MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 1999

MedAustria News von April 1999

Polyurethan-Kondome unsicherer als Latex-Kondome (30.4.1999)
Polyurethan- und Latex-Kondome gewährleisten in ähnlichem Maß einen sicheren Empfängnisschutz, Polyurethan-Kondome zerreißen oder verrutschen allerdings häufiger als solche aus Latex.

Optimismus beschleunigt Genesungsprozeß nach Bypassoperationen (29.4.1999)
Durch eine optimistische Einstellung nach einer Bypassoperation kann der Heilungsprozeß beschleunigt und die Rate der Rehospitalisierungen gesenkt werden.

Übergewicht als Risikofaktor für kindliches Asthma (28.4.1999)
Durch Gewichtskontrolle bei Kindern besteht die Möglichkeit der Prävention respektive Linderung bestimmter Formen asthmatischer Erkrankungen.

Protein möglicherweise Schlüssel zur Therapie des Kaposi-Sarkom (27.4.1999)
Ein Wissenschafterteam der Harvard University vermutet in der Blockade eines für die intrakorporale Ausbreitung des humanen Herpes-Virus Typ 8 verantwortlichen Proteins einen Therapieansatz bei Kaposi-Sarkom.

Embryonale Gehirnzelltransplantate in der Parkinsontherapie (26.4.1999)
Durch die Transplantation embryonaler Dopaminzellen kann ein positiver, andauernder Therapieerfolg bei Patienten mit fortgeschrittener Parkinson´schen Erkrankung erzielt werden.

Rauchen in der Jugend besonders gefährlich (23.4.1999)
Jugendliche, die rauchen, haben ein besonders hohes Risiko, irreversible DNA-Schäden davonzutragen, die später die Entstehung von Lungenkrebs begünstigen, auch wenn sie das Rauchen wieder aufgeben.

Alternative Therapievariante bei Spannungskopfschmerz (22.4.1999)
Laut einer auf dem 51. Meeting der American Academy of Neurology präsentierten Studie kann Botulinum-Toxin erfolgreich in der Therapie des Spannungskopfschmerz eingesetzt werden.

Reduktion des Insult-Risikos durch Tocopherol-Zufuhr (21.4.1999)
Eine auf dem 51. jährlichen Meeting der American Academy of Neurology präsentierte Studie beschreibt eine Insultrisikoreduktion bei zusätzlicher Vitamin E-Zufuhr.

Mütter mit Eßstörungen beeinflussen ihre Kinder bezüglich deren Eßgewohnheiten (20.4.1999)
Besonders Töchter von Frauen mit präsenten oder therapierten Eßstörungen weisen ein erhöhtes Anorexia- oder Bulimia nervosa-Risiko auf.

Inzidenz der HIV-Infizierten in Großbritannien und Nordirland weiter steigend (19.4.1999)
Die Zahl der neu-infizierten HIV-Patienten ist 1998 in Großbritannien und Nordirland auf fast 3.000 gestiegen – die höchste Zahl seit auftreten des Virus.

Hautkrebsrisiko durch Transplantation (16.4.1999)
Patienten mit einer Herz- oder Lungentransplantation haben ein erhöhtes Risiko, einen aggressiven Hautkrebs zu entwickeln.

Niedrig dosiertes Ketamin effektiv bei Patienten mit terminalen Karzinomschmerzen (15.4.1999)
Eine Publikation im ”Journal of Pain and Symptom Management” beschreibt eine effektive analgetische Therapie mit Ketamin bei opioidresistenten Patienten im Endstadium einer Krebserkrankung.

Kombinationstherapie senkt Kolonkarzinomrisiko (14.4.1999)
Eine Kombinationstherapie zusammengesetzt aus Statinen plus NSARs reduziert im Tierversuch das Kolonkarzinomrisiko.

Reduktion des Herzstillstandrisikos durch maßvolles physisches Training (13.4.1999)
Durch regelmäßige und maßvolle körperliche Ertüchtigung kann das Risiko eines primären Herzstillstandes in gleicher Weise reduziert werden wie durch intensive Workouts.

Ovarialkarzinom-Screening erhöht Lebenserwartung (12.4.1999)
Die Resultate einer Lancet-Studie zeigen, daß ein Screening auf Ovarialtumoren die Lebenserwartung von postmenopausalen Frauen erhöht.

Schlechte Zähne verzögern Wachstum bei Kleinkindern (9.4.1999)
Vernachlässigung der Zahnhygiene und zahnschädigende Ernährung können die Gründe für verzögertes Wachstum bei Kleinkindern sein.

IGF plus Insulin verbessert die glykämische Kontrolle bei Typ I-Diabetikern (8.4.1999)
Eine Kombinationstherapie bestehend aus rekombinantem humanem Insulin-like-Growth-Factor 1 (rhIGF-1) plus Insulin beweist bei Typ I-Diabetikern sich als Vorteilhaft gegenüber einer Monotherapie mit Insulin.

Cytokine und Infektionen (7.4.1999)
Im Rahmen der ECCMID‘99 in Berlin wurde die mögliche Rolle von Cytokinen im Verständnis des Infektionsgeschehens und der Therapie - besonders bei septischem Schock - erläutert.

Statine blockieren Thrombusformation und bieten Gerinnungsschutz (6.4.1999)
Laut zweier Studien im “Journal of the American College of Cardiology” inhibieren HMG-CoA-Reduktasehemmer effektiv die Formation von Thromben und erniedrigen das Gerinnungsrisiko.

Carbapeneme zur Therapie schwerer Infektionen (3.4.1999)
Carbapeneme bieten durch ihr sehr breites Wirkungsspektrum und geringe Resistenzen eine wichtige Alternative in der Therapie schwerer Infektionen und in der Intensivmedizin

Experimentelle Vaccine gegen Erdnuß-Allergie (2.4.1999)
Eine experimentelle Vaccine scheint Mäuse mit einer Erdnuß-Allergie vor einer lebensbedrohlichen allergischen Reaktion zu bewahren. Bevor die Impfung allerdings bei Menschen mit Ernuß-Allergie angewndet werden kann, müssen noch langwierige Testreihen durchlaufen werden.

Keine Steigerung des Risikos der intrazerebralen Hämorrhagie bei niedrig dosierter Aspirin-Therapie (1.4.1999)
Laut einem Artikel im “British Medical Journal” wird das Risiko des hämorrhagischen Insults durch eine regelmäßig eingenommene, niedrig dosierte Aspirin- bzw. NSAR-Therapie nicht gesteigert.