MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 1999

MedAustria News von Februar 1999

Intervall von 18 bis 23 Monaten zwischen zwei Schwangerschaften optimal (26.2.1999)
Ein Intervall von 18 bis 23 Monaten zwischen zwei Schwangerschaften ist mit dem geringsten Risiko für das Kind verbunden.

Einfacher Speiseplan als Alternative zur Austauschdiät bei Typ 2-Diabetes (26.2.1999)
Ein einfacherer und angenehmerer vorgefertigter Speiseplan bewährt sich bei Patienten mit Typ 2-Diabetes, anstelle der weitverbreiteten Austauschdiät, bei der anhand einer Austauschliste der Patient seine Diät selbst bestimmt.

Städter häufiger von Schizophrenie betroffen (26.2.1999)
Das Risiko, an Schizophrenie zu erkranken, ist assoziiert mit dem Ausmaß der Urbanisierung des Geburtsortes. So haben Personen, die in ländlichen Gebieten geboren werden, ein geringeres Risiko, als Personen, die in städtischen Gebieten geboren werden.

Reisen als Ursache tiefer Beinvenen-Thrombosen (25.2.1999)
Reisen, egal ob mit Auto, Flugzeug oder Zug, die länger als 5 Stunden dauern, erhöhen das Risiko einer venösen Thromboembolie um das Vierfache.

Langzeit-Somatotropin-Substitution bei Kindern mit idiopathischem Minderwuchs (25.2.1999)
Eine kurzzeitige Substitution von Somatotropin (STH) führt bei Kindern mit idiopathischem Minderwuchs zu einer erhöhten Wachstumsrate und zum Erreichen einer Körpergröße im Rahmen der Standardabweichung.

Kombination aus Chemotherapie und Strahlentherapie erfolgreich bei invasivem Cervix-Carcinom (25.2.1999)
Eine Kombination aus Chemotherapie und Strahlentherapie erhöht die Überlebensrate bei Frauen mit invasivem Cervix-Carcinom.

Erste erfolgreiche Nieren-Leber-Transplantation (24.2.1999)
“The Lancet” berichtet in seiner aktuellen Ausgabe von der ersten erfolgreichen Transplantation einer Niere und einem Teil der Leber von einem einzelnen, lebenden Spender.

Ein-Jahres-Überlebensrate bei Patienten mit akutem Myokardinfarkt und kardiogenem Schock (24.2.1999)
88% der Myokardinfarkt-Patienten mit kardiogenem Schock, die 30 Tage nach dem Ereignis noch am Leben sind, überleben zumindest ein Jahr.

Immunsuppressivtherapie mit hoher Hautkrebs-Prävalenz assoziiert (24.2.1999)
Eine Langzeit-Immunsuppressivtherapie nach Herz- oder Nierentransplantation führt zu einem signifikant gesteigerten Hautkrebsrisiko.

Orale Therapie zur Unterbrechung ausgedehnter epileptischer Anfälle (23.2.1999)
Britische Wissenschafter entwickelten eine orale Behandlungsform für schwere epileptische Anfälle.

Operation hilft bei schweren Zwangsneurosen (23.2.1999)
Die Destruktion eines kleinen Gewebeareals im rechten orbitofrontalen Kortex hilft medikamentös therapieresistenten Patienten mit schweren Zwangsneurosen.

Airbag-Explosion führt zu Gehörschäden (23.2.1999)
Das durch die Explosion eines Airbags ausgelöste plötzliche laute Geräusch im Fahrzeug kann zu dauerhaften Gehörschäden und Tinnitus führen.

Bronchoskopisches Staging des Plattenepithelkarzinoms der thorakalen Speiseröhre (22.2.1999)
Präoperative bronchoskopische Evaluation kann die Resektabilität des Plattenepithelkarzinoms der thorakalen Speiseröhre voraussagen.

Hämatopoetische Stammzellentransplantation bei schwerem kombiniertem Immundefekt (22.2.1999)
Die Knochenmarkstransplantation hat sich als lebenserhaltende Maßnahme bei Kindern mit SCID bewährt.

Der Einfluß von niedrigem HDL-Cholesterin auf die Progression von KHK und die Antwort auf Fluvastatin-Therapie (22.2.1999)
Fluvastatin scheint die Progression der KHK bei Patienten mit niedrigem HDL-Cholesterin positiv zu beeinflussen.

Technische Probleme (19.2.1999)
MedAustria bedauert, daß auf Grund technischer Probleme mit dem Server-Zugang am Freitag, den 19.2. keine aktuellen Nachrichten veröffentlicht werden konnten.

Zusammenhang zwischen mütterlicher genetischer Thrombophilie und Geburtskomplikationen (18.2.1999)
Bei genetischer Prädisposition für Thrombosen ist das Risiko der Geburtskomplikationen signifikant erhöht.

Homozystein und das Risiko der myokardialen Infarzierung und des Insults bei Älteren (18.2.1999)
Die “Rotterdam Studie” examiniert unter anderem die Beziehung zwischen Homozysteinspiegel und der Inzidenz des Myokardinfarkts und Schlaganfalls bei über 60jährigen Probanden.

Tobramycin in der Behandlung bei zystischer Fibrose (18.2.1999)
Eine periodische Therapie mit dem inhalierbaren Antibiotikum Tobramycin demonstriert signifikanten Nutzten bei Patienten mit zystischer Fibrose.

Kardioprotektive Effekte durch Einhaltung einer mediteranen Diät (17.2.1999)
Die "Lion Diet Heart Study" bestätigt einen kardioprotektiven Effekt bei Einhaltung einer mediteranen Diät.

Warnung vor Nebenwirkungen bei Tamoxifen-Therapie (17.2.1999)
Ein englischer Gynäkologe warnt in einem Artikel im "Journal of Clinical Pathology" vor weitreichenden Nebenwirkung bei Tamoxifen-Langzeitapplikation.

Keine Assoziation zwischen Olestra-Konsumation und signifikanten gastrointestinalen Effekten (17.2.1999)
Die ungeregelte Konsumation von Produkten, die den Fettersatzstoff Olestra enthalten, führt im Vergleich zu Triglyzeride enthaltenden Produkten zu keinen klinisch signifikanten Unterschieden bezüglich gastrointestinalen Symptomen.

Einige spezifische prä- und perinatale Faktoren sind mit der späteren Entwicklung psychotischer Erkrankungen assoziiert (15.2.1999)
Eine Studie im BMJ beschreibt eine positive Assoziation zwischen Multiparität, mütterlichen pränatalen Blutungen und Geburt in späten Wintermonaten und der Entwicklung einer Schizophrenie bei Kindern.

Cyclosporin fördert Tumorwachstum über einen zellunabhängigen Mechanismus (15.2.1999)
Amerikanische Wissenschafter berichten in „Nature“ über den krebsfördernden Einfluß von Cyclosporin, der nicht nur über eine Senkung der Immunabwehr, sondern auch über zellunabhängige Mechanismen und eigene Mediatoren zustande kommt.

Gestörte chronotrope Antwort auf Belastung beeinflußt die Mortalität bei KHK (15.2.1999)
Eine inadäquate Herzfrequenzantwort auf Belastung beeinflußt unabhängig die Mortalität von Patienten mit koronarer Herzerkrankung (KHK).

Virulenzfaktor von Mycobakterium ulcerans identifiziert (12.2.1999)
Ein Polyketid könnte für die von <k>Mycobakterium ulcerans</k> verursachten pathologischen Veränderungen verantwortlich sein.

Respiratorische Viren an der Entstehung einer Otitis media beteiligt (12.2.1999)
Das Respiratory syncytial virus (RSV), das Parainfluenza Virus und das Influenza Virus können bei infizierten Kindern in das Mittelohr eindringen und eine Otitis media verursachen.

Genetische Mutation führt zu plötzlichem Herztod durch akustische Reize (12.2.1999)
Eine Mutation des <k>HERG</k>-Gens ist mitverantwortlich für das Long QT-Syndrom (LQTS), das Träger des mutierten Gens speziell gegen akustische Reize wie Türklingeln und Wecker empfindlich macht.

Bettruhe bei Ischiassyndrom zeigt mäßige Effektivität (11.2.1999)
Bei Patienten mit Symptomen eines radikulären lumbosakralen Syndroms ist die Einhaltung von Bettruhe nicht effektiver als vorsichtiges Zuwarten.

Gesteigertes Insultrisiko durch niedrige Cholesterinwerte (11.2.1999)
Neue Untersuchungen vermuten eine Assoziation zwischen niedrigen Cholesterinwerten und erhöhtem Schlaganfallrisiko.

Vorteil durch partielle Trijodthyronin-Substitution zur Tyroxintherapie bei Hypothyreose (11.2.1999)
Die Einstellung auf eine Trijodthyronin-Thyroxin-Kombinationstherapie führt bei Patienten mit Hypothyreose zur Verbesserung der Stimmung und der neuropsychologischen Funktionen.

In der letzten Woche 28.500 neue Grippe-Infizierte in Wien (10.2.1999)
Die Anzahl der grippalen Infekte und Influenza-Infektionen ist in der letzten Woche in Wien von 20.300 auf 28.500 Neuerkrankungen gestiegen.

Assoziation zwischen geringfügigen ST-T Segment-Abnormitäten und erhöhter Mortalitätsrate (10.2.1999)
Persistierende, geringfügige, nichtspezifische ST-T Abnormitäten im EKG sind mit einem gesteigerten Langzeit-Mortalitätsrisiko aufgrund von Infarkt, KHK und kornarvaskulären Erkrankungen assoziiert.

Hoher IGF-1-Spiegel führt zu gesteigertem Lungenkrebs-Risiko (10.2.1999)
Erhöhte Blutspiegel des natürlich vorkommenden Insulin-like growth Faktor Typ 1 (IGF-1) scheinen mit einem erhöhten Risiko pulmonaler Tumoren in Verbindung zu stehen.

Kein Konnex zwischen Amalgam-Füllungen und Morbus Alzheimer (9.2.1999)
Dentalamalgam und seine Quecksilber-Betstandteile sind laut einem Artikel im "Journal of The American Dental Association" keine Faktoren bei der Entwicklung des M. Alzheimer.

Diabetes als Riskofaktor für Katarakt (9.2.1999)
Laut einer Studie mit 4.300 Einwohnern von Barbados entwickeln Personen afrikanischer Abstammung vier mal häufiger einen kortikalen Katarakt als Kaukasier.

Doxycyclin als kostengünstige Alternative zur Therapie der Pneumonie (8.2.1999)
Doxycyclin ist gegen verschiedene Atemwegskeime wirksam und wird in der ambulanten Therapie von Infektionen der unteren Atemwege inditziert.

Niedrig dosiertes Hydrokortison bei chronischen Ermüdungszuständen (8.2.1999)
Niedrig dosiertes Hydrokortison scheint kurzfristig bei chronischen Ermüdungszuständen zu helfen.

Alter beim Eintritt in die Kindertagesstätte und Allergien in der späteren Kindheit (8.2.1999)
Der frühe Eintritt in Kindestagesstätten scheint vor der Entwicklung von Allergien im späteren Leben zu schützen.

Warum wird HIV selten oral übertragen? (8.2.1999)
Saliva kann HIV-infizierte oral sezernierte Leukozyten zerstören.

Neues Behandlungsschema in der Strahlentherapie beim kleinzelligen Bronchuskarzinom (5.2.1999)
Beim auf einen Hemithorax beschränkten kleinzelligen Bronchuskarzinom erweist sich eine beschleunigte Strahlentherapie mit zwei Bestrahlungs-Einheiten pro Tag im Vergleich zur Verabreichung einer Strahlendosis pro Tag überlegen.

Mutationen am BRCA1- und BRCA2-Gen beeinflussen Überlebensrate bei Brust- oder Ovarialkarzinomen nicht (5.2.1999)
Die Überlebensrate bei Brust- oder Ovarialkarzinomen dürfte bei Frauen mit Mutationen der Gene BRCA1 und BRCA2 ähnlich sein, wie bei Frauen die keine Mutationen aufweisen.

Träger des Allels 9 auf dem Dopamin –Transport-Gen sind seltener Raucher (5.2.1999)
Menschen, die das Allel 9 auf dem Dopamin-Transport-Gen SLC6A3 tragen sind laut zweier neuer Studien seltener Raucher.

Höchststand der HIV-Infizierten in Deutschland (4.2.1999)
Nach aktuellen Schätzungen des Robert Koch-Instituts hat die Zahl der in Deutschland lebenden HIV-infizierten Menschen mit etwa 37.000 Personen Ende des Jahres 1998 einen neuen Höchststand erreicht.

HI-Virus ein Monat lang via Spritzen übertragbar (4.2.1999)
Amerikanische Wissenschafter berichten von einer Überlebenszeit des HIV von einem Monat auf gebrauchten Spritzen bei Raumtemperatur.

Rauchen und Kokainmißbrauch in Assoziation mit Spontanabort (4.2.1999)
Laut einer Studie sind Mißbrauch von Kokain und Rauchen für 24% der Fehlgeburten einer amerikanischen innerstädtischen Population verantwortlich.

Kein direkter Konnex zwischen Hypertonie und kognitivem Verfall (4.2.1999)
Konträr zu vorangegangenen Studien beschreibt eine wissenschaftliche Arbeit im aktuellen JAMA keine direkte Assoziation zwischen Hypertonie und einem Schwächung der mentalen Fähigkeiten.

Chemotherapie in Konnex mit kognitiven Störungen (3.2.1999)
Bei Applikation einer adjuvanten Chemotherapie zur Behandlung von Brustkrebs können Verschlechterungen der kognitiven Funktionen auftreten.

Viagra® in der Therapie der Diabetes-assoziierten Impotenz (3.2.1999)
Laut einer JAMA-Studie ist das von Pfizer Inc. produzierte Viagra® (Sildenafil) ein effektives und gut verträgliches Therapeutikum zur Behandlung der erektilen Dysfunktion bei Diabetikern.

Herzattacken-Risikoreduktion durch Antibiotika (3.2.1999)
Eine Therapie mit bestimmten Antibiotika scheint in einer Reduktion des Risikos einer Herzattacke in den darauffolgenden drei Jahren zu resultieren.

Melanom-Moralitätsrisiko bei Kindern genauso hoch wie bei Erwachsenen. (2.2.1999)
Neue Studienergebnisse ergeben bei Auftreten von malignen Melanomen gleich hohe Überlebensraten für Kinder und Erwachsene.

Vergleich der Anti HIV-Kombinationen Ziagen® plus Combivir® und Crixivan® plus Combivir® (2.2.1999)
Bezüglich Senkung der Viruslast und Steigerung der CD4-Zellzahlen sind Kombinationstherapien bestehend aus Glaxo Wellcome´s Ziagen® plus Combivir® mit Merck´s Crixivan® plus Combivir® vergleichbar.

Digoxin plus Atenolol zur optimalen Stabilisierung chronischen Vorhofflimmerns (2.2.1999)
Eine Kombinationstherapie mit Digoxin und Atenolol gewährt – verglichen mit anderen Mono- oder Kombinationstherapien – die optimale Kontrolle der Herzfrequenz bei chronischem Vorhofflimmern.

Die Qualität der medizinischen Leistungen scheint in den hochangesehenen Universitätskrankenhäusern derjenigen in anderen Spitälern überlegen zu sein (1.2.1999)
In den U.S.A. wird jährlich eine Liste der besten amerikanischen Krankenhäuser („America’s Best Hospitals“) vom U.S. News and World Report veröffentlicht.

Vorteile eines gezielten physikalischen Rehabilitationsprogrammes nach Herztransplantation (1.2.1999)
Eine Studie an der UCLA beweist, daß ein regelmäßiges physikalisches Trainingsprogramm die körperliche Leistung nach Herztransplantation steigern läßt.

Zyprexa® reduziert die mit Morbus Alzheimer assoziierten psychotischen Symptome (1.2.1999)
Durch eine Therapie mit Zyprexa® können die mit der Alzheimer´schen Krankheit in Konnex stehenden psychotischen Symptome signifikant verbessert werden.