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| Wawrowsky: Freie Arztwahl bleibt erhalten | 21.7.10 | ||
| Stöger-Kritik für Kammerfunktionär "nicht nachvollziehbar" Der Bundeskurienobmann der Niedergelassenen Ärzte, Günther Wawrowsky, wies die Bedenken von Gesundheitsminister Alois Stöger am Hausarztmodell unverzüglich zurück. "Es gibt keine Einschränkung der freien Arztwahl", so Wawrowsky. Die Patienten könnten ihre Fachärzte weiterhin frei wählen, zwei Mal im Quartal sogar ohne Überweisung. Die ärztliche Erfahrung zeige, dass mehr Konsultationen in der Praxis kaum notwendig seien. "Außerdem ähnelt das Modell jenem, das schon in manchen Bundesländern gelebt wird." Für den Kurienobmann widerspreche das Hausarztmodell auch keinesfalls den Gruppenpraxen. "Mit Überweisung ist der Facharztbesuch ja jederzeit möglich." Zudem seien sowohl die Gruppenpraxen als auch das Hausarztmodell lang gehegter Wunsch der niedergelassenen Ärzteschaft gewesen und könnten sich sehr gut ergänzen. Auch finde sich das Hausarztmodell in der jetzigen Regierungserklärung. "Wir haben uns diese Dinge sehr gut überlegt und bieten konkrete Ansätze, wo die Politik bisher nur mit Schlagworten agiert", sagte Wawrowsky abschließend. Kommentar: Natürlich muss Wawrowsky den eigenen Vorschlag gegen Kritik verteidigen. Zyniker aber könnten in dem Vorstoss der Ärztekammer einen beinharten Verteilungskampf wittern. Ein Blick auf die Fakten verunsichert. Der Vorschlag der Kammer sieht, grob vereinfacht, eine strikte Filterfunktion der Hausärzte vor. Diese entscheiden nach dem Modell, ob ein Patient zu einem Facharzt gehen soll/muss/darf und zu welchem. Das soll von der Sozialversicherung als zusätzliche Leistung abgegolten werden, da diese Vorgehensweise ebenso wie das Zusammenfliessen aller Befunde beim Hausarzt für diesen ja deutliche Mehrarbeit bedeutet. Diese zusätzliche Leistung hat aber für die Sozialversicherung nur dann einen Wert, wenn dadurch die Kosten für niedergelassene Fachärzte deutlich sinken. Ein Teil dieser Einsparungen soll dann als Abgeltung an die niedergelassenen für deren Mehraufwand fliessen. Ein Schelm, wer da denkt, die Kammer will den Fachärzten in die Tasche greifen und das Resultat zwischen Sozialversicherung und Allgemeinmedizinern aufgeteilt sehen... |
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(kjz ) |
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