MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 2002

MedAustria News von August 2002

Virtuelle Koloskopie als Screeningverfahren (30.8.02)
Die virtuelle Koloskopie ist zum Screening des kolorektalen Karzinoms prinzipiell geeignet.

Wechselwirkung zwischen Johanniskraut und Irinotecan (29.8.02)
Holländische Forscher warnen vor Wechselwirkungen zwischen Johanniskraut und dem aktiven Metaboliten von Irinotecan.

Wirksamkeit von ABC/3TC/AZT auch nach nachweisbarer M184V-Mutation (28.8.02)
Mittels einer NRTI-Tripletherapie mit ABC/3TC/AZT kann trotz M184V-Mutation die Effektivität der hochaktiven antiretroviralen Therapie aufrecht erhalten werden.

Orlistat zur Verzögerung der Entwicklung von Typ-II-Diabetes (27.8.02)
Aktuelle Auswertungen der XENDOS-Studie ergaben, das eine Therapie mit Orlistat (Xenical®) in einer Verzögerung der Entwicklung von Typ-II-Diabetes resultieren kann.

Vielversprechende Studienergebnisse bei Therapie der Erektilen Dysfunktion mit Tadalafil (26.8.02)
In Tadalafil (Cialis®), dessen Markteinführung in Europa in der ersten Jahreshälfte 2003 erwartet wird, sehen führende Experten eine deutliche Verbesserung dieser Therapieoption.

Nicht-steroidalen Crème zur Behandlung von Neurodermitis (23.8.02)
Alternative zu Cortisonpräparaten von österreichischen Wissenschaftern entwickelt.

Glaukom häufig bei Tinnitus-Patienten (22.8.02)
Patienten mit einem Tinnitus haben möglicherweise ein erhöhtes Risiko, an einem Glaukom zu erkranken.

Ultra-kurzes AZT-Regime zur Reduktion der vertikalen HIV-Transmissionsrate (21.8.02)
Ein ultra-kurzes AZT (Retrovir®)-Regime erwies sich in einer in Zimbabwe durchgeführten Studie hinsichtlich der Reduktion der vertikalen Transmissionsrate als ebenso effektiv wie ein längeres Therapieregime mit AZT.

Gesteigertes Karzinomrisiko bei Dermatomyositis-Patienten (20.8.02)
In einer epidemiologischen Studie wurde nachgewiesen, dass insbesondere Patienten mit Dermatomyositis signifikant häufiger an bestimmten Karzinomen erkranken.

Atrasentan bremst Tumorwachstum in der Prostata (19.8.02)
Der Endothelin-1-Antagonist Atrasentan hat sich in klinischen Studien bei Patienten mit hormonrefraktärem Prostatakarzinom bewährt.

Selbst-konditionierende Adhäsive als Alternative zur Total-Ätztechnik (16.8.02)
Die Haftwerte selbst-konditionierender Adhäsive unterschieden sich nicht signifikant von den Werten der Total-Ätz-Verfahren.

HIV fördert die Entstehung von Allergien (14.8.02)
Als ein neues Super-Antigen wurde das HIV-Oberflächenprotein gp120 identifiziert. Dies erklärt, warum HIV-Patienten trotz ihres Immundefekts eine höhere Prävalenz und auch höhere Schweregrade allergischer Erkrankungen haben.

Physikalische Therapie der Beckenbodeninsuffizienz (13.8.02)
In Abhängigkeit von der Grunderkrankung sind unterschiedliche Methoden wirksam.

Das ultraschallaktivierte Skalpell bei der Chirurgie der Zunge und des weichen Gaumens (12.8.02)
Sichere und kontrollierte Tumorresektion ohne Gefährdung unmittelbar benachbarter vitaler Strukturen durch US-Skalpell

Endoskopisch unterstützte LeFort-I-Osteotomie bei Distraktionsverfahren im Oberkiefer (9.8.02)
Kombination aus endoskopisch unterstützter Osteotomie und Distraktionsbehandlung als vielversprechende Erweiterung minimalinvasiver Operationstechniken.

Losartan bei systolischer Hypertonie scheinbar wirksamer als Atenolol (8.8.02)
Patienten mit isolierter systolischer Hypertonie sind durch den AT1-Rezeptorblocker Losartan gegen Folgekomplikationen des Bluthochdrucks besser geschützt als durch den Betablocker Atenolol.

Absinken der Saquinavir-Plasmakonzentration bei Langzeittherapie (6.8.02)
Trotz korrekter Compliance sinkt die Saquinavir-Plasmakonzentration mit Fortdauer der HIV-Therapie.

Erfolge mit Pamidronat, Thalidomid, 224-Radiumchlorid und den TNF-alpha-Hemmern Infliximab und Etanercept in der Basistherapie des Morbus Bechterew (2.8.02)
Selbst wenn es gelingt, die typischen Bechterew-Schmerzen etwa mit NSARs zu beherrschen und mit Physiotherapie an der Beweglichkeit gearbeitet wird, ist das Fortschreiten der Erkrankung medikamentös kaum vermeidbar - vielversprechend wären TNF-alpha-Hemmer, aber auch andere Arzneien und Radiumtherapie.