MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 2018

MedAustria News von August 2018

Mehr Stabilität durch DNA (31.8.18)
In der Natur bestehen Enzyme meist aus Eiweiß. Sie arbeiten sehr spezifisch und benötigen wenig Energie. In einer nicht allzu fernen Zukunft könnte das anders sein, erläutert ein Bochumer Forschungsteam in einem Review-Artikel.

Aussicht auf neue Therapie bei rheumatoider Arthritis (30.8.18)
Eine internationale Forschergruppe unter Leitung der Charité Berlin hat erfolgreich den Wirkstoff Upadacitinib gegen rheumatoide Arthritis getestet. Der Wirkstoff ist bei PatientInnen mit mittelschwerer bis schwerer Ausprägung der Krankheit wirksam, die bisher unzureichend auf konventionelle Medikamente zur Hemmung von Entzündungen reagieren.

Wie sich Gehirne von Aufschiebern und Machern unterscheiden (29.8.18)
Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. An dieses Motto halten sich nicht alle Leute. Das könnte an zwei bestimmten Hirnregionen liegen.

So bereiten sich Muskelzellen auf einen anstrengenden Arbeitstag vor (28.8.18)
Wie sich Muskelzellen auf einen anstrengenden Arbeitstag vorbereiten, haben WissenschaftlerInnen des Helmholtz Zentrums München und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) untersucht und die Ergebnisse in "PLOS Biology" publiziert.

Bisher unbekannte Funktion von Blutgefäßen im Gehirn entdeckt (27.8.18)
Die Funktion und Homöostase (Selbstregulierung) des Gehirns hängt von der Kommunikation innerhalb des komplexen Zellnetzwerks ab, das dieses Organ ausmacht. Dementsprechend muss die Entwicklung der verschiedenen Zellengruppen im Gehirn räumlich und zeitlich koordiniert werden.

THS als Therapiealternative bei Parkinson (26.8.18)
WissenschaftlerInnen der Charité Berlin haben motorische und kognitive Effekte der Tiefen Hirnstimulation (THS) bei Patienten mit Parkinson untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass unerwünschte Nebenwirkungen, die die Kognition betreffen, über eine andere Nervenbahn verlaufen als die gewünschte Verbesserung der Beweglichkeit der Patienten.

Erhöhte Phosphat-Zufuhr steigert Blutdruck bei gesunden Erwachsenen (25.8.18)
Wird mehr Phosphat über die Nahrung aufgenommen, steigen Blutdruck und Pulsrate auch bei gesunden jungen Erwachsenen an. Das zeigt eine Studie unter Leitung der Universität Basel, die das "Journal of the American Society of Nephrology" veröffentlicht hat.

Natürliche Geburt in der Sicherheit einer Klinik (24.8.18)
Weniger als ein Prozent der Entbindungen werden deutschlandweit in einem von Hebammen geleiteten Kreißsaal durchgeführt. Dort können Frauen selbstbestimmt aus eigener Kraft gebären. Obwohl das ergänzende geburtshilfliche Modell vor über 15 Jahren in Deutschland eingeführt wurde, bieten nur sieben Kliniken in NRW diese Form der Entbindung an.

Wie unser Gehirn mit unerwarteten Ereignissen umgeht (23.8.18)
Forscher haben herausgefunden, dass der motorische Kortex für die Ausführung von korrigierenden Bewegungen als Antwort auf unerwartet und plötzlich veränderte Sinneseindrücke wichtig ist, nicht aber für dieselben Bewegungen, die spontan erfolgen.

Neue Behandlungsansätze bei Juckreiz (22.8.18)
Zwei Rezeptoren im Rückenmark und ein passendes experimentelles Arzneimittel: Forschende der Uni Zürich haben einen neuen Ansatz entdeckt, mit dem sich Juckreiz unterdrücken lässt.

Bakterien-Gemeinschaften im U-Bahn-Netz von Hongkong untersucht (21.8.18)
Wie wirken sich die geografischen Merkmale der verschiedenen U-Bahn-Linien des Hongkonger Metro-Netzes und ihre Anbindung an städtische Straßen und andere öffentliche Räume auf die gesamte mikrobielle Zusammensetzung das sogenannte Mikrobiom der U-Bahn aus?

Molekulare Grundlagen der Krebserkrankung erforscht (20.8.18)
Eine Forscherin der MedUni Graz hat gezeigt, dass bestimmte Eiweißkomplexe der Körperzellen sogenannte Initiationsfaktoren eine wichtige Rolle beim Lungenkrebs spielen. Die Forschungsergebnisse identifizieren die Zellbausteine als potentielle Marker für Lungenkrebs, was zukünftige Therapieoptionen ins Licht der Forschung rückt.

Buchrezension: 'Vitamin-D-Mangel' - Die unterschätzte Gefahr (17.8.18)
Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass der Vitamin-D-Mangel in der Bevölkerung bei den meisten Menschen in den letzten Jahren rasant weiter zugenommen hat, obwohl die Anzahl jener, die Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, deutlich gestiegen ist.

Signalmolekül WNT-5A spielt bei IPF eine wichtige Rolle (16.8.18)
Die idiopathische pulmonale Lungenfibrose (IPF) ist eine unheilbare Lungenerkrankung mit unbekannter Entstehung und eingeschränkten Therapiemöglichkeiten.

Möglicher Botenstoff zur Früherkennung von Demenzkrankheiten entdeckt (15.8.18)
Forschende der Uni Basel und des Universitätsspitals Basel haben einen Stoff entdeckt, der als Biomarker die Früherkennung neurodegenerativer Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson unterstützen könnte. Dieser Botenstoff ist auch bei Stressreaktionen nach Störungen in den Mitochondrien, den "Zell-Kraftwerken", beteiligt, berichten die Neuropathologen in "Cell Reports".

RNA-Modifikation ist wichtiger Faktor bei der Kontraktion glatter Muskulatur (14.8.18)
Auf zellulärer Ebene wird genetische Information von DNA in RNA (Ribonukleinsäure) umgeschrieben und in Proteine "übersetzt", welche zelluläre Funktionen übernehmen. Dabei wird die RNA normalerweise modifiziert, damit diese Informationen auch richtig "gelesen" oder entsprechend genutzt werden können.

Bakterielle Evolution im Mini-Format (13.8.18)
Das in der Umwelt weit verbreitete Bakterium Pseudomonas aeruginosa ist für gesunde Menschen in der Regel harmlos. Doch bei geschwächtem Immunsystem kann es schwere akute Infektionen auslösen, so dass das Bakterium zu einem der bedeutendsten Krankenhauskeime zählt.

Buchrezension: 'Mein Auge' - Erkrankungen - Behandlungen - Informationen' (10.8.18)
Ein Großteil der täglichen Informationen wird über die Augen und das visuelle System wahr- und aufgenommen.

Autismus: Störungen im Belohnungssystem beeinträchtigen Sozialverhalten (9.8.18)
Autismus-Spektrum-Störungen sind eine heterogene Gruppe von neuronalen Entwicklungsstörungen. Eines ihrer Hauptmerkmale ist die Beeinträchtigung der sozialen Kommunikationsfähigkeit.

Neue Methode verfeinert Analysen von Zellproben um ein Vielfaches (8.8.18)
UZH-Forschende entwickeln eine neue Analysemethode, die zehnmal mehr Proteine pro Probe visualisieren und damit eine umfassende Karte der Organellorganisation unterschiedlicher Zellzustände generieren kann.

Innovative Zelltherapie macht Nierentransplantation verträglicher (7.8.18)
Rund 600 Menschen erhalten pro Jahr in Deutschland eine lebende Niere von Partner oder Angehörigen. Eine innovative Zelltherapie lässt hoffen, dass das Risiko von Abstoßungsreaktionen für solche Patienten in Zukunft deutlich reduziert werden kann.

3D-Modell der menschlichen Plazenta entwickelt (6.8.18)
Die Plazenta ist das verbindende Organ zwischen Mutter und Embryo. Ihre Hauptfunktionen sind der Austausch von Nährstoffen, Gasen und Stoffwechselprodukten sowie die Produktion von Hormonen und anderen Substanzen, die für die Embryonalentwicklung von essenzieller Bedeutung sind.

Was Leaderpersönlichkeiten ausmacht (5.8.18)
In einer Studie ermittelten ForscherInnen der Universität Zürich die kognitiven und neurobiologischen Prozesse, die beeinflussen, ob jemand die Führung übernimmt oder die Entscheidungsbefugnis lieber delegiert.

Neu Synthesemethode ermöglicht die Herstellung vieler Medikamente (4.8.18)
Ein neue Synthesemethode in der organischen Chemie ermöglicht die Herstellung zahlreicher Medikamente ohne Einsatz von giftigen Schwermetallen.

Vitamin-D Anreicherung beugt Mangelerscheinungen vor (3.8.18)
Hauptsächlich wird Vitamin-D in der Haut durch eine chemische Reaktion mit dem Sonnenlicht gebildet. Über die Nahrung kann es auf Grund der niedrigen Konzentration nur in 20% der Fälle aufgenommen werden.

WGKK: Neuer Gesamtvertrag stärkt kassenärztliche Versorgung (2.8.18)
In einer Presseaussendung postuliert die Wiener Gebietskrankenkasse ferner, dass 'Regierungsvorhabeneinen Ausbau des VertragspartnerInnen-Angebots behindern'

Zu viel Abkühlung ist kontraproduktiv (1.8.18)
Sommerhitze an sich und vor allem körperliche Aktivitäten bei hohen Temperaturen bedeuten für den Körper Stress. Mit einem Eis, kühlen Cocktails und drei, vier Eiswürfeln im Glas lassen sich hohe Temperaturen gleich viel besser aushalten.