MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 2007

MedAustria News von April 2007

Kiefergelenkknacken kein Risikofaktor für arthrogenen Schmerz (30.4.07)
Resultaten einer in „Der Schmerz“ publizierten Studie zufolge ist Kiefergelenkknacken mit keiner Steigerung des arthrogenen Schmerzrisikos assoziiert und bedarf daher keiner speziellen Therapie.

Präventionskampagne HAUT der gesetzlichen Kranken- und Unfallversicherung (29.4.07)
Während in Österreich eine ausreichende Hautkrebsprävention in Form regelmässiger Screenings der Patientenhaut von den Sozialversicherungen (noch?) nicht übernommen wird, setzt man in Deutschland nun auf Prävention, auch wenn das Geld hier ausschliesslichin eine Medienkampagne zur Aufklärung fliesst..

Netzwerke in der Dermatologie - besserer Service für Patienten (28.4.07)
Hautärzte können vieles - aber nicht jeder Hautarzt kann alles.

Deutscher Forschungsverbund Neuropathischer Schmerz mit neuem Webauftritt (27.4.07)
Der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Deutsche Forschungsverbund Neuropathischer Schmerz (DFNS) präsentiert sich ab sofort mit einer neu gestalteten Website.

Longitudinale Assoziation zwischen Depressionen und Typ II-Diabetes (26.4.07)
Ältere depressive Personen erkranken laut Resultaten einer in „Archieves of Internal Medicine“ publizierten Studie häufiger an Typ II-Diabetes.

Malaria weiterhin eine der häufigsten Todesursachen bei afrikanischen Kindern (25.4.07)
UNICEF zum Welt-Malaria-Tag am 25.April: Alle 30 Sekunden stirbt ein Kind an Malaria; Moskitonetze könnten die Kindersterblichkeit drastisch senken

Indikation der Tonsillektomie bei Erwachsenen mit rezidivierender Streptokokken-Pharyngitis (24.4.07)
Erwachsene mit rezidivierender A-Streptokokken-Pharyngitis profitieren laut einer in der online-Ausgabe des „British Medical Journal“ publizierten Studie von einer Tonsillektomie (weniger Rezidive, weniger andere Halsentzündungen, weniger Tage mit Halsschmerzen).

Orales Ondansetron effektiv bei Kindern mit akuter Gastroenteritis (23.4.07)
Bei Kindern mit Gastroenteritis und Dehydratation verringert eine einzelne Dosis orales Ondansetron das Erbrechen, erleichtert die orale Rehydratation und könnte so für die Anwendung in der Notaufnahme gut geeignet sein.

Gendiagnostik bei Herzkrankheiten (22.4.07)
Das Institut für Herz-Kreislaufforschung an der Universität Witten/Herdecke informiert auf dem deutschen Kardiologenkongress über Früherkennungsmöglichkeiten

Differenzierter Einsatz Medikamenten-beschichteter Stents ist gefragt (21.4.07)
Im Rahmen der 73. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim wurde ein Positionspapier der DKG zu Medikamenten-beschichteten Stents vorgestellt.

Moderne Herz-Bildgebung verbessert Prognose und erhöht Lebenserwartung (20.4.07)
"Wenn heute in Deutschland die mittlere Lebenserwartung in jedem Jahrzehnt um 2,6 Jahre zunimmt, so ist dies in erster Linie auf die Fortschritte im Bereich des Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen", sagte Prof. Dr. Werner Daniel (Universitätsklinikum Erlangen), Tagungspräsident der 73. Jahrestagung der DGK

Taillenumfang ist Risikofaktor für Herzinfarkt und Diabetes (19.4.07)
Dickbäuchige leben gefährlicher als Personen mit vergleichsweise weniger Fett um die Hüfte.

124. Chirurgenkongress: Frühzeitige Therapie von Durchblutungsstörungen (18.4.07)
Rund ein Fünftel der älteren Menschen in Deutschland leidet an schweren Durchblutungsstörungen in den Beinen.

Kein gesteigertes kongenitales Malformationsrisiko bei Steroid-Inhalation im ersten Trimester (17.4.07)
Die Inhalation von Kortikosteroiden von Asthmatikerinnen im ersten Schwangerschaftstrimester scheint kein Risiko für kongentiale Malformationen darzustellen.

Niedriger dosiertes Kurzzeit-Amoxicillin effektiv bei Kindern mit milder bis mittelschwerer Pneumonie (16.4.07)
Bei Kindern mit milder bis mittelschwerer Pneumonie ist eine dreitätige Therapie mit 45mg/kg/d oralem Amoxicillin vergleichbar effektiv wie eine Behandlung mit der doppelten Dosis.

Kongressvorschau - 113. Internistenkongress: Dem Patienten zugewandt (15.4.07)
Die Art und Weise, wie Ärzte auf Patienten und deren Krankheit eingehen und je stimmiger die Kommunikation ist, desto zufriedener ist der Patient mit seiner Behandlung – an Körper und Geist.

Kongressvorschau: OP-Risiken stark Übergewichtiger verringern (14.4.07)
Stark übergewichte Patienten haben Nachteile, wenn sie operiert werden oder eine intensivmedizinische Behandlung benötigen.

Diamantähnliche Schichten können Implantate sauber halten (13.4.07)
Hauchdünne Beschichtungen aus diamantähnlichem Kohlenstoff können verhindern, dass sich auf urologischen Implantaten gefährliche Bakterienbiofilme bilden.

Effektivität von Sumatriptan plus Naproxen bei Migräne (12.4.07)
Eine Fixkombination von 85mg Sumatriptan plus 500mg Naproxen erwies sich in zwei randomisierten Studien als effektiver als Plazebo oder eine Monotherapie mit einer der Substanzen.

Pioglitazon zur Reduktion des Reinsult-Risikos bei Typ II-Diabetikern (11.4.07)
In dieser Subgruppenanalyse der PROactive-Studie reduzierte Pioglitazon signifikant das Risiko für einen erneuten Schlaganfall bei Hochrisikopatienten mit Typ II-Diabetes.

Anämie als Mortalitätsprädiktor nach NTX (10.4.07)
Eine prospektive Kohortenstudie beschreibt die Anämie nach einer Nierentransplantation als signifikanten und unabhängigen Risikofaktor der Mortalität und des Organverlusts.

Eiweißhülle schützt vor Gefäßverkalkung (9.4.07)
Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich und der RWTH Aachen beobachteten erstmals experimentell, wie Eiweißstoffe im Blutplasma Gefäßverkalkung verhindern.

Thrombolyse-Therapie hat sich europaweit bewährt (8.4.07)
Schlaganfälle lassen sich häufig wirksam und sicher mit einem Medikament behandeln, das die für den Schlaganfall verantwortlichen Blutgerinnsel in den Hirngefäßen auflöst und die Durchblutung wiederherstellt.

Studie zur Bedeutung von BRCA-Mutationen für die genomische Stabilität nach Mammographiestrahlung (7.4.07)
Das Mammakarzinom macht ein Viertel aller Krebsfälle bei Frauen aus und ist somit die weitverbreitetste Krebsart bei Frauen überhaupt. Etwa 5 - 10% aller Brustkrebsfälle sind auf vererbbare Mutationen in einem der beiden Gene BRCA1 oder BRCA2 zurückzuführen.

Passivrauchen steigert TB-Risiko bei Kindern (6.4.07)
Eine in Südafrika durchgeführte Studie beschreibt für passivrauchende Kinder ein gesteigertes M. tuberculosis-Infektionsrisiko.

Wenn Zellen nicht richtig kommunizieren - Basis für Tumoren (5.4.07)
Biochemische Signalsysteme steuern Embryonal- und Tumorentwicklung.

Niedrigeres Kolorektalkarzinom-Risiko unter oraler Kontrazeption (4.4.07)
Resultate einer prospektiven Kohortenstudie mit fast 40.000 Frauen unterstützen die Hypothese einer Reduktion des Kolorektalkarzinom-Risikos bei oraler Kontrazeption.

Oropharyngeale Nebenwirkungen bei Steroid-Inhalation (3.4.07)
Eine US-Amerikanische Studie beschreibt für Patienten unter inhalativen Steroiden ein gesteigertes orales Candidiasis-, Pharyngitis- und Dysphonie-Risiko.

Kongressvorschau: Diskussion über Patientenverfügungen im Rahmen der 113. Jahrestagung der DGIM (2.4.07)
Im Rahmen der 113. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) in Wiesbaden diskutieren Experten das Für und Wider der Patientenverfügung und erörtern dabei geltende Rechte von Ärzten und Patienten.

Mit 'chemischem Lego' auf dem Weg zum HIV-Impfstoff (1.4.07)
Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung ist es nun gelungen, einen wichtigen Baustein des HI-Virus im Reagenzglas nachzuahmen. Er ist an der Auslösung einer Immunantwort beteiligt, die das Virus neutralisiert.