MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 2001

MedAustria News von August 2001

„Chemische Kondome“ zur Prävention der HIV-Infektion (31.8.01)
Vaginale Mikrobizide könnten der Prävention der heterosexuellen HIV-Transmission dienen.

Keine Assoziation zwischen HAART-Administration und TB-Progression (30.8.01)
Die Administration der hochaktiven antiretroviralen Therapie scheint laut einer neuen Studie nicht mit der paradoxen Progression einer Tuberkulose assoziiert zu sein.

Botulinum-Toxin A in der Kopfschmerztherapie (29.8.01)
Über zahlreiche Wirkmechanismen erweist sich Botulinum-Toxin A als wirksames Mittel in der Therapie von Kopfschmerzerkrankungen und perikranialen Schmerzsyndromen.

Pentoxifyllin effektiv bei schwerer akuter Alkohol-Hepatitis (28.8.01)
Die akute Alkohol-Hepatitis geht bei schwerer Verlaufsform mit einer hohen Morbidität- und Mortalitätsrate einher.

Resistenzen bei Neuinfektion (27.8.01)
Dr. V. Simon vom Aaron Diamond AIDS Research Center berichtete auf der 1st IAS Conference on HIV Pathogenesis and Treatment über eine Zunahme von neuinfizierten Patienten, deren HIV bereits vor Beginn einer Therapie Resistenzen aufwies.

Krankenhausküche als Vektor Vancomycin-resistenter Enterokokken (24.8.01)
Die Verbreitung von VRE ist durch Re- und Kreuzkontamination von verarbeiteten Lebensmitteln, Gebrauchsgegenständen sowie Personal möglich.

Risikofaktoren für Efavirenz-assoziierte psychiatrische Nebenwirkungen (23.8.01)
Der Grad der Erziehung könnte laut präliminären Studienresultaten ein Prädiktor für die Entwicklung neuropsychiatrischer Nebenwirkungen bei HIV-Positiven unter Efavirenz sein.

Doppeltes SIDS-Risiko bei rauchenden Müttern (22.8.01)
Rauchen während der Schwangerschaft erhöht nach Ansicht von Gynäkologen das Risiko des plötzlichen Kindstodes um mehr als das doppelte.

Therapie der HIV-assoziierten Nephropathie mit Kortikosteroiden (21.8.01)
Eine Kortikosteroid-Therapie scheint bei bestimmten Personen mit HIV-assoziierter Nephropathie (HIVAN) sicher und effektiv und interagiert nicht mit der hochaktiven antiretroviralen Therapie.

AIDS-Inzidenz in den USA weiter im Sinken (20.8.01)
Eine im JAMA publizierte Studie beschreibt die kontinuierliche Verlängerung der mittleren Überlebenszeit HIV-Infizierter nach der Einführung der antiretroviralen Therapie, die seit 1996 in den USA in einer Reduktion der AIDS-Mortalität resultiert.

Neue effiziente und photostabile UVA-Filter (17.8.01)
Die ersten modernen photostabilen UVA-Filter finden bereits kommerzielle Anwendung.

HIV-Diagnose häufig erst im fortgeschrittenen Stadium der Infektion (16.8.01)
Bei rund 40 Prozent der HIV-Infizierten wird die Diagnose erst in einem fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung gestellt.

Docetaxel/Carboplatin-Kombinations-Chemotherapie scheinbar vorteilhaft in der Therapie des fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms (14.8.01)
Eine Phase III-Studie zeigt eine bessere Verträglichkeit mit der Docetaxel/Carboplatin-Kombinations-Chemotherapie bei fortgeschrittenem Ovarialkarzinom

Sick Building Syndrom - Gebäudeassoziierte Gesundheitsstörungen (10.8.01)
Das Sick Building Syndrom (SBS) beschreibt eine Beeinträchtigung der Sensorik sowie des psychischen und körperlichen Wohlbefindens von Gebäudenutzern.

Keine Assoziation zwischen Zidovudin-Administration und der Entwicklung einer Lipodystrophie (9.8.01)
Laut einer Deutschen Studie wird die Lipodystrophie-Prävalenz bei HIV-Patienten unter einer hochaktiven antiretroviralen Therapie nicht von einer Zidovudin- oder Stavudin-Administration beeinflusst.

Opiate werden innerhalb der letzten 14 Jahre immer häufiger in pädiatrischen Abteilungen eingesetzt (8.8.01)
Kindern werden laut einem Bericht in der Apotheker-Zeitung postoperativ immer noch zu selten oder zu niedrig dosierte Analgetika verabreicht.

Höhere Malaria-Mortalitätsrate als bisher angenommen (7.8.01)
Vor allem afrikanische Kinder fallen der Tropenkrankheit zum Opfer.

Östrogen möglicherweise mitverantwortlich für die höhere Lungenkrebs-Inzidenz bei Frauen (6.8.01)
Das Risiko, an einem Bronchialkarzinom zu versterben, ist bei gleich hohem Nikotinkonsum für eine Frau - wahrscheinlich östrogengedingt - zweimal höher als bei einem Mann.

Verletzungen durch Klettern an künstlichen Kletteranlagen (3.8.01)
lm Vergleich zum Klettern am natürlichen Fels kann das Klettern an künstlichen Kletteranlagen als ausgesprochen sicherer Sport angesehen werden.

Jüngere Mammakarzinom-Patientinnen profitieren scheinbar am meisten von einer Chemotherapie (2.8.01)
Die Nutzen einer adjuvanten Chemotherapie bei der Behandlung eines Mammakarzinoms überwiegen die toxischen Nebenwirkungen, im Speziellen bei Patientinnen unter 50 Jahren.