MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 2000

MedAustria News von September 2000

Die Vertikalen Distraktionsosteogenese des atrophischen Alveolarkamms (29.9.00)
Neben herkömmlichen Augmentationsverfahren zur Therapie defizienter oder atrophischer Kieferabschnitte steht seit neuem die Distraktionsosteogenese als Alternative zur Verfügung.

Risikofaktoren für Handgelenksfrakturen bei älteren Frauen (28.9.00)
Eine niedrige Knochendichte, mehrere vorausgegangene Stürze und frühere osteoporotische Frakturen sind bei Frauen über 65 Prädiktoren für ein gesteigertes Frakturrisiko des distalen Radius.

Steigerung des Kolorektalkarzinom-Risikos bei Rauchern (27.9.00)
Eine auf dem 91. Meeting der American Association for Cancer Research präsentierte Studie lässt vermuten, dass das Tabakrauchen auch mit einer Steigerung des Kolorektalkarzinom-Risikos assoziiert ist.

Tauben sind die besseren 'Multitasker' (26.9.)
Tauben können genauso schnell wie Menschen zwischen zwei Aufgaben hin und her wechseln - in manchen Situationen sind sie sogar noch schneller. Zu diesem Ergebnis kommen BiopsychologInnen, nachdem sie Vögel und Menschen mit dem gleichen Verhaltensexperiment getestet haben. Als Ursache für die leichten Vorteile der Vögel beim Multitasking vermuten die Autoren die höhere Neuronendichte im Gehirn der Tauben.

Assoziation zwischen Adipositas und Asthma-Risiko (26.9.00)
Stark adipöse Männer weisen im Vergleich zu dünnen Männern ein nahezu vierfach gesteigertes Asthma-Risiko auf.

Duodenopankreatektomie zur Schmerzlinderung bei chronischer Pankreatitis (25.9.00)
Bei Patienten mit chronischer, im Caput dominanter Pankreatitis erweist sich eine Duodenopankreatektomie hinsichtlich der Schmerzreduktion als sicher und effizient.

Neues Online-Portal erleichtert Ernährungsbefragung (25.9.)
Wie ausgewogen ist ein typisches Frühstück in Deutschland? Nimmt die Bevölkerung ausreichend Omega-3-Fettsäuren auf? Welche Faktoren begünstigen Diabetes? Wer Antworten auf solche Fragen erhalten möchte, muss sehr viele Personen zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragen.

Korrektur von Alveolarkammdefekten mit Distraktionsimplantaten (22.9.00)
Die Distraktionsosteogenese hat sich zu einem bedeutenden Therapieverfahren in der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie entwickelt.

Reize versickern auf dem Weg ins Bewusstsein (22.9)
Ob wir die Bilder, die auf die Netzhaut unserer Augen fallen, auch bewusst wahrnehmen, entscheidet sich im Gehirn. Eine aktuelle Studie der Universität Bonn zeigt nun, wie manche Reize auf dem Weg ins Bewusstsein gewissermaßen „versickern“. Dieser Prozess setzt augenscheinlich erst relativ spät im Laufe der Signalverarbeitung ein. Anfangs unterscheidet sich die Reaktion der Nervenzellen auf unbewusste und bewusste Reize dagegen kaum. Die Arbeit ist nun in der renommierten Fachzeitschrift „Current Biology“ erschienen.

RSV-Immunprophylaxe mit Palivizumab (21.9.00)
Das Respiratory Syncytial Virus (RSV) verursacht bei Kindern und besonders bei Frühgeborenen schwere Atemwegsinfektionen bis hin zur Pneumonie.

Neues Computerspiel für Thrombose-Vorsorge entwickelt (21.9)
Es gibt viele Maßnahmen einer Thrombose vorzubeugen: etwa durch gezielte Übungen für Beine und Füße. Wie man hierbei die Motivation erhöhen kann, haben Forscher der Arbeitsgruppe wearHEALTH an der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) untersucht. Sie haben ein Computerspiel für Tablet und Smartphone entwickelt, das über Bewegungen der Füße gesteuert wird. In einer Studie haben sie gezeigt, dass das Spiel bei Probanden die Motivation fördert. Der Informatiker Daniel Steffen stellt die Arbeit auf der Tagung "Mensch und Computer 2017" in Regensburg vor.

Absetzen der Sekundärprophylaxe bei AIDS-Patienten mit inaktiver CMV-Retinitis unter HAART (20.9.00)
Die hochaktive antiretrovirale Therapie (HAART) führt bei HIV-Patienten zu einer teilweisen Rekonstitution ihrer Immunkompetenz.

Nierenfunktionsstörungen therapieren, bevor Symptome auftreten (20.9.)
Trotz enormer medizinischer Fortschritte führt eine komplexe Operation zum Beispiel im Bauchraum auch heute noch bei 13 bis 50 Prozent aller Patienten zu einer akuten Nierenschädigung. Ursächlich hierfür können ein verändertes Flüssigkeitsmanagement, hohe Blutverluste oder die Gabe bestimmter Medikamente sein. Insbesondere Patienten mit Begleiterkrankungen wie z.B. Diabetes mellitus sind betroffen.

Erhöhung der Glukoseproduktion durch freie Fettsäuren (19.9.00)
Adipositas und Typ-2 Diabetes sind mit erhöhten freien Fettsäuren (FFS) korreliert. Gesunde, nicht - diabetische Probanden wurden während einer Glyzerol- oder Lipidinfusion basal und mittels pankreatischem Clamp untersucht.

Neurologiekongress 2017 (18.9.)
Das Thema des 90. Neurologiekongress 2017 20.-23.September in Lepzig lautet: 'Mensch im Blick, Gehirn im Fokus'

Behandlung der Dyslipidämie bei Diabetes mellitus Typ 2 mit Pravastatin oder Bezafibrat ? (18.9.00)
In dieser niederländischen Studie wurden Typ 2 Diabetiker mit Pravastatin- (PRA) oder Bezafibrat- (BEZ) Therapie 12 Wochen lang untersucht.

Neues Verfahren zur endoprothetischen Versorgung des Kniegelenks (15.9.00)
Ein neuartiges Verfahren bietet zahlreiche Optionen zur Verbesserung der herkömmlichen monokondylären und bikondylären Kniegelenksendoprothetik.

Erkrankungen des peripheren Nervensystems und der Muskulatur bei HIV-Infektion (14.9.00)
Bei nahezu 50% aller HIV-Infizierten treten Erkrankungen des peripheren Nervensystems auf.

Aciclovir könnte der Entwicklung des AIDS-assoziierten Non-Hodgkin-Lymphoms vorbeugen (13.9.00)
Eine Langzeit-Therapie mit Aciclovir oder anderen gegen das Ebstein-Barr-Virus (EBV) wirksame Medikamente könne möglicherweise dem Auftreten des AIDS-assoziierten Non-Hodgkin-Lymphoms vorbeugen.

Steigende Arbeitsbelastung führt zu einer Zunahme chronischer und psychosomatischer Krankheiten (12.9.00)
Eine Studie der Bertelsmann Stiftung und der Hans-Boeckler-Stiftung verdeutlicht den Erfolg eines betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Experten warnen vor AIDS-Welle in Osteuropa (11.9.00)
Ohne massive Aufklärungskampagnen droht in Osteuropa nach Ansicht von Experten eine ähnlich dramatische Ausbreitung von AIDS wie in Afrika.

Multisite-Stimulation mit Insync® bei Herzinsuffizienz-Patienten mit Reizleitungsstörungen (8.9.00)
Kombination von Multisite Pacer und Defibrillator soll eine optimierte Kombinationstherapie bei Patienten mit Herzinsuffizienz ermöglichen.

Neuer Forschungsansatz bei Morbus Alzheimer (7.9.00)
Mit der Identifizierung eines neuen Proteins sind kanadische Wissenschafter möglicherweise den molekularen Ursachen der Entstehung von Alzheimer ein Stück näher gekommen.

Sertralin effektiver als Desipramin bei Depressionen in Kombination mit Zwangsneurosen (6.9.00)
Der Serotonin-Reuptake-Hemmer Sertralin erweist sich in der Behandlung schwerer Depressionen und Zwangsneurosen als besser verträglich und effektiver als der Norepinephrin-Reuptake-Hemmer Desipramin.

Standardmethoden zur Untersuchung von Nervenzellen können Ergebnisse verfälschen (5.9.)
Wenn Neurowissenschaftler Nervenzellen bei ihrer Arbeit untersuchen, nutzen sie normalerweise ein standardisiertes Verfahren, bei dem die Zellen mit künstlichen Aktionspotenzialmustern elektrisch stimuliert werden. Das ist möglicherweise ein Fehler, wie das Team von Prof. Dr. Patrik Krieger von der Abteilung für Systemische Neurowissenschaften in der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum (RUB) feststellt. Die Forscher haben statt der künstlichen Aktionspotenzialmuster natürliche Erregungsmuster verwendet und damit andere Ergebnisse erzielt. Ihre Studie veröffentlichten sie in der Fachzeitschrift Frontiers in Cellular Neuroscience.

Hohe Inzidenz hämorrhagischen Fiebers in Russland (5.9.00)
Das Düsseldorfer Centrum für Reisemedizin (CRM) meldet in seinem neuen Bulletin einen Anstieg der Erkrankungsfälle mit Hämorrhagischem Fieber in Russland.

Übergewicht kann zu Vitamin D Mangel führen (4.9.00)
Amerikanische Wissenschafter konnten in einer Studie nachweisen, dass die Bioverfügbarkeit des fettlöslichen Vitamins D bei Adipositas deutlich herabgesetzt ist.

Atherosklerose und Chlamydia pneumoniae Infektion (1.9.00)
Die Anzucht des obligat intrazellulären Bakteriums Chlamydia pneumoniae aus arteriosklerotischen Plaques hat die Frage nach einer infektiösen Genese der Arteriosklerose aufgeworfen.