MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 2020

MedAustria News von Oktober 2020

Neue Therapiemöglichkeit bei Aortenbogen-Erkrankungen (29.10.20)
Österreichweit zum ersten Mal ist es dem interdisziplinären Aortenteam der MedUni Wien gelungen, zwei Patienten im Uniklinikum AKH Wien einen neuartigen Stentgraft in den Aortenbogen einzusetzen, ohne dabei den Brustkorb öffnen zu müssen.

Infektionspräventionsprojekt in der Charité Berlin (27.10.20)
Krankenhausinfektionen mit multiresistenten Erregern sind weltweit zunehmend eine Herausforderung: Jährlich erkranken rund 500.000 PatientInnen allein in Deutschland daran, etwa 10.000 bis 15.000 sterben. Doch wie können solche Infektionen verhindert werden? Und kann eine neue Raumplanung die Übertragung der Erreger verringern?

Schlaganfall ist eine seltene Folge der Corona-Pandemie (27.10.20)
Schwere Verläufe einer Infektion mit dem neuen Corona-Virus haben vor allem auf die Lunge große Auswirkungen. Doch auch Nerven und Gefäße können betroffen sein. Der Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns hat sich als häufiges neurologisches COVID-19 Symptom bestätigt.

SMABEYOND-Netzwerk untersucht Auswirkungen der SMA auf Organe (27.10.20)
Eine Forschungsgruppe aus Italien, Großbritannien, Spanien, den Niederlanden und Deutschland unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Claus, Molekularbiologe am Institut für Neuroanatomie und Zellbiologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), will jetzt die Auswirkung von SMA auf Organe aufklären und untersuchen, wie Medikamente individuell wirksam eingesetzt werden können.

Freiwillige Corona-Helfer melden sich über Online-Plattformen (26.10.20)
Bereits kurz nach dem Lockdown haben sich zigtausende freiwillige HelferInnen für Menschen aus Corona-Risikogruppen gemeldet – vor allem über Online-Plattformen. Solche Angebote können sich punkto Mobilisierung, Leistungsfähigkeit und Zufriedenheit der Freiwilligen auch längerfristig positiv auswirken, wie eine Studie der Universität Basel ergibt.

Gute Immunabwehr birgt Risiko für MS (22.10.20)
Eine Studie unter Leitung von UZH-Professor Roland Martin, Leiter der Abteilung Neuroimmunologie und MS Forschung am Universitätsspital Zürichder Uni Zürich, hat nun geklärt, wie die Genvariation HLA-DR15 im Zusammenspiel mit Umweltfaktoren zur Entwicklung Multipler Sklerose (MS) beiträgt.

Kognitive Sprach-Bausteine existierten seit 40 Millionen Jahren (21.10.20)
Die Sprache ist eines der mächtigsten Werkzeuge der Menschheit, denn sie ermöglicht uns den Austausch von Gedanken, Kultur, Information und Technologie.

Herausforderungen von Psychotherapie auf Distanz (20.10.20)
Um die psychotherapeutische Versorgung auch in Pandemiezeiten zu gewährleisten, wird weltweit verstärkt Therapie auf Distanz, d. h. via Internet oder Telefon, eingesetzt.

Frühes Trauma beeinflusst Stoffwechsel über Generationen hinweg (16.10.20)
Weltweit leiden bis zu einem Viertel der Kinder unter Gewalt, Missbrauch und Vernachlässigung, die im späteren Leben zu Krankheiten führen können.

Fast 60 Prozent der Deutschen leiden unter neurologischer Erkrankung (16.10.20)
Neurologische Erkrankungen stellen in der EU die dritthäufigste Ursache von Behinderungen und vorzeitigen Todesfällen dar. In Europa und auch in Deutschland sind fast 60% der Bevölkerung von einer neurologischen Erkrankung betroffen. Die Prävalenz wird wahrscheinlich mit der fortschreitenden Alterung der Gesellschaft weiter zunehmen.

Proteinanalysen liefern exaktere Informationen für Krebstherapie (16.10.20)
Eine gezielte Proteinanalyse führt zu einer völlig anderen Therapieempfehlung als die, die aufgrund von genetischen Daten nahe liegt. Dies zeigt eine Studie von Heidelberger WissenschaftlerInnen.

Vektor-Impfstoff gegen Covid-19 in Phase-I-Studie getestet (16.10.20)
Das Paul-Ehrlich-Institut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, hat die klinische Prüfung mit dem Impfstoff MVA-SARS-2-S gegen COVID-19 genehmigt. Der Vektor-Impfstoff wurde von den WissenschaftlerInnen des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) und der IDT Biologika GmbH entwickelt und wird in der ersten klinischen Phase auf seine Sicherheit, Verträglichkeit und auf seine spezifische Immunantwort gegen den Erreger untersucht.

Prof. Dr. Michael Amling über Früherkennung von Osteoporose (15.10.20)
Osteoporose gehört weltweit zu den zehn häufigsten Erkrankungen. In Deutschland leiden rund 7 Mio. Menschen darunter. Anlässlich des Weltosteoporosetages am 20. Oktober sprechen wir mit Prof. Dr. Michael Amling, Leiter des Instituts für Osteologie und Biomechanik (IOBM) des Uniklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), wie die Knochengesundheit gestärkt werden kann und welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen.

Telemedizinische Betreuung soll weiterentwickelt werden (15.10.20)
Die aktuelle Entwicklung der Infektionszahlen stellt gerade zur beginnenden Herbst- und Winterzeit erneut eine Herausforderung für die medizinische Versorgung dar.

STAT3-Signaltransduktionsweg als Schlüsselfaktor für emotionale Reaktivität (14.10.20)
Zahlreiche wissenschaftliche Studien weisen auf eine entscheidende Rolle von Entzündungsprozessen für die Entstehung von psychiatrischen Erkrankungen hin. Besondere Bedeutung kommt hier unter anderem dem Interleukin 6/STAT3-Signaltransduktionsweg zu, der im Zusammenhang mit Depression, Schizophrenie und bipolaren Erkrankungen steht.

Uni Tübingen als weltweites Zentrum für Covid-Impfstoffentwicklung (14.10.20)
Das Gründerteam des EXIST-Forschungstransfer-Projekts der Abteilung Immunologie der Uni und des Uniklinikums Tübingen arbeitet an einer vielversprechenden plattformbasierten Technologie zur Entwicklung eines Impfstoffes gegen SARS-CoV-2.

Sport senkt das Krebsrisiko (13.10.20)
Die Störung von unseren 24-Stunden Tagesrhythmen (zirkadianen Rhythmen), ausgelöst durch eine schlechte Abstimmung von Umwelteinflüssen wie zum Beispiel Licht oder Nahrungsaufnahme ist eine mögliche Ursache für Krebs.

Tumorpatienten entwickeln weniger Covid-19-Antikörper (12.10.20)
Das medizinische Personal ist durch häufige PatientInnen-Kontakte einem erhöhten Infektionsrisiko mit SARS-CoV-2 ausgesetzt. Zur Risikopopulation zählen aber auch TumorpatientInnen auf onkologischen Stationen.

Limbischen Systems an Körpersprache beteiligt (8.10.20)
In Zeiten der Pandemie und Mundnasenschutz ist Körpersprache noch wichtiger für die soziale Kommunikation geworden. Wie erkennen wir aber, ob soziale Signale wie Körpersprache neutral sind?

Betriebliche Vorsorgeprogramme verbessern die Mundgesundheit (8.10.20)
Kinder müssen Zähneputzen erst lernen, aber als Erwachsene scheinen sie ihr angeeignetes Wissen wieder zu vergessen: Um das zu verbessern haben Zahnärzte der Universität Witten/Herdecke in einer für Deutschland ersten Studie nachgewiesen, dass intensive Schulung im Rahmen eines betrieblichen Vorsorgeprogramms helfen kann: „

Bildung als wichtiger Faktor für psychische Gesundheit (8.10.20)
Die psychische Gesundheit steht nicht zuletzt wegen der Covid-19-Pandemie, in deren Folge es vermehrt zu seelischen Belastungen, Aggressionen und Existenzängsten gekommen ist, im Fokus der Aufmerksamkeit.

Fragen sie Dr. Google In der Covid-Krise (8.10.20)
Eine Vorerkrankung der Lunge gilt nach bisheriger klinischer Erfahrung als Risikofaktor für einen schweren COVID-19 Infektionsverlauf. Trotzdem fanden sich während des Lockdowns kaum Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen unter den COVID-19 PatientInnen an der Uniklinik Innsbruck.

Neue Therapiekonzepte bei Morbus Parkinson (7.10.20)
Die Parkinson-Krankheit ist die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung nach Alzheimer-Demenz. Sie ist durch den fortschreitenden Verlust von Dopamin-produzierenden und anderen Nervenzellen im Gehirn und anderen Teilen des Nervensystems gekennzeichnet.

Multifokallinsen verbessern intermediäres Sehen (6.10.20)
Seit einigen Jahren ist es möglich, dass im Zuge einer Operation des Grauen Stars (Katarakt) eine Speziallinse eingesetzt wird, die den PatientInnen ein brillenfreies Sehen in der Nähe und in der Ferne ermöglicht (Multifokallinsen). Auch Speziallinsen, die eine Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) korrigieren, kommen immer häufiger zum Einsatz.

Bakterienloser Impfstoff gegen Meningitis entwickelt (5.10.20)
Ein Forschungsteam der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) unter der Leitung von PD Dr. Martina Mühlenhoff und Dr. Timm Fiebig vom Institut für Klinische Biochemie hat den Syntheseweg untersucht und herausgefunden, wie Impfstoffe gegen Neisseria meningitidis der Serogruppe A (NmA) künftig stabiler, sicherer und kostengünstiger hergestellt werden könnten.

Klinische Prüfung mit Impfstoff MVA-SARS-2-S gegen COVID-19 genehmigt (5.10.20)
Das Paul-Ehrlich-Institut, Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, hat die klinische Prüfung mit dem Impfstoff MVA-SARS-2-S genehmigt. Der Vektor-Impfstoff wurde von den WissenschaftlerInnen des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) und der IDT Biologika GmbH entwickelt und wird auf seine Sicherheit, Verträglichkeit und auf seine spezifische Immunantwort gegen den Erreger untersucht.

Medizinnobelpreis an drei Entdecker des Hepatitis-C-Virus vergeben (5.10.20)
Die erste Entscheidung der Nobelpreisvergabe ist gefallen: Der diesjährige Nobelpreis in der Kategorie Physiologie oder Medizin geht an die Entdecker des Hepatitis-C-Virus. Die US-Amerikaner Harvey J. Alter und Charles M. Rice sowie der Brite Michael Houghton teilen sich die Auszeichnung. Das hat das Nobelkomitee des Karolinska-Instituts in Stockholm am Montag bekanntgegeben.

Covid-19 erhöht Risiko für Beinvenenthrombosen und Lungenembolien (1.10.20)
In einer systematischen Übersichtsarbeit aller weltweit publizierten Daten zum Thema "Thrombose und Lungenembolie bei COVID-19-PatientInnen" konnten Cihan Ay, Stephan Nopp, und Florian Moik von der Uniklinik für Innere Medizin I, Abteilung für Hämatologie und Hämostaseologie, erstmals genaue Daten zum Thromboserisiko von hospitalisierten COVID-19 PatientInnen ermitteln.

Probanden für Covid-10 Forschungsprojekt an der MedUni Innsbruck gesucht (1.10.20)
Personen ab 16 Jahren, wohnhaft in Tirol, die in den vergangenen Monaten positiv auf SARS-Cov-2 getestet wurden, sind aufgerufen, an einer wissenschaftlichen Online-Umfrage teilzunehmen. Ziel ist es, mehr Informationen über den Krankheitsverlauf, Genesungsprozess und den Gesundheitsstatus nach einer abgelaufenen Covid-19-Infektion zu erfassen.

PallPan-Projekt für Palliativversorgung in Pandemiezeiten (1.10.20)
Auch in Pandemiezeiten ist die Versorgung von schwerkranken und sterbenden Menschen eine wichtige Aufgabe, unabhängig davon, ob die Patienten an einer Covid-19-Infektion oder einer anderen schweren Erkrankung leiden.