MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 2000

MedAustria News von August 2000

Botulismus nach dem Verzehr von Räucherfisch (31.8.00)
Immer wieder kommt es in Europa zu Infektionen durch Lebensmittel, die mit Keimen von Clostridium botulinum belastet sind.

Höhere Asthma-Prävalenz bei niedrigem Geburtsgewicht (30.8.00)
Ein niedriges Geburtsgewicht scheint mit einem gesteigerten Risiko der späteren Asthma-Entwicklung assoziiert zu sein.

Vertikale HIV-Transmission in der Dritten Welt (29.8.00)
Das Thema Mutter-Kind Transmission war ein zentrales Anliegen der 13. Internationalen AIDS-Konferenz in Durban, da in Afrika derzeit mit Transmissionsraten von 21-43% zu rechnen sei.

WHO warnt vor Malaria in europäischen Flughäfen (28.8.00)
Malaria kann auf europäischen Flughäfen oder in derer Umgebung durch Mücken übertragen werden, die per Flugzeug aus Malariagebieten nach Europa gelangen.

Frühe Immunantwort gibt Aufschluss über Impfschutz gegen Ebola (28.8.)
Die jüngsten Ausbrüche neu auftretender, bedrohlicher Krankheitserreger wie Ebola, MERS-Corona oder Zika verdeutlichen, wie wichtig eine schnelle Entwicklung wirksamer Impfstoffe ist. Die Wirksamkeit neuer Vakzine vorhersagen zu können, ist und bleibt aber eine Herausforderung in der Impfstoff-Entwicklung.

Die Immunantwort gegen Clamydien-Antigen bei Patienten mit Atherosklerose (25.8.00)
Die Aktivierung chlamydienspezifischer T-Lymphozyten durch in atheromatösen Plaques befindliches Antigen stellt einen potentiellen proinflammatorischen Mechanismus dar, der zur Pathogenese der Atherosklerose beitragen kann.

Halbe Dosis von Formoterol scheint in der Asthmabehandlung nicht weniger effektiv zu sein (24.8.00)
Die Inhalation von sechs Mikrogramm Formoterol via Turbohaler scheint eine ebenso effektive Asthmatherapie wie die Inhalation der doppelten Dosis des langwirksamen Beta-2-Mimetikums via Aerolizer.

T-Zellzahlen und Viruslast bei Frauen (23.8.00)
Für Publikationen bezüglich der Assoziation zwischen der CD4-Zellzahl, Viruslast und dem Risiko, AIDS-assoziierte Erkrankungen zu entwickeln oder an ihnen zu versterben, werden häufiger Daten von Männern als von Frauen herangezogen.

Bei jedem achten Kind können Haltungsschäden diagnostiziert werden (22.8.00)
Laut einer am Freitag vom Bundesverband der Betriebskrankenkassen (BKK) veröffentlichten Umfrage unter Kinderärzten geht hervor, dass bei jedem achten deutschen Kind bis 14 Jahre Haltungsschäden diagnostiziert werden können.

Etwa jede zweite Frau bleibt bei klimakterischen Beschwerden unbehandelt (21.8.00)
Bei nahezu 90 Prozent der postmenopausalen Frauen können klimakterische Beschwerden diagnostiziert werden.

Impfstoffe gegen Krebsviren (18.8.00)
Weltweit werden 15 bis 20 Prozent aller Krebserkrankungen mit Infektionskrankheiten in Verbindung gebracht.

Daclizumab zur Steigerung der langfristigen Überlebensrate nach NTX (17.8.00)
Nach einer Nierentransplantation hat sich eine Immunsuppression mit dem monoklonalen Antikörper Daclizumab in zwei Phase-III-Studien über ein Jahr als wirksam erwiesen.

Nach Schätzungen der WHO erkranken jedes Jahr zwei Millionen Menschen an Hautkrebs, etwa 200.000 von ihnen am Melanom (16.8.00)
Hautkrebs ist nicht nur die weltweit häufigste Krebserkrankung, sondern auch die mit den höchsten jährlichen Zuwachsraten.

Infrarot-Kamera als Brustkrebs-Detektor geeignet (14.8.00)
Freiburger Wissenschafter entwickelten in Zusammenarbeit mit einem US-amerikanischen Unternehmen eine hochempfindliche Infrarot-Kamera, die sich zur Diagnose von Brustkrebs eignen soll.

Essstörungen sind unter Wiener Jugendlichen weiter verbreitet als erwartet (11.8.00)
Die erste groß angelegte Studie über Essverhaltensstörungen unter Jugendlichen in Wien ergab, dass bereits 30 Prozent der befragten Mädchen schon einmal absichtlich erbrochen oder Medikamente eingenommen haben, um Gewicht zu verlieren.

HIV und Leishmanien (10.8.00)
Konkomittierende Infektionen, die Präsenz mehrerer Krankheitserreger und Krankheiten bei einem Patienten, sind in den Entwicklungsländern an der Tagesordnung.

HIV-Infizierte profitieren von Interleukin 2 (9.8.00)
Von einer Behandlung mit dem Zytokin Interleukin 2 zusätzlich zur antiviralen Therapie gegen HIV profitieren moeglicherweise auch Patienten, die innerhalb weniger Monate nach der Infektion, möglichst innerhalb eines Jahres nach der Infektion, mit der Behandlung beginnen.

Clostridium novyi bei i.v. Drogenabusus (8.8.00)
Im April 2000 wurden in Schottland, England und Irland mindestens 88 Heroinabhängige mit unerklärbaren Weichteilinfektionen hospitalisiert - 40 Patienten verstarben.

Impfstoffe gegen Krebsviren (7.8.00)
Weltweit werden 15 bis 20 Prozent aller Krebserkrankungen mit Infektionskrankheiten in Verbindung gebracht.

BSE-Übertragung beim Zahnarzt (4.8.00)
Die Sterilisierung der Instrumente inaktiviert den Überträger, der die Krankheit verursacht, nicht völlig.

Schlagwort: Hyposensibilisierung (3.8.00)
Die spezifische Immuntherapie ist als Hyposensibilisierung bekannt.

Gesteigerte Inzidenz intrazerebraler Blutungen nach Drogenmissbrauch (2.8.00)
Aufgrund des zunehmenden Missbrauchs von Drogen in westlichen Industrienationen werden bei jungen Menschen verstärkt intrazerebrale Blutungen festgestellt.

Reanimation nur mit Herzmassage (1.8.00)
Bei der Reanimation Schwerstkranker durch medizinische Laien soll die alleinige Herzdruckmassage (HDM) ohne Mund-zu-Mund-Beatmung genauso effektiv sein wie HDM plus Beatmung.