MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 2021

MedAustria News von April 2021

Wichtiger Faktor für die Entwicklung dendritischer Zellen identifiziert (30.4.21)
Das menschliche Immunsystem verfügt über funktional spezialisierte, zellulare

Weiterentwicklung von immunmodulierenden Krebstherapien im Wilhelm Doppler-Labor (29.4.21)
Die Interaktionen zwischen Tumorgewebe und dem individuellen Immunsystem erfolgen nach einem komplexen, bisher nur unzureichend verstandenen Zusammenspiel.

Buchrezension: Pollen und Allergie - Pollenallergie erkennen und lindern (28.4.21)
Der in Kooperation von MedUni Wien und MANZ Verlag im Jahr 2015 erschienene Ratgeber "Pollen und Allergie - Pollenallergie erkennen und lindern" liegt nun in einer neuen, aktualisierten zweiten Auflage vor.

Weltweit modernster Herzkatheter-Roboter steht in Freiburg (28.4.21)
Minimalinvasive Eingriffe am Herzen können am Universitätsklinikum Freiburg noch schonender und präziser vorgenommen werden. Europaweit sind nur fünf ähnliche Geräte im Einsatz.

Charité entwickelt digitales Gesundheitsportemonnaie (28.4.21)
Mehr als eine Milliarde Menschen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen haben keinen Zugang zur medizinischen Grundversorgung, weil die ausreichende finanzielle Absicherung fehlt.

Zehn Prozent erleben nach Brustkrebs unfreiwillige berufliche Veränderung (28.4.21)
Rund 88 Prozent der Patientinnen überleben Brustkrebs in den ersten fünf Jahren. Für die Rückkehr in die Normalität ist der Beruf wichtig. Forschende der Universität Bonn und der Deutschen Krebsgesellschaft haben die Zufriedenheit der Patientinnen untersucht.

Zellatlas menschlicher Zähne detailliert entschlüsselt (27.4.21)
Forschende der Uni Zürich haben erstmals einen kompletten Atlas sämtlicher Zellen erstellt, die in menschlichen Zähnen vorkommen.

Infusionstherapie gegen Parkinson im fortgeschrittenem Stadium (26.4.21)
Bei einer kürzlichen Pressekonferenz informierte STADA gemeinsam mit drei renommierten Neurologen über neue, vielversprechende Therapieoptionen zur Behandlung von Parkinson im fortgeschrittenen Stadium (rund 5.000 Betroffene in Österreich).

93 Prozent der Dialysepatienten zeigen positive Impfantwort (23.4.21)
Hämodialyse-Patienten haben generell bei Infektionen ein erhöhtes Komplikationsrisiko, so auch bei COVID‐19. Die Möglichkeit der SARS‐CoV‐2-Impfung hat bei Ärzten und Patienten für große Erleichterung gesorgt, jedoch bleiben Fragen offen.

So schützen Sauerstoffradikale vor DNA-Schäden (23.4.21)
Sauerstoffradikale im Körper gelten gemeinhin als gefährlich, denn sie können so genannten oxidativen Stress auslösen, der mit der Entstehung vieler chronischer Krankheiten wie Krebs und kardiovaskulären Erkrankungen in Zusammenhang gebracht wird.

Molekulare Ursache für Entstehung von kongenitaler Neutropenie identifiziert (23.4.21)
Schwere kongenitale Neutropenie (CN) ist ein prä-leukämisches Knochenmarkversagenssyndrom, das sich zu einer akuten myeloischen Leukämie (AML) entwickeln kann.

Zunehmende Linksventrikelhypertrophie bei Dialysepaten medikamentös behandeln (23.4.21)
PatientInnen mit chronischer Nierenfunktionseinschränkung entwickeln häufig eine Verdickung des Herzmuskels, eine sogenannte Linksventrikelhypertrophie. Das ist insbesondere bei niereninsuffizienten PatientInnen, die eine Nierenersatztherapie wie die Hämodialyse ("Blutwäsche") benötigen, besonders ausgeprägt.

Buchrezension: Das große Buch vom Kneippen (22.4.21)
Mit allen Wassern gewaschen und so modern wie vor 200 Jahren: Sebastian Kneipps Fünf-Säulen-Philosophie für einen gesunden Lebensstil.

Zwei neue immunologische Therapiekonzepte bei hochmalignen Gliomen (21.4.21)
Höhergradige Gliome haben nach wie vor keine gute Prognose. Zwei wegweisende klinische Studien mit unterschiedlichen, innovativen immunologischen Therapiekonzepten wurden kürzlich in hochrangigen Fachzeitschriften publiziert.

Malariawirkstoff Chinin als mögliche Therapieoption bei COVID-19 (21.4.21)
Das aus dem tropischen Cinchona-Baum gewonnene Alkaloid Chinin stellte sich als antiviral wirksame Substanz in verschiedenen menschlichen Zellkultursystemen heraus.

Fast 18.000 Anmeldungen für 1.740 Medizinstudienplätze (20.4.21)
Ende März endete die Anmeldefrist für eine Teilnahme an den gemeinsamen Aufnahmeverfahren der MedUnis in Wien, Innsbruck und Graz sowie an der Medizinischen Fakultät der Johannes Kepler Universität Linz.

Studienstart mit neuem Antikörper gegen Sars-CoV-2 in Tübingen (20.4.21)
Neben den Impfungen ist es unerlässlich, auch spezifische Medikamente zur Behandlung der COVID-19-Erkrankung zu entwickeln. Einen vielversprechenden Ansatz verfolgt das Braunschweiger Biotechnologieunternehmen Corat Therapeutics GmbH.

Transkriptionsfaktor "c-Jun" als Therapieoption bei Psoriasis (19.4.21)
Ein Ärzte-Team des Krebsforschungsinstituts der MedUni Wien hat einen neuen Faktor bei der Signalübertragung im Immunsystem identifizieren, der maßgeblich an der Entstehung einer psoriatischen Entzündung beteiligt ist. Die Hemmung des Proteins "c-Jun" kann den Krankheitsverlauf lindert.

Komplexe Pankreas-Operation per Joystick durchgeführt (19.4.21)
Tumoren der Bauchspeicheldrüse gehören zu den häufigsten Krebsarten und Todesursachen. Allein im Jahr 2018 wurden weltweit 500.000 neue Fälle diagnostiziert. Diese werden in der Regel mit einer großen offenen, "klassischen" Bauchoperation entfernt.

Eingeweidewürmer beeinträchtigen Immunantwort in der Vagina (16.4.21)
Eine Infektion mit parasitischen Eingeweidewürmern, sogenannten Helminthen, kann augenscheinlich dafür sorgen, dass virale Infektionen anderswo im Körper erheblich schwerwiegender verlaufen.

ECMO-Therapie gegen schweren Covid-19 Verlauf (16.4.21)
Auswertungen über die intensivmedizinische Behandlung von Covid-19-PatientInnen, bei denen im AKH Wien eine extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) durchgeführt wurde, zeigen eine günstige Überlebenschance. 75 Prozent der PatientInnen, die zwischen Jänner 2020 und April 2021 behandelt wurden, haben überlebt

Uni Zürich will Ausbildung nachhaltiger und diverser gestalten (16.4.21)
Die Uni Zürich will den digitalen Schub und die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie nutzen, um ihre Lehre in Zukunft als gezielten Mix von Präsenz- und Onlineformaten anzubieten.

MHH-Therapieangebot soll Internetnutzung, Kaufwut und Glücksspiele einzuschränken (16.4.21)
Im Zentrum für Seelische Gesundheit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) gibt es ein neues Angebot für ambulante Gruppentherapien zur Behandlung von Computer- und Videospielsucht sowie für Glücksspielsucht. Ein Angebot zur Behandlung von Kaufsucht existiert bereits seit zehn Jahren.

"Feuerungsrate" kann Stressresilienz vorhersagen (15.4.21)
Forschende der Uni Zürich konnten mit einem realen Stressreiz aufzeigen, dass die erhöhte Aktivität eines bestimmten Hirnareals die Entstehung von Angst- und Depressionsstörungen begünstigt.

Was Blutgefäße in Schach hält (15.4.21)
Blutgefäße sind in ihrem Inneren von einer hauchdünnen Zellschicht ausgekleidet: das Endothel stellt eine entscheidende Barriere zwischen Blut und umliegenden Gewebe dar. Der einlagige Zellverband fördert den Austausch von Sauerstoff und Nährstoffen, verhindert aber gleichzeitig den unkontrollierten Austritt von Blutbestandteilen.

Superisolierung kann schnelle Gehirnsignale nichtinvasiv sichtbar machen (15.4.21)
Das Gehirn verarbeitet Informationen über langsame und schnelle Hirnströme. Um Letztere zu untersuchen, mussten bisher allerdings Elektroden in das Gehirn eingeführt werden.

Suizide während Pandemie um vier Prozent gesunden (14.4.21)
Die Suizide während der seit März 2020 andauernden Covid-19-Pandemie sind in Österreich um vier Prozent gesunken – damit wurde der Trend von vor 2019 bestätigt.

Open Notes soll besseren Austausch zwischen Arzt-Patienten-Kommunikaltion bringen (14.4.21)
Das Recht, als Erkrankter Zugang zu den eigenen Gesundheitsinformationen zu erhalten, ist in Deutschland seit Februar 2013 im Grundgesetz verankert. In Deutschland leistet die Wittener Universitätsambulanz für Integrative Gesundheitsversorgung und Naturheilkunde Pionierarbeit.

COMET-Projekt als „Boost“ für den Forschungsstandort Graz (13.4.21)
Ein multiprofessionelles Team unter der Leitung der MedUni Graz beschäftigt sich am Forschungsstandort Graz mit der Erforschung von Autoimmunerkrankungen.

Neue Erkenntnisse der viralen Mechanismen bei frühen Hepatitis C- Infektionen (13.4.21)
Etwa 71 Mio. Menschen weltweit sind chronisch mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) infiziert. Akute HCV-Infektionen sind oft asymptomatisch und werden häufig nicht diagnostiziert. Daher ist wenig über die Frühphase der Infektion bekannt. Bis heute gibt es keinen Impfstoff gegen eine Hepatitis-Erkrankung.

Mit einfache Bluttest Sterblichkeit auf der Lebertransplantations-Warteliste bestimmen (13.4.21)
Eine optimale Verteilung der Spenderorgane an die PatientInnen mit der größten Dringlichkeit hat in der Transplantationsmedizin höchste Priorität.

Freudensausbruch wird stärker wahrgenommen als Angst- oder Wutgebrüll (13.4.21)
Menschen schreien nicht nur aus Angst vor drohendem Unheil oder bei sozialen Konflikten. Ihre Schreie sind auch Ausdruck von Freude oder Begeisterung.

Interaktive Plattform zur molekularen Überwachung des Corona-Spike-Proteins entwickelt (13.4.21)
Dass Viren mutieren, ist normal. Doch Mutationen können große Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen und die Maßnahmen zu deren Eindämmung haben und müssen daher kontinuierlich überwacht werden.

Neue Kombinationstherapie gegen kleinzelliges Lungenkarzinom (SCLC) (12.4.21)
Ein Forschungsteam um die Biologin Dr. Silvia von Karstedt hat bei der Untersuchung von Proben kleinzelliger Lungentumoren zwei neue Möglichkeiten entdeckt, das Absterben der Tumorzellen herbeizuführen.

Mikroangiopathie statt Blutverdünnung für Hirnblutung primär verantwortlich (12.4.21)
In Zusammenarbeit mit dem University College London hat das Unispital Bern in zwei gekoppelten Studien die Rolle einer Blutverdünnung bei Hirnblutungen erforscht. Es gelang die zerebrale Mikroangiopathie, eine Erkrankung von kleinen Blutgefäßen im Hirn, als primäre Ursache nachzuweisen.

Prof. Dr. Peter Falkai neuer EPA-Präsident (12.4.21)
Prof. Dr. Peter Falkai, seit 2012 Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am LMU Klinikum München, hat zum 12. April 2021 das Amt des Präsidenten der European Psychiatric Association (EPA) für zwei Jahre übernommen. Er ist bereits seit 2013 aktiv bei der EPA im Bereich der Nationalen Psychiatriegesellschaften (NPAs) tätig.

Neuer flüssiger Wirkstoff kann Covid-19-Lungenerkrankungen verhindern (12.4.21)
Impfstoffe gegen das Coronavirus gibt es bereits einige, sie gelten als wichtigster Faktor bei der Bekämpfung und Eindämmung der Pandemie. Medikamente, die spezifisch gegen eine aktive Corona-Erkrankung wirken, gibt es aber noch kaum.

Ursache der Thrombose-Komplikationen nach AstraZeneca-Impfung geklärt (12.4.21)
Die Ursache für sehr seltene Thrombose-Komplikationen nach Covid-19-Impfung mit AstraZeneca-Vakzin scheint geklärt. Sie ähneln einer selten bei Heparin-Therapie auftretenden Nebenwirkung.

Modernes menschliches Gehirn entstand vor rund 1,7 Mio. Jahren (8.4.21)
Das menschliche Gehirn entstand vor etwa 1,7 Mio. Jahren als die Steinwerkzeug-Kulturen in Afrika zusehends komplexer wurden. Bereits kurze Zeit später breiteten sich die neuen Homo-Populationen bis nach Südostasien aus, wie Forschende der Uni Zürich anhand von CT-Analysen von fossilen Schädeln zeigen.

Einfache Formel prognostiziert notwendige Impfgeschwindigkeit (8.4.21)
Trotz steigender Infektionszahlen könnte auf Kontaktbeschränkungen verzichtet werden, wenn die Impfrate hoch genug wäre. Prof. Claudius Gros von der Goethe-Uni Frankfurt und Dr. Daniel Gros vom Center for European Policies Studies (CEPS) in Brüssel haben dzu eine einfache mathematische Formel entwickelt.

Verschwörungstheoretiker zeigen unterschiedliche Denkprozesse (7.4.21)
Ein Forschungsteam um Sarah Kuhn und Dr. Thea Zander-Schellenberg von der Uni Basel hat untersucht, wie groß die Zustimmung zu Coronavirus-bezogenen Verschwörungstheorien in der deutschsprachigen Schweiz und Deutschland ist, und welche psychologischen Faktoren damit zusammenhängen.

Anästhetika beeinflussen Hirnaktivität und retrograde Amnesie unterschiedlich (7.4.21)
Eine Studie des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) zeigt, dass sich die Aktivitätsänderungen im Hippokampus je nach verwendeten Anästhetika für die Vollnarkose – stark voneinander unterscheiden. Dies machte sich auch als retrograde Amnesie bemerkbar.

Warum sportliche Betätigung den Appetit anregt (7.4.21)
Laut einer Statistik der Deutschen Adipositas Gesellschaft sind in Deutschland 67 Prozent der Männer und 53 Prozent der Frauen übergewichtig: Body-Mass-Index (BMI) > 25. Zudem wollen 7,17 Mio. Deutsche ihr Gewicht reduzieren.

Neurokognitive Defizite nach einer COVID-Erkrankung sind per se reversibel (7.4. 21)
Mit Abklingen der akuten Phase einer Covid-Infektion leiden viele PatientInnen unter fortbestehenden schweren neurologisch-kognitiven Defiziten wie beispielsweise bei Schlaganfällen.

Genetische Entwicklungsprogramme entscheiden über Verlauf von Neuroblastomen (6.4.21)
Bei HochrisikopatientInnen und Kindern sorgen bestimmte genetische Programme bereits während der Schwangerschaft im Embryo dafür, dass sich Vorläuferzellen zu Krebszellen anstatt zu reifen Nervenzellen entwickeln. Das zeigt eine neue Studie des KiTZ, des DKFZ und der Uni Heidelberg.

Wie auto-aggressive T-Zellen die Leber zerstören (6.4.21)
Die Fettleber-Hepatitis kann schwere Leberschäden und Leberkrebs verursachen. Ein Forschungsteam der Technischen Universität München (TUM) hat entdeckt, dass selbstzerstörerische, sogenannte auto-aggressive Zellen des Immunsystems für die Erkrankung verantwortlich sind.

Mit Fasten und DASH-Diät Wohlstandserkrankungen einschränken (6.4.21)
25 Prozent der Deutschen leiden am metabolischen Syndrom. Bei diesem „tödlichen Quartett“ treten von vier Wohlstandkrankheiten mehrere gleichzeitig auf: Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung und Diabetes mellitus.

Erhöhtes Thrombose-Risiko bei Immuncheckpoint-Inhibitoren-Krebstherapie (2.4.21)
Forschende von AKH und MedUni Wien lieferten erste Ergebnisse zu Häufigkeit, klinischen Konsequenzen und möglichen Risikofaktoren für thrombotische Komplikationen bei der neuartigen Immuncheckpoint-Inhibitoren-Krebstherapie.