MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 2020

MedAustria News von August 2020

Stefanie Dimmeler erhält Goldmedaille für Kardiologie (31.8.20)
Die Frankfurter Herzforscherin und Direktorin des Instituts für Kardiovaskuläre Medizin im Zentrum Molekulare Medizin an der Goethe-Universität, Professorin Stefanie Dimmeler, wird mit der Goldmedaille der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie geehrt.

Bessere Diagnostik bei myelodysplastischem Syndrom (31.8.20)
Genetische Defekte sind die Ursache von Krebserkrankungen. Eine Schlüsselrolle spielt das Gen TP53, das als Mutation in vielen Tumoren nachzuweisen ist.

Neuer Ansatz zur Behandlung chronischer Schmerzen (30.8.20)
Rund ein Viertel der Weltbevölkerung leidet irgendwann einmal an chronischen Schmerzen. Anders als bei akutem Schmerz haben chronische Schmerzen unter Umständen nicht einmal eine eindeutige Ursache und können uns jahrelang plagen. Zu den Belastungen gehören psychische und physische Beeinträchtigungen, eine geringere Leistungsfähigkeit und Medikamentenabhängigkeit.

Alarmine sind das Gold der Muttermilch (29.8.20)
Muttermilch unterstützt das kindliche Immunsystem und stärkt die Darmflora. Das ist allgemein bekannt. Die Gründe, welche molekularen Mechanismend dahinter stecken und warum Flaschennahrung das nicht so gut kann, war bisher unbekannt.

Mund-Nasen-Schutz senkt allergische Beschwerden (29.8.20)
Die Pollensaison ist zwar fast überstanden, aber die größte bevorstehende Bürde für AllergikerInnen ist nun die bevorstehende Blüte des Ragweeds, die vor allem den Osten und Süden Österreichs betrifft. Für Betroffene einer Ragweedpollenallergie steht damit nochmals ein Aufflammen der allergischen Beschwerden in den nächsten Tagen bevor.

Forscher entdecken neuen Zusammenhang bei Muskeldystrophie (29.8.20)
Die Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) ist die im Kindesalter am häufigsten auftretende Muskelerkrankung, die X-chromosomal rezessiv vererbt wird. Typisch ist ein fortschreitender Muskelschwund. Die Erkrankung führt häufig schon vor dem dritten Lebensjahrzehnt zum Tode.

Einzelne Immunzelle kann Leben retten (27.8.20)
Eine einzige Immunstammzelle kann die Aufgabe von hunderttausenden Stammzellen übernehmen und einen wesentlichen Teil des menschlichen Immunsystems bilden. Anhand eines heute 18-Jährigen, ungewöhnlichen Patienten konnten das jetzt ForscherInnen des Universitätsklinikums Freiburg gemeinsam mit KollegInnen aus Freiburg, Ulm und Frankfurt zeigen.

Impfstoff gegen Gräserpollenallergie möglicheTherapieform bei Hepatitis B (27.8.20)
Chronische Hepatitis-B-Infektionen können bisher nur chemotherapeutisch behandelt werden. Nun konnte ein ForscherInnenteam um Rudolf Valenta vom Zentrum für Pathophysiologie, Infektiologie und Immunologie der MedUni Wien den Nachweis erbringen, dass ein in der Impfung BM32 gegen Gräserpollenallergie enthaltenes Protein Antikörper induziert, die das Andocken des Hepatitis B-Virus an Leberzellen verhindert. Die Studie wurde im "EBioMedicine" publiziert.

Blockade zellulärer Kommunikation stoppt Covid-19 (27.8.20)
Viele Viren nutzen und manipulieren Kommunikationswege ihrer Wirtszellen, um ihre eigene Vermehrung zu fördern. Biochemiker und Virologen von Goethe-Universität und Universitätsklinikum Frankfurt haben jetzt erstmals ein Gesamtbild der Kommunikation einer Zelle erstellt, die von SARS-CoV-2-Viren befallen ist.

Forschungsverbund bestimmt drei Verlaufsformen der akut dekompensierten Leberzirrhose (27.8.20)
Wenn der Körper das allmähliche Leberversagen nicht mehr ausgleichen kann, droht eine akute Dekompensation der Leberzirrhose. In manchen Patienten entwickelt sich diese zu einem oft tödlichen Akut-auf-chronischem Leberversagen, bei dem weitere Organe wie Niere oder Gehirn versagen, weiter

Neuer COVID-19 Test laut MedUni Graz nicht geeignet (25.8.20)
Aktuelle Zahlen aus dem Gesundheitsministerium zeigen, dass österreichweit bereits weit über 1.000.000 Testungen auf das Coronavirus SARS-CoV-2 durchgeführt wurden. Hierfür kommen auch laufend neue PCR-Tests auf den Markt.

Fettkristalle lösen chronische Entzündungen aus (25.8.20)
Eine angeborene Störung des Fettstoffwechsels kann augenscheinlich zu einer chronischen Überreaktion des Immunsystems führen. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Universität Bonn in einer neuen Studie. Die Ergebnisse erscheinen in der Zeitschrift "Autophagy".

Intima-Media-Dicke als Surrogatmarker bestätigt (25.8.20)
Mit der Analyse von Daten aus 119 klinischen Studien und über 100.000 eingeschlossenen ProbandInnen weltweit gelang es einem Team um den Epidemiologen Peter Willeit von der Medizinischen Universität Innsbruck, die Gefäßwanddicke der Halsschlagadern (Intima-Media-Dicke) als sicheren Surrogatmarker zu bestätigen.

Bei Fischallergie wird Kollagen oft übersehen (24.8.20)
Immer mehr Menschen weltweit leiden an einer Fischallergie. Das im Fisch enthaltene Kollagen ist für viele FischallergikerInnen ein wichtiges Allergen, jedoch ist es in den meisten kommerziell erhältlichen Diagnostests, die auf wässrigen Extrakten von Allergenquellen beruhen, in zu geringen Mengen enthalten.

Sport als wichtige Therapieergänzung bei Diabetes (20.8.20)
Dass sich Sport und Diabetes mellitus Typ 1 nicht ausschließen, sondern Bewegung maßgeblich zum Therapieerfolg beiträgt, wird an der Med Uni Graz von einem engagierten Team junger WissenschafterInnen erforscht.

Stoffwechselenzym Interleukin-4-induced-1 fördert Ausbreitung von Tumorzellen (20.8.20)
Das Stoffwechselenzym IL4I1 (Interleukin-4-induced-1) fördert die Ausbreitung von Tumorzellen und unterdrückt das Immunsystem. Das haben Wissenschaftler*innen vom Berlin Institute of Health (BIH) gemeinsam mit KollegInnen vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg herausgefunden.

Neurowissenschaftler erforschen soziale Entscheidungsfindung im Gehirn (20.8.20)
Wir treffen Entscheidungen, die nicht nur auf unsere eigene Lernerfahrung basieren, sondern auch darauf, dass wir von anderen lernen. Aber wie können wir angesichts der Entscheidungen anderer Menschen unser eigenes Lernen verbessern?

Neuer Antikörper könnte Eisenstoffwechsel bei Dialyse-Patienten verbessern (20.8.20)
Ein Team der Innsbrucker Univ.-Klinik für Innere Medizin II hat einen innovativen Antikörper für die Therapie der chronischen Blutarmut (Anämie der chronischen Erkrankung) bei Dialyse-PatientInnen mitentwickelt.

Protein beeinflusst Regeneration von Gefäßzellen (19.8.20)
MedizinerInnen des Herzzentrums des Universitätsklinikums Bonn haben mit ihrer Grundlagenforschung herausgefunden, wie sich die Kommunikation zwischen einzelnen Zellen mithilfe eines Proteins beeinflussen lässt.

Europäischer Forschungsverbund untersucht spinozerebellären Ataxien (19.8.20)
Ein europäischer Forschungsverbund unter Federführung des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und der Universität Bonn hat nun bei rund 250 Risikopersonen, die zunächst keine Ataxie-Symptome aufwiesen, erfasst, ob und wie sich Symptome über Jahre entwickelten.

Bestimmte T-Zellen expandieren nach der Geburt (18.8.20)
Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Erkennung von „Gefahr“ durch eindringende Krankheitserreger und breiten sich bei akuten Infektionen schnell und intensiv aus – die Rede ist von bestimmten Immunzellen, die zu den sogenannten gamma-delta T-Zellen gehören.

SARS-CoV-2 in Nieren und weiteren Organen nachweisbar (18.8.20)
Das neuartige Corona-Virus kann sich auch außerhalb der Lunge, zum Beispiel in den Nieren, vermehren. Das haben Forschende des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) in einer Studie nachgewiesen, die sie in der aktuellen Ausgabe des "The Lancet" veröffentlicht haben.

Neuer Alzheimer-Rezeptor identifiziert (17.8.20)
Weltweit leiden mehr als 47 Mio. Menschen an Demenzerkrankungen. Die am häufigsten auftretende Form der Demenz ist die Alzheimer Krankheit. Charakterisiert ist diese Krankheit durch Proteinablagerungen im Gehirn, sog. Amyloid-β (Aβ)-Ablagerungen.

Querschnittgelähmte haben erhöhtes Risiko, an Harnblasenkrebs zu erkranken (17.8.20)
Mit einem nationalen Team haben Forschende des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung und UrologInnen des Berufsgenossenschaftlichen Klinikums Hamburg erstmals Daten von Personen untersucht, die bereits bei Eintritt der Querschnittlähmung an einem ihnen bisher unbekannten Harnblasentumor erkrankt waren.

Kein erhöhtes COVID-19-Risiko bei stationärer Krebsbehandlungen (17.8.20)
KrebspatientInnen sind aufgrund ihrer Erkrankung und einem geschwächten Immunsystem anfälliger für Infektionen. Andererseits würden sie durch Fernbleiben von Ambulanzen und Kliniken im Sinne des Social Distancing wichtige Behandlungen und Untersuchungen versäumen.

Stellenwert der Blutstammzelltransplantation überprüft (17.8.20)
Das Multiple Myelom ist eine der häufigsten Formen des Knochen- bzw. Knochenmarkkrebses in den westlichen Ländern. Neben der Hochdosis-Chemotherapie gefolgt von einer Blutstammzelltransplantation haben vor allem neue Medikamente die Situation der Betroffenen in den letzten Jahren deutlich verbessert.

Corona-Virus befällt auch das Herz (13.8.20)
Überraschende Erkenntnis von WissenschaftlerInnen des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE): Das Corona-Virus kann auch Herzzellen infizieren und sich darin vermehren. Zudem ist es in der Lage, die Genaktivität infizierter Herzzellen zu verändern.

Coronavirus: Richtig lüften will gelernt sein (13.8.20)
Die Bedeutung, die Aerosole für die Verbreitung der Corona-Pandemie haben, wird derzeit intensiv erforscht. Gerade kurz vor dem Schulbeginn in vielen Bundesländern spielt der Einfluss der richtigen Belüftung von Innenräumen dabei eine immer wichtigere Rolle in der Diskussion.

Zwei Faktoren gefährden Frauenherzen nach einer Krebserkrankung (13.8.20)
Bis zu den Wechseljahren sind Frauen besser vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen geschützt als Männer. Dafür sorgt das Hormon Östrogen. Bei Menschen, die als Kind eine Krebserkrankung hatten, ist es umgekehrt. Hier haben Frauen ein höheres Risiko an Herz und Kreislauf zu erkranken.

Bayreuther Physiker entdecken Mechanismus zur Entstehung von Blutplättchen (13.8.20)
Ein gesunder Mensch produziert rund 100 Milliarden Blutplättchen pro Tag, mehr als eine Million Blutplättchen pro Sekunde. Wie der Organismus diese enorme Leistung bewältigt, haben jetzt Physiker der Universität Bayreuth mit Hilfe von Computersimulationen herausgefunden.

Künstliche Intelligenz erkennt untergehende Sehzellenz (13.8.20)
Eine auf künstlicher Intelligenz (KI) beruhende Software, die von WissenschaftlerInnen an der Augenklinik des Universitätsklinikums Bonn, der Stanford University und University of Utah entwickelt wurde, erlaubt eine präzise Verlaufsbeurteilung der geographischen Atrophie (GA), eine Erkrankung der lichtempfindlichen Netzhaut infolge altersabhängiger Makuladegeneration (AMD).

Anfälligkeit für Herzgefäß-Verkalkung auch vererbbar (13.8.20)
Ein interdisziplinäres Forschungsteam der Medizinischen Fakultät der Uni Duisburg-Essen (UDE) hat nachgewiesen, dass nicht nur die Lebensweise eines Menschen für die Verkalkung von Herzkranzgefäßen verantwortlich ist.

Wie eine Genveränderung das Sozialverhalten bei Autismus beeinflusst (13.8.20)
Forschende am Biozentrum der Universität Basel haben einen neuen Zusammenhang zwischen einer Genveränderung und abweichendem Sozialverhalten bei Autismus entdeckt: Die Mutation im Neuroligin-3-Gen reduziert im Gehirn die Wirkung des "Kuschelhormons" Oxytocin.

Immer weniger junge Frauen verhüten mit der Pille (13.8.20)
Der Verordnungs-Anteil von Verhütungs-Pillen mit einem höheren Risiko für Thrombosen und Embolien ist in den letzten Jahren zwar gesunken, aber dennoch erhalten mehr als die Hälfte der Frauen, die die Pille auf Kosten der gesetzlichen Krankenkassen verordnet bekommen, die risikoreicheren Präparate der neueren Generation.

Schlüssel-Gen für die Bildung von Herzklappen entdeckt (13.8.20)
Durch Studien an Zebrafischembryonen haben der Zoophysiologe Prof. Salim Seyfried und sein Team herausgefunden, dass das Gen Vegfr3/Flt4 durch Blutfluss reguliert wird und eine entscheidende Rolle in der Ausbildung von Herzklappen spielt.

Schaufensterkrankheit mit Paclitaxel-beschichteter Ballonkatheter bekämpfen (13.8.20)
Die von Radiologen des Universitätsklinikums Jena geleitete EffPac-Studie verglich die Katheterbehandlung mit beschichteten und unbeschichteten Ballons bei Gefäßverschluss am Oberschenkel. Im Ergebnis der multizentrischen Studie erweisen sich die Wirkstoffbeschichtungen als überlegen.

Mundspülungen könnten Corona-Übertragungsrisiko senken (12.8.20)
Sars-Cov-2-Viren lassen sich mit bestimmten handelsüblichen Mundspülungen inaktivieren. Das zeigten VirologInnen der Ruhr-Universität Bochum (RUB) gemeinsam mit KollegInnen aus Jena, Ulm, Duisburg-Essen, Nürnberg und Bremen in Zellkulturexperimenten.

Bluthochdruck in der Schwangerschaft überträgt sich auf das Kind (12.8.20)
Gesundes Altern beginnt bereits im Bauch der Mutter. WissenschaftlerInnen des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf Forschung (DZHK) haben gemeinsammit dänischen Kollegen herausgefunden, dass sich ein erhöhter Blutdruck in der Schwangerschaft auf den Nachwuchs überträgt. Mädchen sind dafür anfälliger als Jungen.

Vertrauensvolle Zusammenarbeit fördert den Therapieerfolg bei psychischen Erkrankungen (12.8.20)
Depressionen, Angstzustände, Abhängigkeitserkrankungen – 30 Prozent der weltweiten Bevölkerung leiden mindestens einmal im Leben an einer psychischen Störung. Situationen der Unsicherheit und Isolation wie die aktuelle Corona-Pandemie bergen in dieser Hinsicht ein besonderes Risiko.

Metalle aus Endoprothesen können sich bei Implantaten im Knochen ablagern (11.8.20)
Moderne Endoprothesen sollen Patienten mit chronisch degenerativen Gelenkerkrankungen eine schmerzfreie Beweglichkeit ermöglichen und so ihre Lebensqualität deutlich verbessern. Für solchen künstlichen Gelenkersatz werden Materialien mit verschiedenen Metallverbindungen verwendet, um eine mechanische Stabilität des Implantats möglichst lange zu gewährleisten.

Zahlen zur Hautkrebsgefahr in Deutschland mit Vorsicht zu genießen (10.8.20)
"AOK-Zahlen dokumentieren Anstieg der Hautkrebsfälle“ meldete das Deutsche Ärzteblatt am 21. Juli. Von 2003 bis 2019 hätte sich die Zahl der Krankschreibungen aufgrund von Hautkrebs mehr als verdoppelt. Einige Medien scheinen diese und ähnliche Zahlen aus anderen Quellen so zu deuten, dass sich auch die Hautkrebsgefahr als solche verdoppelt habe.

Chlamydien benötigen zur Verrmehrung Aminosäure Glutamin (10.8.20)
Chlamydien sind Bakterien, die Geschlechtskrankheiten auslösen. Im Menschen können sie nur überleben, wenn sie in seine Zellen eindringen und das nötige Baumaterial für ihre Vermehrung finden. Dabei errichten Bakterien ein kleines Bläschen in der Zelle und teilen sich darin über mehrere Generationen hinweg.

Wie Urbakterien die Gesundheit beeinflussen (10.8.20)
Die Erforschung der Rolle des Mikrobioms für die Gesundheit ist ein innovatives Forschungsgebiet. Aber nicht nur Bakterien, auch Pilze, Viren und Archaeen sind ein wichtiger Teil eines funktionierenden Mikrobioms.

Covid-19 Verlauf in Afrika leichter als befürchtet (10.8.20)
Bisher verläuft die COVID-19-Pandemie in Afrika nicht so schlimm, wie ExpertInnen aufgrund der schwachen staatlichen Gesundheitssysteme, der großen Ballungsräume und der geringen finanziellen Möglichkeiten zur Setzung von Maßnahmen befürchtet hatten.

Infektionen können Autoimmunerkrankungen in der Niere verstärken (10.8.20)
Lokale Infektionen wie Harnwegsinfekte und systemische Infektionen wie Blutvergiftungen (Sepsis) können Autoimmunerkrankungen in der Niere verstärken. Schuld daran ist eine Veränderung von weißen Blutzellen, den sogenannten T-Zellen, die der Immunabwehr dienen.

Kohlenmonoxid steigert die Ausdauerleistung (10.8.20)
Kohlenmonoxid ist ein lebensgefährliches Gas – und dennoch kann es in geringen Mengen eine leistungssteigernde Wirkung haben. Diese überraschende Erkenntnis haben Forscher der Universität Bayreuth in einer sportmedizinischen Studie gewonnen.

Darmbakterien programmieren unsere Antikörper (10.8.20)
Die Darmflora enthält Billionen von Bakterien, die nicht nur für unsere Verdauung, sondern auch für ein gesundes Immunsystem unerlässlich sind. Forschende des Departments für BioMedical Research (DBMR) der Uni Bern und des Inselspitals konnten nun zeigen, wie diese gutartigen Darmbakterien die weissen Blutkörperchen zur Produktion von Antikörpern anregen, noch bevor diese auf schädliche Erreger treffen. Darmmikroben lösen die Anreicherung dieser B-Zellpopulationen sowie die Antikörperproduktion aus.

Schutzproteine gegen Nervenschädigung bei Diabetes (10.8.20)
Bei der Entwicklung von Diabetes-Spätschäden wie Nervenschädigung (Neuropathie) mit chronischen Schmerzen und diabetischem Fuß spielen sogenannte SUMO-Proteine (engl. Small Ubiquitin-related MOdifier) eine entscheidende Rolle.

COVID-Pandemie hinterlässt in Österreich finanzielle Spuren (7.8.20)
Laut einer repräsentativen Integral-Umfrage im Auftrag der Erste Bank ist jeder dritte Österreicher von der Corona-Krise finanziell betroffen.

Probiotika können Frühchen vor Nekrotisierenden Enterokolitisals schützen (5.8.20)
Frühgeborene haben beim Start ins Leben oft einige Herausforderungen zu meistern. So besteht bei einem Geburtsgewicht unter 1.500 Gramm die große Gefahr, an einer nekrotisierenden Enterokolitis (NEC) zu erkranken.

Manche Patienten entwickeln keine Antikörper gegen Covid-19 (5.8.20)
Ein nun von einer Studiengruppe der MedUni Wien entwickelter Labortest kann bestimmen, ob COVID-19-PatientInnen nach der Erkrankung schützende Antikörper entwickeln.

Tumorzellen können der Immunabwehr entgehen (4.8.20)
WissenschaftlerInnen versuchen verstärkt, das körpereigene Immunsystem zum Kampf gegen Krebs zu nutzen. Eine neue Studie der Universität Bonn sowie von Forschungseinrichtungen in Australien und der Schweiz zeigt nun, mit welchen Strategien Tumorzellen dieser Attacke entgehen.

Covid-19 Übertragung durch Aerosole über mehr als acht Meter bestätigt (4.8.20)
In einer gemeinsamen Studie des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI), des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und des Heinrich-Pette-Instituts, Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie (HPI), wurden die Ursprünge des ersten SARS-CoV-2-Ausbruchs im Mai 2020 bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück, dem größten Fleischverarbeitungskomplex Deutschlands, untersucht.

Transferrin als möglicher Früh-Indikator für COVID-19-Patienten mit schwerem Verlauf (3.8.20)
WissenschaftlerInnen der Goethe-Universität und des Universitätsklinikums Frankfurt sowie der University of Kent haben herausgefunden, dass das Glykoprotein Transferrin womöglich ein Frühindikator für einen schweren Verlauf der COVID-19-Erkrankung ist.