MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 2005

MedAustria News von Februar 2005

Reduktion des Prostatakarzinom-Risikos durch Karotenoide (28.2.05)
Lycopen und andere Karotenoide könnten zur Reduktion des Prostatakarzinom-Risikos beitragen.

Gesteigerte Insult-Inzidenz bei Parodontose oder Zahnverlust (25.2.05)
Auswertungen der Health Professionals’ Follow-Up Study ergaben für Patienten mit Parodontose oder frühen Zahnausfall ein gesteigertes Risiko ischämischer Insulte.

Höheres HIV-Infektionsrisiko bei nicht beschnittenen Männern (24.2.05)
Das Risiko einer HIV-Infektion infolge von ungeschütztem heterosexuellen Geschlechtsverkehr ist für beschnittene Männer deutlich niedriger als für nicht beschnittene.

Novartis übernimmt Hexal (23.2.05)
Der schweizerische Pharmakonzern Novartis übernimmt den deutschen Generika-Hersteller Hexal und steigt damit zum weltgrößten Anbieter von Nachahmer-Präparaten auf.

Gut verträgliche Therapie des diabetischen Makulaödems mit Infliximab (22.2.05)
Der monoklonale Anti-Tumornekrosefaktor-Antikörper Infliximab erwies sich in der Behandlung des schweren Makulaödems bei Patienten mit Typ-2-Diabetes als vielversprechend.

Höheres kardiales Risiko bei Diabetikerinnen (21.2.05)
Das Risiko eines fatalen kardialen Ereignisses ist laut Resultaten einer auf der Second International Conference on Women, Heart Disease and Stroke präsentierten Studie bei Diabetikerinnen signifikant höher als bei Diabetikern.

Sumatriptan effektiv bei Augenschmerzen nach Keratektomie (18.2.05)
Bei schweren Augenschmerzen infolge der Aktivierung der Nozizeptoren des ersten Trigeminusastes scheint eine Therapie mit Sumatriptan sicher und effektiv.

Krebs-Inzidenz und -Mortalitätsrate steigen in Europa weiter (17.2.05)
Laut einer Presseaussendung der International Agency for Research on Cancer wird die Krebs-Inzidenz und -Mortalitätsrate in Europa auch in diesem Jahr steigen. Lungen-, Darm-, Brust- und Magenkrebs sind die häufigsten Malignitäten.

Hohes CRP als Hypertonie-Risikofaktor (16.2.05)
Eine Studie im JAMA beschreibt erhöhte CRP-Werte als Risikofaktor für die arterielle Hypertonie.

Assoziation zwischen Rauchen und erektiler Dysfunktion (15.2.05)
Eine aktuelle im „American Journal of Epidemiology“ publizierte Studie beschreibt wie auch vorausgegangene Arbeiten den Zusammenhang zwischen Rauchen und der erektilen Dysfunktion.

Ketotifen-Tropfen reduzieren Tränen und Augenrötung (14.2.05)
Symptome der jahreszeitlich bedingten allergischen Konjunktivitis wie Juckreiz und Tränen der Augen werden mit Tropfen, die den Wirkstoff Ketotifen enthalten, wesentlich verringert.

Deutliche Reduktion der Inzidenz und Schwere von Kopfverletzungen beim Tragen von Skihelmen (11.2.05)
Eine im BMJ publiztierte Studie beschreibt eine deutliche Reduktion des Kopfverletzungsrisikos bei Ski- und Snowboardfahrern, die Helme tragen. Die Inzidenz schwerer Nackenverletzungen war jedoch höher.

Fleischreiche Ernährung fördert Entwicklung der benignen Prostatahyperplasie (10.2.05)
Eine Studie der Harvard School of Public Health beschreibt eine Assoziation zwischen hochkalorischer Ernährung und dem Risiko der Entwicklung der benignen Prostatahyperplasie (BPH).

Stillen zur Protektion von Herzkrankheiten (9.2.05)
Eine Studie im Lancet beschreibt für gestillte Kinder ein niedrigeres Risiko der Entwicklung kardiovaskulärer Erkrankungen.

Gabapentin effektiv bei Restless-Leg-Syndrom (8.2.05)
In einer doppelblind geführten Crossover-Studie erwies sich das Antikonvulsivum Gabapentin als sicher und effektiv in der Behandlung des Restless-Leg-Syndrom (RLS).

Notwendigkeit audiologischer Untersuchungen bei Kindern und Jugendlichen mit Down-Syndrom (7.2.05)
Zur Reduktion des Ausmaßes sozial-kommunikativer Einschränkungen sollten bei Kindern und Jugendlichen mit Down-Syndrom regelmäßig otoskopische Untersuchungen durchgeführt werden.

Therapeutisches Management von Gehörgangs- und Mittelohrkarzinomen (4.2.05)
Karzinome des äußeren Gehörganges und des Mittelohres sind selten und gelten als Tumoren mit sehr schlechter Prognose.

Deutliche Steigerung des UTI-Risikos bei Diabetikerinnen (3.2.05)
Infektionen des Harntrakts (UTI) treten laut einer Studie in „Diabetes Care“ bei zuckerkranken, postmenopausalen Frauen deutlich häufiger auf als bei nicht-diabetischen Frauen.

Ineffektivität von 5% Lidocain-Gel bei HIV-assoziierter distalen symmetrischen Polyneuropathie (2.2.05)
Die distale symmetrische Polyneuropatie (DSP) ist einer der häufigsten neurologischen Komplikation der HIV-Infektion, eine Therapie mit 5% Lidocain-Gel scheint ineffizient zu sein.

Enterale Ernährung vorteilhaft bei akuter Pankreatitis (1.2.05)
Eine Nahrungskarenz bei Patienten mit Pankreatitis scheint sich negativ auf das Outcome auszuwirken.