MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 2018

MedAustria News von Oktober 2018

Biomarker könnten helfen, Glaukom früh zu entdecken (31.10.18)
WissenschaftlerInnen der Ruhr-Universität Bochum haben neue potenzielle Biomarker identifiziert, die helfen könnten, die Augenkrankheit Glaukom, auch bekannt als Grüner Star, bei Patienten früher zu erkennen. Außerdem fanden sie heraus, dass die Mutation eines bestimmten Gens bei Mäusen einen erhöhten Augeninnendruck auslöst. Der wiederum ist einer der Hauptrisikofaktoren für das Glaukom.

Die richtige Programmierung des implantierten Defi schützt vor plötzlichem Herztod (30.10.18)
Der plötzliche Herztod ist eine häufige Todesursache bei PatientInnen mit angeborenen oder erworbenen Herzerkrankungen. Der implantierbare Defibrillator (ICD) kann die zugrundeliegenden Herzrhythmusstörungen wirkungsvoll beenden.

Wirksame Therapien bei Urtikaria-Vaskulitis (29.10.18)
Welche Therapien existieren für Patienten, die an Urtikaria-Vaskulitis, einer seltenen Entzündungserkrankung, leiden? Und wie effektiv sind diese Behandlungen? Diesen Fragen sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin nachgegangen.

Kinder freuen sich über Verlust des ersten Milchzahns (28.10.18)
Angst, Scham, Freude oder Stolz: Welche Gefühle zeigen Kinder, wenn sie ihren ersten Milchzahn verlieren? Mehrheitlich positive – zu diesem Schluss kommt eine interdisziplinäre Forschungsgruppe der Uni Zürich. In ihrer Studie konnte sie zeigen, dass frühere Zahnarztbesuche das emotionale Erleben ebenso beeinflussen wie der Bildungsgrad und die Herkunft der Eltern.

Buchrezension: Ernährung-worauf es wirklich ankommt (27.10.18)
Ernährung geht uns alle an. Lebenslang essen wir mehrmals täglich. Man möchte meinen, dass wir alle Experten in Ernährung sind und trotzdem wird es schwierig, einen roten Faden in der gesunden Ernährung zu finden.

Studie soll klären wie Männer zwischen 24-27 Jahren über Sexualität denken (26.10.18)
Wie Jungen und Männer zwischen 14 und 27 Jahren ihre eigene Geschlechterrolle erleben, und welche Einstellungen sie zu Mädchen und Frauen, Homosexualität und geschlechtlicher Vielfalt haben, ist Gegenstand eines Verbundprojekts der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und der Fachhochschule Dortmund (FH DO).

Mikroplastik erstmals im Menschen nachgewiesen (25.10.18)
In einer Pilotstudie von Umweltbundesamt und Medizinischer Universität Wien wurde erstmals Mikroplastik im menschlichen Stuhl entdeckt – und das bei allen der acht internationalen TeilnehmerInnen.

Lymphdrüsenkrebs: Zellbausteine im Ungleichgewicht (24.10.18)
Lymphom (Lymphdrüsenkrebs) ist eine mit Leukämie verwandte Erkrankung und kann in jedem Lebensalter auftreten, wobei mehr als 70 Arten innerhalb dieser Erkrankung unterschieden werden können. Die Krankheit ist durch unkontrolliertes Wachstum von Zellen des lymphatischen Systems charakterisiert.

Fehlendes Gen kann Fehlgeburten verursachen (23.10.18)
Ein einzelnes Gen der Mutter spielt bei der Entwicklung der Plazenta eine so große Rolle, dass seine Fehlfunktion zur Fehlgeburt führt. Dies fanden MedizinerInnen der Ruhr-Universität Bochum (RUB) an eigens erzeugten sogenannten Knock-out-Mäusen heraus. Diesen Mäusen fehlt das Gen für den Transkriptionsfaktor Math6.

Nachfrage nach Adipositas-Chirurgie stark gestiegen (22.10.18)
Das Adipositas-Zentrum an der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Universitätsklinikums Freiburg ist von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie zum Referenzzentrum ernannt worden.

Neue Studie über den Zusammenhang zwischen Schlaganfall und Herzschädigung (21.10.18)
Warum treten Herzerkrankungen und Schlaganfälle so häufig gemeinsam auf? Wie kann die Versorgung von Schlaganfallpatienten mit Herzinfarkt verbessert werden? Das untersuchen Neurologen und Kardiologen gemeinsam in der PRAISE-Studie.

Neues Zentrum für seltene Nierenerkrankungen an der Charité Berlin (20.10.18)
Die Charité – Universitätsmedizin Berlin hat jetzt das Center for Rare Kidney Diseases (CeRKiD) am Campus Charité Mitte eröffnet. Ziel des neuen Zentrums ist es, die Diagnose und Behandlung von chronischen Nierenerkrankungen mit seltenen Ursachen nachhaltig zu verbessern.

Bedeutung von Zell-Zyklus und Zell-Alterung in der Plazenta entschlüsselt (19.10.18)
ForscherInnen des Labors um Jürgen Pollheimer an der Universitätsklinik für Frauenheilkunde der Medizinischen Universität Wien konnten nun gemeinsam mit WissenschafterInnen der Universität Stanford und mit der St. Anna Kinderkrebsforschung erstmals wesentliche Zusammenhänge des Zell-Zyklus‘ und der -Alterung in der menschlichen Plazenta entschlüsseln.

Verbindung zwischen Darmflora und MS entdeckt (18.10.18)
Bei der MS (Multiplen Sklerose) wird das Hirngewebe von einer fehlgeleiteten Antwort des körpereigenen Abwehrsystems geschädigt. Bei der Entstehung der Krankheit könnten bakterielle Darmbewohner eine viel grössere Rolle spielen als bisher angenommen, wie Forschende der Uni Zürich zeigen.

80 Prozent der an rheumatoider Arthritis Erkrankten führt ein normales Leben (17.10.18)
Die MedUni Wien-ForscherInnen Daniel Aletaha und Josef Smolen wurden in der aktuellen Ausgabe des Top-Journals „JAMA“, und passend zum Welt-Rheumatag am 12. Oktober, zu einem „Review“ zum aktuellen Stand der Rheumatoiden Arthritis eingeladen.

Erhöhte diagnostische Sicherheit bei Wahl der richtigen Brustkrebstherapie (16.10.18)
Die Wahl der richtigen, individuellen Therapie Brustkrebstherapie hängt von der Bestimmung der Rezeptoren für Östrogen, Progesteron und HER2 ab. Das wird derzeit mittels Immunhistochemie (IHC) durchgeführt. In 5-10 Prozent aller Fälle kann diese Untersuchung von Tumorgewebe aber zu falschen Ergebnissen führen.

3-D-Bildgebung kann Leptin-Transport im Gehirn nachweisen (15.10.18)
Viele übergewichtige Menschen vermissen das Gefühl, satt zu werden. Bisher nahm man an, das läge an einem gestörten Transport des Sättigungshormons Leptin ins Gehirn.

BioTechMed-Graz: Zentrum für Integrative Stoffwechselforschung eröffnet (14.10.18)
Die Entschlüsselung der molekularen Grundlagen des Stoffwechsels ist essentiell um die Entstehung und den Verlauf von Krankheiten zu verstehen. In der Kooperation BioTechMed-Graz forschen die Karl-Franzens-Universität Graz, die Technische Universität Graz und die Medizinische Universität Graz gemeinsam im Zeichen der Gesundheit.

Nervenverletzungen für chronische Schmerzen nach Knie-OP darstellbar (13.10.18)
Nach Knieoperationen leiden PatientInnen immer wieder an heftigen chronischen Schmerzen. Deren Ursache wird zwar in der Schädigung von kleinen Nerven vermutet, jedoch war dies bist jetzt nicht bildgebend nachweisbar.

Volkskrankeit Office Eye-Syndrom (12.10.18)
Anlässlich des 11. Oktober, des Welttags des Sehens, warnen die Österreichischen Augenoptiker und Optometristen vor den schwerwiegenden Folgen des sogenannten Büroaugensyndroms. Augenschmerzen, Trockenheit und Rötungen sind eine klassische Folge von zu viel Bildschirmarbeit und zu wenig Ausgleich.

Dem Gehirn gibt´s der Herr im Schlaf (11.10.18)
Schlaf hilft, Erinnerungen zu festigen. Wie genau das funktioniert, haben Forscher aus Bochum und Bonn untersucht. Auch Dinge, die wir vergessen, sind nicht sofort weg. Welche Aktivitätsmuster im Gehirn auftreten, wenn Menschen Dinge erinnern oder vergessen, haben ForscherInnen der Ruhr-Uni Bochum und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Uni Bonn untersucht.

Forschungsprojekt: Neues Gewebe aus Stammzellen (10.10.18)
In den Brutschränken der Labore der Experimentellen Unfallchirurgie des Uniklinikums Regensburg (UKR) wachsen aktuell menschliche Stammzellen zu Knochen- und Sehnengewebe heran, um zukünftig Verletzungen besser heilen zu können.

Verbale Belästigung als häufigste Grenzverletzung am Arbeitsplatz (9.10.18)
Wissenschaftlerinnen der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben Daten über sexuelle Grenzverletzungen bei Frauen und Männern im klinischen Alltag erhoben. Es zeigt sich, dass verbale Belästigungen die häufigste Form von Grenzverletzungen am Arbeitsplatz sind.

Aus alten Blutzellen werden junge Hirnzellen (8.10.18)
Forschern des Universitätsklinikums Bonn und des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) ist es gelungen, Blutzellen von Erwachsenen zu neuralen Stammzellen umzuprogrammieren und sie dabei gleichzeitig zu verjüngen, um sie zu Forschungszwecken zu nützen und Ersatz für defektes Hirngewebe zu züchten.

In Pflegeheimen leiden bis zu 85 Prozent der Patienten an Demenz (7.10.18)
Laut Studie einer Forschungsgruppe der Donau-Universität Krems und der MAS Alzheimerhilfe wird die Anzahl an Personen, die an Demenz erkrankt sind, drastisch unterschätzt.

Neue Einblicke in die Struktur eines Killerproteins (6.10.18)
Das Protein Bax ist für den programmierten Zelltod verantwortlich. Weil es seinen Aufenthaltsort wechselt, ist seine Struktur bislang schwer zu bestimmen gewesen.

Dicke Luft am Arbeitsplatz (5.10.18)
Dass am Ende eines Arbeitstages die Luft draußen ist, liegt nicht immer an den anspruchsvollen Aufgaben. Anlässlich des 21. Deutschen Lungentages informiert das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) auf, was gegen schlechte Luft am Arbeitsplatz hilft.

Antikörperkombination erreicht langanhaltende Viruskontrolle in HIV-Patienten (4.10.18)
Eine Forschungsgruppe um Univ.-Prof. Dr. Florian Klein, Direktor des Instituts für Virologie an der Uniklinik Köln und Wissenschaftler am Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF), hat eine Kombination solcher Antikörper nun erstmals erfolgreich bei HIV-infizierten Personen getestet.

Mehr Patienten in österreichischen Privatkliniken (3.10.18)
Der aktuelle Jahresbericht des Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfonds (PRIKRAF) bestätigt mit 102.825 verzeichneten Aufenthalten in Privatkliniken die kontinuierliche Aufwärtsentwicklung bei den PatientInnenzahlen.

Protein H3Cit mit erhöhtem Thrombosevorkommen bei malignen Tumoren assoziiert (2.10.18)
PatientInnen mit malignen Tumoren haben ein erhöhtes Thromboserisiko. ForscherInnen der MedUni Wien haben im Zuge der CATS-Studie nun einen Zusammenhang zwischen einem aktivierten Immunsystem bei KrebspatientInnen und deren Thromboserisiko untersucht.

Die schmerzlindernde Wirkung von Fremden (1.10.18)
Schmerzlindernde Handlungen von anderen Menschen lösen im Gehirn einen Lerneffekt aus, der die Schmerzen reduziert. Die Schmerzlinderung ist stärker, wenn die Hilfe von einer Person kommt, die einer fremden Gruppe angehört. Dies zeigt eine neue Studie der Uni Zürich.