„Deutsches Lungenzentrum Charité-ELK“ setzt neue Maßstäbe (28.8.26)
Die Charité Berlin und die Evangelische Lungenklinik gründeten am 1. September das „Deutsche Lungenzentrum Charité-ELK“ (DLZC-ELK). Das neue Zentrum ist ein standortübergreifender Verbund, der neue Maßstäbe in der Lungenmedizin setzen wird.
Hochfrequenter Ultraschall zeigt, wie tief Hautkrebs im Gesicht wächst (27.8.26)
Sommer, Sonne, UV-Strahlung: Für die Haut bedeutet die warme Jahreszeit besondere Belastung – vor allem im Gesicht. Nase, Ohren, Stirn und Kopfhaut sind der Sonne über Jahre oft ungeschützt ausgesetzt. Genau dort entstehen häufig Hautkrebsarten wie Basalzell- und Plattenepithelkarzinome.
Licht aktiviert Chemotherapie gezielt am Tumor (26.8.26)
Die MedUni Graz hat gemeinsam mit Forschenden des HUN-REN Research Centre for Natural Sciences (RCNS) in Budapest eine neue Technologie entwickelt, mit der hochwirksame Krebsmedikamente erst direkt am Tumor durch Licht aktiviert werden.
Hirntumoren häufigste krebsbedingte Todesursache im Kindesalter (26.8.26)
Rund 400.000 Kinder und Jugendliche erkranken weltweit jedes Jahr an Krebs. Während viele Tumorarten in dieser Altersgruppe heute gut behandelbar sind, bleiben Hirntumoren weiterhin für die meisten krebsassoziierten Todesfälle bei Kindern und Jugendlichen verantwortlich. Entsprechend hoch ist der Forschungsbedarf auf diesem Gebiet, um die Überlebenschancen und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.
Zelltherapie bei schwerer rheumatoider Arthritis erfolgreich (25.8.26)
Immuntherapien wie die CAR-T-Zell-Therapie werden vor allem zur Behandlung von Krebserkrankungen eingesetzt. Künftig sollen die individuellen Präparate, hergestellt aus den eigenen Abwehrzellen, auch Autoimmunerkrankungen heilen helfen.
Neue Test-Plattform für Herzsicherheit von Medikamenten entwickelt (25.8.26)
Bevor neue Medikamente auf den Markt kommen, müssen ihre Nebenwirkungen getestet werden. Das geschieht meist über Tierversuche oder Untersuchungen in Zellkultur. Diese sind aber häufig nicht ausreichend zuverlässig.
Mit EMS und Muskelstimulation gegen Muskelschwund im All vorgehen (24.8.26)
Um Muskelschwund vorzubeugen, absolvieren Astronauten während ihres Weltraumaufenthalts ein straffes Trainingsprogramm. Es kann die Folgen der Schwerelosigkeit jedoch nicht komplett kompensieren, was längere Aufenthalte, die beispielsweise für einen Flug zum Mars nötig wären, erschwert.
Rolle von Tränkesystemen fürTiergesundheit und Antibiotikareduktion untersucht (24.8.26)
Hygienisch einwandfreies Wasser ist ein wichtiger Bestandteil der gesunden Entwicklung junger Ferkel. Auch bei hohen Qualitätsstandards gibt es noch offene Fragen dazu, welche Rolle die natürliche mikrobielle Vielfalt im Tränkesystem spielt.
Große Diskrepanz zwischen Krankheitslast und Hilfsgeldern (21.8.26)
Wie stark sich die Verteilung internationaler Gesundheitshilfe an der jeweiligen Krankheitslast orientiert, haben KI-Forschende an der LMU untersucht.
Unterschiedliche Belastung des Herz-Kreislauf-System durch Nikotinkonsum (21.8.26)
Rauchen ist unabhängig von der genutzten Darreichungsform mit messbaren Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System verbunden. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Übersichtsarbeit unter Leitung der Universitätsmedizin Mainz.
Neue Strategie könnte Immuntherapie bei Darmkrebs wirksamer machen (20.8.26)
Immuntherapien haben die Behandlung vieler Krebserkrankungen entscheidend verbessert. Bei metastasiertem Darmkrebs wirken sie jedoch nur bei einem kleinen Teil der Patient:innen.
Stark verengte Halsschlagader medikamentös sowie mit Stent und OP behandeln (20.8.26)
Eine neue Studie zur stark verengten Halsschlagader sorgt in der Fachwelt für Aufsehen: Die Hoffnung, die moderne intensive medikamentöse Behandlung allein könnte ausreichen, um drohende Schlaganfälle zuverlässig zu verhindern, hat sich nicht bestätigt.
Mit neuen Möglichkeiten Epilepsie-Arousels diagnostizieren (19.8.26)
Kurz aufwachen, sich im Bett bewegen und wieder einschlafen: Was wie eine normale Schlafreaktion aussieht, kann bei Menschen mit Epilepsie ein Anfall sein. Solche „epileptischen Arousals“ machten in einer Untersuchung des Universitätsklinikums Freiburg rund ein Viertel aller aufgezeichneten Anfälle aus.
Neue 3D-Membran verbessert Versorgung mit Sauerstoff für künstliche Lungen und ECMO (19.8.26)
Bei schweren Lungenerkrankungen ist eine Lungentransplantation oft der letzte Ausweg. Doch Spenderorgane sind rar. Bis dahin können sogenannte ECMO-Beatmungssysteme die Lungenfunktion unterstützen. Deren Architektur aus Hohlfasermembranen begrenzt jedoch den Gasaustausch, führt zu einer ungleichmäßigen Blutströmung und begünstigt gemeinsam mit den künstlichen Oberflächen die Blutgerinnung.
Verzögerte Behandlung beim Aderhautmelanom erhöhte Sterberisiko (18.8.26)
Das Aderhautmelanom ist der häufigste bösartige Augentumor bei Erwachsenen. Es entsteht aus Pigmentzellen in der Gefäßhaut des Auges. Es verursacht lange keine Schmerzen und bleibt deshalb oft unbemerkt. Gefährlich wird der Tumor vor allem dann, wenn er Metastasen bildet, was meist in der Leber geschieht. Diese verkürzen die Lebenserwartung deutlich.
Grazer Forschungsprojekte geben Hoffnung bei Alpha-1-Antitrypsin-Mangel (18.8.26)
Der Alpha-1-Antitrypsin-Mangel (AATD) ist eine seltene genetische Erkrankung, bei der sich fehlgefaltete Proteine in Leberzellen ansammeln und zu Entzündungen, Fibrose und schweren Leberschäden führen können.
Neue Gene und Genvariationen zu familiärem Brust- und Eierstockkrebs entdeckt (17.8.26)
Brustkrebs tritt in den meisten Fällen sporadisch auf, kann aber auch erblich bedingt sein. Dann beruht er auf einer Veränderung bestimmter Gene. Derzeit sind für die genetische Diagnostik 13 Risikogene etabliert.
Oxytocin stärkt das Vertrauen selektiv (17.8.26)
Oxytocin ist ein körpereigenes Hormon und ein Botenstoff im Gehirn, der unter anderem soziale Interaktionen beeinflusst. Seit über 20 Jahren ist umstritten, ob Oxytocin das Vertrauen stärkt. Eine neue Studie unter Beteiligung der Universität Zürich liefert nun belastbare Evidenz dafür, dass das Hormon das Vertrauen selektiv bei Männern mit geringer Vertrauensbereitschaft erhöht.
Mausmodell bildet die menschliche Zöliakie realitätsnah nach (14.8.26)
Forschende der Universitätsmedizin Mainz haben ein humanisiertes Mausmodell für Zöliakie optimiert und validiert, mit dem sich die Wirksamkeit und Wirkweise neuer Medikamente gegen die Autoimmunerkrankung gezielter untersuchen lassen könnten. In einer neuen Studie wies das Modell die gleichen Veränderungen im Darm auf, die bei Menschen mit einer Zöliakie typisch sind.
Nachweis von Sehnerventzündungen erlaubt frühere MS-Diagnosen (14.8.26)
Bei der Autoimmunerkrankung MS ist eine schnelle Diagnose wichtig, um Nervenschädigungen in Schach zu halten. Hilfreich dabei sind die 2024 überarbeiteten McDonald-Kriterien. Ein Forschungsteam der MHH hat nun in einer Studie untersucht, wie sich die neu hinzugefügten Diagnosepunkte – etwa die Schädigung des Sehnervs– auf die Früherkennung von MS auswirken.
Stammzellen im industriellen Maßstab besser und günstiger produzieren (13.8.26)
Pluripotente Stammzellen (PSCs) gehören zu den vielversprechendsten Ausgangsstoffen der regenerativen Medizin. In mehr als 100 klinischen Studien werden aus PSCs gewonnene Therapien für Erkrankungen bereits untersucht – von der Parkinson-Krankheit über Herzinsuffizienz bis hin zu Typ-1-Diabetes.
Digital gestützte Prävention zur Früherkennung psychischer Erkrankungen (13.8.26)
Stress, Überlastung oder persönliche Krisen sind häufig die ersten Vorboten einer psychischen Erkrankung – zum Beispiel einer Depression oder einer Angststörung. Doch viele Betroffene erhalten erst spät Unterstützung, weil Warnsignale übersehen werden oder der Zugang zu psychotherapeutischen Angeboten erschwert ist.
Wochenlange Hitze belastet Menschen mit chronischen Schmerzen (12.8.26)
WWochenlang hohe Temperaturen, heiße Nächte und kaum Erholung für den Körper: Die anhaltende Hitze dieses Sommers ist für viele Menschen mehr als nur unangenehm. Besonders belastend kann sie für Menschen sein, die bereits mit chronischen Schmerzen leben. Und das betrifft rund 1,8 Mio. Österreicher.
Jeder vierte COPD-Patient erhält nicht die optimale Einatemstärke (12.8.26)
Erhalten Asthma- und COPD-Patienten die für sie passende Inhalationstherapie? Eine Österreichische Real-World-Studie zeigt: Jeder achte Asthma- und jeder vierte COPD-Patient erreicht nicht die optimale Einatemstärke für eine wirksame Medikamentenabgabe
Hitze beeinflusst Fruchtbarkeit (11.8.26)
Der Klimawandel beeinflusst nicht nur Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder die allgemeine Gesundheit, sondern könnte auch die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.
Gehirn besitzt mehr Selbstheilungskraft als angenommen (11.8.26)
Nach Verletzungen oder bestimmten Autoimmunerkrankungen kann sich das Gehirn offenbar besser regenerieren als bisher angenommen. Forschende der Universität Zürich zeigen im Mausmodell, dass spezielle Stütz- und Versorgungszellen geschädigte Hirnregionen neu besiedeln, indem zunächst nur die neu gebildeten Zellkerne dorthin wandern.
Zehn-Punkte-Katalog für die Prävention von Typ-2-Diabetes entwickelt (10.8.26)
Typ-2-Diabetes entwickelt sich meist über viele Jahre hinweg – Präventionsmaßnahmen setzen jedoch häufig erst dann ein, wenn die Blutzuckerwerte bereits erhöht sind.
Gesunde Gefäße verringern Demenz um zwölf Jahre (10.8.26)
Wer seine Gefäße in der Lebensmitte gesund hält, kann viele Jahre länger ohne Demenz leben. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Langzeitauswertung der US-amerikanischen „Atherosclerosis Risk in Communities“ (ARIC)-Studie, die den Zusammenhang zwischen vaskulären Risikofaktoren und kognitiver Gesundheit untersucht hat.
THC kann traumabedingte Albträume ausschalten (7.8.26)
Albträume gehören zu den quälendsten Symptomen einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) – einer Erkrankung, die nach schweren traumatischen Erlebnissen, etwa nach Unglücken, Unfällen, Gewalttaten oder Kriegserfahrungen auftreten kann. Betroffene erleben das Geschehen nachts intensiv nach, so als sei es real, wieder und wieder. Extremer Schlafmangel und Angst vor dem Zubettgehen sind die Folge.
Nachfüllbares Implantat kann Spritzen bei AMD-Behandlung ersetzen (7.8.26)
Im Rahmen der Studie Sightspire versorgt die MHH-Klinik für Augenheilkunde Patienten mit feuchter altersabhängiger Makuladegeneration (AMD) mit einem Port-Delivery-System. Es wird ins Auge eingesetzt und gibt dort kontinuierlich ein Medikament ab. Das kann die Behandlung für die Betroffenen erheblich erleichtern. Eine Teilnahme an der Studie ist noch möglich.
Neuartiges 3D‑Gewebemodell für Alzheimer-Erforschung entwickelt (6.8.26)
Wie lässt sich die Erforschung der Alzheimer-Demenz schneller, effektiver und besser machen? Das ist eine wichtige Frage. Denn nach Jahrzehnten intensiver Forschung weltweit ist es – trotz jüngster therapeutischer Fortschritte – nicht gelungen, die Erkrankung entscheidend zu stoppen.
Malaria schädigt Fresszellen in der Milz dauerhaft (6.8.26)
Makrophagen, die im Knochenmark gebildet werden, können die Funktion embryonaler Fresszellen nur bedingt übernehmen. Das zeigt eine Studie der Universität Bonn und des Peter Doherty Institute for Infection and Immunity an der University of Melbourne.
Neuronen-Vorläufer spalten sich früher als gedacht in zwei Zelllinien (5.8.26)
In der Großhirnrinde befinden sich dicht an dicht unterschiedliche Nervenzellen, die unser Denken, Wahrnehmen und Handeln ermöglichen. Doch wie diese Zelltypen entstehen, während das Gehirn sich entwickelt, ist noch nicht vollständig geklärt.
Neuer Labortest könnte bisher unerkannte Störungen des Zuckerstoffwechsels sichtbar machen (5.8.26)
Frühe Störungen des Zuckerstoffwechsels bleiben trotz Routineuntersuchungen häufig unentdeckt. Forschende der MedUni Graz haben nun im Rahmen des MetAGE-Konsortiums gezeigt, dass der Stoffwechselmarker 2-Hydroxybutyrat (2-HB) helfen könnte, diese diagnostische Lücke zu schließen.
Starke Entzündungsreaktionen auf unbekannten immunologischen Regelkreis zurückzuführen (4.8.26)
Ein Forschungsteam des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) hat gemeinsam mit Kollegen der Universität Basel einen bislang wenig beachteten immunologischen Regelkreis identifiziert, der Entzündungsreaktionen im menschlichen Körper maßgeblich beeinflusst.
Entwicklung gesundet Lebensarbeitszeit passt nicht zum steigenden Renteneintrittsalter (4.8.26)
Ein Forschungsteam der MHH hat in dem von der DFG geförderten Projekt „Wie lange können wir arbeiten?" Die Entwicklung der Lebensarbeitszeit aus gesundheitlicher Perspektive“ das Verhältnis zwischen steigendem Renteneintrittsalter und der tatsächlichen gesunden Lebensarbeitszeit untersucht.
Internationale Kooperation stärkt Forschung, Bildung und Versorgung bei Hirnblutungen (3.8.26)
Intrazerebrale Blutungen (spontane Gehirnblutungen) zählen zu den schwerwiegendsten Formen des Schlaganfalls. Sie gehen häufig mit akuten neurologischen Symptomen wie halbseitiger Schwäche, Sprachstörungen oder Bewusstseinsveränderungen einher und stellen meist eine lebensbedrohliche Erkrankung dar.
MTX kann in kurzer Zeit koordinierte Veränderungen des Immunsystems bei Rheumatoide Arthritis herbeiführen (3.8.26)
Methotrexat (MTX) ist seit Jahrzehnten die wichtigste Basistherapie bei rheumatoider Arthritis. Wie das Medikament das Immunsystem in den ersten Behandlungswochen verändert, war bislang jedoch nur unzureichend geklärt.
MedUni Graz forscht an den Geheimnissen der Herzalterung (2.8.26)
Das Alter ist in Sachen Herzgesundheit der größte Risikofaktor: Selbst, wenn alle anderen Werte auf einem akzeptablen Niveau gehalten werden, steigt mit fortschreitendem Alter das Risiko an Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems zu leiden.