MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 1998

MedAustria News von November 1998

Operationsvolumen beeinflußt die perioperative Mortalität in der onkologischen Chirurgie (30.11.1998)
In Krankenhäuser mit hohem Operationsvolumen ist die perioperative Sterblichkeit bei Malignomoperationen deutlich niedriger als in Häusern mit niedrigem Operationsvolumen.

Risikofaktoren der Präeklampsie (27.11.1998)
Eine Studie im New England Journal of Medicine beschreibt die chronische Hypertonie als Risikofaktor für die Entwicklung einer hypertensiven Spätgestose.

Früchte und Karotten können das Lungenkrebs-Risiko reduzieren (26.11.1998)
Laut einem Artikel im „International Journal of Cancer" können Nichtraucher das Lungenkrebs-Risiko durch die Konsumation von nicht-Zitrus Früchten und Karotten weiter reduzieren.

Weltweit steigende Zahl der HIV-Positiven (25.11.1998)
Ein Bericht der United Nations schätzt die Inzidenz der HIV-Infektionen im Jahr 1998 auf über 6 Millionen.

REACT-Trial: Bewußtsein von Symptomen eines Myokardinfarkts (24.11.1998)
Die „Rapid Early Action for Coronary Treatment (REACT)"-Studie beschreibt unterschiedliche Symptome bei Herzattacken und Reaktionen unterschiedlicher ethnischer Gruppen auf das Auftreten der Symptome.

40% der US-Amerikaner nützten Alternativmedizin (23.11.1998)
Die Anzahl der Besuche bei Heilpraktikern ist in den USA von 1990 bis 1997 um fast 50% gestiegen und übertrifft die Anzahl der Besuche bei Erstversorgungsärzten.

Chlamydia pneumoniae-Infektion in Konnex mit Entwicklung der atherosklerotischen Veränderungen (20.11.1998)
Die bakterielle Infektion mit Chlamydia pneumoniae scheint in der Entstehung der koronaren Atherosklerose eine entscheidende Rolle zu spielen.

Rauchen verändert Geschmack der Muttermilch (19.11.1998)
Durch Veränderung von Geruch und Geschmack der Muttermilch bei rauchenden Frauen kann für brustgefütterte Kinder eine Prädisposition entstehen, das Tabakaroma als angenehm zu empfinden.

Hintergrundinformationen zu Vitamin A (18.11.1998)
Vitamin A ist die Sammelbezeichnung für alle natürlichen und synthetischen Verbindungen mit Retinoid-Struktur.

Clodronat reduziert Inzidenz von Brustkrebsmetastasen (16.11.1998)
Das Bisphosphonat Clodronat reduziert die Inzidenz von Metastasen bei Brustkrebspatienten mit hohem Metastaserisiko.

Weniger chirurgische Eingriffe durch Kombination von Diltiazem mit Aspirin nach der Thrombolyse (13.11.1998)
Die additive Diltiazem-Behandlung zur Aspirintherapie nach einer Thrombolyse reduziert die Notwendigkeit einer Bypass-Operation oder Angioplastie um 42%.

Diabetes und Hypertonie führen zu verringerter Überlebensrate nach Angioplastie (12.11.1998)
Eine zehnjährige Studie determiniert die Abhängigkeit der Überlebenszeit nach Ballonangioplastie bei Diabetes, Hypertonie und dem Grad der koronaren Herzkrankheit.

Verminderung des Masse-Index des Hypertonikerherzens durch Angiotensin II Antagonist (11.11.1998)
Der Angiotensin II-Rezeptor-Antagonist Valsartan (Diovan®) induziert eine hoch-signifikante Regression der linksventrikulären Hypertrophie bei vormals untherapierten Hypertonikern.

Flourid-Kalzium Kombination reduziert vertebrale Frakturen bei osteoporotischen Frauen (9.11.1998)
Kontinuierliche, niedrigdosierte Natrium-Monoflourophosphattherapie plus Kalziumapplikation senkt bei postmenopausalen osteoporotischen Frauen das Frakturrisiko.

Keine Steigerung des Insult-Risikos durch die Pille (6.11.1998)
Niedrig dosierte orale Kontrazeptiva scheinen nicht mit einem erhöhten Schlaganfallrisiko in Verbindung zu stehen.

Thymosin alpha 1 plus Famciclovir zur Therapie der chronischen Hepatitis B (5.11.1998)
Bei einer klinisch signifikanten Zahl chronischer Hepatitis B-Patienten resultiert aus der Therapie mit Thymosin alpha 1 (Zadaxin®) und Famciclovir eine Hepatitis e Antigen (HBeAg)-Serokonversion.

MedAustria-Artikel vom 11.8.1998: Kürzere Eradikationstherapie bei Heliobacter pylori-Gastritis und -Ulcera (4.11.1998)
Zehn Tage Therapie sind zur Eradikation von H. pylori ausreichend.

Verlängerte Überlebenszeit bei metastasierenden Kolorektal-Karzinomen durch die Therapie mit Irinotecan (2.11.1998)
Zwei Studien in „The Lancet" bestätigen Verlängerungen der Überlebenszeiten durch die Irinotecan-Therpaie bei Patienten mit kolorektalen Karzinomen.