MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 2019

MedAustria News von Jänner 2019

Research Summit an der Donauuni Krems: Was macht medizinische Forschung exzellent? (17.1.19)
Drei internationale Experten sprechen und diskutieren am 14. Februar 2019 im Zuge des Research Summit über herausragende Forschung.

Männer mit Prostatakrebs haben bei Früherkennung gute Heilungsaussichten (14.1.19)
Laut Statistik Austria erkranken in Österreich jährlich rund 5.000 Männer an Prostatakrebs. "Das relative Überleben ab Diagnosestellung liegt nach einem Jahr bei 96 %, nach fünf Jahren bei 92 % und nach zehn Jahren bei rund 35 %", berichtet Prim. Univ.-Prof. Dr. H. Christoph Klingler, Vorstand der Urologischen Abteilungen im Wilhelminenspital und Krankenhaus Hietzing und ÖGÜ-Präsident.

Das Herz auf Heilung schalten (14.1.19)
Ausdauer, Neugierde, Kreativität – von Kindern können wir viel lernen. Und von einer Fähigkeit, die Neugeborene haben, können wir bisher sogar nur träumen: Denn ihr Herz kann sich von einem starken Infarkt wieder vollständig erholen. Das haben Forscher vor rund drei Jahren beobachten können. Bis dahin hatte man dies bei einem Menschen noch nicht erlebt, jedoch schon bei neugeborenen Mäusen.

Entwicklung des präfrontalen Kortex und psychische Erkrankungen (13.1.19)
Eine abnormale Verschaltung im präfrontalen Kortex, einem Teil der Großhirnrinde, während der frühen Entwicklungsphase führt zu einer gestörten Hirnaktivität und kognitiven Defiziten, die den Symptomen psychischer Erkrankungen ähnlich sind.

Ignorieren von negativem Feedback führt zu rigidem Verhalten (12.1.19)
Wir können wischen verschiedenen Rollen und Zielen wechseln. Diese Flexibilität im Verhalten wird durch den menschlichen Frontalkortex ermöglicht, der für Exekutivfunktionen und kognitive Kontrolle zuständig ist und so die Balance und die Konflikte zwischen unterschiedlichen Zielanforderungen reguliert.

Muskeln können nach Hand-Amputation durch Bionische Rekonstruktion aktiviert werden (11.1.19)
Die heutigen Prothesen ermöglichen PatientInnen nach Hand-Amputationen große Fortschritte im Alltagsleben im Vergleich zu früheren prothetischen Rekonstruktionsverfahren. Der Körper kann mit der Prothese durch einen chirurgischen Nerventransfer besser verbunden werden, wobei funktionslos gewordene Nerven der amputierten Extremität verlegt werden.

Molekulare Prozesse hinter Gefäßalterung entdeckt (10.1.19)
Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen zu Arteriosklerose und Herzversagen, die zu den weitverbreitetsten, altersbedingten Leiden bei Menschen zählen.

Computerspiel Tetris als Therapie bei posttraumatischen Belastungsstörungen (9.1.19)
Eine Intervention, die das Spielen des Computerspiels Tetris beinhaltet, könnte Menschen mit Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) helfen, unwillkürlich wiederkehrende bildliche Erinnerungen an die traumatischen Erlebnisse abzuschwächen.

Studienteilnehmer für Untersuchung von Auswirkungen von Krebserkrankungen auf die Partnerschaft gesucht (8.1.19)
Krebs zählt zu den häufigsten Erkrankungen in der Bevölkerung. Wie wirkt sich eine Krebserkrankung auf die Partnerschaft aus? Führt sie eher zu einer Trennung oder zu einer Stärkung der Beziehung?

Protein UBQLN4 beeinflusst DNA-Reparatur (8.1.19)
Eine Arbeitsgruppe um Univ.-Prof. Dr. Christian Reinhardt, Klinik I für Innere Medizin, hat ein Protein identifiziert, das den Reparaturweg von DNA-Schäden maßgeblich beeinflusst und einen neuen Ansatzpunkt für eine zielgerichtete Tumortherapie ermöglicht. Die Ergebnisse wurden in "Cell" veröffentlicht.

Krebs durch fehlerhafte DNA-Reparatur in Darm-Stammzellen (7.1.19)
Eine Studie des Exzellenzclusters Entzündungsforschung findet einen neuen Mechanismus wie DNA Reparatur das Genom schützt und die Entstehung von Darmkrebs verhindert.

Hoffnung auf Lebendimpfstoff gegen das Chikungunya-Virus (7.1.19)
Ein auf Basis eines gängigen Masern-Impfstoffs gentechnisch hergestellter Lebendimpfstoff hat großes Potenzial, gegen das Chikungunya-Virus zu wirken. Das ist das zentrale Ergebnis der nun abgeschlossenen Phase-II-Studie, die jetzt im "The Lancet" veröffentlicht wurde.

Mit Nahrung gedopt (7.1.19)
Wenn es um die Nahrungsaufnahme geht, dann sind wir nur noch bedingt Herr unserer selbst - die Ausschüttung von Dopamin reguliert unser Essverhalten

Hilfsbereitschaft und Religion machen zufrieden (6.1.19)
Ergebnisse des deutschen Sozio-oekonomische Panel (SOEP) zeigen: Wer gerne hilft, sich für die Familie engagiert und religiös lebt, ist zufriedener als andere

Charité leitet drei neue EU-Verbundprojekte (5.1.19)
Im Rahmen des europäischen Forschungs- und Innovationsprogramms „Horizon 2020“ werden jetzt drei Verbundprojekte unter Leitung der Charité gefördert, an sechs weiteren ist die Berliner Universitätsmedizin beteiligt und erhält dafür insgesamt mehr als zehn Millionen Euro.

Neue Referenzwerte für das Wohlbefinden von Krebskranken (4.1.19)
Um die Lebensqualität von onkologischen PatientInnen zu messen, wird weltweit der sogenannte EORTC-Fragebogen eingesetzt. Damit dessen Ergebnisse besser interpretiert werden können, hat eine Forschungsgruppe der Charité – Universitätsmedizin Berlin erstmals zum Vergleich die Lebensqualität der Allgemeinbevölkerung in 15 verschiedenen Ländern ermittelt.

Reduzieren Statine braunes Fettgewebe? (4.1.19)
Statine, eine der am häufigsten verschriebenen Klasse von Medikamenten, reduzieren das für die Gesundheit vorteilhafte braune Fettgewebe, wie ETH-Wissenschaftler zeigen konnten.

Buchrezension: Diversität und gesundheitliche Chancengleichheit (4.1.19)
Gerade erschienen ist der neue Themenband als wichtiger Beitrag zum aktuellen Diskurs im hochschuleigenen Verlag APOLLON University Press.

Mit Nanopartikeln gegen multiresistente Keime (3.1.19)
Sauer macht wirksam: Mit einem einfachen Trick könnten nanobasierte Antibiotika künftig effektiv gegen multiresistente Keime in Kliniken eingesetzt werden.

Neue Therapie für seltene Kälteagglutinin-Krankhei wirkt (3.1.19)
Kälteagglutinine sind IgM-Antikörper im Blut, die meist erst bei niedrigeren Temperaturen wirksam werden. Sie verursachen die so genannte Kälteagglutinin-Krankheit, eine seltene Autoimmunerkrankung, die eine Person unter 150.000 Menschen betrifft. Dabei bildet das Immunsystem Antikörper gegen die eigenen Blutkörperchen, die schließlich von der Leber "aufgefressen" bzw. abgebaut werden.

Wie das Gehirn reagiert, wenn man blind wird (2.1.19)
Wenn Mäuse kurz nach der Geburt aufgrund eines Gendefekts erblinden, hat das weitreichende Auswirkungen Organisation der Großhirnrinde und auf die Gedächtnisleistung. Zu diesem Schluss kommen ForscherInnen der Ruhr-Universität Bochum (RUB) in einer Studie, die sie am 7. Dezember 2018 online in der Zeitschrift "Cerebral Cortex" veröffentlichten.

Zusatznutzen von Dabrafenib und Trametinib beim Meanom (2.1.19)
Die IQWiG Nutzenberwertung belegt, dass die Wirkstoffkombination mit längerem Überleben und weniger oder späteren Rezidiven einhergeht.

Alternative Forschungsprojekte zur Vermeidung von Tierversuchen mit 500.00€ gefördert (1.1.19)
Im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) arbeiten WissenschaftlerInnen konstant und mit großem Erfolg daran, Methoden zu entwickeln, die Tierversuche ersetzen. Dabei greifen sie verstärkt auf Computersimulationen, Multiorganchips oder permanente Zellkulturen zurück.

Deutlicher Zuwachs bei Gewebespenden in Deutschland (1.1.19)
2.711 Menschen haben im vergangenen Jahr Gewebe gespendet, gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 16 Prozent. Dies gab die Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation gGmbH (DGFG) zum Jahreswechsel bekannt.

Prosit Neujahr 2019 (1.1.19)
Die MedAustria Redaktion wünscht Ihnen herzlichst ein gutes, neues Jahr und viel Glück, Erfolg und Gesundheit für 2019!