Fettzellen spielen zentrale Rolle bei Vermeidungs-Lernen (15.5.26)
Wenn Menschen oder Tiere etwas essen, was bei ihnen zu Unwohlsein führt, gehen sie danach dieser Nahrungsquelle aus dem Weg. Unklar war bislang, wie genau dieses Vermeidungs-Lernen erfolgt.
Verbesserte radiologische Diagnostik und Therapie durch CT-Technologie der neuesten Generation (5.5.26)
Die Universitätsmedizin Mainz hat einen neuen photonenzählenden Computertomographen (CT) in Betrieb genommen. Das neue Gerät ermöglicht eine sehr hohe Bildauflösung und eine niedrigere Strahlenbelastung – Patienten profitieren so von einer sehr genauen und gleichzeitig schonenden Diagnostik und CT-gesteuerten Therapie.
Studie ebnet Weg für einfacheren Tuberkulose-Nachweis (5.5.26)
Unter der Leitung von Forschenden der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg und der University of California hat ein internationales Ärzteteam ein neues Verfahren zur Diagnose von Lungentuberkulose untersucht. Damit können Tuberkulose-Bakterien unabhängig von Laboren, in kürzerer Zeit als bisher und über einen einfachen Abstrich nachgewiesen werden.
Behandlung von Lebertumoren durch thermische Ablation (4.5.26)
Die Behandlung von Lebertumoren hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert: Es kommen zunehmend minimal-invasive Verfahren zum Einsatz. Eine zentrale Methode ist die sogenannte thermische Ablation, bei der Tumorgewebe gezielt durch Hitze, etwa mittels Radiofrequenz oder Mikrowellen, zerstört wird.
Neuartigen Wirkstoff zur Stabilisierung von mutiertem p53 entwickelt (1.5.26)
Das Protein p53 ist in vielen Krebszellen mutiert, sodass es seine Schutzfunktion vor der Entstehung von Tumoren nicht mehr erfüllen kann. Einem Wissenschaftsteam der Goethe-Universität Frankfurt sowie der Universitäten Marburg, Köln und Zürich ist es jetzt gelungen, eine Art Mini-Antikörper (sogenannte DARPins) zu entwickeln, die p53 im Labor wieder funktionsfähig machen.
Nur jede zweite Studie hält einer Überprüfung stand (1.5. 26)
Wer eine wissenschaftliche Studie liest, erwartet eindeutige Ergebnisse. Doch wie verlässlich die Befunde wirklich sind, zeigt sich oft erst, wenn sie unabhängig überprüft werden. Genau das war das Ziel von SCORE (Systematizing Confidence in Open Research and Evidence), dem weltweit größten Forschungsprojekt zur Verlässlichkeit wissenschaftlicher Befunde.
Mikroplastik verändert Reaktion des Körpers auf Allergene (29.5.26)
Mikroplastik (MP) ist Gegenstand intensiver medizinischer Forschungen, über die Auswirkungen auf das Immunsystem ist jedoch noch wenig bekannt.
Sialylierung als zentraler Mechanismus der Immununterdrückung bei Brustkrebs (29.5.26)
Immuntherapien wie sogenannte Checkpoint-Inhibitoren aktivieren das körpereigene Immunsystem zur Abwehr von Krebszellen und haben die Behandlung vieler Tumorarten revolutioniert. Bei Brustkrebs sind diese Therapien jedoch nur begrenzt wirksam.
Neue Ansätze für die männliche Verhütung (28.5.26)
Forschende der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), der RWTH Aachen sowie der Universitäten Bonn, Gießen und Münster arbeiten im Forschungsverbund „Contrapur“ an der Entwicklung einer neuartigen Verhütung für Männer. Langfristiges Ziel ist eine sichere, reversible und nicht-hormonelle Verhütungsmethode.
Zu viel Nähe kann Teams belasten (27.5.26)
Weltraummissionen setzen Crews über Monate hinweg Isolation, Enge und extremen Belastungen aus. Wie verändert sich das Zusammenleben unter solchen Bedingungen?
Rauchstopp entlastet das Gesundheitssystem (26.5.26)
Mehr als sieben Millionen Menschen sterben laut Weltgesundheitsorganisation WHO jedes Jahr weltweit an den Folgen des Tabakkonsums. Über 8.500 davon entfallen laut Epidemiologiebericht "Sucht 2025" der Gesundheit Österreich GmbH auf Österreich. Ein erheblicher Teil wäre durch konsequente Prävention vermeidbar. Daran erinnert der diesjährige Weltnichtrauchertag am 31. Mai.
Neuer Zellatlas entschlüsselt Erkrankungen der Thymusdrüse (22.5.26)
Ein multidisziplinäres Forschungsteam der MedUni Wien hat einen umfassenden Zellatlas des menschlichen Thymus erstellt und damit neue Einblicke in die Entstehung und biologischen Unterschiede seltener Thymustumoren gewonnen.
Mandelkonsum verbessert die Ernährung (21.5.26)
Eine aktuelle Studie¹ belegt: Mandeln passen perfekt zu den aktuellen US-Ernährungsrichtlinien (Dietary Guidelines for Americans - DGAs - 2025-2030), die auf vollwertige und kaum verarbeitete Lebensmittel setzen.²
Vorsorgen mit Selbsttests tut Vätern wirklich gut (21.5.26)
Es gibt Geschenke, die landen nach kurzer Zeit in der Schublade – und solche, die langfristig etwas verändern. Zum Vatertag rücken heuer Ideen in den Vordergrund, die über kurze Freude hinausgehen: kleine Impulse für mehr Wohlbefinden im Alltag und ein besseres Verständnis für den eigenen Körper. Selbsttests für zuhause treffen genau diesen Zeitgeist – individualisiert, einfach und überraschend alltagsnah.
An der Universitätsmedizin Mainz wird Gleichstellung Groß geschrieben (20.5.26)
Passend zum „Deutschen Diversity-Tag“ am 19. Mai ist an der Universitätsmedizin Mainz das Modellvorhaben „Demokratie, Vielfalt und Gleichstellung im Betrieb“ offiziell gestartet.
Neuer Ansatz könnte Krebsimmuntherapie widerstandsfähiger machen (20.5.26)
Forschende der Columbia University und des Universitätsklinikums Tübingen haben das Protein NFIL3 als entscheidenden Faktor identifiziert, der zur Erschöpfung von CAR T-Zellen beiträgt. Wird NFIL3 ausgeschaltet, bleiben die Zellen länger aktiv und können Tumore effektiver bekämpfen.
Neue Erkenntnisse zu Entzündungsprozessen bei Multipler Sklerose (19.5.26)
Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Erkrankung, bei der das Immunsystem das zentrale Nervensystem angreift. Dabei wandern Immunzellen in Gehirn und Rückenmark ein und lösen Entzündungen aus. Welche Rolle Stoffwechselprozesse dabei spielen, konnte bisher nicht vollständig geklärt werden.
Epilepsie-Erkrankte mit Wearable-Set überwachen (19.5.26)
„PearNet“ entwickelt spezielle Wearables – das heißt am Körper getragene elektronische Geräte –, die Epilepsie-Patienten vor Anfällen warnen und diese gleichzeitig beobachten und aufzeichnen. Das Projekt von Forschenden des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn erhält jetzt eine Förderung von rund 2,7 Millionen Euro. Damit soll dessen Ausgründung weiter vorbereitet werden, um so das Wearable-Set als Produkt auf den biotechnologischen Markt zu bringen.
Erwartungen beeinflussen Therapieerfolg bei Depression stärker als gedacht (18.5.26)
Erwartungen spielen eine entscheidende Rolle bei der Behandlung von Depressionen. Eine neue Studie von Forschenden des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) zeigt nun: Menschen mit Depression, die kurzfristig besonders stark auf Placebo-Behandlungen reagieren, profitieren auch langfristig stärker von Behandlungserwartungen.
Gatekeeper-Modell: Wird der Hausarzt zur Eintrittskarte für den Facharztbesuch? (17.5.26)
Die Österreichische Gesundheitskasse plant Pilotprojekte zur Patientenlenkung – Fachärzte und Experten warnen vor Mehrkosten und längeren Wartezeiten!
Belohnungsverarbeitung im Gehirn in Bezug auf Essen untersucht (15.5.26)
Der im Alltag empfundene und sehr belastende Verlust von Interesse oder Freude an normalerweise positiven Aktivitäten, ist ein Kernsymptom einer schweren Depression. Doch bisher ist es unklar, wie genau sich diese Anhedonie, auch bekannt als Belohnungsdefizit, manifestiert.
Mit regelmäßiger Bewegung Sarkopenie bekämpfen (15.5.26)
Der Bewegungsapparat spielt beim Thema „Gesundes Altern“ eine besonders wichtige Rolle. Starke Knochen halten höhere Belastungen aus, gut erhaltene Gelenke sorgen für flüssige, schmerzfreie Bewegung und eine fitte Muskulatur sichert zusätzliche Unterstützung und Kraft.
Moderne Bildgebung liefert Hinweise auf aggressiven Verlauf von Kopf-Hals-Tumoren (14.5.26)
Ein Forschungsteam unter Leitung der MedUni Wien zeigt in einer aktuellen Studie, dass sich biologische Eigenschaften einer in vielen Fällen sehr aggressiven Untergruppe von Kopf-Hals-Tumoren in modernen bildgebenden Verfahren widerspiegeln. So können PET/CT-Aufnahmen Hinweise auf besonders aktive und prognostisch ungünstige Tumorformen liefern und damit neue Perspektiven für personalisierte Behandlungsstrategien einer bislang schwer therapierbaren Krebsart eröffnen.
Die Uhr im Körper tickt nicht für alle gleich (14.5.26)
Manche Menschen altern schneller als andere. Doch wie kann man das biologische Alter zuverlässig messen? Dieser Frage geht ein Forschungsteam der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) in einer Studie zu den biologischen Altersuhren von Kampfsportlern nach, die die Vollkontakt-Kampfsportart gemischte Kampfkünste - Mixed Martial Arts (MMA) betreiben.
Antikörper lässt Nervenfasern nach Rückenmarksverletzung neu wachsen (13.5.26)
Verletzungen des Rückenmarks – etwa durch Sport- oder Verkehrsunfälle – können zu Tetra- oder Paraplegie führen und damit die Selbstständigkeit Betroffener enorm einschränken. Ende 2024 schloss eine internationale Studiengruppe unter der Leitung der Universität Zürich (UZH) und der Universitätsklinik Balgrist eine multinationale klinische Studie ab.
Abnehm-Medikamente als Primärprävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (13.5.26)
Forschende des des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben erstmals mithilfe eines Modellansatzes untersucht, welchen potenziellen Nutzen Medikamente zur Gewichtsreduktion, sogenannte GLP 1 Rezeptoragonisten, in der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben könnten.
Jeder zehnte Jugendliche (7-13-Jährige) in Tirol fühlt sich stark belastet (12.5.26)
Seit kurzem liegt die Auswertung der Tiroler Post-Covid-Kinderstudie vor, die Ende 2025 zu Ende gegangen ist. Die größte Sorge bereiten den Kindern in Tirol die Kriege, dann der Klimawandel, Krankheiten und am wenigsten die Armut.
Kürzere Überlegungszeit steigert Entscheidungsqualität (11.5.26)
Im Schachspiel sind schnellere Entscheidungen von einer höheren Qualität. Das ist das Ergebnis einer Studie, die aktuell in PNAS erschienen ist. Das Forschungsteam, dem neben Professor Uwe Sunde von der LMU Wissenschaftler der Erasmus-Universität Rotterdam und der FernUni Schweiz angehören, analysierte Daten aus professionellen Schachpartien.
Generative KI kann Tierversuchszahl halbieren (8.5.26)
Eine neue KI zur Reduktion von Tierversuchen haben Forschende der Goethe-Universität und der Philipps-Universität Marburg in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie ITMP entwickelt.
„MeinLogbuch“ als innovativer Wegbegleiter für erkrankte Kinder und Jugendliche (7.5.26)
Diagnosen schwerer oder chronischer Erkrankungen verändern das Leben von Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien schlagartig. Um diese jungen Patienten auf ihrem Weg von der Erstdiagnose bis zur Nachsorge bestmöglich zu unterstützen, wurde an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der MedUni Wien das Projekt „MeinLogbuch“ ins Leben gerufen. Dieses Buch macht Jugendliche zu Experten ihrer eigenen Gesundheit.
Charité-Schulprojekt zu Nikotin-Prävention überzeugt im Alltag (7.5.26)
Süße Aromen, bunte Verpackungen und der vermeintlich harmlose Dampf: Aromatisierte E-Zigaretten, sogenannte Vapes, machen den Nikotinkonsum unter Kindern und Jugendlichen wieder attraktiv – und stellen die Suchtprävention vor neue Herausforderungen.
Oxytocin wirkt auch im Wettbewerb, besonders bei Männern (6.5.26)
Das "Kuschelhormon" Oxytocin spielt nicht nur in Momenten der Nähe eine Rolle, sondern auch beim Kräftemessen: Forschende der Universität Zürich zeigen, dass es besonders dann ausgeschüttet wird, wenn Rivalität oder klare Gruppengrenzen im Spiel sind – und zwar vor allem bei Männern.