MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 2024

MedAustria News von März 2024

Molekularer Mechanismus bei Krim-Kongo-Fieber entdeckt (29.3.24)
Das 1944 erstmals beschriebene Krim-Kongo-Hämorrhagische-Fieber-Virus (CCHFV) breitet sich aufgrund der globalen Erwärmung auch in Europa stark aus und ist in der WHO-Liste der Infektionserreger mit epidemischem oder pandemischem Potenzial als eine der wichtigsten Prioritäten aufgeführt.

Neue Therapien für Aortenklappenstenosen gesucht (29.3.24)
Ist die Aortenklappe im Herzen verengt, kann dies lebensgefährliche Folgen nach sich ziehen. Forschende der Universitätskliniken Bonn und Köln sowie vom Exzellenzcluster ImmunoSensation2 der Universität Bonn wollen untersuchen, wie chronische Entzündungsprozesse mit der Aortenklappenstenose zusammenhängen.

Leiden hat mehr Facetten als das reine Schmerzereignis (28.3.24)
Nicht jeder, der Schmerzen hat, leidet. Und nicht jeder Schmerz verursacht das gleiche Ausmaß an Leid. Wie stark der Einzelne tatsächlich leidet, lässt sich bisher nicht einheitlich definieren.

Mit Psychotherapie und Ketamin gegen therapieresistente Depressionen (28.3.24)
Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO sind Depressionen die Erkrankung, die weltweit die größte Krankheitslast darstellt; in Deutschland war 2023 etwa ein Zehntel der Erwachsenen davon betroffen.

MKG-Chirurgen als Experten für operative Gesichtsbehandlungen (27.3.24)
Von Hautkrebs sind jährlich mehr als 300.000 Menschen in Deutschland neu betroffen – das ist vergleichbar mit der Einwohnerzahl einer Großstadt wie Karlsruhe.

Rheuma-Medikamente könnten zu milderem Verlauf COVID-19 führen (26.3.24)
Entgegen früherer Befürchtungen erkranken Rheuma-PatientInnen bei einer Infektion mit SARS-CoV-2 nicht schwerer an COVID-19 als andere Menschen in Deutschland. Einige zur Basistherapie eingesetzte Medikamente könnten den Verlauf sogar günstig beeinflussen.

Erste therapeutische Anwendung von Bakteriophagen in Österreich (26.3.24)
Mit der Anwendung von Bakteriophagen liegt eine vielversprechende Option zur Behandlung von bakteriellen Infektionskrankheiten vor. Insbesondere bei Antibiotika-Resistenz ist die therapeutische Anwendung dieser speziellen Viren eine neue Behandlungsoption.

Erstes hochauflösendes Gehirn aus dem 3D-Drucker entwickelt (21.3.24)
In einem gemeinsamen Projekt der MedUni Wien und der TU Wien wurde das weltweit erste 3D-gedruckte „Gehirn-Phantom“ entwickelt, das dem Aufbau von Gehirnfasern nachempfunden ist und mit einer speziellen Variante von Magnetresonanztomografie (dMRT) bildlich dargestellt werden kann.

Neues KI-System für frühe Diagnose von Kardialer Amyloidose entwickelt (20.3.24)
Kardiale Amyloidose ist eine folgenschwere Erkrankung, bei der sich abnormale Proteine (Amyloide) im Herzmuskel ansammeln und die Herzfunktion beeinträchtigen. Da die Erkrankung unbehandelt zu schwerwiegenden Komplikationen und in vielen Fällen zum Tod führt, ist eine frühe Diagnose für einen rechtzeitigen Therapiebeginn unerlässlich.

Drogenkonsumbilanz 2023: Cannabis dominiert, Kokainkonsum steigt an (20.3.24)
Jetzt liegen europaweit die Ergebnisse des jährlichen, abwasserbasierten Drogenmonitorings vor. Die Analyse für Österreich liefert seit 2016 das forensisch-toxikologische Labor am Institut für Gerichtliche Medizin (GMI) der Medizin Uni Innsbruck.

SELTENE ERKRANKUNGEN: 400.000 Menschen in Österreich betroffen (20.3.24)
In Österreich sind ca. 400.000 Menschen (das entspricht 6 bis 8 % der Bevölkerung) von einer seltenen Erkrankung betroffen (zum Vergleich: das sind so viele Personen wie im Bundesland Vorarlberg leben). Innerhalb der EU leiden geschätzt 30 Millionen Menschen an einer seltenen Krankheit.

Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen als Anlaufstelle bei seltenen genetisch bedingten Munderkrankungen (19.3.24)
Das angeborene Fehlen von bleibenden Zähnen (Zahnnichtanlagen) sind - entgegen ihrer Einordnung als seltene Erkrankung - die häufigste Fehlbildung des Menschen und sollten zusammen mit anderen seltenen Zahnerkrankungen stärker in den Fokus kommen – findet DGMKG.

Das Zusammenspiel zwischen psychischer Gesundheit und Ernährung (18.3.24)
In den letzten Jahren haben Forschungen gezeigt, dass die Ernährung eine signifikante Rolle bei der psychischen Gesundheit spielt. Eine ausgewogene Ernährung kann nicht nur das allgemeine körperliche Wohlbefinden fördern, sondern auch positive Auswirkungen auf die psychische Gesundheit haben.

Warum Lenker-Unfälle besonders gefährlich sind (18.3.24)
Wenn kleinere Blutgefäße reißen, kann das harmlos sein, etwa im Fall eines blauen Flecks. Gefäßverletzungen können aber auch zu Amputationen von Armen und Beinen führen oder äußerste Lebensgefahr bedeuten.

Kassenpatienten steht jetzt auch PSMA-Diagnostik zu (12.3.24)
Gesetzlich versicherte Patienten, bei denen ein hohes Risiko für einen metastasierten Prostatakrebs festgestellt wurde, können eine hochsensitive Ausbreitungsdiagnostik in Anspruch nehmen. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss G-BA im vergangenen Jahr beschlossen. Mit dem als PSMA-PET/CT bezeichneten Verfahren können auch kleinste Tumorabsiedlungen im Körper aufgespürt werden.

Interview. Prof. Huber (UKE): Einfache Maßnahmen für gesunde Nieren(filter) (11.3.24)
Rund zehn Prozent der Erwachsenen haben in Deutschland eine chronische Funktionsstörung der Nieren. Anlässlich des Weltnierentags am 14. März erklärt Prof. Dr. Tobias B. Huber, Direktor der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), wie die Nieren gesund erhalten werden können.

Mögliche Tumormarker für die Entstehung von Leberzellkrebs gefunden (8.3.24)
Das hepatozelluläre Karzinom (HCC) ist ein bösartiger Lebertumor, der sich aus entarteten Leberzellen entwickelt. Meist entsteht das HCC in einer stark vorgeschädigten Leber, bei der das Gewebe zerstört wird und vernarbt.

Gender-Gap im österreichischen Gesundheitssystem (7.3.24)
Wird der Zugang zur Gesundheitsversorgung für Menschen mit geringem Einkommen immer schwieriger? 80 Prozent der ÖsterreicherInnen sind der Meinung, dass Menschen, die es sich leisten können, schneller behandelt werden. Nur 14 Prozent finden die Wartezeiten auf Termine, Behandlungen und Operationen ausreichend kurz.

Energieschub für anhaltenden Entzündungsschmerz? (6.3.24)
Forschende der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg haben untersucht, welche genetischen Informationen im Rückenmark angeschaltet werden, wenn im Körper Entzündungen schmerzen. Dabei entdeckten sie eine bisher unbekannte Verbindung mit dem Zuckerstoffwechsel.

Lebende Herzmuskelschnitte treiben die RNA-Forschung gegen Herzschwäche voran (6.3.24)
Bei der Entstehung von Krankheiten sind auch mikroRNAs (miRNAs) beteiligt. Diese kleinen RNA-Schnipsel gehören zu den nicht kodierenden RNAs: Sie enthalten zwar keine genetische Information für die Herstellung eines Proteins, erfüllen aber eine wichtige Aufgabe bei der Steuerung grundlegender biologischer Prozesse in unseren Zellen. Somit bieten sie einen neuen Ansatzpunkt für Therapien.

Marcel Schulz neuer Professor für Genomforschung mit KI an der Goethe-Universität (6.3.24)
Die Goethe-Universität Frankfurt stärkt ihre Forschung und Lehre zur KI: Marcel H. Schulz, bisher Juniorprofessor für „Computational Biology“ trat Anfang März die Professur für Künstliche Intelligenz in der Genomforschung an.

Gender Health Gap bleibt hoch (5.3.24)
Laut aktuellem Bericht des Weltwirtschaftsforums verbringen Frauen um 25 Prozent mehr Lebensjahre in schlechter Gesundheit als Männer. Die Geschlechterungleichheit in medizinischer Forschung und Versorgung (Gender Health Gap) bleibt hoch.

Ergotherapie-basierte App ELSA unterstützt Familien im Umgang mit ADHS (4.3.24)
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zählt zu den häufigsten psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter. In Österreich sind etwa 90.000 Kinder und Jugendliche betroffen.