MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 2003

MedAustria News von September 2003

Bosentan zur Steigerung der körperlichen Belastbarkeit bei HIV-infizierten mit pulmonaler Hypertonie (30.9.03)
Der Endothelin-Rezeptorblocker Bosentan steigert bei HIV-Infizierten mit Lungenhochdruck die körperliche Belastbarkeit und verbessert die Lebensqualität.

Sicherer und effektiver Opiatentzug mit Buprenorphin allein oder in Kombination mit Naloxon (29.9.03)
Bei opiatabhängigen Menschen kann Buprenorphin – alleine oder in Kombination mit Naloxon verabreicht – das Verlangen nach Opiaten (Craving) sowie deren Konsum reduzieren.

Milchzähne geben Aufschluss über Asthma-Risiko (26.9.03)
Bei der Entstehung von Asthma spielt die Versorgung der Embryonen mit den Spurenelementen Selen und Eisen eine entscheidende Rolle.

Höheres Alter und vorausgegangener i.v.-Drogenkonsum als Risikofaktoren für schlechtere CD4-Recovery (25.9.03)
Eine Posterpräsentation auf der 43. ICAAC beschreibt ein höheres Alter und vorausgegangenen i.v.-Drogenkonsum, nicht jedoch das Geschlecht, eine HCV-Koinfektion, das Therapieregime oder die CD4-Zahl und Viruslast zu Beginn der Therapie, als Risikofaktoren für einen schlechteren immunologischen Lang- und Kurzzeit-Response.

Allgemeine Infos zur H. pylori-Eradikationstherapie (24.9.03)
Helicobacter pylori ist bei 70% aller Patienten mit einem Ulcus ventriculi und bei ca. 95% aller Patienten mit einem Ulcus duodeni das pathogene Agens. Eine Eradikationstherapie wird deshalb bei allen diesen Ulkuspatienten empfohlen.

Steigerung des Diabetes-Risikos bei HIV/HCV-Koinfektion (23.9.03)
Eine auf der 43. ICAAC präsentierte Studie beschreibt für HIV/HCV-Koinfizierte unter HAART ein gesteigertes Diabetes-Risiko.

Steigerung des Kataraktrisikos bei höherer Steroid-Dosis und längerer Steroid-Administration (22.9.03)
Eine höhere Dosis und die längere Administration von zu inhalierenden Kortikosteroiden scheinen mit einer Steigerung des Kataraktrisikos assoziiert zu sein.

Gaumenexpander kuriert Bettnässen (19.9.03)
Eine Studie des Prince of Wales Hospital in Sydney kommt zu dem Ergebnis, dass Kinder vom Bettnässen befreit werden, wenn ihnen zu große Rachen- oder Gaumenmandeln entfernt werden. Durch Tragen eines klammerartigen Expanders zum Dehnen eines zu engen Gaumens tritt derselbe Effekt auf.

15%ige 3-Jahres-Mortalitätsrate nach virologischem Therapieversagen (18.9.03)
Auswertungen der PLATO (Pursuing Later Treament Options)-Studie ergaben, dass rund 15 Prozent der HIV-Positiven nach einem virologischen Therapieversagen - unabhängig von der vorausgegangenen antiviralen Medikation (NRTI, NNRTI, PI) - innerhalb von drei Jahren versterben.

Fast fünf Millionen Todesfälle pro Jahr durch Tabakkonsum (17.9.03)
Schätzungen lassen vermuten, dass fast fünf Millionen Menschen im Jahr 2000 weltweit an den gesundheitsschädigenden Folgen des Rauchens verstarben.

Immunologische Responserate unter Therapieregime mit Abacavir deutlich höher als bei Kombinationstherapie mit AZT (16.9.03)
Bei therapienaiven HIV-Positiven ist eine HAART mit Ziagen® (Abacavir), Epivir® (3TC) und Efavirenz (EFV) hinsichtlich der virologischen Responserate mit Retrovir® (AZT), Epivir® (3TC) und Efavirenz vergleichbar – die immunologische Responserate ist jedoch unter Ersterer deutlich höher.

Hohes Meningitis-Risiko bei Kindern mit Cochlear-Implantaten (15.9.03)
Kinder mit Cochlear-Implantaten weisen laut einer Studie im „New England Journal of Medicine“ besonders in den ersten Monaten nach der Operation ein hohes Risiko auf, an Meningitis zu erkranken.

Reinigungswirkung zweier Handzahnbürsten mit unterschiedlichen Filamenten (12.9.03)
Handzahnbürste mit konischen Borsten führt zu signifikant höherer Plaquereduktion als herkömmliche Zahnbürsten

Neue Daten belegen die anhaltende Effektivität von Ramipril zur Prävention schwerer kardiovaskulärer Ereignisse (11.9.03)
Resultate der HOPE-TOO (HOPE – The Ongoing Outcomes)-Studie belegen den nachhaltigen Nutzen des Angiotensin-Converting-Enzym (ACE)-Hemmer Ramipril zur Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen und zur Reduktion der Diabetes-Inzidenz.

Neues Ulraschallgerät zur Parodontitis-Therapie (10.9.03)
Zentraler Bestandteil initialer und unterstützender Parodontitistherapie ist die mechanische Entfernung der Wurzelauflagerungen und des Biofilms.

Einmal täglich 3TC+ddI+EFV als sichere und effektive Alternative zu b.i.d.-Regimes (9.9.03)
Eine Studie in „Antiviral Therapy“ beschreibt die einmal tägliche Einnahme von 3TC+ddI+EFV als sichere und effektive Alternative zu b.i.d.-Dreifachregimes.

Indocyaningrün-Angiographie zur Differenzierung von Aderhautmetastasen und Aderhautmelanomen (8.9.03)
Die Diagnose chorioidaler Tumoren basiert insbesondere auf der Funduskopie und der Ultraschalluntersuchung. Mit Hilfe der Indocyaningrün-Angiographie (ICG-A) können die Vaskularisierungseigenschaften dieser Tumore charakterisiert werden.

CHARM-Preserved: Candesartan zur Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse und der Hospitalisierungrate bei Patienten mit Herzinsuffizienz und erhaltener LEV (5.9.03)
Eine Therapie mit Candesartan hat bei Patienten mit Herzinsuffizienz und einer linksventrikulären Ejektionsfraktion über 40 Prozent einen moderat positiven Effekt hinsichtlich der Prävention kardiovaskulärer Ereignisse und der Hospitalisierungsrate .

Status essenzieller Spurenelemente bei unbehandelten Kopf-Hals-Karzinomen (4.9.03)
Auch für die Gruppe der HNO-Karzinome lässt sich eine charakteristische Verschiebung der Spurenelemente im Serum nachweisen.

Sechs Monate nach HAART-Initiation als geeigneter prognostischer Zeitpunkt (3.9.03)
Sechs Monate nach Beginn einer hochaktiven antiretroviralen Therapie - nicht jedoch zu Beginn der Behandlung - sind CD4-Zellzahl und Viruslast deutliche Prädiktoren der Krankheitsprogression.

Steigerung des Hyperglykämie-Risikos bei HIV/HCV-Koinfektion und Therapie mit einem Proteaseinhibitor (2.9.03)
Eine Studie im „Journal of AIDS“ beschreibt für HIV-Positive mit HCV-Koinfektion ein gesteigertes Hyperglykämie-Risiko, wobei dieses bei Therapie mit einem Proteaseinhibitor zusätzlich gesteigert wird.

Gesteigerte Verschreibung von SSRIs senkt Suizidraten (1.9.03)
Höhere Verschreibungsraten von Antidepressiva durch Allgemeinmediziner in Australien haben offenbar zu einer Absenkung der Selbstmordzahlen geführt.