Frauen und Männer reagieren auf Ketamin unterschiedlich (31.7.26)
Während einer Ketamin-Narkose verstummen die Nervenzellen – beim Erwachen vernetzen sie sich neu.
Studien liefern wenig Belege für Schutzwirkung von Lithium gegen Demenz (31.7.26)
Kann die Einnahme von Lithium das Risiko für Demenz senken? Diese Behauptung kursiert seit einiger Zeit in Medien und Internet.
Neuer Wirkstoff senkt Abwehrreaktion gegen Spenderniere nachhaltig (30.7.26)
Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Meduni Wien berichtet über eine neue Behandlungsstrategie, durch die bei einem Patienten ohne realistische Chance auf ein geeignetes Spenderorgan eine Nierentransplantation ermöglicht werden konnte.
Hohes Potenzial von KI in der Krebsfrüherkennung (30.7.26)
Lassen sich mithilfe von Krankenkassendaten KI-Modelle entwickeln, die Krebserkrankungen vorhersagen können? Das möchte ein Forschungsteam der MHH gemeinsam mit einem IT-Unternehmen und zwei Krankenkassen herausfinden.
Von Sicherungsseilen und Warteschleifen in der Malariaparasitenvermehrung (29.7.26)
Forschende der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg, der Harvard Medical School und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) haben zentrale Mechanismen in der Vermehrung des Malariaparasiten Plasmodium entschlüsselt.
Bauernhof-Effekt schützt Kinder vor Allergien und Asthma (28.7.26)
Kinder, die in einer bäuerlichen Umgebung aufgewachsen sind, bekommen weniger Allergien, Heuschnupfen und Asthma als Stadtkinder. Dieser sogenannte Bauernhofeffekt wurde in mehreren Beobachtungsstudien weltweit ermittelt.
Veränderungen des mütterlichen Immunsystems können auf Frühgeburt hinweisen (27.7.26)
Forschende der Klinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und der amerikanischen Stanford University haben Hinweise darauf gefunden, dass sich spontane Frühgeburten bereits Wochen bis Monate vor ihrem Auftreten im Immunsystem der Mutter ankündigen.
HEV-Infektionen führen bei Leberzirrhose zu akutem Leberversagen (27.7.26)
Infektionen mit dem Hepatitis-E-Virus (HEV) sind weltweit die häufigste Ursache für eine akute virusbedingte Leberentzündung. Bei Gesunden heilen sie meist unbemerkt aus. Für Menschen mit einer vorgeschädigten Leber können sie dagegen schwerwiegende Folgen haben.
Thomas Dorner neuer Professor für Gerontologie an der MedUni Wien (24.7.26)
Thomas E. Dorner, Leiter der Akademie für Altersforschung am Haus der Barmherzigkeit, hat mit Juli zusätzlich die Professur für Gerontologie am Zentrum für Public Health der MedUni Wien übernommen.
Gerät misst Fettverbrennung in der Atemluft (23.7.26)
Aceton ist ein Nebenprodukt des Fettstoffwechsels, das über die Lunge ausgeatmet wird. Es entsteht, wenn der Körper Fett anstelle von Kohlenhydraten wie Zucker verbrennt.
Studie zeigt Zusammenspiel genetischer Faktoren bei „zirkadianer Dysbalance“ auf (22.7.26)
Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der MedUni Wien hat die genetischen Grundlagen eines neu entwickelten „Circadian Imbalance Index“ untersucht. Der Index fasst mehrere Merkmale zusammen, die mit einer erhöhten Neigung zu zirkadianer Dysbalance, also zu Störungen der inneren Uhr, in Verbindung stehen.
Frühe Immun- und Synapsenveränderungen bei Parkinson entdeckt (22.7.26)
Die Parkinson-Erkrankung gilt als die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung weltweit. Ein zentrales Merkmal der Erkrankung sind sogenannte Lewy-Körperchen – Ablagerungen des Proteins Alpha-Synuclein im Gehirn.
Neuer Ansatz für Entwicklung nicht-opioider Schmerzmedikamente (21.7.26)
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der MedUni Wien hat ein neues Peptid aus dem Gift einer Kegelschnecke untersucht, das in einem Tiermodell entzündungsbedingte Schmerzen deutlich verringerte. Entscheidend ist dabei, dass sich seine Wirkung bereits nach Injektion unter die Haut entfaltet, während bisher bekannte Kegelschnecken-Peptide direkt in die Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit verabreicht werden müssen.
Neue App zur personalisierten Unterstützung bei erblichem Brust- und Eierstockkrebs (21.7.26)
Wer einen Verdacht auf familiären Brust- und Eierstockkrebs hat, braucht oft viel Unterstützung. Besonders nach einer genetischen Beratung und einer Mitteilung eines positiven Testergebnisses fühlen sich viele Frauen allein gelassen. Das macht oft großen seelischen Stress.
Präzisionstherapie für Sjögren-Krankheit in Sicht (20.7.26)
Der Entzündungs-Botenstoff Interferon-Alpha kann die sogenannte Sjögren-Krankheit auslösen, eine entzündliche Autoimmun-Erkrankung. Das zeigt eine aktuelle Studie des Universitätsklinikums Bonn (UKB) sowie der Universitäten Bonn, Edinburgh und Newcastle.
Neuer Wirkmechanismus bremst Entzündungsreaktion bei Asthma (20.7.26)
Ein Team der Universität Bonn und des Forschungszentrums Borstel, Leibniz Lungenzentrum (FZB) hat einen bislang unbekannten Wirkmechanismus eines synthetischen Peptids entdeckt, der die überschießende Entzündungsreaktionen bei allergischem Asthma abschwächt. Dabei wird ein zentraler Entzündungsschalter des Immunsystems gezielt gehemmt und eröffnet neue Ansatzpunkte zur Behandlung chronischer Entzündungserkrankungen.
Bessere Ernährung und Gesundheitsvorsorge mit KI-Vorhersage (17.7.26)
Nahrung beeinflusst unsere Gesundheit. Doch dieses Zusammenspiel ist komplex und funktioniert bei jedem Menschen anders. Die Forschungsgruppe Computational Precision Nutrition (CPN) der MHH möchte mit Hilfe künstlicher Intelligenz ein datenbasiertes Vorhersage-Werkzeug entwickeln, um künftig personalisierte Ernährungsempfehlungen treffen und ernährungsbedingten Erkrankungen vorbeugen zu können.
Hype um höhere Proteinmengen unbegründet (17.7.26)
Beim aktuellen Business Breakfast des forum. ernährung heute (f.eh) diskutierten Ao. Univ.-Prof. Dr. Cem Ekmekcioglu (Medizinische Universität Wien), Mag. Hanni Rützler (futurefoodstudio Wien) und DI Georg Sladek (Agro Innovation Lab, RWA) den Stellenwert von Protein für Gesundheit und Ernährungssystem.
Neuer Ansatz für personalisierte Therapie nach Nierentransplantation (16.7.26)
Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der MedUni Wien hat im Rahmen einer Studie erstmals einen blutbasierten Biomarker zur individuellen Steuerung der Therapie bei Antikörper-vermittelter Abstoßungsreaktion nach Nierentransplantation eingesetzt.
Art der Barzahlung hat psychologische Komponente (16.7.26)
In Deutschland wird erstmals häufiger bargeldlos als mit Bargeld bezahlt: 55 Prozent der erfassten Einkäufe wurden 2025 digital bezahlt. Eine neue Studie unter Beteiligung des Universitätsklinikums Tübingen zeigt nun, warum der Moment des Bezahlens psychologisch bedeutsam ist.
Digitale Herzinfarkt-Nachsorge über Grenzen hinweg (15.7.26)
Menschen, die im Großraum Tirol einen Herzinfarkt erleiden, haben Glück im Unglück: Im grenzüberschreitenden Herzinfarktnetzwerk, das auch Patienten aus dem Außerfern über das Herzzentrum Füssen (Deutschland) versorgt, funktioniert die Akutversorgung hervorragend.
Zwei Millionen vorzeitige Todesfälle durch Ultrafeinstaub (15.7.26)
Ultrafeinstaub, das sind ultrafeine Partikel, die kleiner als 100 Nanometer und für das bloße Auge unsichtbar sind, trägt weltweit erheblich zur Sterblichkeit bei. Zu diesem Ergebnis kommt eine internationale Studie unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz, an der auch Kardiologen der Unimedizin Mainz beteiligt waren.
Pharmabranche sieht weitere wirtschftliche Entwicklung kritisch (14.7.26)
Laut PHARMA-Branchenbarometer blicken die Pharma-Unternehmen zwiespältig auf den Standort Österreich: Während die Rahmenbedingungen in Österreich mehrheitlich auf einem gleichbleibend durchschnittlichen Niveau gesehen werden, werden sowohl die wirtschaftliche Lage der Unternehmen als auch ihre zukünftige Entwicklung zunehmend schlechter eingeschätzt.
HEAL soll als neuer Mindeststandard in Gesundheit verankert werden (14.7.26)
Unter österreichischer Leitung hat ein internationales Konsortium aus 64 Forschenden von fünf Kontinenten 101 Empfehlungen vorgelegt, wie Ernährung und Bewegung stärker in Prävention, Gesundheitsversorgung und Bildung verankert werden können.
PRECISE soll Angriffspunkte für Krebszellen prognostizieren (13.7.26)
Welche Gene und Signalwege benötigt eine Krebszelle, um zu überleben? Welche davon könnten als therapeutische Angriffspunkte dienen? Die paneuropäische Initiative PRECISE (Predictive Relationships Explaining Cancer Genetic Interactions and Synthetic Essentiality) will solche Schwachstellen nicht nur in aufwendigen Laborexperimenten identifizieren, sondern mithilfe von Computermodellen vorhersagen.
Gene folgen präzisen Schaltregeln (13.7.26)
Eine Klimaanlage hat zwei Modi: aus und an. Draußen hat es 40 Grad. Ist die Klimaanlage aus, strömt die warme Luft durch den Raum. Ist sie aber eingeschaltet, feuert sie kalte 15 Grad.
Heiße Temperaturen können lebensgefährlich sein (10.7.26)
Nach der Hitzewelle ist vor der Hitzewelle. Während vor allem im Osten und in den Städten aufgeatmet wird, dass die lange Juni-Hitzewelle abgeflacht ist, nähert sich bereits der nächste Hitzedom und droht Teile Europas erneut für einige Zeit fest im Griff zu haben.
Zweijähriges Kind erhält zweites Hirnstammimplantat (10.7.26)
An der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ist ein außergewöhnlicher Schritt gelungen: Ein zweijähriges Mädchen hat an der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde ein zweites Auditory Brainstem Implant (ABI) erhalten.
Jede siebte Frau leidet unter psychischen Belastungen rund um die Geburt (9.7.26)
Viele Frauen erleben die Zeit rund um Schwangerschaft und Geburt anders, als sie es erwartet haben. Depressionen, Angststörungen oder belastende Zwangsgedanken gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in dieser Lebensphase. Dennoch suchen viele Frauen aus Scham oder Schuldgefühlen keine Hilfe.
Unsicherheit und soziale Isolation verursachen psychische Belastungen (9.7.26)
Unsicherheit und soziale Isolation zählen zu wichtigsten Risikofaktoren für psychische Belastungen in Krisenzeiten
Tiroler Forschung steigert Ausbeute lebenswichtiger Blutprodukte (8.7.26)
Ein am Zentralinstitut für Bluttransfusion der tirol kliniken entwickeltes Verfahren steigert die Ausbeute an lebenswichtigen Thrombozytenkonzentraten: Aus derselben Menge gespendeten Blutes entstehen mehr therapeutische Einheiten – bei gleichbleibender Qualität und ohne Mehraufwand.
Neue Verpackung für Genkorrektur bei Eisenspeicherkrankheit (8.7.26)
Die erblich bedingte primäre Hämochromatose beruht auf einem einzelnen falschen Baustein in einem Gen. Das führt zu einer Eisenüberladung mit teils schwerwiegenden Folgen für Organe und Gelenke. In präklinischen Studien haben MHH-Forschende diesen Gendefekt bereits erfolgreich mit Hilfe einer gezielten Korrektur behandelt, der sogenannten Basen-Editierung.
Antikörper-Stau auf den Zellwegen schwächt Blutkrebszellen (7.7.26)
Damit Myelomzellen, bestimmte Blutkrebszellen, ihre ununterbrochene Antikörperproduktion störungsfrei fortführen können, sind sie auf ein funktionierendes zellinternes Tranportsystem angewiesen, das die Antikörper aus der Zelle hinausleitet. Dieses Transportsystem wird fachsprachlich Sekretion genannt.
Biologische Unterschiede bei ME/CFS entschlüsseln (7.7.26)
Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Multisystemerkrankung ME/CFS gewinnen – dieses Ziel verfolgt die WE&ME Foundation. Der Epidemiologe Matthias Wielscher von der MedUni Wien kann dank dem über die alpha+ Stiftung des FWF vergebenen WE&ME Award erforschen, warum die Krankheit nicht für alle gleich verläuft. Darüber hinaus fördert der FWF drei weitere ME/CFS- Projekte in Wien und Innsbruck mit 1,3 Millionen Euro.
Medidation ist wirksamer als gedacht (6.7.26)
Wer sich plötzlich von sich selbst oder seiner Umgebung entfremdet fühlt, erlebt dies häufig als Folge von großem Stress, Depression, Angststörung oder Traumata. Solche sogenannten Depersonalisations- und Derealisationserfahrungen gelten als typische Symptome bei psychischen Belastungen.
TeleHealth-App „Modularis“ stärkt Versorgung von Transplantationspatienten (6.7.26)
Mit der TeleHealth-App „Modularis“ zur Begleitung von Patienten vor und nach einer Lebertransplantation, die an der Innsbrucker Klinik für Transplantationschirurgie entwickelt wurde, setzen die tirol kliniken einen weiteren Schritt in Richtung moderner, ortsunabhängiger Patientenversorgung.
16.880 Anmeldungen zum Medizin-Aufnahmeverfahren, 13.248 nahmen teil (3.7.26)
Von ursprünglich 16.880 Angemeldeten haben am heutigen Freitag insgesamt 13.248 Kandidaten am gemeinsamen Aufnahmeverfahren MedAT für das Studium an den Medizinischen Universitäten in Wien, Innsbruck und Graz sowie an der Medizinischen Fakultät der Johannes Kepler Universität Linz teilgenommen.
Ursache für schwere Krankheitsverläufe beim B-Zell-Lymphom entdeckt (3.7.26)
Wie sich besonders aggressive Lymphdrüsenkrebsformen erkennen lassen, hat ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universitätsmedizin Frankfurt und der Goethe-Universität Frankfurt herausgefunden.
Vierjähriges internationales Forschungsprojekt für ME/CFS gestartet (2.7.26)
Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS) ist eine chronische, schwer beeinträchtigende Multisystemerkrankung, von der Schätzungen zufolge weltweit bis zu 70 Millionen Menschen betroffen sind. Dass bislang ausschließlich klinische Kriterien für die Diagnose verwendet werden, verschärft die Situation für die Betroffenen zusätzlich.
Virus beeinflusst seltene Hirnlymphome (1.7.26)
Primäre ZNS-Lymphome bei Immungeschwächten zählen zu den seltensten und zugleich aggressivsten Krebserkrankungen – belastbare Empfehlungen für ihre Diagnostik und Behandlung fehlten bislang.
ÖGDV: Gezielte Hauptkrebsvorsorge nur bei Verdachtsmomenten (1.7.26)
Die frühzeitige Erkennung von Hautkrebs ist von zentraler Bedeutung. Ein jährliches Ganzkörper-Screening für alle Erwachsenen erscheint zwar auf den ersten Blick naheliegend, ist aber wissenschaftlich nicht automatisch die beste Lösung. Entscheidend ist vielmehr, wer nachweislich von welcher Untersuchung in welchem Intervall profitiert.
Backhefe zur Behandlung von Pilzinfektionen einsetzen (1.7.26)
Millionen Frauen weltweit leiden unter Scheidenpilzinfektionen. Die Beschwerden werden meist durch den Hefepilz Candida albicans verursacht und reichen von Juckreiz und Brennen bis hin zu wiederkehrenden Entzündungen.