MedAustria – Das Ärztenetz für Mediziner

In diesem Online-Magazin finden Sie Medizinische Nachrichten für alle Fachbereiche der Medizin, ein ausführlicher medizinischer Kongresskalender , Kongressberichterstattung, Links zu medizinischen Sites im World Wide Web (www) – dies sind seit 1997 einige Standbeine des medizinischen Online-Dienstes MedAustria .

Von Beginn an hat sich die medizinische Redaktion von MedAustria zum Ziel gesetzt, Ärzten und Ärztinnen im deutschsprachigen Raum ein vielfältiges Angebot an Informationen aus der wissenschaftlichen Welt zur Verfügung zu stellen - und hat diese Vorgabe bis zum heutigen Zeitpunkt durchgehalten.

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Nachrichten

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Nachrichten der letzten Wochen

Welthirntumortag 24.6. Neue Fortschritte im Kampf gegen Gehirntumoren
Anlässlich des Welthirntumortags am 24.6. klärt das Zentrum für Hirntumoren (ZHT) des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) mit Vorträgen und Expertengesprächen über aktuelle und neue Entwicklungen bei der Diagnose und Therapie von Hirntumoren auf.

Tularämie: Bakterien befreien sich mit molekularer Harpune
Eine Vielzahl von Bakterien ist mit molekularen "Nano-Harpunen" ausgestattet. Damit bekämpfen sie unliebsame Konkurrenten oder manipulieren ihre Wirtszellen. Der Erreger der Tularämie, einer hochansteckenden Infektionskrankheit, verwendet hingegen seine Waffe, um sich aus der Gefangenschaft der Abwehrzellen zu retten. Wie dies den Bakterien gelingt, darüber berichten Forscher vom Biozentrum der Universität Basel in der aktuellen Ausgabe von "Nature Communications".

Genetische Risikofaktoren für Paradontitis entdeckt
In der aktuell weltweit größten Studie zur Genetik der Parodontitis hat ein Forschungsnetzwerk unter der Leitung von Wissenschaftlern der Charité – UniMedizin Berlin unterschiedliche Varianten bestimmter DNA-Sequenzen identifiziert, die eindeutig mit einem erhöhten Risiko für verschiedene Formen der Parodontitis verbunden sind.

Silikon unter Strom
Biegsame Elektronikteile könnten den Einsatz von medizinischen Implantaten stark verbessern. Doch elektrisch leitende Goldatome haften etwa auf Silikon in der Regel sehr schlecht. Forschende der Universität Basel können nun kurze Silikonketten so verändern, dass diese die Goldatome fest an sich binden.

Spezielles Chomputerspiel erhöht Selbstkontrolle
Selbstkontrolle lässt sich mithilfe eines Computerspiels trainieren. Zu dieser Erkenntnis sind Neurowissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in Hamburg und Berlin im Rahmen einer Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Simone Kühn aus der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) gekommen.

Neue Gallensäure wirkt bei primär sklerosierender Cholangitis
Die primär sklerosierende Cholangitis ist eine derzeit noch unheilbare Lebererkrankung, an der vor allem jüngere Menschen zwischen 30 und 40 Jahren erkranken. Jetzt konnte in einer Europäischen multizentrischen Phase II-Studie unter der Leitung der MedUni Wien und in enger Kooperation mit der Med Uni Graz und der Medizinischen Hochschule Hannover gezeigt werden, dass diese Krankheit mit Hilfe einer synthetisch hergestellte Gallensäure (Wirkstoff nor-Ursodeoxycholsäure/Nor-Urso) geheilt werden könnte.

3. Pulmologie-Journalistenpreis ausgeschrieben
Der Journalistenpreis der Stiftung AtemWeg geht in die 3. Runde. Die gemeinnützige Stiftung zur Erforschung von Lungenkrankheiten holt damit das wichtige Thema Lungenerkrankungen, insbesondere die chronischen Lungenerkrankungen, verstärkt in die Publikumsmedien und das öffentliche Bewusstsein.

Frieren hilft beim Cholesterin-Abbau
WissenschaftlerInnen des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und des Sonderforschungsbereichs 841 „Leberentzündung“ (SFB 841) konnten nun einen Mechanismus in der Leber identifizieren, über den der Organismus überschüssiges Cholesterin effizient in Gallensäuren abbauen und somit unschädlich machen kann.

Chromosom 12 als Magersucht-Übeltäter
Anorexia nervosa tritt häufig in Kombination mit anderen psychiatrischen Erkrankungen und Stoffwechselstörungen auf.

Zielgerichtete Therapie erhöht Überlebenschancen bei Mammakarzinom im Frühstadium
Eine zielgerichtete Therapie aus einer Chemotherapie und zwei Antikörpern reduziert das Risiko, dass der HER2-positive Brustkrebs wieder zurückkehrt.

Metastasiertes Mamma-Ca: Zuerst Medikamente, dann OP
Eine neue Studie der ABCSG (Austrian Breast & Colorectal Cancer Study Group) signalisiert, dass Frauen, die von einem metastasierten Mammakarzinom betroffen sind, nicht von einer Operation profitieren, die vor der medikamentösen Therapie durchgeführt wird. Dies könnte einen Paradigmenwechsel in der Therapie der Erkrankung bewirken.

Stoffwechsel: Betazellen unter Beschuss
Bei Typ-2-Diabetes kommt es zu Veränderungen der Betazellen und zur Insulinresistenz. Erstmals ist es Wissenschaftlern nun gelungen, diese pathologischen Vorgänge auf Basis von Untersuchungen des Metaboloms und Proteoms abzubilden. Ihre Arbeit ist in Cell Metabolism erschienen.

Veränderte Schutz-Gene verursachen Leukämie
An der Med Uni Graz forschen WissenschafterInnen intensiv an der Therapie gegen akute myeloische Leukämie (AML). Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass Veränderungen in einem Schutz-Gen für den aggressiven Krankheitsverlauf verantwortlich sind. Die Aufklärung dieser Resistenzmechanismen soll PatientInnen zukünftig Hoffnung auf Heilung versprechen.

Hunde unterstützen Mammakarzinom-Forschung
Krebs der Milchdrüse bei Hündinnen ist Brustkrebs von Menschen sehr ähnlich. Daher kommen Behandlungsmethoden aus der Humanmedizin oft auch bei Hunden zum Einsatz. Umgekehrt können wissenschaftliche Erkenntnisse, die bei Hündinnen mit Mammatumoren gewonnen werden, auch für die Humanmedizin wichtig sein.

Anti-Aging-Wirkstoff gegen beschädigte Zellen entdeckt
Die Suche nach dem Rezept für ewige Jugend beschäftigt die Wissenschaft seit vielen hundert Jahren. ExpertInnen der Med Uni Graz tragen zu dieser Suche nun einen entscheidenden Schritt bei, indem sie eine zellverjüngende Substanz identifiziert haben, die den Alterungsprozess umkehrt und durch die Entfernung eines bestimmten Zelltyps einen verjüngenden Effekt besitzt.

Jeder vierte Jugendliche ist physisch krank
Exakt sind es 23,93 Prozent aller Jugendlichen in Österreich, die aktuell an einer psychischen Erkrankung leiden, über ein Drittel aller Jugendlichen hat irgendwann in ihrem Leben eine seelische Erkrankung – das sind die zentralen Ergebnisse der ersten österreichweiten, epidemiologischen Studie zur Prävalenz von psychischen Erkrankungen.

Genetische Ursache von spastischer Ataxie entdeckt
Eine genetische Ursache der "spastische Ataxie", eine Störung der Bewegungskoordination, haben WissenschaftlerInnen im Rahmen einer internationalen Kooperation unter Beteiligung des Forschungszentrum Jülich, der Universitäten Bonn, Tübingen, Essen und München sowie der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Uniklinik Köln entdeckt.

Mausmodell bringt Fortschritte in Nierenkarzinom Therapie
Forschende der Uni Zürich haben nun herausgefunden, welche Gen-Mutationen für die Entstehung eines Nierenkarzinoms mitverantwortlich sind. Das von ihnen neu entwickelte Mausmodell ermöglicht wichtige Fortschritte in der Erforschung und Behandlung dieser Krebsart.

Mutter-Stress wird über Fruchtwasser auf Baby übertragen
Ist die Mutter über längere Zeit in der Schwangerschaft gestresst, steigen die Konzentrationen von Stresshormonen im Fruchtwasser an. Dies weist ein interdisziplinäres Team rund um Forschende der Uni Zürich nach. Hingegen scheint sich eine kurze Belastungssituation nicht zwingend ungünstig auf die Entwicklung des Ungeborenen auszuwirken.

Designerviren als Krebskiller
Schweizer Forscher haben künstliche Viren gebaut, die gezielt gegen Krebserkrankungen eingesetzt werden können. Diese Designerviren alarmieren das Immunsystem und leiten es an, Killerzellen in den Kampf gegen den Krebs zu schicken. Die Ergebnisse von Basler Virologen und Genfer Immunologen, die in "Nature Communications" publiziert wurden, bilden eine Grundlage für neuartige Krebstherapien.

So lernt der Mensch vom Schmerz der Anderen
Neue Einblicke in die Entstehung von Angsterkrankungen haben WissenschaftlerInnen des Uni- Klinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) gemeinsam mit schwedischen Kollegen gewonnen. Wie die Forscher um den Neurowissenschaftler Dr. Jan Haaker in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Nature Communications berichten, konnten sie zeigen, dass körpereigene Schmerzmittel, so genannte endogene Opioide, eine Rolle spielen, wenn Menschen allein durch Beobachten vom Schmerz Anderer lernen.

Weltnichtrauchertag 31.5.: Je teurer, desto weniger wird geraucht
Eine Tabak-Preiserhöhung um fünf Prozent reduziert den Zigaretten-Konsum um 3,5 Prozent. Dies geht aus einer Analyse der Preispolitik zwischen 1997 bis 2015 durch MedUni Wien Diplomand Richard Felsinger hervor.

Nur 50% der Intensivpatienten haben Patientenverfügung
Obwohl die Anzahl von Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen deutschlandweit stetig zunimmt, besitzen noch immer nur rund die Hälfte der PatientInnen auf der Intensivstation


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