MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 2006

MedAustria News von März 2006

Gesteigertes Mortalitätsrisiko bei Mehrlingsschwangerschaften (31.3.06)
Mehrlingsschwangerschaften bergen laut einer in „Obstetrics and Gynecology“ publizierten Studie für die werdenden Mütter ein gesteigertes Schwangerschafts-assoziiertes Mortalitätsrisiko.

Deutliche Steigerung des Myokardinfarkt-Risikos während der Schwangerschaft (30.3.06)
Obwohl das Risiko eines Myokardinfarkts bei Frauen im reproduktiven Alter niedrig ist, steigt laut einer in „Circulation“ publizierten Studie das Infarktrisiko bei Schwangeren um das Drei- bis Vierfache.

Verzögerung der Zystektomie bei Diagnose Blasenkrebs steigert Mortalitätsrate (29.3.06)
Eine Verzögerung des Zystektomie-Termins nach der Diagnose eines Blasenkrebses um drei Monate resultiert in einer deutlich kürzeren Überlebenszeit.

Hohe Prävalenz neuropsychiatrische Erkrankungen bei Kindern mit Typ 2-Diabetes (28.3.06)
Laut Resultaten einer US-Amerikanischen Studie leiden fast 20 Prozent der Kinder mit Typ 2-Diabetes an neuropsychiatrischen Erkrankungen.

Tuberkulose-Inzidenz steigt in Afrika weiter (27.3.06)
Die Tb-Inzidenz ist im Jahr 2004 weltweit leicht gestiegen. Grund dafür ist die steigende Zahl von Erkrankungen im südlichen Afrika. In allen anderen Regionen der Welt haben Inzidenz und Prävalenz dagegen weiter abgenommen.

Risperidon als effektive Langzeittherapie autistischer Kinder und Jugendlicher (24.3.06)
Eine im American Journal of Psychiatry publizierte Studie beschreibt die Sicherheit und Effektivität einer mittel- und langfristigen Behandlung mit Risperidon bei autistischen Kindern und Jugendlichen mit Aggressionen, mäßigen Anfällen und Selbstverletzungsgefahr.

Assoziation zwischen Schlafdauer und Diabetes-Risiko (23.3.06)
Daten einer Langzeit-Studie lassen vermuten, dass der Umstand, jede Nacht nicht genug zu schlafen oder aber zu lange zu schlafen, das Risiko für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes erhöht.

Deutlich gesteigertes Mortalitätsrisiko bei Raucherinnen mittleren Lebensalters (22.3.06)
Der Verzicht auf das Rauchen wirkt sich laut Resultaten einer in „Annals of Internal Medicine“ publizierten Studie bei Frauen in jedem Lebensalter positiv auf die Lebenserwartung aus.

Zweifel an der Sicherheit der Atkins-Diät (21.3.06)
Die proteinreiche und kohlehydratarme Atkins-Diät ist möglicherweise nicht sicher und sollte - laut einem im Lancet publizierten Artikel - nicht zur Gewichtsreduktion empfohlen werden.

Reduktion des Asthma-Risikos bei hohem Konsum von Tomaten, Karotten und Blattgemüse (20.3.06)
Eine Diät reich an Tomaten, Karotten und Blattgemüse ist laut Resultaten einer in „Thorax“ publizierten Studie bei erwachsenen Frauen mit einer niedrigeren Asthma-Prävalenz assoziiert.

Niedriger Knöchel-Arm-Index als Marker für die Entwicklung renaler Erkrankung (17.3.06)
Ein erniedrigter Knöchel-Arm-Index (ABI) scheint neben dem gesteigerten Risiko der Entwicklung kardiovaskulärer Erkrankungen auch ein Signal für ein gesteigertes Niereninsuffizienz-Risiko darzustellen.

Leicht erhöhter Blutdruck als KHK-Risikofaktor (16.3.06)
Schon leicht erhöhte Blutdruckwerte („Prähypertonie“: 120-139/80-89mmHg) erhöhen das KHK- und Insult-Risiko deutlich.

Gesteigertes Asthma-Risiko bei Antibiotika-Administration im ersten Lebensjahr (15.3.06)
Resultate einer Meta-Analyse lassen vermuten, dass bereits mehr als ein Antibiotika-Zyklus im ersten Lebensjahr mit einem gesteigerten Risiko der Entwicklung kindlichen Asthmas assoziiert sein könnte.

Höhere Infektions-Prävalenz bei Frauen nach CABG (14.3.06)
Infektionen nach Bypass-Operationen am Herzen treten offenbar bei Frauen häufiger auf als bei Männern – dies könnte laut Resultaten einer US-Amerikanischen Studie eine Ursache für die höhere Mortalität nach CABG bei Frauen sein.

Thalidomid zur Verbesserung der Effektivität der Chemotherapie bei Multiplen Myelom (13.3.06)
Bei älteren Menschen mit Multiplen Myelom könnte eine zusätzliche Administration von Thalidomid zur Standardtherapie mit Melphalan und Prednison in einer deutlichen Verlängerung der rezidivfreien Überlebenszeit resultieren.

Höherer BMI als Risikofaktor für schwerere und häufigere Migräne-Attacken (10.3.06)
Laut Resultaten einer in „Neurology“ publizierten Studie hat ein hoher BMI keinen Einfluss auf die Migräne-Prävalenz, ist jedoch mit schwereren und häufigeren Attacken assoziiert.

Verdopplung des Insult-Risikos bei Metabolischem Syndrom (9.3.06)
Bei Männern mittleren Alters stellt das Metabolische Syndrom einen signifikanten Schlaganfall-Risikofaktor dar.

Neue Impfung gegen Otitis media bei unter Zweijährigen (8.3.06)
Ein neu entwickelter Pneumokokkus-Protein-D-Impfstoff könnte helfen, Mittelohrentzündungen bei Kindern im Alter unter zwei Jahren zu verhindern.

Gesteigerte Kopfschmerz-Prävalenz bei Einnahme oraler Kontrazeptiva (7.3.06)
Die Prävalenz von Kopfschmerzen – im Speziellen migräneartigen Kopfschmerzen – ist bei Einnahme der Pille deutlich gesteigert.

Subklinischer Hyperthyreoidismus als Risikofaktor für Vorhofflimmern (6.3.06)
Resultate einer US-Amerikanischen Studie beschreiben eine Assoziation zwischen subklinischem Hyperthyreoidismus und gesteigertem Vorhofflimmer-Risiko – subklinisch abnorme TSH-Werte hatten in dieser Studie keinen Effekt auf andere kardiovaskuläre Erkrankungen.

Keine Reduktion des Frakturrisikos durch Kalzium und Vitamin D-Supplementierung bei postmenopausalen Frauen (3.3.06)
Die additionale Einnahme von Kalzium und Vitamin D resultiert bei postmenopausalen Frauen offenbar in keiner Reduktion des allgemeinen Frakturrisikos.

Effektivität von topischem Interferon in der adjuvanten Therapie von Augentumoren (2.3.06)
Eine in „Der Ophthalmologe“ publizierte Studie beschreibt die Effektivität von topischem Interferon-alpha-2b in der adjuvanten Therapie kornealer und konjunktivaler Tumoren.

Reduktion des Frakturrisikos bei Männern unter Statinen (1.3.06)
Die Einnahme von Statinen könnte auch bei Männern in einer Reduktion des Frakturrisikos resultieren.