MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 2003

MedAustria News von März 2003

Erdnuss-Allergie als Folge der Applikation Erdnuss-Öl enthaltender Salben und Konsum von Soja-Produkten (31.3.03)
Durch Applikation von Erdnuss-Öl enthaltenden Salben und Cremes auf entzündete Hautstellen kann bei Kindern eine Sensibilisierung auf Erdnüsse und Erdnuss-enthaltende Produkte erfolgen. Auch Soja-Produkte könnten über Cross-Sensibilisierung das Risiko der Entwicklung einer Erdnussallergie fördern.

Polysomnographische Evaluierung orthognather Chirurgie bei Schnarchen (28.3.03)
Osteotomie effektive Alternative in der Behandlung von Schnarchen und schlafbezogenen Atmungsstörungen

Überlegenheit von topischem Tazaroten gegenüber Adapalen-Creme (27.3.03)
In einer US-amerikanischen Studie erwies sich 0,1%ige Tazaroten-Creme (Zorac®) bei Akne vulgaris gegenüber 0,1%iger Adapalen-Creme (Differin®) als effektiver.

Trizivir® effektiv als first-line Therapie bei fortgeschrittener HIV-Infektion (26.3.03)
Auch bei fortgeschrittener HIV-Infektion (hohe Virenlast, niedrige CD4-Zellzahl, opportunistische Infektionen) scheint eine Therapie mit dem Kombinationspräparat Trizivir® (ZDV/3TC/ABC) sicher und effektiv zu sein.

456 SARS-Fälle zwischen 1. Februar 2003 und 24. März 2003 (25.3.03)
Die World Health Organisation berichtet in ihrer Aussendung vom 24. März 2003 von weltweit 456 Fällen eines schweren akuten respiratorischen Syndroms und 17 SARS-Todesfällen.

Rauchen steigert auch hämorrhagisches Insult-Risiko (24.3.03)
Dass Raucher ein erhöhtes Schlaganfall-Risiko haben, ist seit langem bekannt. Bislang konnte dies aber nur für die häufigste Form des Schlaganfalls, den ischämischen Insult, nachgewiesen werden.

Verlaufsdiagnostik bei Schwangeren mit parodontalen Infektionen (21.3.03)
Korrelation zwischen IL-6 und PGE2 im Fruchtwasser und parodontalen Erkrankungen

Management des schweren akuten respiratorischen Syndroms im Verdachtsfall und im wahrscheinlichen Fall (20.3.03)
Die World Health Organisation hat in Folge der steigenden SARS Inzidenz Behandlungsvorschläge bei Verdachtsfällen auf ihrer Webpage publiziert.

Keine Resistenz-Selektion nach 48 Wochen geboosteter GW433908-Therapie (19.3.03)
Nach dem Versagen einer mit Ritonavir (RTV) geboosteten oder nicht geboosteten GW433908 (908)-Therapie ist der Response einer nachfolgenden Therapie mit einem anderen PI hoch.

Weitere Verdachtsfälle der aus Asien eingeschleppten atypischen Pneumonie in Europa (18.3.03)
Aus zahlreichen Ländern Europas werden Verdachtsfälle der aus Asien eingeschleppten atypischen Pneumonie gemeldet.

Dengue-Inzidenz steigt weltweit (17.3.03)
Das von Stechmücken (v.a. Aedes aegypti) übertragene Dengue-Fieber tritt bereits in mehr als 100 Ländern der Welt endemisch auf und ist nach Angaben eines Artikels in „New Scientist“ auf dem globalen Vormarsch.

Karies bei Kindern mit Passivrauchen assoziiert (14.3.03)
Signifikante Häufung von Zahnschäden bei Kindern, die Zigarettenrauch ausgesetzt sind

Hohe Plasma-Homozystein Konzentration als Risikofaktor der chronischen Herzinsuffizienz (13.3.03)
Eine hohe Homozystein-Konzentration ist laut einer im JAMA publizierten Studie bei Erwachsenen unabhängig und signifikant mit einem gesteigerten Risiko der Entwicklung einer chronischen Herzinsuffizienz assoziiert.

Antiretrovirale Therapie inklusive eines Proteaseinhibitors hat frühe, direkte Wirkung gegen orale Candidose (12.3.03)
Unabhängig von der Immunrekonstitution innerhalb der ersten Wochen einer hochaktiven antiretroviralen Therapie haben Proteaseinhibitoren einen direkten Effekt gegen die Candidose der Mundschleimhaut.

Sparmaßnahmen im österreichischen Gesundheitswesen sollen sich auf eine Milliarde Euro belaufen (11.3.03)
Die österreichische Bundesregierung sieht für das Gesundheitswesen jährliche Einsparungen von einer Milliarde Euro vor.

Mundgeruch durch orales Bakteriendefizit (10.3.03)
Wer unter schlechtem Atem leidet, hat möglicherweise zu wenige Bakterien auf der Zunge

Synthetisches Antithrombotikum effektiv bei TVT (7.3.03)
MATISSE-Studien zeigen gute Wirkung von Arixtra®

Enzymtest für Darmtumore (6.3.03)
Ein innovativer Krebstest soll Darmtumore künftig früher nachweisen als bisherige Tests.

Krebspatienten haben bessere Überlebenschancen als angenommen (4.3.03)
Über 50 Prozent der Krebspatienten überleben laut einer Studie im „Lancet“ nach der Diagnose länger als 20 Jahre.

Anämie als Prädiktor für gesteigertes Mortalitätsrisiko bei Herzinsuffizienz-Patienten (3.3.03)
Eine Anämie ist bei herzinsuffizienten Patienten laut einer im „American Journal of Medicine“ publizierten Studie mit einer gesteigerten Re-Hospitalisierungsrate und einem erhöhten Mortalitätsrisiko assoziiert.