MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 2004

MedAustria News von April 2004

MR-gesteuerte Thermoablation von Uterusmyomen mit fokussiertem Ultraschall (30.4.04)
Erste klinische Erfahrungen mit einer neuen noninvasiven Methode

Deszendierende intramedulläre Nagelung effektiv zur Behandlung dislozierter suprakondylärer Oberarmfrakturen im Kindesalter (29.4.04)
Die stabile intramedulläre Nagelung mit postoperativer Freigabe des Bewegungsumfanges bei der Versorgung suprakondylärer Oberarmfrakturen im Kindesalter schont im Vergleich zur perkutanen Osteosynthese mit Kirschner-Drähten den N. ulnaris und resultiert seltener in einer sekundären Dislokation.

Reversibilität der Lipoatrophie nach Umstellung von AZT/d4T auf ABC (28.4.04)
Resultate der MITOX-Extension Study lassen vermuten, dass bei HIV-Positiven mit moderater bis schwerer Lipodystrophie zwei Jahre nach der Umstellung einer HIV-Therapie von AZT/d4T auf ABC das Fortschreiten der Fettverteilungsstörungen deutlich verlangsamt werden könnte.

Neues Kontrastmittel zur Diagnose von Leberläsionen (27.4.04)
Schering erhält in Schweden die Zulassung für das neue leberspezifisches MRT-Kontrastmittel Primovista (TM).

Risiko von Hepatitis-Infektionen bei Reisen innerhalb Europas unterschätzt (26.4.04)
Am 1. April 2004 startet eine österreichweite Impfaktion, die es allen Österreicherinnen und Österreichern ermöglicht, sich im April und Mai 2004 zu einem vergünstigten Preis gegen Hepatitis A beziehungsweise A+B impfen zu lassen.

Signifikante Verbesserung des krankheitsfreien Überlebens durch Exemestan bei postmenopausalem Brustkrebs (23.4.04)
Randomisierte Studie von Exemestan nach zwei- bis dreijähriger Tamoxifen-Therapie bei postmenopausalen Frauen mit primärem Brustkrebs

Antihypertensive Kombinationstherapien selten als Initialtherapie (22.4.04)
Drei Viertel aller neu eingestellten Hypertoniker in Deutschland erhalten zunächst eine Monotherapie.

Prädiktoren eines virologischen Versagens bei HIV-Positiven unter NNRTIs (21.4.04)
NNRTI-Resistenzen werden aufgrund der gesteigerten Administration in Westeuropa und den USA häufiger – eine Studie in „Clinical Infectious Diseases“ beschreibt Prädiktoren des virologischen Versagens und der Entwicklung von Resistenzen unter NNRTIs.

Typ II-Diabetes beeinflusst H. pylori-Eradikationsrate (20.4.04)
Möglicherweise aufgrund mikrovaskulärer Veränderungen im Magen und die häufigere Einnahme von Antibiotika ist die H. pylori-Eradikationsrate bei Typ II-Diabetikern signifikant niedriger als bei Normoglykämikern.

Korrelation zwischen hohem Körpergewicht und Nephrolithiasis (19.4.04)
Ein hohes Körpergewicht ist laut einer Studie in der April-Ausgabe von „Kidney International“ mit einem niedrigerem Urin-pH und damit einem gesteigerten Risiko der Entwicklung von Harnsäuresteinen assoziiert.

Muzinöses Mammakarzinom mammographisch und sonographisch häufig nicht erkennbar (16.4.04)
Sensitivität der Sonographie beträgt beim muzinösen Mammakarzinom 50% , die der Mammographie 80%.

Physische Inaktivität, Rauchen und Adipositas als Risikofaktoren für chronische Nierenerkrankungen (15.4.04)
Eine Studie in „Epidemiology“ beschreibt für physisch inaktive, rauchende und adipöse Personen ein gesteigertes Risiko der Entwicklung chronischer Nierenerkrankungen.

Keine PI-Resistenzen nach 48wöchiger Therapie mit Fosampernavir/Ritonavir (14.4.04)
In der Fachzeitschrift „AIDS“ publizierte Auswertungen der SOLO-Studie zeigen, dass Resistenzentwicklungen bei Therapie mit Fosamprenavir/Ritonavir (908/r) im Vergleich zu einem auf Nevirapin basierendem Regime signifikant seltener auftraten.

CRP nur bedingter Prädiktor einer KHK (13.4.04)
Laut einer Studie im New England Journal of Medicine scheint die Konzentration von C-reaktivem Protein (CRP) nur eine geringe Relevanz zur Vorhersage einer koronaren Herzerkrankung (KHK) zu haben.

Sekundärprävention venöser Thromboembolien mittels des oralen direkten Thrombinhemmers Ximelagatran (9.4.04)
Ximelagatran in der weiterführenden präventiven Behandlung venöser Thromboembolien effektiv ohne Häufigkeit von Blutungskomplikationen

NSARs könnten Alzheimer-Risiko reduzieren (8.4.04)
Die Resultate einer im BMJ publizierten systemischen Übersichtsarbeit lassen vermuten, dass infolge der Einnahme nichtsteroidaler Antirheumatika (NSARs) das Alzheimer-Risiko reduzieren werden könnte.

Ramipril in niedrigen Dosen scheinbar ineffektiv (7.4.04)
Ramipril beugt nach Studienergebnissen in einer Dosis von 10mg Komplikationen bei Patienten mit hohem kardiovaskulären Risiko vor.

Etanercept mäßig effektiv in der Langzeittherapie der juvenilen idiopathischen Arthritis (6.4.04)
Eine Langzeittherapie mit Etanercept ist bei Patienten mit juveniler idiopathischer Arthritis – neben der hohen Nebenwirkungsrate – oftmals ineffektiv.

Anämie als Mortalitätsprädiktor bei schwerer Herzinsuffizienz (5.4.04)
Laut einer Studie im „Journal of the American College of Cardiology“ steigert eine Anämie bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz signifikant und unabhängig das Mortalitätsrisiko.

Sonographisch gezielte Radiofrequenzablation zur Lokaltherapie kleiner Mammakarzinome (2.4.04)
Bei malignen Brusttumoren <2cm erweist sich die sonographisch gezielte Radiofrequenzablation als anwendbare und sichere Methode.

Keine Erhöhung des Brustkrebsrisikos infolge eines Aborts (1.4.04)
Für Frauen, die eine Fehlgeburt hatten oder bei denen eine Abtreibung vorgenommen wurde, besteht offenbar kein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Brustkrebs.