MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 2002

MedAustria News von Juni 2002

Lithotripsie von Speicheldrüsensteinen (28.6.02)
Schockwellen-Lithotripsie als effektive Alternative zu chirurgischer Entfernung von Speicheldrüsensteinen.

Hohe klinische Effizienz einer HAART bei asymptomatischen HIV-Positiven mit relativ hoher CD4-Zellzahl (26.6.02)
Die Initiierung einer hochaktiven antiretroviralen Therapie bei HIV-Positiven mit CD4-Zellzahlen über 350 pro Mikroliter resultiert in einer signifikanten Verzögerung der klinischen Progression.

Steigerung der alveolaren Knochenmasse bei postmenopausalen Frauen unter HRT (25.6.02)
Forscher der Washington University haben nachgewiesen, dass eine Hormonersatztherapie bei postmenopausalen Frauen in einem längeren Erhalt der Zähne resultieren könnte.

Schlafmittel- und Trizyklika-Vergiftungen als häufigste Gründe für Anfragen in der Vergiftungszentrale (21.6.02)
Bei Anfragen in der Vergiftungszentrale spielen Medikamentenvergiftungen mit zirka 40 Prozent die weitaus größte Rolle.

Prädikativer Wert der HIV-Last hinsichtlich des Risikos der Entwicklung opportunistischer Infektionen (20.6.02)
Die HI-Virenlast respektive Veränderungen der Virenlast sind unabhängig mit dem Risiko der Entwicklung opportunistischer Infektionen assoziiert.

Abacavir-Lamivudin-Zidovudin gleichermaßen effektiv wie Indinavir-Lamivudin-Zidovudin (19.6.02)
Die Effektivität einer Kombinationstherapie mit Abacavir-Lamivudin-Zidovudin (ABC/3TC/AZT) ist neben der höheren Adhärenz (AIDS - News Line vom 23.5.2002) im Vergleich zu einer Behandlung mit Indinavir-Lamivudin-Zidovudin (IDV/3TC/AZT) vergleichbar.

Weder Ultraschall noch CT verbessern die Diagnose einer akuten Appendizitis (18.6.02)
Die Exaktheit der Diagnose einer akuten Appendizitis kann laut einer Studie in „Archieves of Surgery“ weder durch eine Computertomographie noch durch Ultraschalluntersuchungen verbessert werden.

Akute Muskelschmerzen auch Stunden nach dem Tauchen als Verdachtsdiagnose einer Dekompressionskrankheit (17.6.02)
Eine Dekompressionskrankheit kann sich erst Stunden nach dem Tauchen äußern, sehr unspezifisch beginnen, etwa mit Muskelschmerzen, und rasch voranschreiten. Solche Patienten sollten schnellstens in eine Druckkammer.

Wertigkeit der ultraschallgezielten Biopsie in der Abklärung von Brustläsionen (14.6.02)
Die ultraschallgezielte Biopsie stellt eine sichere und genaue Methode in der Abklärung von Brustläsionen dar.

HAART zur Verlängerung der Überlebenszeit bei HIV-Positiven mit Kaposi-Sarkom oder non-Hodgkin-Lymphom (12.6.02)
Die Einnahme der hochaktiven Therapie resultiert laut einer Studie im International Journal of Cancer bei HIV-Positiven mit Kaposi-Sarkom oder non-Hodgkin-Lymphom in einer signifikanten Verlängerung der Überlebenszeit.

Postoperative Schmerztherapie scheinbar noch immer unzureichend (11.6.02)
Laut einer US-amerikanischen Studie gilt der postoperative Schmerz aus Hauptsorge der frischoperierten Patienten – ein neues Coxib könnte das postoperative Schmerzmanagement erweitern.

Neueste Lasertechnologie ermöglicht "optische Biopsien" (7.6.02)
Wiener Wissenschafter wollen in Christian-Doppler-Labor optische Kohärenztomographie zur Serienreife entwickeln

Hoher Stellenwert der bronchoalveolären Lavage (BAL) in der Abklärung HIV-assoziierter Lungenerkrankungen (6.6.02)
Die Durchführung einer BAL hat bei klarer Indikationsstellung, insbesondere einer erfolglosen Sputumproduktion beziehungsweise negativer Sputumanalyse, einen hohen Stellenwert in der Abklärung HIV-assoziierter Lungenerkrankungen

Allgemeinmaßnahmen zur Ergänzung der Dreifach-Kombination nach HIV-Exposition (5.6.02)
Beruflich bedingte HIV-Infektionen sind bisher nur durch Blut oder Viruskonzentrate erfolgt, und zwar bei Stich- oder Schnittverletzungen, Kontakt mit einer offenen Wunde oder bei Schleimhautexposition.

Venlafaxin hilfreich bei Kindern mit generalisierten Angststörungen (4.6.02)
Der spezifische Serotonin und Noradrenalin Reuptake Hemmer Venlafaxin (Efectin®) erwies sich in einer Studie des Northwest Clinical Research Center in Bellevue, Washington, bei über sechsjährigen Kindern und Jugendlichen mit generalisierten Angststörungen als sicher und effektiv.

CYPHER-Stent seit voriger Woche in Europa im klinischen Einsatz (3.6.02)
Seit 22. April 2002 ist der neu entwickelte CYPHER-Stent mit einem Abgabestem für Sirolimus in Österreich - wie auch im übrigen Europa - im klinischen Einsatz.