MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 2001

MedAustria News von April 2001

Nicht invasiver Test zur Früherkennung von Blasenkarzinomen (30.4.01)
Ein nicht invasiver Test zur Früherkennung von Blasenkarzinomen kann im Vergleich zu anderen Methoden Rezidive früher nachweisen.

Keine Gewebsschädigung nach Hirnstimulation bei Morbus Parkinson (27.4.01)
Die chronische tiefe Hirnstimulation (CTH) ist eine sichere und effektive Methode zur Behandlung medikamentös therapieresistenter motorischer Symptome bei Morbus Parkinson.

Neue Therapieansätze beim malignen Melanom (26.4.01)
Trotz chirurgischer, medikamentöser und immunologischer Fortschritte bleibt die Prävention weiterhin die wichtigste Waffe im Kampf gegen das maligne Melanom.

Niedrigere Antibiotika-Dosis bei HIV-assoziierter Diarrhoe (25.4.01)
Sowohl die zweimal tägliche Administration von Trimethoprim-Sulfamethoxazol (“Co-trimoxazol”) als auch eine zweimal tägliche Ciprofloxacin-Therapie erweisen sich bei HIV-assoziierter Diarrhoe als effektiv.

Zulassung von Rasburicase (24.4.01)
Patienten mit hämatologischen Malignomen und hoher Tumorlast können nach der Tumorlyse demnächst mit dem Arzneistoff Rasburicase behandelt werden.

Tirofiban schützt ZNS (23.4.01)
Der Thrombozytenaggregationshemmer Tirofiban begrenzt wahrscheinlich auch das Ausmaß zerebraler Gewebeschäden nach einem Schlaganfall.

MR-Angiographie zur Diagnose von Karotisstenosen (20.4.01)
Die MR-Angiographie der A. carotis stellt in vielen Fällen eine brauchbare Alternative zur konventionellen Angiographie dar.

Verbesserte Therapie-Option bei überaktiver Blase (19.4.01)
Eine neue Formulierung von Tolterodin zeigt verbesserte Wirksamkeit und Verträglichkeit im Vergleich zu der zweimal täglich zu verabreichenden Formulierung.

Neues Fluorchinolon wirkt auch bei Urethritis (18.4.01)
Mit dem Antibiotikum Gatifloxacin lässt sich bei Harnwegsinfektionen ein ähnlich guter Therapieerfolg wie mit Ciprofloxacin erzielen. Das Fluorchinolon ist auch bei rezidivierender Cystitis, Urethritis und bakterieller Prostatitis gut geeignet.

Assoziation zwischen Alter des Vaters und Schizophrenie-Risiko (17.4.01)
Ältere Väter sind scheinbar gefährdeter Kinder zu zeugen, die später an Schizophrenie erkranken.

Nutzen-Risiko-Verhältnis des Mammographiescreenings (13.4.01)
Ab dem 50. Lebensjahr stellt das Strahlenrisiko keinen wesentlichen Risikofaktor dar.

Dopamin-Stabilisator unterdrückt Dyskinesie (12.4.01)
Auf einem Symposium der Firma Lunkbeck im Zuge des 2. Deutschen Parkinson-Kongresses in Bochum referierten Pioniere der Parkinson-Forschung – unter ihnen Nobelpreisträger Professor Arvid Carlsson aus Göteborg.

Niedriges Pankreatitis-Risiko bei HIV-Positiven unter AZT (11.4.01)
Eine Studie von Dr. R. D. Moore und Kollegen von der Johns Hopkins University School of Medicine vergleicht die Pankreatitis-Inzidenz bei unterschiedlichen NRTI-Therapien.

Junge Diabetikerinnen leiden häufig an Essstörungen (10.4.01)
Essstörungen treten bei jungen Mädchen mit Typ-1-Diabetes etwa doppelt so häufig auf wie bei altersgleichen Mädchen ohne Diabetes.

Beratungsgespräche möglicherweise vergleichbar effektiv wie Antidepressiva (9.4.01)
Obgleich sich mild bis moderat depressive Patienten unter Antidepressiva schneller erholen, sind Beratungsgespräche offenbar ebenso wirksam wie die medikamentöse Behandlung.

Prophylaxe von postoperativer Übelkeit und Erbrechen durch Koreanische Handakupunktur (6.4.01)
Die Akupressur stellt eine wirksame und ökonomische Alternative zur Pharmakotherapie von postoperativem Erbrechen und Übelkeit nach laparoskopischen Eingriffen dar.

Frakturrisiko möglicherweise auch mit TSH-Spiegel assoziiert (5.4.01)
In "Annals of Internal Medicine" wird über ein erhöhtes Frakturrisiko bei Patientinnen mit niedrigem TSH-Spiegel berichtet.

Testosteron könnte die Plaque-Produktion bei M. Alzheimer reduzieren (4.4.01)
Bei Tierversuchen konnte nach der Administration von Testosteron eine Reduktion der Produktion von Beta-Amyloid-Proteinen registriert werden.

Effektivität von SSRIs bei starken Zyklusbeschwerden (3.4.01)
Mit selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI) lassen sich schwere Formen des prämenstruellen Syndroms wirksam bekämpfen.

Langzeitstudie zu LASIK (2.4.01)
Drei Jahre nach einer Laser-in-situ-Keratomileusis können laut einer Studie im „American Journal of Ophthalmology“ keine signifikanten Veränderungen hinsichtlich der Endothelzelldichte registriert werden.