MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 2017

MedAustria News von März 2017

Zellmodel prüft neue Gentherapien erffizienter (30.3.17)
Dank eines neuen Zellmodels können im Labor neue Gentherapieansätze für die erbliche Immundefektkrankheit Septische Granulomatose rascher und kostengünstiger auf ihre Wirksamkeit getestet werden.

Hirnstimulation lindert langfristig schwere Depressionen (29.3.17)
ÄrztInnen des Uniklinikums Freiburg haben die Nachhaltigkeit einer tiefen Hirnstimulation als mögliche Therapie gegen schwerste Depressionen nachgewiesen. Die Studie wurde im Fachjournal "Brain Stimulation" veröffentlicht.

Chronische Gastritis: Akne Bakterium als Krankheitsursache (28.3.17)
Grazer Mikrobiomforschung mit Hans-Popper-Preis ausgezeichnet.

Spezialisten-Zellen helfen Gedächtnis auf die Sprünge (27.3.17)
Bestimmte Nervenzellen feuern immer dann, wenn sie mit dem Bild oder dem Namen einer bestimmten Person oder eines konkreten Objektes konfrontiert werden. Solche hoch spezialisierten Konzeptneurone erfüllen im Schläfenlappen des Gehirns eine wichtige Funktion für das Arbeitsgedächtnis.

Seltene Muskelkrankheit entdeckt (26.3.17)
Eine neue seltene Muskelkrankheit haben Forscher der Ruhr-Universität Bochum (RUB) entdeckt. Ursache für die vererbbare Erkrankung ist ein Defekt im Gen BICD2, der sich in veränderten zellulären Transportprozessen in Skelettmuskelzellen äußert. Viele Fragen zu den zugrunde liegenden Mechanismen bleiben offen.

Schmerzzentrum in der Privatklinik Rudolfinerhaus eröffnet (25.3.17)
Die renommierte Privatklinik Rudolfinerhaus in der Billrothstraße im 19. Wiener Bezirk hat aktuell ein neues, interdisziplinäres Kompetenzzentrum für SchmerzpatientInnen eröffnet: ein umfangreiches SpezialistInnen-Team verschiedener Fachbereiche steht ambulanten und stationären Privat-PatientInnen der Klinik ab sofort zur Verfügung.

Preisregularien nicht im Sinne der Patienten (24.3.17)
Fakten zeigen eine fehlende wirtschaftliche Notwendigkeit für massive Eingriffe in geltende Preisregularien.

Wenn Stress den Schlaf raubt (23.3.17)
Stundenlanges Grübeln abends im Bett? Einschlafprobleme? Aufschrecken mitten in der Nacht? Wer Sorgen hat, schläft schlecht. Experten raten zu pflanzlicher Unterstützung und geben hilfreiche Tipps, um der Stressfalle zu entkommen.

Mona Lisa lächelt eindeutig (22.3.17)
Probanden bewerten Gesichtseindrücke vom da Vinci-Gemälde fast immer als fröhlich. WissenschaftlerInnen des Universitätsklinikums Freiburg stellen damit Jahrhunderte lange Annahme der Kunstgeschichte in Frage

Hat soziale Phobie genetische Ursachen? (21.3.17)
Ein Studie der Uni Bonn untermauert Zusammenhang mit dem Botenstoff Serotonin. Für weiterführende Studie werden Probanden gesucht

Testosteron schützt Männer vor Allergien (20.3.17)
Frauen leiden häufiger und auch heftiger an Pollen- bzw. Nahrungsmittelallergien und somit auch an Asthma.

Brustkrebs-Kongress: Sterblichkeit bei Brustkrebs um ein Drittel gesunken (19.3.17)
Die Sterblichkeit in Folge einer Brustkrebserkrankung ist in den vergangenen 30 Jahren um ein Drittel zurückgegangen. Das ist ein Erfolg, der auf die verbesserte Früherkennung und auf die Weiter- und Neuentwicklung von Therapiekonzepten zurückzuführen ist.

Wer seinem Arzt vertraut, fühlt sich besser (18.3.17)
Vertrauen in Ärzte und medizinischem Personal führt bei PatientInnen zu einer Verbesserung von subjektiv wahrgenommenen Beschwerden, Zufriedenheit und Lebensqualität. Dies zeigt eine Meta-Analyse von Psychologen der Uni Basel, die in der Zeitschrift PLOS ONE veröffentlicht worden ist.

12-Stunden-Dienste schaden der Gesundheit (17.3.17)
Flexiblere Arbeitszeiten, 3- oder 4-Tage-Woche, 12-Stunden-Arbeitstag – die Diskussionen rund um die Aufteilung jener Zeit, die man mit Arbeit verbringt, sind aktueller denn je.

Neue Methode entfernt Auslöser für allergisches Asthma (16.3.17)
WissenschafterInnen der MedUni Wien ist es gelungen, eine Methode zu entwickeln, wie die IgE-Antikörper aus dem Blut abgesaugt werden und somit die Lebensqualität von Menschen mit schwerem allergischen Asthma deutlich verbessert werden kann.

Schmerzmedikamente ohne Nebenwirkungen herstellbar (15.3.17)
WissenschaftlerInnen der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben einen neuen Weg zur Entwicklung von Schmerzmedikamenten gefunden. Anhand von Computersimulation konnte das Forscherteam Interaktionen an Opioidrezeptoren, den Andockstellen für Schmerzmedikamente, analysieren.

Neue Therapie-Option für Rheumatoide Arthritis (14.3.17)
Drei bis fünf Prozent der Bevölkerung leiden unter entzündlichem Rheuma. In Österreich sind rund 250.000 bis 400.000 Menschen betroffen.

Molekularer Aufbau des Zellkern-Skeletts erstmals aufgeklärt (13.3.17)
Mittels 3-D-Elektronenmikroskopie konnten Strukturbiologen der Universität Zürich erstmals

Forscher ahmen molekulares Gedränge nach (12.3.17)
Enzyme verhalten sich im geräumigen Reagenzglas anders als im molekularen Gedränge einer lebenden Zelle. Chemiker der Universität Basel konnten diese engen Bedingungen nun erstmals in künstlichen Vesikeln naturgetreu simulieren.

Zellen passen sich an die Schwerelosigkeit an (11.3.17)
Innerhalb einer Minute passen sich Säugetierzellen vollständig an die Schwerelosigkeit an. Echtzeitmessungen auf der Internationalen Raumstation ISS belegen, dass Zellen ultraschnell veränderte Schwerkraftverhältnisse ausgleichen. Dieser erstmalige Nachweis gelingt einem internationalen Team unter der Leitung von WissenschaftlerInnen der Universität Zürich.

Impflücken beim Kampf gegen Pertussis (10.3.17)
In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) 2016 mehr als 22.000 Menschen an Pertussis (Keuchhusten) erkrankt. Seit Jahresbeginn wurden bereits 1554 neue Keuchhusten-Patienten an das RKI gemeldet. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte sieht den Grund dafür in Impflücken und kritisiert die Erwachsenenmediziner.

Prof. Andreesen: Der Immunmedizin verschrieben (9.3.17)
Die Universität (UKR)Regensburg und ihre Fakultät für Medizin legen den Grundstein für ein neues Forschungsgebäude und würdigen aus diesem Anlass mit einem Festakt die akademischen Leistungen von Professor Dr. Reinhard Andreesen.

Sexuelle Vermehrung und virale Infektion sind Verwandte (8.3.17)
Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben eine Verbindung zwischen Proteinen für sexuelle Vermehrung und virale Infektionen festgestellt. Die Entdeckung könnte Krankheiten stoppen.

Vernachlässigung in der Kindheit beeinträchtigt die Psyche (7.3.17)
Stark vernachlässigte Kinder, die in jungen Jahren viele Entbehrungen ertragen müssen, leiden auch im frühen Erwachsenenalter unter den psychologischen Erkrankungen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die eine Gruppe von adoptierten rumänischen Kindern begleitet, welche in den 1990er-Jahren in britische Familien kamen.

Paradoxe Persönlichkeit hat auch gute Seiten (6.3.17)
Eine Studie von PsychologInnen der Uni Bonn ergab, dass eine bestimmte Form von Psychopathie zu beruflicher Spitzenleistung führen kann, ohne dabei andere oder das Unternehmen zu schädigen.

Viren unterstützen Fotosynthese bei Bakterien (5.3.17)
Studie: Viren unterstützen Fotosynthese bei Bakterien - Vorteil in der Evolution?

So finden Proteine zueinander (4.3.17)
WissenschaftlerInnen der Charité Berlin sind der Frage nachgegangen, wie die für viele Köperfunktionen unerlässlichen Proteine GPCR und Arrestin zueinander finden und einen Komplex bilden.

Alecensa für kleinzelligen Lungenkrebs wurde bedingt zugelassen (3.3.17)
Alecensa (Alectinib)von Roche bietet eine wirksame systemische Therapieoption für Patienten mit ALK-positivem NSCLC, die auch bei Patienten mit Hirnmetastasen wirkt, die zuvor mit Crizotinib behandelt wurden.

Zecken-„Zement“ als möglicher biologischer Klebstoff für menschliches Gewebe (2.3.17)
Zecken sind dafür bekannt, sich fest in der Haut zu verankern, um für mehrere Tage Blut zu saugen. Dieser Verankerungs-Mechanismus wirkt deshalb so gut, weil er auf einer zementartigen Substanz beruht und mit enormen Klebeeigenschaften wie ein Haftdübel für die Mundwerkzeuge der Zecken funktioniert.

So können Nervenschmerzen besser behandelt werden (1.3.17)
Die Trigeminusneuralgie verursacht blitzartig auftretende, reißende Schmerzen im Zahn- oder Gesichtsbereich. Die herkömmliche Therapie dieses chronischen Nervenschmerzes ist mit belastenden Nebenwirkungen verbunden. Ein neuartiger Wirkstoff hemmt die Schmerzen wirksam und ist gut verträglich. Dies belegen die ersten Resultate einer internationalen Studie unter Beteiligung des Zentrums für Zahnmedizin der Universität Zürich.