MedAustria – Das Ärztenetz für Mediziner

In diesem Online-Magazin finden Sie Medizinische Nachrichten für alle Fachbereiche der Medizin, ein ausführlicher medizinischer Kongresskalender , Kongressberichterstattung, Links zu medizinischen Sites im World Wide Web (www) – dies sind seit 1997 einige Standbeine des medizinischen Online-Dienstes MedAustria .

Von Beginn an hat sich die medizinische Redaktion von MedAustria zum Ziel gesetzt, Ärzten und Ärztinnen im deutschsprachigen Raum ein vielfältiges Angebot an Informationen aus der wissenschaftlichen Welt zur Verfügung zu stellen - und hat diese Vorgabe bis zum heutigen Zeitpunkt durchgehalten.

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Genetik

Erste SARS-CoV-2-Genome aus Österreich veröffentlicht
Die ersten 21 SARS-CoV-2-Genome in Österreich wurden im Rahmen des kürzlich von CeMM gestarteten Projekts "Mutationsdynamik von SARS-CoV-2" sequenziert und veröffentlicht.

MedUni Wien und CeMM untersuchen Genomentwicklung von SARS-CoV-2
Das CeMM, das Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, sowie die MedUni Wien forschen für ein besseres molekulares Verständnis der COVID-19-Pandemie und des Erregers SARS-CoV-2.

Wie das Gehirn die Stimme kontrolliert
Ein bestimmter neuronaler Schaltkreis im Gehirn kontrolliert bei Fledermäusen die Lautäußerungen der Tiere. Dies haben jetzt Biologen der Goethe-Universität Frankfurt herausgefunden.

Entzündung triggert fatalen Kreislauf bei Alzheimer:
Eine Immunreaktion im Gehirn scheint für die Entwicklung der Alzheimer-Erkrankung maßgeblich mitverantwortlich zu sein. Sie gießt "Öl ins Feuer" und sorgt für eine Entzündung, die sich selbst immer weiter anfacht. Die Studie ist nun in "Cell Reports" erschienen.

Fehlendes Protein erzeugt kolorektales Karzinom
Ein internationales Team von Forschenden der Universität Zürich, des Universitätsspitals Zürich, aus Deutschland und Grossbritannien hat eine neue Funktion des Zelltod-regulierenden Proteins MCL1 identifiziert.

Zentraler Mechanismus der Tumorkontrolle entdeckt
Die Immunkontrolle von Tumoren beruht auf der Tumorzerstörung über Zytolyse oder Apoptose. Dennoch wachsen Tumoren oft unkontrolliert, auch bei einer zunächst wirksamen Immunantwort.

Flüssige Proteinkondensate schalten Gene an
Chromosomen sind die Träger der Erbinformation und treiben im Zellkern in einem dichtgedrängten und scheinbar chaotischen Meer von Proteinen, Nukleinsäuren und anderen Molekülen.

Gründe der Entstehung einer Fettleber bei schlanken Menschen entdeckt
Die nichtalkoholische Fettleberkrankheit (NAFLD) wird meist bei übergewichtigen und fettleibigen Menschen diagnostiziert. Schwere Formen von NAFLD können jedoch auch bei seltenen genetischen Erkrankungen wie Lipodystrophie oder bei HIV-Patienten nachgewiesen werden, wodurch sie ein hohes Risiko für die Entwicklung von Leberversagen, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen darstellen.

Forscher entdecken wie Insulin mit seinem Rezeptor interagiert
Seit der Entdeckung des Insulins vor fast 100 Jahren versuchen Wissenschaftler zu entschlüsseln, wie genau das Hormon mit seinem Rezeptor interagiert. Dies ist wichtig, um bessere therapeutische Insuline entwickeln zu können.

Auf dem Weg zu Schmerzmitteln ohne Suchtgefahr
Opioidhaltige Schmerzmittel sind im klinischen Alltag nahezu unverzichtbar, beispielsweise nach Operationen oder bei der Krebsbehandlung. Allerdings haben sie starke Nebenwirkungen. Zusätzlich ist es insbesondere in den USA zu massivem Substanzmissbrauch gekommen.

Neue Wirkstoffkombination könnte Diabetes-Remission ermöglichen
Eine der Ursachen von Diabetes könnte in der Dedifferenzierung von insulinproduzierenden Betazellen in den Langerhans´schen Inseln des Pankreas liegen, also dem Verlust der Zellidentität. Ob dedifferenzierte Zellen ein Ansatzpunkt für eine mögliche Betazellregeneration sind, war bisher unklar.

Pilzinfektion zapft menschliche Eisenreserven zum Überleben an
Jährlich sterben 400.000 Menschen weltweit an einer Infektion mit dem gegen Medikamente resistenten Pilz Candida glabrata. Besonders Alter, Vorerkrankungen, ein durch andere Infektionen geschwächtes Immunsystem oder eine schwere Immunsuppression – zum Beispiel im Rahmen von Transplantationen - sind Risikofaktoren.

Makrophagen wandern bei Schlaganfall aus dem Blut ein
Makrophagen sind als Teil des angeborenen Immunsystems für die Hirnentwicklung und -funktion unablässig. Mit einer neuartigen Methode brachten Wissenschaftler des Universitätsklinikums Jena, der Universität Bonn und des Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York (USA) Makrophagen zum Leuchten, die im Knochenmark gebildet wurden.

Inneres Uhrwerk taktet Zellteilung bei Bakterien
Forscher am Biozentrum der Universität Basel haben ein "Uhrwerk" entdeckt, welches die Zellteilung in Bakterien steuert. In "Nature Communications" und "PNAS" berichten sie, wie ein kleines Signalmolekül dieses "Uhrwerk" steuert und so der Zelle vermittelt, wann der richtige Zeitpunkt ist, sich zu vermehren.

Computermodell zur Feinjustierung von CRISPR-Cas9 ermöglicht präzisere Schnitte im Erbgut
Die CRISPR-Cas9 Genschere ermöglicht es, das Erbgut von Organismen zu verändern. Allerdings ist die CRISPR-Technologie nicht perfekt: Häufig schneidet die Genschere auch in solchen Erbgutbereichen, die der gewünschten Zielsequenz lediglich ähnlich sind.

Durchbruch bei der Erforschung altersbedingter Makuladegeneration
Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine chronisch verlaufende Netzhauterkrankung und bei Menschen über 50 Jahren in den westlichen Ländern die häufigste Ursache für schwerste Seheinbußen bis hin zur kompletten Erblindung.

Neue Ebolavirus-Varianten schneller erkennen und bekämpfen
Nur vier Mal wurde bisher ein internationaler Gesundheitsnotstand ausgerufen, nun bestehen zwei zur gleichen Zeit. Während die Gefährlichkeit des neuen Coronavirus noch unklar ist, kämpfen die Menschen in der Demokratischen Republik Kongo weiter mit einem seit 2018 andauernden Ebolavirus-Ausbruch, der bereits über 2.000 Tote verursacht hat.

Drei Berliner Forschungseinrichtungen gründen Forschungsinitiative
Drei Berliner Forschungseinrichtungen – das Berlin Institute of Health (BIH), das Berliner Institut für Medizinische Systembiologie (BIMSB) des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) und die Charité Berlin – starten eine gemeinsame Forschungsinitiative. Ziel ist es, innovative Einzelzelltechnologien für klinische Fragestellungen zu nutzen.

Mit künstlicher Intelligenz gegen Krebs
Rund eine halbe Million Menschen erkranken jedes Jahr an Krebs, Tendenz steigend. Immer bessere Diagnosemöglichkeiten machen jedoch deutlich, dass Krebs eine höchst individuelle Krankheit ist und alle PatientInnen eine auf sie oder ihn persönlich zugeschnittene Therapie braucht.

Weltkrebstag 4.2.: Präzisionsmedizin verlängert Lebensdauer und erhöht Lebensqualität
Die Zahl der Krebs-Neuerkrankungen ist in Österreich zwischen 2009 und 2020 von 38.218 Fällen auf 41.299 Fälle pro Jahr angestiegen. Das ist ein Plus von acht Prozent.

Die Karte zur Wirkstoff-Schatzkammer
Bereits kleine genetische Veränderungen führen zu einer atemberaubenden Vielzahl an bakteriell gebildeten Naturstoffen. Das Team um den Jenaer Biochemiker Pierre Stallforth untersuchte, wie sich die Biosynthese von Naturstoffen im Laufe der Evolution veränderte.

DNA-Sequenzierung für die Diagnostik von Krebserkrankungen
Die DNA-Sequenzierung hat die biologischen Wissenschaften revolutioniert, ist aus dem molekularbiologischen und gentechnischen Laborbetrieb nicht mehr wegzudenken und ermöglicht beispielsweise die Untersuchung genetisch bedingter Erkrankungen.

Schwerkranke Krebspatienten mit neuartiger CAR-T-Zelltherapie behandelt
Im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) werden seit Mai 2019 KrebspatientInnen mit gentechnisch veränderten Immunzellen behandelt. Die CAR-T-Zelltherapie ist für die Behandlung von schwerkranken Patienten mit bestimmten Formen von Blut- und Lymphdrüsenkrebs zugelassen, bei denen die bisherigen Therapieverfahren versagt haben.

Nanocontainer in den Kern von lebenden Zellen eingeschleust
Einem interdisziplinären Team der Universität Basel ist es gelungen, künstlichen Nanocontainern einen direkten Weg in den Kern von lebenden Zellen zu bahnen. Sie stellten dafür biokompatible Bläschen her, welche die Poren in der Hülle des Zellkerns passieren können.

Maßgeschneiderte Therapiekonzepte für höhere Heilungs- und Überlebenschancen bei Krebs
Die Krebs-Forschung hat in den letzten Jahren große Fortschritte erzielt - die Heilungschancen sind enorm gestiegen. Auch die Diagnosen können früher und schneller gestellt werden, so dass immer mehr Krebsdiagnosen zu chronischen Krankheiten und damit gut therapierbar werden.

Enzym erhöht Erkrankungsrisiko für Morbus Crohn und Lepra
Das Risiko, eine Autoimmunerkrankung zu entwickeln, wird maßgeblich durch Umweltfaktoren, Lebensstil sowie genetische Faktoren beeinflusst.

Forscher entdecken 90 Detox-Gene
Der menschliche Organismus verstoffwechselt Tausende von Substanzen, welche mit der Nahrung aufgenommen oder im Körper selbst gebildet werden. Nun haben ForscherInnen des Uniklinikums Freiburg gemeinsam mit Kollaborationspartnern 90 Gene identifiziert, die Stoffwechsel und Entgiftung über Nieren und Urin beeinflussen und deren Rolle bisher größtenteils unbekannt war.

Gendefekt bei Zellbaustein Aktin sorgt für massive Entwicklungsstörungen
Aktin ist ein wichtiges Strukturprotein in unserem Körper. Als Hauptbestandteil des Zellgerüstes sorgt es etwa dafür, dass unsere Zellen eine stabile Form erhalten. Der Mensch produziert sechs sogenannte Aktin-Isoformen, die sehr ähnlich aufgebaut sind.

Erstes robustes Zellkulturmodell macht Hepatitis-E-Virus erforschbar
Obwohl Hepatitis E jedes Jahr über drei Millionen Infektionen und rund 70.000 Todesfälle verursacht, ist das Virus bisher wenig untersucht. Das könnte sich ändern, denn ein Forschungsteam aus Bochum und Hannover hat ein robustes und verbessertes Zellmodell des Erregers entwickelt.

Wie Fettzellen, die Kalorien verbrennen, entstehen
1,9 Milliarden Menschen weltweit sind übergewichtig. Davon leiden 650 Millionen Menschen unter Adipositas. Das Risiko von Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck oder Krebs steigt dadurch.

Diagnosemöglichkeiten des Immunkollaps nach Sepsis
Täglich sterben mehr als 140 Menschen in Deutschland an einer Sepsis, umgangssprachlich auch als Blutvergiftung bezeichnet. Zwei Drittel von ihnen erliegen dabei nicht den außer Kontrolle geratenen Entzündungsreaktionen im gesamten Körper, sondern den Folgen einer anschließenden Unterfunktion des Immunsystems.

Frühzeitige Stammzelltransplantation als neue Therapieempfehlung
Beim "LRBA-Defekt" handelt es sich um eine seltene angeborene genetische Störung des Immunsystems, die durch eine Mutation im „LRBA-Gen“ verursacht wird.

Neue Therapie bei Herzinsuffizienz im Forschungsvisier
Weltweit zählt die Herzinsuffizienz zu einem der größten Probleme für das Gesundheitssystem und verursacht diesem hohe Kosten. Allein in Österreich sind Statistiken zufolge rund 300.000 Menschen betroffen.

Hunderte neue Viren in Insekten entdeckt
Neue Viren, die Krankheiten auslösen, stammen oft von Tieren. Bekannte Beispiele sind das aus Mücken stammende Zika-Virus, die Vogelgrippe-Viren sowie das Kamel-assoziierte MERS-Virus.

Neue Ultraschall-Methode kann Gehirnleistung deutlich verbessern
Bei neurologischen Erkrankungen wie der Alzheimer Demenz, der Parkinson-Krankheit oder der Multiplen Sklerose, gehen ständig Nervenzellen des Gehirns zugrunde, dadurch kommt es zum Beispiel zu Erinnerungslücken, Sprachstörungen, Stimmungsschwankungen oder reduzierter Bewegungsfähigkeit sowie dem Muskelzittern bei Parkinson.

Kombination von Antikörpern führt zu deutlicher Verbesserung bei Krebs-Immuntherapie
Der gleichzeitige Einsatz von Antikörpern, die auf zwei verschiedenen Wirkungsmechanismen beruhen, führt zu einer effektiveren Zerstörung von Tumoren. Dies zeigt eine im "PNAS" veröffentlichte Studie von medizinischen Onkologen und Wissenschaftlern der Uni Basel an Tiermodellen. Davon könnten vor allem PatientInnen mit Tumoren profitieren, die nicht auf die bereits verfügbaren Immuntherapie-Behandlungen ansprechen.

Grazer Forscher setzen auf Gen-Schere bei bösartiger Erkrankung des Blutsystems
Myeloproliferative Neoplasien (MPN) sind eine Gruppe von seltenen chronischen Erkrankungen des Blutsystems, bei denen es zu einer vermehrten Produktion von reifen Blutzellen im Knochenmark kommt.

Künstliche Intelligenz erkennt Akute Myeloische Leukämie
Künstliche Intelligenz kann eine der häufigsten Formen von Blutkrebs – die Akute Myeloische Leukämie (AML) – mit hoher Zuverlässigkeit erkennen. Das haben Forschende des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankung (DZNE) und der Universität Bonn im Rahmen einer Machbarkeitsstudie nun nachgewiesen.

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