian Comprehensive Cancer Network (ACCN), bestehend aus den MedUnis Wien, Graz und Innsbruck und das Bayerische Zentrum für Krebsforschung (BZKF) mit den sechs bayerischen Universitätskliniken starten eine gemeinsame Studie zur Erforschung neuer Therapien beim Urothelkarzinom, einer aggressiven Form von Blasenkrebs.
Pertussis-Impfung in der Schwangerschaft stärkt Immunabwehr bei Neugeborenen (9.1.26)
2024 wurden in Deutschland die meisten Keuchhustenfälle seit Einführung der Meldepflicht 2013 verzeichnet. Mit fast 122 Fällen pro 100.000 Einwohner waren Säuglinge unter einem Jahr am stärksten betroffen. Für 2025 werden ähnlich hohe Fallzahlen erwartet.
Rätsel um episodisches Gedächtnis gelöst (9.1.26)
Das menschliche Gehirn muss Gedächtnisinhalte mit den Umständen verknüpfen können, in denen diese auftreten. Bonner Forschende zeigten, wie das menschliche Gehirn zwei unterschiedliche Gruppen von Neuronen nutzt, um Inhalt und Kontext getrennt voneinander zu speichern.
Erhöhtes Tuberkuloserisiko nach Organtransplantationen in Europa (8.1.26)
Empfänger solider Organtransplantate, also aus festem Gewebe bestehende Organe wie Leber, Herz, Lunge oder Nieren, haben auch in Ländern mit eigentlich niedriger bis mittlerer Tuberkuloseinzidenz ein deutlich erhöhtes Tuberkuloserisiko. Wesentliche Ursache dafür sind unbehandelte latente Tuberkuloseinfektionen. Aber auch Neuinfektionen spielen eine relevante Rolle.
CAR T-Zellen gegen aggressive Tumoren fit machen (5.1.26)
Forschende des Uniklinikums Tübingen und des Exzellenzclusters iFIT haben eine Methode etabliert, um die CAR T-Zelltherapie gezielt zu verbessern. Durch die Anwendung von CRISPR-Base-Editing, welche eine präzise und sichere Gentherapie ermöglicht, lassen sich Immunzellen so verändern, dass sie Tumorzellen wirksamer bekämpfen – auch bei soliden Tumoren.