MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 2023

MedAustria News von Mai 2023

Mit künstlichen Nerventransplantaten gegen periphere Nervenverletzungen (31.5.23)
Periphere Nervenverletzungen sind Nervenverletzungen außerhalb des Gehirns, beispielsweise in den Nerven der Hand, etwa durch einen Unfall. Solche Schäden beeinträchtigen die Lebensqualität erheblich und können zum Verlust motorischer und sensorischer Funktionen führen.

Intelligente Gehirne nehmen sich mehr Zeit für schwierige Aufgaben (31.5.23)
Forschende des BIH und der Charité Berlin gemeinsam mit einem Kollegen aus Barcelona machten den überraschenden Befund, dass Versuchspersonen, die bei Intelligenztests besser abschnitten, zwar einfache Probleme schneller lösen konnten, für schwierige Aufgaben jedoch mehr Zeit benötigten als Teilnehmende, die mit niedriger Punktzahl abschnitten.

Immer weniger wollen mit dem Rauchen aufhören (30.5.23)
Ein Team von Forschenden der Medizinischen Fakultäten der Universitäten Duisburg-Essen (UDE) und Düsseldorf hat die Motivation, mit dem Rauchen aufzuhören, in Deutschland untersucht.

Adipositas erhöht Risiko für psychische Störungen (30.5.23)
Wer an Adipositas leidet, hat ein deutlich höheres Risiko, an psychischen Störungen zu erkranken. Dies gilt für alle Altersgruppen, wobei Frauen bei den meisten Krankheiten stärker gefährdet sind als Männer, wie eine aktuelle Studie der MedUni Wien und des Complexity Science Hub Vienna zeigt.

Bisher unbekannte Funktionen von Genen aufgedeckt (28.5.23)
Das Proteom beschreibt die Gesamtheit aller aktiven Eiweißmoleküle in einem Organismus, einem Gewebe oder einer Zelle unter festgelegten Bedingungen und zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Goethe-Uni sucht Kinder und Jugendliche für BESTFORCAN-Trauma-Studie (28.5.23)
Traumatische Erlebnisse als Ursache für psychische Beschwerden werden in der psychotherapeutischen Behandlung von Kindern und Jugendlichen häufig übersehen. Findet eine Behandlung etwa einer sogenannten Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) statt, so erfolgt diese häufig nicht nach evidenzbasierter Medizin stattfindet.

MIt Adapter-CAR-T-Zelltherapie der neuen Generation Tumoren besiegen (25.5.23)
Auf die Behandlung mancher Formen von Blut- und Lymphdrüsenkrebs spricht nur etwa die Hälfte der Behandelten an. Und gegen solide Tumoren wie Lungen- oder Darmkrebs wirkt die CAR-T-Zelltherapie bislang gar nicht.

Anteil von Umweltschadstoffen am Anstieg von Parkinson und Alzheimer (24.5.23)
Der Anstieg neurodegenerativer Alterserkrankungen wie M. Alzheimer und M. Parkinson ist höher als erwartet. Die Prävalenz nimmt insbesondere bei Parkinson überproportional zu, also deutlich mehr, als allein durch die Überalterung der Gesellschaft erklärt werden kann.

Phase-1-Studie mit neuartigen thermosensitiven Liposomen bei Weichgewebesarkom gestartet (24.5.23)
Bösartige Tumore der Muskeln und Weichteile (Sarkome) sind schwer zu behandeln. Eine neue Therapie am LMU Klinikum könnte die Prognose betroffener PatientInnen deutlich verbessern.

Seltene Erbkrankheiten sind gar nicht so selten (23.5.23)
Hinter seltenen Krankheiten stecken oft Fehler im Erbgut. Erhalten Kinder nur von einem Elternteil ein defektes Gen, sind sie symptomlose «Träger» – so die bisherige Annahme.

Digitalisierung und Innovationen als Gamechanger in der Diabetestechnologie (22.5.23)
Für insulinbehandelte Menschen mit Diabetes haben Technologie und Digitalisierung einen großen Stellenwert: Ohne technische Hilfsmittel zur Glukoseselbstkontrolle, zur Insulininjektion und dem dazugehörigen Datenmanagement wäre die Therapie insbesondere bei Diabetes Typ 1 heute undenkbar.

Herz und Mikrobiom der Atemwege nach Ösophagusatresie-Operation untersucht (22.5.23)
Die Speiseröhrenatresie ist eine angeborene Fehlbildung, bei der die Speiseröhre unterbrochen ist bzw. nicht in den Magen führt. Entweder endet die Speiseröhre dabei blind oder sie ist über eine Fistel mit der Luftröhre verbunden.

Zolbetuximab kann das Leben von Magenkrebs-Patienten deutlich verlängern (17.5.23)
Das Magenkarzinom ist die fünfthäufigste Krebserkrankung weltweit. Bei den krebsbedingten Todesursachen steht es auf einem traurigen dritten Platz. Schuld daran ist die späte Diagnose und die rasche Ausbreitung von Tumorzellen im Körper.

PET/CT ermöglicht eine schonendere Brustkrebs-Therapie (16.5.23)
Die Diagnose Brustkrebs bedeutet für die betroffenen Frauen eine große Belastung, psychisch wie körperlich. Neben einer Operation sind meist auch zusätzliche Therapien wie Bestrahlung, Hormon- oder Chemotherapie notwendig, die mit teils schwerwiegenden Nebenwirkungen verbunden sind.

Breite Kreuzimmunität gegen weiteres SARS-CoV-2-Protein nachgewiesen (16.5.23)
Forschende des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben kreuzreaktive Immunantworten auf ein weiteres SARS-CoV-2-Protein nachgewiesen.

Wie sich ein aktuelles Krankengefühl auf das Einfühlvermögen auswirkt (16.5.23)
Wenn Menschen krank sind, empfinden sie weniger Empathie für andere als im gesunden Zustand. Das zeigt eine Studie der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Duisburg-Essen.

Neuartige Genvariante zeigt Schutzwirkung vor Alzheimer (16.5.23)
Forschende des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben in einer internationalen Studie eine Genvariante identifiziert, die vor Alzheimer schützen könnte.

Geschlechterunterschiede bei Lungenkrebs-Sterblichkeit analysiert (12.5.23)
Bis Mitte der 1990er Jahre haben epidemiologische Studien gezeigt, dass Lungenkrebspatienten in Österreich im Durchschnitt früher versterben als Lungenkrebspatientinnen.

Neu entdeckter Mechanismus kann Überleben bei Glioblastomen verlängern (11.5.23)
Glioblastome sind bösartige Hirntumore mit schlechter Prognose, da sie in der Regel nicht auf gängige Krebstherapien ansprechen, weil sie Mechanismen entwickelt haben, um sich der Immunabwehr zu entziehen.

Diagnostik bei Kindern mit Hirntumor durch Blut-und Gehirnflüssigkeitsanalyse vereinfacht (10.5.23)
Hirntumore zählen zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen bei Kindern und machen aufgrund ihrer oft hohen Aggressivität die häufigste krebsbedingte Todesursache in dieser Altersgruppe aus.

Genetiker Penninger forscht ab 1. Juli an der MedUni Wien (5.5.23)
Der international renommierte Genetiker Josef Penninger übernimmt ab 1. Juli 2023 die Professur für Personalisierte Medizin (UG, §98) an der Medizinischen Universität Wien.

Wie sich Krebsgene selbständig machen (5.5.23)
Tumore verhalten sich manchmal eigenartig: Sie wachsen außergewöhnlich stark oder werden plötzlich gegen ein Krebsmedikament resistent. Dieses Verhalten lässt sich häufig darauf zurückführen, dass sich Krebsgene aus den Chromosomen der Zelle herauslösen und in Ringform „selbständig machen“.

Open Haus am Campus der MedUni Graz am 12. Mai 2023 (4.5.23)
Nach insgesamt fast 20 Jahren der Ideenfindung, Planung, Finanzierungsverhandlungen und schließlich Bautätigkeit und Übersiedelung wird der Campus der MedUni Graz inklusive dem Lehrstuhl für makroskopische und klinische Anatomie am Freitag, 12. Mai 2023 offiziell eröffnet.

Paradigmenwechsel in der Behandlung von metastasiertem Darmkrebs (4.5.23)
Eine globale Studie unter Mitgestaltung von Gerald Prager von der Universitätsklinik für Innere Medizin I, Comprehensive Cancer Center (CCC) Vienna von MedUni Wien und AKH Wien hat dazu geführt, dass die Prognose von metastasiertem Darmkrebs signifikant verbessert werden kann.

Kernspinresonanzspektroskopie (NMR-Spektroskopie) als neue wissenschaftliche Methode (3.5.23)
Die Kernspinresonanzspektroskopie (NMR-Spektroskopie) ist eine wissenschaftliche Methode, mit der man strukturelle Details von Molekülen entschlüsseln kann. Sie ist eine der neuesten Techniken am Institute of Science and Technology Austria (ISTA). Aber wie funktioniert NMR, warum ist sie für Forschende wichtig und was hat Tanzen damit zu tun?

Visuelle Kommunikation vor CI-Einsatz schadet gehörlosen Kindern nicht (3.5.23)
Gehörlos geborene Menschen haben verbesserte visuellen Fähigkeiten. „Crossmodale Plastizität“ nennt die Wissenschaft die Fähigkeit des Gehirns, sich bei Verlust eines Sinnessystems einem anderen zuzuwenden.

Clowndoctors feiern Internationaler Tag der Händehygiene am 5. Mai (2.5.23)
Es ist wieder soweit! Der Internationale Tag der Händehygiene, der jedes Jahr am 5. Mai von der WHO ausgerufen wird, geht mittlerweile zum 14. Mal über die Bühne. Fixer Bestandteil ist auch heuer wieder die in Kooperation mit der Semmelweis Foundation stattfindende Tour der ROTE NASEN Clowndoctor.

Deutschlandweites Netzwerk zur Psychischen Gesundheit startet (2.5.23)
Ab Mai 2023 wird das Deutsche Zentrum für Psychische Gesundheit (DZPG) mit München als einem von sechs Standorten seine Forschungsarbeit aufnehmen. Ziel des neuen Zentrums ist die interdisziplinäre Erforschung des Entstehens und Verlaufs psychischer Erkrankungen über die Lebensspanne.