MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 2019

MedAustria News von Juni 2019

Open Data eröffnet neue Wege zur nachvollziehbaren Wissenschaft (29.6.19)
Die uneingeschränkte Verfügbarkeit von Originaldaten – „Open Data“ – zu wissenschaftlichen Publikationen ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Forschungsergebnisse nachvollziehbar und optimal nutzbar sind. Die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse ist eine grundlegende Voraussetzung für den Transfer von Ergebnissen in eine wirtschaftliche oder gesellschaftliche Anwendung.

Das Verlangsamen einer schwerwiegenden neurodegenerativen Störung (PKAN) (28.6.19)
Eine internationale Studie unter der Leitung des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Uni München und der Uni von Kalifornien in Oakland könnte Kindern und Erwachsenen mit einer seltenen und schwerwiegenden genetischen Störung Hoffnung geben: der Pantothenat-Kinase-assoziierten Neurodegeneration (PKAN).

Wie Magen-Stammzellen Helicobacter pylori bekämpfen (27.6.19)
Stammzellen dienen nicht nur der Regeneration von Gewebe, sondern können auch, aktiv gegen Bakterien vorzugehen. Das zeigt eine neue Studie der Charité Berlin und des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie am Beispiel einer Infektion des Magens mit Helicobacter pylori.

Telefonisches Coaching verhilft zu mehr Bewegung (25.6.19)
Körperliche Aktivität ist ein gutes Mittel, um verschiedenen Gesundheitsrisiken zu reduzieren – ganz unabhängig von Geschlecht, Alter und Fitnesslevel. Das ist wohl bekannt, und dennoch fehlt vielen die Zeit und die Motivation, sich regelmäßig zu bewegen.

Forschungsministerin Anja Karliczek besucht Kinderonkologie der Charité (25.6.19)
Jedes Jahr erkranken rund 2.300 Kinder und Jugendliche in Deutschland an Krebs. Insbesondere in den letzten Jahrzehnten haben sich Diagnostik und Therapie stetig verbessert – heute überleben mehr als 80 Prozent der Mädchen und Jungen die schwere Erkrankung.

Dr. Caroline Klaver neue Professorin der Augenheilkunde an der Uni Basel (24.6.19)
Der Universitätsrat der Uni Basel hat Prof. Dr. Caroline Klaver zur Professorin für Genetic Epidemiology of Ophthalmic Diseases gewählt, und zwar im Rahmen einer Doppelprofessur mit der Universität Rotterdam.

MRT ist dem Herzkatheter ebenbürtig (24.6.19)
Die nichtinvasive Messung der Herzdurchblutung mit Magnetresonanztomographie (MRT) ist dem Herzkatheter ebenbürtig. Das zeigt eine internationale Studie unter Federführung der Goethe-Universität, die in der aktuellen Ausgabe des New England Journal of Medicine erschienen ist.

Metastasierung: Kleine Verwandlung, großer Effekt (22.6.19)
Meist sterben Krebspatienten nicht am ursprünglichen Tumor in einem bestimmten Organ. Sondern erst wenn sich einzelne Tumorzellen aus dem Ersttumor lösen, durch den Körper wandern und sich beispielsweise in Leber, Lungen, Knochen oder Gehirn ansiedeln und das dortige Gewebe durch die Bildung von Metastasen zerstören.

DFG fördert die Herz-Forschung mit elf Millionen Euro (21.6.19)
Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) ist an einem neuen Sonderforschungsbereich (SFB) beteiligt. Das Institut für Molekulare und Translationale Therapiestrategien unter Leitung von Professor Dr. Dr. Thomas Thum ist Partner im SFB/Transregio TRR 267 "Nicht-kodierende RNA im kardiovaskulären System".

Auf die richtige Zahnpasta achten! (20.6.19)
Prof. Stefan Zimmer: „Anwendung alter Hausmittel ist kein adäquater Ersatz für leistungsfähige und nach wissenschaftlichen Standards entwickelte Zahnpasten“

Krankhafte Bewegungsmuster erkennen (20.6.19)
Göttinger Forschungsprojekt „Deep Movement Diagnostics“ erhält rund 1,2 Millionen Euro für die Entwicklung dreidimensionaler Rekonstruktionen von Bewegungsmustern mithilfe von AI

Buchrezension: Medical Running (19.6.19)
Laufen liegt im Trend der Gesundheitsbewussten - Anatomisch richtig laufen ist diese Neuerscheinung gewidmet.

Zwei Millionen Euro Forschungsgelder für Leberforschung in Düsseldorf und Hannover (19.6.19)
Bundesforschungsministerium (BMBF) fördert ein Netzwerk zur Erforschung seltener angeborener Lebererkrankungen mit 1,9 Millionen Euro, verteilt über die kommenden drei Jahre.

Transportproteine vom Transport abhalten (18.6.19)
Mit einem künstlich hergestellten Antikörperfragment hat ein internationales Forschungsteam den Transportmechanismus eines Membranproteins aus Bakterien untersucht und einen möglichen Ansatz gegen Resistenzen identifiziert.

App soll OP-Vorbereitung erleichtern (18.6.19)
Rund 65 Millionen Menschen in Europa nehmen Medikamente, die die Blutgerinnung vermindern, etwa um das Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisiko zu senken. Anders als früher müssen moderne Gerinnungshemmer oft erst kurz vor dem Eingriff abgesetzt werden, manche sogar gar nicht.

App als Vereinfachung der OP-Vorbereitung (17.6.19)
Ob und wann ein bestimmter Blut-Gerinnungshemmer vor einer Operation abgesetzt werden muss, könnten Ärzte und Patienten künftig per App klären

Sport hilft, verloren geglaubte Herzmuskelzellen zu regenerieren (17.6.19)
Eine in Nature Communications erschienene Arbeit von Carolin Lerchenmüller et al., die die belegt hat, wurde nun mit dem Präventionspreis der Deutsche Stiftung Innere Medizin (DSIM) ausgezeichnet.

CT kann zur Diagnose aussagekräftiger sein als ein Herzkatheter (17.6.19)
Klagt ein Patient über Schmerzen in der Brust, wird meist mithilfe eines Katheters überprüft, ob sein Herz noch ausreichend durchblutet ist.

Was ist die beste Therapie bei akuter Lungenembolie? (17.6.19)
Zwei große Studien der Universitätsmedizin Mainz empfehlen neue Strategien im Krankenhaus und belegen die Wirksamkeit und Sicherheit der ambulanten Behandlung.

Die gesunde Wahl einfach machen (16.6.19)
NutriScore & Co sollen es für (vorerst deutsche) KonsumentInnen bald leichter machen, beim Lebensmitteleinkauf eine gesündere Wahl zu treffen.

Charité implementiert digitales Frühwarnsystem für Nierenschäden (16.6.19)
Ist die akute Nierenschädigung ein unterschätztes Risiko im Krankenhaus? Das haben Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin anhand der Daten von mehr als 100.000 PatientInnen untersucht. Sie konnten nachweisen, dass eine akute Nierenschädigung das Sterberisiko erhöht.

Zwei Millionen Euro Förderung für Digital-Register zur Harnstein-Therapie (15.6.19)
Rund 800.000 Menschen erkranken jährlich in Deutschland an schmerzhaften Harnsteinen. Bei vielen Betroffenen kehren sie trotz Medikamenten und Operation wieder. Nun fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den Aufbau eines "Nationalen Registers für rezidivierende Steinerkrankungen des oberen Harntraktes" unter Leitung des Uniklinikums Freiburg.

Strahlentherapie beim Hodgkin-Lymphom (15.6.19)
Die Frage, ob weniger (Strahlung) manchmal mehr ist sowie auch andere Studien zur Strahlentherapie bei Hodgkin wurden beim DEGRO 2019 thematisiert.

Jedem Patienten eine maßgeschneiderte Schulter (15.6.19)
Im Orthopädischen Spital Speising werden seit kurzem ausnahmslos alle künstlichen Schultergelenke mittels Computer-Software und 3D-Modellen geplant und implantiert.

Warum kein Roboter eine Hygienefachkraft ersetzen kann (14.6.19)
Hygiene braucht Fachkräfte, denn Fachkräfte garantieren Patienten-Sicherheit - das Internationale Hagleitner-Hygieneforum 2019 hat dies bewusst gemacht.

Manchmal geht’s auch nicht-invasiv (14.6.19)
Bei Verdacht auf KHK kann in bestimmten Fällen eine CT statt eines Herzkatheters zur Diagnose aussagekräftig sein, bei weniger Belastung für den Patienten.

Buchrezension: Aktuelle pflegewissenschaftliche Entwicklungen im Gesundheitswesen (14.6.19)
Zwischen Fachkräftemangel und Professionalisierung - diese interessante Neuerscheinung beschäftigt sich mit den Auswirkungen wichtiger Veränderungen, etwa dem demographischen Wandel oder der Digitalisierung, auf das Gesundheitssystem.

Stille Mutationen können Krebszellen verändern (14.6.19)
Gen-Veränderungen im Protein-Bauplan galten bislang als irrelevant, wenn trotzdem die gleichen Protein-Bausteine hergestellt werden. Nun zeigen Freiburger Forscher, dass diese Mutationen durchaus die Proteinaktivität in Krebszellen verändern können

Neue Führungsspitze bei der DDG (13.6.19)
Professor Monika Kellerer ist ab sofort Präsidentin der Deutschen Diabetes Gesellschaft - seit 55 Jahren erstmals eine Frau an der Spitze der Fachgesellschaft

DEGRO 2019: Hohe Forschungsaktivität in Deutschland (13.6.19)
Auf dem DEGRO-Kongress in Münster vom 13. bis 16. Juni 2019 werden neue Studiendaten aus Deutschland vorgestellt, unter anderem zur Radiotherapie von Mamma-Ca, Gliomen und HCC

Radioonkologie: Innovativ, vernetzt, zukunftsfähig (13.6.19)
Die Strahlentherapie als unverzichtbare Säule der Onkologie ist heute eine der attraktivsten medizinischen Fachrichtungen, die vielen, dem Zeitgeist entsprechenden Ansprüchen der jungen Ärztegeneration gerecht wird.

Forscher beobachten Empfängermoleküle bei der Signal-Übertragung ins Zelleninnere (13.6.19)
Körpereigene Botenstoffe, aber auch Medikamente, entfalten ihre Wirkung oft über Empfängermoleküle auf der Oberfläche der Zellen, so genannte Rezeptoren. Diese ragen durch die Zellmembran hindurch und vermitteln so zwischen "außen" und "innen".

Diabetes Management – neu denken! (13.6.19)
ÖDG engagiert sich für flächendeckenden Ausbau eines Leitlinien-konformen Disease Management Programms (DMP) für Menschen mit Diabetes Mellitus Typ 2

Jürgen Floege aus Aachen ist ab sofort DGIM-Vorsitzender 2019/2020 (12.6.19)
Neuer Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. gewählt

Andreas Waldsich neuer Geschäftsführer im St. Josef Krankenhaus (12.6.19)
Mit Anfang Juni hat Mag. Andreas Waldsich, MIM (34) die Geschäftsführung im St. Josef Krankenhaus Wien, einem Haus der Vinzenz Gruppe, übernommen. Der gebürtige Burgenländer bringt umfassende Erfahrung im Krankenhaus- und Sozialbereich mit.

Maßgeschneiderte Wirkstoffe aus dem Baukasten (12.6.19)
Mikroorganismen bauen Naturstoffe oft wie am Fließband zusammen. Dabei spielen bestimmte Enzyme, die nicht-ribosomalen Peptid Synthetasen (NRPS), eine Schlüsselrolle. Biotechnologen der Goethe-Universität ist es jetzt gelungen, diese Enzyme so zu verändern, dass ganz neue Naturstoffe oder auch Bibliotheken von Naturstoffen entstehen.

Übergewichtig durch Videospiele? (11.6.19)
Sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die intensiv Computer spielen, tatsächlich fettleibiger? Eine aktuelle Metastudie gibt eine ziemlich deutliche Antwort.

Förderung von drei Millionen Euro für verbesserte Therapien bei komplexen Autoimmunkrankheiten (10.6.19)
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert seit Mai 2019 für zunächst drei Jahre das "German multi-organ Auto-Immunity Network" (GAIN) mit rund drei Millionen Euro.

Mit Künstlicher Intelligenz seltene Krankheiten aufspüren (9.6.19)
Weltweit werden rund eine halbe Million Kinder Jahr für Jahr mit einer seltenen Erbkrankheit geboren. Eine sichere Diagnose ist schwierig und langwierig

Väter verhelfen Säugetieren zu größeren Gehirnen (8.6.19)
Säugetierarten sind umso intelligenter, je größer ihr Gehirn ist. Ein großes Hirn auszubilden, benötigt aber sehr viel Energie.

Humangenetik-Kongress: Wie Künstliche Intelligenz seltene Krankheiten aufspürt (8.6.19)
Weltweit werden rund eine halbe Million Kinder Jahr für Jahr mit einer seltenen Erbkrankheit geboren. Eine sichere Diagnose ist schwierig und langwierig.

Künstliche Intelligenz beflügelt Proteomforschung (7.6.19)
Mit dem Einsatz von künstlicher Intelligenz ist es Forschenden der Technischen Universität München (TUM) gelungen, die massenhafte Analyse von Eiweißen aus beliebigen Organismen deutlich schneller als bisher und praktisch fehlerfrei zu machen.

MS: 'Stoffwechsel-Bremse' als Wunderwaffe? (7.6.19)
Ein international besetztes Forscherteam aus Münster untersuchte Patienten, die mit dem Medikament Teriflunomid behandelt wurden, und analysierte die direkte Wirkung auf Immunzellen – mit ersten vielversprechenden Ergebnissen.

Intelligente Algorithmen für die Genomforschung (6.6.19)
Um herauszufinden, welche Gene für Krankheiten wie Krebs oder Diabetes verantwortlich sind, wird heute häufig auf Methoden des Maschinellen Lernens zurückgegriffen.

Lawinenopfer: Wann kann Erwärmung retten? (6.6.19)
Eine internationale Studie unter Leitung von Eurac Research definiert Kriterien, um Überlebenschancen richtig einzuschätzen.

166 neue Risiko-Gene für Nierenkrankheiten entdeckt (5.6.19)
Rund acht Millionen Menschen in Deutschland haben eine chronische Nierenkrankheit, etwa 8.000 von ihnen warten auf eine Nierentransplantation.

ÄrztInnen und Apotheken gemeinsam gegen Herzschwäche (4.6.19)
Kooperieren ÄrztInnen und Apotheken miteinander, verbessert sich die Einnahmetreue und Lebensqualität von PatientInnen mit Herzinsuffizienz.

Hohe Sterblichkeit und fehlendes Bewusstsein bei COPD (4.6.19)
Kaum bekannt, aber tödlich – so könnte das Urteil über die Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) lauten, die weltweit bereits die dritthäufigste Todesursache ist.

Matthias Tschöp mit Paul-Langerhans-Medaille ausgezeichnet (3.6.19)
Die Langerhans-Medaille ist die höchste von der Deutschen Diabetes Gesellschaft vergebene Auszeichnung. Mit der nach dem Mediziner Paul Langerhans benannten Medaille werden seit über 40 Jahren internationale Spitzenforscher der Diabetologie ausgezeichnet.

Leberbeteiligung bei Alpha1-Antitrypsin-Mangel (3.6.19)
Der Alpha1-Antitrypsin-Mangel ist eine häufige Erkrankung unter den seltenen Krankheiten und eine der am häufigsten zum Tode führenden Generkrankungen weltweit. Es sind vor allem Lunge und Leber betroffen.

Typ-2-Diabetes: Patientenzahlen lassen sich mit Routinedaten zuverlässig bestimmen (3.6.19)
Eine interdisziplinäre Gruppe entwickelt und testet diese neue Methode, als Basis werden Diagnosen und verordnete Medikamente aller GKV-Versicherten verwendet.

Nanoroboter als Tumorkiller (2.6.19)
Winzige Nanoroboter sollen zukünftig Krebsmedikamente direkt zu einzelnen Zellen transportieren oder Tumorzellen direkt zerstören. Ein entscheidendes Problem bei der Entwicklung konnte nun gelöst werden.

Bei sozial auffälligen Mädchen ist die Hirnaktivität verändert (1.6.19)
Mädchen mit problematischem Sozialverhalten zeigen eine reduzierte Hirnaktivität und eine schwächere Vernetzung zwischen Hirnregionen, die für die Emotionsregulation relevant sind.

Nach TV-Serie Suizid-Anstieg in den USA (1.6.19)
Eine Aktuelle Studie zeigt: 13 Prozent mehr Suizide binnen drei Monaten nach Beginn der Ausstrahlung der Serie '13 Reasons Why' bei 10- bis 19-Jährigen