MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 2000

MedAustria News von Juli 2000

Die meisten Diabetiker bräuchten zwei Antihypertensiva (31.7.00)
Fast ebenso wichtig wie eine gute Blutzucker-Einstellung sind beim Diabetiker Blutdruckwerte von unter 135/85mmHg.

Verkeimung und Dekontamination von Dentaleinheiten (28.7.00)
Seit 40 Jahren ist bekannt, dass im wasserführenden System von Dentaleinheiten hohe Keimzahlen auftreten können, ein Problem, das bis heute nicht vollständig gelöst ist.

Langzeitprognose der Anorexia nervosa (27.7.00)
Jede zehnte Frau mit Magersucht leidet noch Jahrzehnte später am Vollbild der Erkrankung - über 15% sterben an direkten Folgen.

Horizontaler Gentransfer und antimikrobielle Resistenz (26.7.00)
Antibiotikaresistente Bakterien werden ein zunehmendes Problem der klinischen Anwendung.

PET und SPECT wichtige Instrumente für die Diagnose von Patienten mit Parkinsonismus (25.7.00)
Mittels moderner funktioneller Bildgebung durch PET und SPECT stehen in der Neurologie zwei wichtige Instrumente vor allem für die Differentialdiagnose und das Management von Patienten mit Parkinsonismus zur Verfügung.

AIDS-Impfstoff für Afrika in Testphase (24.7.00)
Die Internationale AIDS-Impfstoff-Initiative IAVI drängt auf 1,1 Milliarden US Dollar für eine neue Finanzierung konzentrierter Bemühungen in Forschung und Entwicklung eines AIDS-Impfstoffes für Afrika.

Prognoseverbesserung durch ACE-Hemmer nach Revaskularisation (21.7.00)
Die APRES-Studie weist einen therapeutischen Nutzen von ACE-Hemmern nach erfolgter Revaskularisationstherapie nach.

Kombinationstherapie zur Eradikation von HCV (20.7.00)
Bei chronischer Hepatitis-C-Infektion kann durch die Kombination aus Interferon alpha und Ribavirin die Krankheit ausgeheilt werden.

Therapeutischer Einsatz von Marihuana hat keinen Einfluss auf die Virenlast von AIDS-Patienten (19.7.00)
Amerikanische Wissenschafter berichteten auf der 13. Internationalen AIDS Konferenz, dass Cannabinoide weder einen positiven noch einen negativen Effekt auf die HI-Viruslast bei HIV-Patienten haben.

Häufung von Creutzfeld-Jakob-Krankheit in englischem Dorf (18.7.00)
Eine ungewöhnliche Häufung von Erkrankungen an der neuen Variante der Creutzfeld-Jakob-Krankheit (CJD), die als menschliche Form des Rinderwahnsinn gilt, beschäftigt die britischen Behörden

Repaglinid plus Troglitazon effektiv zur Kontrolle des nicht insulinabhängigen Diabetes (17.7.00)
Bei Typ 2 Diabetikern kann mittels einer Kombinationstherapie bestehend aus Repaglinid plus Troglitazon eine signifikant bessere glykämische Kontrolle erzielt werden als mit einem der Therapeutika als Monotherapie.

Duftrezeptoren können viel mehr als nur riechen (16.7.)
Zahlreiche Studien belegen mittlerweile, dass Duftrezeptoren nicht nur für das Riechen relevant sind, sondern in allen Organen eine Rolle spielen. Einen Überblick über die bereits entdeckten Rezeptoren und ihre Funktionen im menschlichen Körper geben Prof. Dr. Dr. Dr. habil. Hanns Hatt und Dr. Désirée Maßberg vom Lehrstuhl für Zellphysiologie der Ruhr-UniBochum in der Zeitschrift "Physiological Reviews".

Radiologisches und chirurgisches Management der nichtpalpablen Mammaläsion (14.7.00)
Durch regelmäßiges Screening von definierten Risikogruppen könnte eine Senkung der Ablationsrate von Mammakarzinomen bei dennoch kurativer Therapie im Interesse einer Prognoseverbesserung erreicht werden.

Hormontherapie begünstigt Mehrlingsgeburten (13.7.00)
Die Inzidenz komplizierter Mehrlingsgeburten steigt nach Induzierung der Ovulation mit Gonadotropinen signifikant an.

Herzinsuffizienz, Diabetes und Antikoagulantien als unabhängige Risikofaktoren für Ulkusblutungen (12.7.00)
Ein englisches Wissenschafterteam konnte die Herzinsuffizienz, Diabetes und die Einnahme oraler Antikoagulantien als weitere unabhängige Risikofaktoren für Ulkusblutungen identifizieren.

Terbinafin als Alternative zu Griseofulvin bei Tinea capitis (11.7.00)
Aufgrund der vergleichbaren Effizienz und der geringeren Rezidivrate erweist sich Terbinafin in der Behandlung der Tinea capitis als Alternative zu Griseofulvin.

Drei-Stufen-Plan gegen Aknenarben (10.7.00)
Am Beispiel eines kleinen Patientenkollektivs (n =32) stellt eine japanische Arbeitsgruppe die sequenziellen Kombinationen verschiedener chirurgischer Methoden vor.

Absinken der Saquinavir-Plasmakonzentration bei Langzeittherapie (7.7.00)
Trotz korrekter Compliance sinkt die Saquinavir-Plasmakonzentration mit Fortdauer der HIV-Therapie.

Dreifachtherapie erweist sich bei der Mehrzahl der HIV-Patienten drei Jahre lang als potent (6.7.00)
Bei 65% der in eine Studie aufgenommenen HIV-Positiven kann mit einer Dreifachtherapie bestehend aus Zidovudin, Lamivudin und Indinavir drei Jahre lang die Serum-HIV-Konzentration unter 50 Kopien/ml gehalten werden.

HAART sicher und effektiv bei HIV-1-infizierten Kindern (5.7.00)
Eine hochaktive antiretrovirale Therapie (HAART) reduziert bei Kindern HIV-Last und steigert CD4-Zellzahl vergleichbar sicher und effektiv wie bei Erwachsenen.

Einfluss des Ernährungszustandes auf die Progression der HIV-Infektion (4.7.00)
Eine Abnahme von Gewicht und Magermasse steigert die Morbidität und Mortalität von AIDS-Patienten.

WHO: Gute Noten für österreichisches Gesundheitswesen (3.7.00)
In einem weltweiten Ranking liegt Österreich auf Platz neun - Spitzenreiter ist Frankreich