MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 2008

MedAustria News von August 2008

Bakterienkiller aus dem Gen-Baukasten (31.8.08)
Für den international renommierten iGEM-Wettbewerb entwickeln Heidelberger Studenten eine biologische Maschine, die Krankheitserreger oder auch Tumorzellen erkennen und spezifisch abtöten kann.

ÖÄK zu Patientenbeschwerden: Indiz für Bruch der Arbeitszeit-Regelungen (30.8.08)
Mayer: Arbeitszeiten für Qualität und Patientenzuwendung maßgeblich

Keine Steigerung des Osteoporose-Risikos bei Männern unter Warfarin (29.8.08)
Die Einnahme von Warfarin scheint bei älteren Männern mit keiner Steigerung des Osteoporose-Risikos assoziiert zu sein.

Viren zeigen der Wissenschaft einen neuen Weg durch ihre Wirtszelle (28.8.08)
Kaliumkanal, den Viren ihre Wirte bauen lassen, kommt auch in Gehirnnervenzellen vor

Bluttransfusion, Anästhesie und Operationen mit gesteigertem NHL-Risiko assoziiert (27.8.08)
Eine im „International Journal of Cancer“ publizierte Studie beschreibt eine Assoziation zwischen Bluttransfusionen, Anästhesien und multiplen chirurgischen Eingriffen und einem gesteigerten Risiko der Entwicklung eines Non-Hodgkin-Lymphoms (NHL).

Hormonersatztherapie bessert Lebensqualität nach der Menopause (26.8.08)
Eine Hormonersatztherapie (HRT) mit Östrogen plus Progesteron kann bei Frauen nach der Menopause die Lebensqualität verbessern.

Neues Mukoviszidose-Medikament umgeht genetischen Defekt (25.8.08)
Das neue Medikament gegen zystische Fibrose, PTC124, kann den genetischen Defekt in der Proteinbiosynthese der Patienten umgehen und die Funktion der Zellmembranen verbessern, die durch die Erkrankung normalerweise behindert wird.

Eine Verjüngungskur für die Traditionelle Chinesische Medizin (24.8.08)
Pharmazeuten der Universität Jena planen internationalen Master-Studiengang

Kupfer löscht in weltweitem Feldversuch resistente Krankenhauskeime aus (23.8.08)
Manchmal kann Altbewährtes auch innovativ sein

Schlafapnoe als unabhängiger Mortalitäts-Risikofaktor (22.8.08)
Resultate zweier im „Journal Sleep“ publizierter Studien lassen vermuten, dass eine unbehandelte Schlafapnoe unabhängig von Alter, Geschlecht und Body-Mass-Index mit einem gesteigerten Mortalitätsrisiko assoziiert ist.

Ein Molekül im Rückwärtsgang (21.8.08)
Wissenschaftler der Charité verfolgen Reparaturen in der Zelle

Gesteigertes Fraktur-Risiko bei Langzeittherapie mit PPIs (20.8.08)
Die Einnahme von Protonenpumpenhemmern (PPI) über viele Jahre hinweg ist laut Resultaten einer kanadischen Studie mit einem signifikant erhöhten Frakturrisiko assoziiert.

Höhere postoperative Komplikationsrate bei Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen (19.8.08)
Patienten mit Schizophrenie und Depressionen neigen möglicherweise mehr zu postoperativen Komplikationen als Patienten ohne psychische Erkrankung,

Deutscher Schmerzkongress 2008: Schmerzforschung und -therapie vom Labor bis zur Leitlinie (18.8.08)
Über 2500 Schmerzexperten treffen sich vom 8. bis zum 11. Oktober beim Deutschen Schmerzkongress 2008 in Berlin

Die richtige Dosis Sport macht's - mehr Testosteron, besserer Sex (17.8.08)
Neues vom 60. Urologen-Kongress: "Mann" muss kein Olympionike sein!

ELSID-Studie: Diabetiker im DMP leben länger (16.8.08)
Erste Endergebnisse der Studie zeigen Unterschiede bei der Sterblichkeit von Teilnehmern und Nicht-Teilnehmern strukturierter Behandlungsprogramme

Wie steht es um die Zukunft der hausärztlichen Versorgung? (15.8.08)
Bremer Gesundheitswissenschaftler befragen Medizinstudierende über das Bild der Allgemeinmedizin

Deutliche Steigerung des Mortalitätsrisikos bei Vitamin D-Mangel (14.8.08)
Eine in „Archives of Internal Medicine“ publizierte Massenstudie mit 13.000 Teilnehmern hat belegt, dass ein Mangel an Vitamin D das Sterberisiko deutlich erhöht.

Refraktive Fehler bei 50 Prozent der US-Bevölkerung (13.8.08)
Die Hälfte der Amerikaner sind von einer Fehlsichtigkeit betroffen, die meisten leiden entweder an Myopie oder Astigmatismus.

Gesteigertes Insult-Risiko unter Rofecoxib und Valdecoxib (12.8.08)
Resultate einer aktuellen retrospektiven Studie lassen erneut vermuten, dass eine Therapie mit den selektiven COX-2-Inhibitoren Rofecoxib (Vioxx®) und Valdecoxib (Bextra®) mit einem gesteigerten Insult-Risiko assoziiert ist.

Kognitive Einbußen bei länger bestehender KHK (11.8.08)
Laut Resultaten einer in der online-Ausgabe des „European Heart Journal“ publizierten Studie geht eine länger bestehende koronare Herzkrankheit (KHK) häufig mit Einbußen der kognitiven Leistungen einher.

Neue Studien belegen Erfolge konsequenter Nichtraucherschutz-Politik (10.8.08)
Deutlicher Rückgang von Herzkrankheiten und Atemwegsproblemen – keine negativen ökönomischen Effekte für die Gastronomie

DEGUM: Schonender Ultraschall statt gefährlicher Strahlen (9.8.08)
Ultraschallexperten warnen: Strahlendosis in der Medizin steigt

EULAR: Phase-III-Studien zu Wirksamkeit von Golimumab bei rheumatoider Arthritis (8.8.08)
RA-Patienten, die monatlich eine subkutane (s.c.) Injektion mit dem TNF-alpha-Inhibitor Golimumab in Kombination mit Methotrexat (MTX) erhielten, profitierten von einer signifikanten Besserung der Symptome, einer anhaltenden Verbesserung der körperlichen Funktionsfähigkeit und einer Reduktion der Krankheitsaktivität.

Thoraxchirugen tagen in Bremen: Optimale Therapien im Klinikalltag (7.8.08)
Vom 11. bis 13. September 2008 findet im Parkhotel Bremen die 17. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie (DGT) statt.

Schwangerschaftsrisiken nach assistierter Reproduktion nicht durch das Verfahren selbst begründet (6.8.08)
Die ungünstigen Folgen assistierter Reproduktion, die im Vergleich zur allgemeinen Bevölkerung festgestellt werden können, könnten eher an den die Unfruchtbarkeit verursachenden, als an den mit dem reproduktiven Verfahren verknüpften Faktoren liegen.

Exzellente Resultate durch Gelenksersatz auch bei über 75jährigen Osteoarthritis-Patienten (5.8.08)
Betagte Patienten, die wegen einer schweren Arthrose des Hüft- oder Kniegelenks einen Hüftersatz erhielten, benötigten zwar mehrere Wochen zur Erholung, längerfristig scheinen die Vorteile jedoch zu überwiegen.

Passivrauchen als Insult-Risikofaktor (4.8.08)
Wer mit einem Raucher verheiratet ist, hat auch als Nicht- oder Exraucher ein erhöhtes Schlaganfallrisiko.

Geschlechtsunterschiede beim Placeboeffekt (3.8.08)
Männer sind suggestibel und Frauen sind konditionierbar!

Signalkodierung und Informationsverarbeitung im Gehirn (2.8.08)
Wenige Neuronen für präzise Informationsverarbeitung nötig.

Assoziation zwischen mütterlichem Tabakkonsum und oralen Spaltbildungen beim Nachwuchs (1.8.08)
Rauchen im ersten Schwangerschaftstrimester ist unabhängig von Genvarianten, die der Detoxifikation von Zigaretteninhaltsstoffen dienen, mit einem gesteigerten Risiko von Lippenspalten beim Nachwuchs assoziiert.