MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 2000

MedAustria News von Mai 2000

Paclitaxel zur vaskulären Restenoseprophylaxe (31.5.00)
Ein neues Chemotherapeutikum zeigt bei experimentellen in vitro und in vivo Untersuchungen vielversprechende Ergebnisse in der Prophylaxe von Rezidiven bei Gefäßstenosen.

Universitätsklinik Innsbruck stellt Handbuch für Alkohol-Therapie vor (31.5.00)
Fünf Prozent aller Österreicher ab 16 Jahren sind alkoholkrank.

Weltnichtrauchertag - Bedenkliche Zahlen zu den Rauchgewohnheiten der Österreicher (31.5.00)
38 Prozent der Österreicher rauchen zumindest gelegentlich (41 Prozent der Männer und 35 Prozent der Frauen) und bis zu 54 Prozent der österreichischen Jugendlichen rauchen.

Laparoskopische Nissen-Fundoplicatio effektiv zur Linderung der Nausea bei GERD-Patienten (30.5.00)
Eine Studie in ÇArchieves of Surgery‘ beschreibt die effektive Therapie der mit der gastrointestinalen Refluxkrankheit (GERD) assoziierten Nausea mittels laparoskopischer Nissen-Fundoplicatio (LNF).

FSME-Impfaktion - Dosisreduktion bei Kindern (30.5.00)
In Österreich läuft die heurige FSME-Impfaktion noch bis inklusive 15. Juli 2000.

Oseltamivir effektiv in der Therapie der akuter Influenza (29.5.00)
Eine Lancet-Studie beschreibt die Effektivität von oralem Oseltamivir zur Linderung akuter Influenza-Symptome

Verbesserte Heilungschance von chronischer Hepatitis B und C mit PEG-Interferon (29.5.00)
Die Kombination von rekombinantem Interferon-alpha (IFN-Alpha) und Ribavirin bedeutet einen erheblichen Fortschritt in der Behandlung der Hepatitis C - eine etwas höhere Heilungsrate von über 50 Prozent wird von pegyliertem Interferon (PEG-IFN) erwartet.

Bakterien-Epidemie in Kanada breitet sich weiter aus (29.5.00)
Eine durch kolibakterien-verseuchtes Trinkwasser verursachte Epidemie breitet sich in der kanadischen Provinz Ontario weiter aus. Über 1.000 Menschen sind schätzungsweise bis zum Samstag erkrankt.

i.A. Deutsche Standards für Corona-Daten (27.5.)

i.A. Grazer Forschungsprojekt zur Wirkung auf das Mikrobiom gestartet (27.5.)
Stillen ist mit vielen positiven Effekten für die Gesundheit des Kindes verbunden. Eine wichtige Rolle spielen dabei „Humane Milch-Oligosaccharide (HMO)“. Dabei handelt es sich um bioaktive Mehrfachzucker in der Muttermilch. An der Med Uni Graz ist die Erforschung dieser HMO ein aktuelles Forschungsgebiet. So konnten die WissenschafterInnen beispielsweise aktuell HMO im Nabelschnurblut nachweisen und zeigen, dass sich HMO bereits während der Schwangerschaft im Blutkreislauf der Mutter finden. In einem neuen Forschungsprojekt wird nun untersucht, ob HMO auch das Mikrobiom von Schwangeren beeinflussen und somit bei der ersten Besiedelung des kindlichen Darms durch Mikroben bereits eine wichtige Rolle spielen.

i.A. Sequenzierung von mehr als 200 Virusgenomen (26.5.)
216 SARS-CoV-2-Genomsequenzen wurden nunmehr fertiggestellt und im Rahmen des Projekts „Mutationsdynamik von SARS-CoV-2 in Österreich“ freigegeben. Dieses Projekt des CeMM, Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, wird in enger Zusammenarbeit mit der Medizinischen Universität Wien, der Medizinischen Universität Innsbruck und der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) durchgeführt. Diese Daten repräsentieren einen weiteren Projektmeilenstein und sollen zu einem besseren Verständnis der Mutationswege und der Evolution der österreichischen SARS-CoV-2 Virenstämme beitragen. Im Zuge dieser Freigabe haben CeMM-ForscherInnen auch eine eigene Website eingerichtet, die WissenschaftlerInnen und der interessierten Bevölkerung Hintergrundinformationen bietet, sowie interaktiven Zugriff auf die Daten erlaubt. Die Virusgenome lassen sich mittels der von CeMM bereitgestellten Visualisierungstools und dem Open-Source-Projekt Nextstrain interaktiv und intuitiv erforschen.

PR Krankenhäuser im Fokus von Cyberkriminalität (26.5.)
Im Zuge der Corona-Krise geraten Kliniken verstärkt in den Fokus von Cyberkriminellen. Mitten in der sich ausbreitenden Corona-Pandemie im März wurde die tschechische Universitätsklinik Brno Opfer eines Cyberangriffs.

Früherkennung fetaler Wachstumsretardierung durch Bestimmung des plazentaren Isoferritins (26.5.00)
Durch Bestimmung der Serumkonzentration von plazentarem Isoferritin während der ersten Hälfte der Schwangerschaft können fetale Wachstumsretardierungen frühzeitig erkannt werden.

Frühe Mobilisierung durch unaufgebohrte antegrade Oberarmverriegelungsnagelung (26.5.00)
Die unaufgebohrte antegrade Oberarmverriegelungsnagelung erlaubt die frühzeitige Mobilisierung einer operierten Extremität mit einem hohen Maß an Sicherheit hinsichtlich der Konsolidierungsrate der Oberarmfraktur.

Epidemiologie chronischer Schmerzen (26.5.00)
Patienten mit chronischen Schmerzen stellen in Facharztpraxen ein häufiges und wichtiges Problem dar. Wegen des hohen Aufkommens an chronischen Schmerzen in der niedergelassenen Praxis ist eine ausreichende Qualifikation auf dieser Stufe der Versorgung unbedingt erforderlich.

Assoziation zwischen niedrigem Geburtsgewicht und Entwicklung einer teminalen Nierenerkrankung (25.5.00)
Ein niedriges Geburtsgewicht scheint einen Prädispositionsfaktor hinsichtlich der Entwicklung einer terminalen Nierenerkrankung darzustellen.

Linderung depressiver Symptome von HIV-Positiven nach Administration von Proteaseinhibitoren (25.5.00)
Laut einer kanadischen Studie resultiert die Administration von Proteaseinhibitoren bei HIV-Positiven in einer Reduktion der depressiven Symptomlage.

IX. Europäische Schlaganfallkonferenz in Wien (25.5.00)
Neue Chancen in der Prävention und Behandlung des Schlaganfalls

Hoher Kaffee- und Koffeinkonsum mit niedrigerem Parkinson-Risiko assoziiert (24.5.00)
Eine JAMA-Studie beschreibt für Kaffeetrinker eine signifikante Risikoreduktion hinsichtlich der Parkinson-Entwicklung.

Treffen des europäischen Forschungsnetzwerkes zu HTLV-Infektionen (HERN) in Potsdam (24.5.00)
Vom 19. bis 21. Mai 2000 trafen sich in Potsdam mehr als 50 Wissenschafter aus 11 europäischen Staaten, um Aspekte der Pathogenese, Entstehungsgeschichte (Phylogenese), Epidemiologie, Diagnostik und Therapie des Humanen Lymphotropen T-Zell Leukämievirus (HTLV) und der damit assoziierten Krankheiten zu diskutieren.

Genmutation mit gesteigertem Schlaganfallrisiko assoziiert (23.5.00)
Rund fünf Prozent der weißen weiblichen Population trägt einen Gendefekt, der mit einer Verdopplung des ischämischen Insultrisikos assoziiert zu sein scheint.

AIDS bereits häufigste Todesursache in Tansania (23.5.00)
Laut den neuesten Daten der US-Regierung ist HIV/AIDS – neben dem verheerenden Einfluss auf die gesamte afrikanische Bevölkerung – in Tansania bereits die Haupttodesursache.

Therapieoptionen bei schweren systemischen Mykosen (23.5.00)
Systemische Pilzinfektionen sind für Patienten mit geschwächtem Immunsystem lebensbedrohlich - trotz antimykotischer Therapie sterben mehr als die Hälfte dieser Patienten.

Empfehlung für Clarithromycin als First-Line-Prophylaxe für HIV-assoziierte MAC-Infektion (22.5.00)
Eine Clarithromycin-Monotherapie oder in Kombination mit Rifabutin erweist sich hinsichtlich der Prävention des Mykobakterium avium Komplex (MAC) bei HIV-Positiven im Vergleich zu einer Rifabutin-Monotherapie als effektiver.

Brustkrebs-Mortalitätsrate sinkt in den USA und Großbritannien (22.5.00)
Aufgrund der früheren Diagnose, der früheren Therapie und durch die häufigere Administration von Tamoxifen kann in den USA und Großbritannien ein deutlicher Rückgang der Brustkrebs-Mortalitätsrate registriert werden.

95% Konfidenzintervall und p-Wert (22.5.00)
In wissenschaftlichen Arbeiten werden die Resultate in aller Regel statistisch analysiert, wobei mit Zahlen und Begriffen agiert wird, die unverständlich erscheinen könnten.

Zentralnervöse Kontrolle der Miktion bei Patienten mit Blasenfunktionsstörung (19.5.00)
Die willentliche Miktion unterliegt der zentralnervösen Kontrolle im pontinen Miktionszentrum und hängt vom geordneten Ablauf eines komplexen Wechselspiels aus Hemmung und Aktivierung verschiedener kortikaler sowie subkortikaler Hirnregionen ab.

Disponierende Faktoren, Erreger und Therapie der Endophthalmitis nach Kataraktoperation (19.5.00)
Die infektiös bedingte exogene Endophthalmitis stellt eine ernste Komplikation nach Kataraktoperation dar, die trotz moderner medikamentöser und chirurgischer Behandlungsmethoden oftmals schwer therapierbar ist.

Linksherzkontrastmittels BY 963 ermöglicht verbesserte Endokarderkennung (19.5.00)
Bei Patienten mit eingeschränkter Endokarderkennbarkeit führt der Einsatz des Echokontrastmittels BY 963 zu einer verminderten Zahl nicht-auswertbarer Segmente.

Depressionstherapie mit Johanniskraut nicht effektiver als mit Plazebo (18.5.00)
Eine Depressionstherapie mit Johanniskraut fällt nicht effektiver aus als eine Plazeboadministration.

WHO-Jahresversammlung debattiert über die AIDS-Bekämpfung (18.5.00)
Brasilien schlägt eine Datenbank mit Medikamentenpreisen vor

Radioaktivität nach Reaktorunfall in Tschernobyl hält länger als angenommen (18.5.00)
Der Kernkraftunfall in Tschernobyl von 1986 belastet die Umwelt nach Auskunft britischer Forscher weit länger als ursprünglich geglaubt.

Episiotomie in Assoziation mit größerem Risiko der fäkalen Inkontinenz (17.5.00)
Sechs Monate nach einem Dammschnitt ist das Risiko der fäkalen Inkontinenz nahezu doppelt so hoch wie nach spontanem Dammriss.

Olivenöl und gekochtes Gemüse zur Reduktion des Arthritis-Risikos (17.5.00)
Die reichliche Konsumation von Olivenöl und gekochtem Gemüse scheint das Risiko der Entwicklung einer rheumatoiden Arthritis zu reduzieren.

Antihypertensive Therapie während der Schwangerschaft könnte fetales Wachstum beeinflussen (17.5.00)
Die Therapie einer milden bis mäßigen Hypertonie während der Schwangerschaft könnte das fetale Wachstum negativ beeinflussen.

Orlistat reduziert Diabetes-Risiko bei adipösen Erwachsenen (16.5.00)
Eine Therapie mit dem Lipase-Inhibitor Orlistat kann in einer anhaltenden Gewichtsreduktion und in einer signifikant positiven Beeinflussung des Glukose- und Insulinmetabolismus resultieren.

Koexistenz von bakterieller Angiomatose und Kaposi-Sarkom bei HIV-Positiven (16.5.00)
Während die bakterielle Angiomatose in der Allgemeinbevölkerung relativ selten diagnostiziert werden kann, ist sie bei fortgeschrittener HIV-Infektion und niedriger CD4-Zellzahl nicht ungewöhnlich.

Rolle des Epstein-Barr Virus in der Entwicklung der rheumatoiden Arthritis? (16.5.00)
Laut Wissenschaftern der Universität von Göttingen könnte das Epstein-Barr Virus (EBV) in die Pathogenese der rheumatoiden Arthritis (RA) involviert sein.

UNO - Kampf gegen AIDS (15.5.00)
Fünf Pharmakonzerne wollen den Zugang zu Medikamenten in armen Ländern erleichtern.

Direkter Nachweis von Prionen im Liquor (15.5.00)
Göttinger Wissenschafter entwickelten ein neuartiges hochempfindliches Verfahren zum Nachweis von Prionen, den Erregern der Creutzfeldt-Jakob- Krankheit (CJD) und BSE.

Hausstaub-Endotoxinbelastung kann bei Babys gegen Allergien vorbeugen (15.5.00)
Eine all zu saubere Umgebung für Babys und Kleinkinder ist einer Lancet-Studie zufolge nicht immer optimal.

Herzliche Gratulation! (14.5.00)
Georg Pfarl, Freitags-Redakteur von MedAustria, hat am 29. April 2000 seine Sabine geheiratet. Herzliche Gratulation von der Geschäftsführung und der gesamten Redaktion!

Tropisetron zur Prophylaxe von postoperativem Erbrechen bei Kindern (12.5.00)
Eine prophylaktische intravenöse Einzelgabe von Tropisetron reduziert bei Kindern wirksam das Auftreten von postoperativem Erbrechen während der ersten 24 h nach einer Tonsillektomie oder Adenotonsillektomie.

Frakturen der oberen Extremität bei angegurteten PKW-Frontinsassen (12.5.00)
Wissenschafter der Unfallchirurgische Klinik, Medizinische Hochschule Hannover (M. Richter, M. Blauth, D. Otte, H. Tscherne) untersuchten die Verletzungsart und -häufigkeit in Abhängigkeit vom Unfallmechanismus bei angegurteten PKW-Insassen.

Optischen Kohärenz-Tomographie (OCT) vor und nach Makulochchirurgie (12.5.00)
Die optische Kohärenz-Tomographie (OCT) stellt derzeit das beste bildgebende Verfahren zur Dokumentation des Makulaforamens dar.

Hohe Prävalenz gynäkologischer Infektionen bei HIV-positiven Frauen (10.5.00)
Weltweit stellen Frauen knapp 50% der HIV-Infizierten, und auch in den USA und Westeuropa ist ihr Anteil unter den Infizierten auf 20 bis 30% gestiegen.

Tamsulosin (Alna®) sicher und effektiv bei benigner Prostatahyperplasie (10.5.00)
Die benigne Prostata-Hyperplasie (BPH) ist eine typische, weit verbreitete Männerkrankheit, und wird ähnlich oft wie die Harninkontinenz tabuisiert.

Einfluss von HAART (hochaktive antiretrovirale Therapie) auf das Überleben von HIV Patienten (10.5.00)
Seit dem verbreiteten Einsatz der hochaktiven antiretroviralen Therapie haben sich die Überlebenschancen HIV-Infizierter deutlich verbessert.

Chromosom 21 entschlüsselt (9.5.00)
Ein internationales Forscherteam hat das Erbgut auf dem menschlichen Chromosom 21 entschlüsselt und erhofft sich davon neue Erkenntnisse über das Down-Syndrom

Pertussis-Impfung für Kinder vor Reisen nach Neuseeland (9.5.00)
In Neuseeland wurden 810 Keuchhusten-Erkrankungen im ersten Quartal 2000 registriert.

Arteriosklerose als Folge von Stress und Depressionen (9.5.00)
Stress und niedrige Serotonin-Konzentrationen könnten das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen steigern.

Neue Kathetertechniken zur Behandlung des Vorhofseptumdefekts und der lebensbedrohlichen hypertrophen obstruktive Kardiomyopathie (HOCM) (8.5.00)
Seit kurzem wird in der Abteilung von Prof. Maurer (Innere Medizin II, Abt. Kardiologie, AKH Wien) mit zwei neuen Methoden gearbeitet, die im Zuge von „Cardiology 2000 – Mayo & Vienna" in der Wiener Hofburg von Univ.-Prof. Dr. Helmut Baumgartner präsentiert wurden.

Botulinum-Toxin A zur Behandlung tiefer Rückenschmerzen (8.5.00)
Eine auf dem 52. jährlichen Meeting der American Academy of Neurology präsentierte Studie beschreibt eine erfolgreiche Therapie chronischer tiefer Rückenschmerzen mit Botulinum-Toxin A (Botox®).

Gesteigerte Konzentration von vier zerebralen Proteinen bei Autismus und mentaler Retardierung (8.5.00)
Autistische Kinder neigen schon bei der Geburt zu einer zwei bis dreifach gesteigerten Konzentration vierer im Blut nachweisbarer zerebraler Proteine.

Oberflächeneffekte verschiedener Laserwellenlängen im Zahnhalsdentin in vitro (5.5.00)
Eine neue Studie untersucht die Indikation der Bestrahlung von freiliegendem Dentin im Zahnhalsbereich für verschiedene am Markt befindliche Dentallaser.

Häufigkeit von vertikalen Wurzelfrakturen bei endodontisch therapierten Zähnen (5.5.00)
Bei bereits endodontisch behandelten und neuerlich klinisch und/oder radiologisch auffälligen Zähnen kommt es zu einer Häufung vertikaler Wurzelfrakturen in der Region der zweiten Prämolaren im Ober- und Unterkiefer sowie zu einer erhöhten Beweglichkeit und parodontaler Taschenbildung.

Verhaltensmuster zur Schmerzvermeidung bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen (5.5.00)
Neben der sensorischen Schmerzempfindung schränken die Angst vor Schmerzen und daraus resultierende Verhaltensmuster Patienten mit chronischen Rückenschmerzen in ihrer körperlichen Aktivität am meisten ein.

Sekundäre Malignitäten häufig bei erfolgreich therapierten jungen M. Hodgkin-Patienten (4.5.00)
Bei Personen, die vor ihrem 20. Lebensjahr eine erfolgreiche M. Hodgkin-Therapie erhalten, wird ein gesteigertes Risiko der Entwicklung weiterer maligner Neoplasien registriert.

HIV-Infektion als Kontraindikation für eine Transplantation? (4.5.00)
Im April werden die Richtlinien der Bundesärztekammer (BÄK) in Deutschland über die Vermittlung von Organen und die Aufnahme in die Warteliste in Kraft treten.

Migräne senkt Lebensqualität von Lupus-Patienten (4.5.00)
Die häufig bei Lupus erythematodes-Patienten zu diagnostizierende Migräne beeinflusst deren Lebensqualität signifikant.

Mometason zur Inhalation effektiv in der Asthma-Therapie (3.5.00)
Die einmal tägliche Inhalation von Mometason erweist sich für Patienten mit mildem bis mäßigem Asthma als sicher und effektiv.

Proteaseinhibitoren reduzieren Apoptose der CD4+ Zellen (3.5.00)
Die Verbesserungen der Immunfunktion im Zuge einer Therapie mit Proteasehemmern könnten zum Teil durch die signifikante Inhibierung der Apoptose von CD4+ und CD8+ Zellen erklärt werden.

Modafinil sicher und effektiv bei Narkolepsie (3.5.00)
Modafinil erweist sich bis zu 14 Jahre lang als sicher und effektiv in der Therapie der Narkolepsie.

HAART-Start bei niedriger HIV-1 Last am effektivsten (2.5.00)
Bei Beginn einer hochaktiven antiretroviralen Therapie (HAART) bei möglichst niedriger Virenlast kann die höchste Effektivität erzielt werden.

Nicht-invasiver Urintest zur Prostatakarzinom-Diagnose (2.5.00)
Amerikanische Wissenschafter entwickelten einen nicht-invasiven Test zur Diagnose des Prostatakarzinoms.

Cholera-Epidemie bedroht Hungerregion Somalias (2.5.00)
Die Bevölkerung in den Dürregebieten Süd- und Zentralsomalias wird nun auch durch eine Cholera-Epidemie bedroht.

i.A. ME/CFS: Zusammenhang zwischen neurologischen Beschwerden mit Veränderungen des Immunsystems (12.5.)
Anlässlich des internationalen ME/CFS Tags am heutigen 12. Mai 2021 zeigt ein derzeit an der MedUni Wien laufendes Projekt einen hohen Anteil an Immunveränderungen bei ME/CFS-PatientInnen.

i.A. Biomarker zur Einschätzung schwerer Covid-19-Verläufe identifiziert (11.5.)
Forschende aus dem Uniklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) haben in Zusammenarbeit mit Kollegen der Uniklinik Aachen zwei Biomarker identifiziert, mit deren Hilfe frühzeitig die Schwere einer COVID-19-Erkrankung festgestellt werden kann.

i.A. Kleines RNA Molekül in dendritischen Zellen reguliert unser Immunsystem (11.5.)

i.A. Hoher Schuldruck ist der größte Corona-Stressauslöser (11.5.)
Eine Umfrage der Universität Basel bei rund 400 Jugendlichen an Deutschschweizer Gymnasien im März 2021 zeigt, dass die psychische Belastung hoch geblieben ist. Der Anteil Jugendlicher mit schweren depressiven Symptomen beträgt gut ein Viertel. Der gewichtigste Faktor ist Schuldruck, gefolgt von Sorgen um eine schlechtere Ausbildung und geringere berufliche Chancen sowie Angst um eine Beschädigung des sozialen Netzwerks.

i.A Molekulares Gebärmutterkrebs-Profil könnte Chemo- und Strahlentherapie um 20 Prozent reduzieren (11.5)
Gebärmutterkrebs: Molekulares Tumorprofil könnte Chemo- und Strahlentherapie um ein Fünftel reduzieren

i.A. Point-of-Care Ultraschall zeigt enorme Vorteile bei der Akutdiagnostik (10.5.)
Point-of-Care Ultraschall (POCUS; Notfallultraschall) bei PatientInnen mit akuter Luftnot im Zuge einer notfallmedizinischen Behandlung hat enorme Vorteile gegenüber der Standarddiagnostik. Das zeigt ein gemeinsamer Review von Donau-Universität Krems und MedUni Wien, der aktuell im Top-Journal Annals of Internal Medicine publiziert wurde. Schwere Erkrankungen können dadurch früher erkannt und gezielt behandelt werden.

i.A Zweiter möglicher Wirkmechanismus von Remdesivir entdeckt (10.5.)

i. A. Wirksamkeit der Covid-19-Vakzine ist ein Triumph der Biotechnologie (7.5.)
Ohne Gentechnik hätten wir heute noch keinen Impfstoff“, sagte Professor Jochen Maas am Ende seines Online-Vortrages vor den Freunden und Förderern der Goethe-Universität. Für die Zukunft seien Zivilgesellschaft und Politik deshalb gut beraten, offener gegenüber neuen Technologien zu sein. Denn weitere Pandemien würden mit Sicherheit kommen. Darauf müsse man nicht nur biotechnologisch, sondern auch durch Pandemiepläne, Schutzausrüstung und vor allem durch digitale Lösungen vorbereitet sein. Taiwan mit seinen 25 Millionen Einwohnern habe gezeigt, wie das gehe. Nur zehn Todesopfer habe die Pandemie dort bislang gefordert, während das gut dreimal so große Deutschland schon 80.000 Coronatote zu beklagen habe. Vor diesem Fazit hatte Maas, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung von Sanofi Aventis Deutschland und Vizepräsident des House of Pharma & Healthcare, seinem Auditorium einen Überblick über die Beschaffenheit, Herstellung und Wirksamkeit der Covid-19-Impfstoffe gegeben.

i.A Möglicher Ursprung des Neuroblastoms in den Nebennieren entdeckt (7.5.)
Das Neuroblastom ist eine Krebsform des Kindesalters, die besonders häufig Kinder im Alter von 2-3 Jahren betrifft und tödlich enden kann. Da die Tumorzellen bestimmten Zellen in der Nebenniere ähneln, untersuchte eine gemeinsame Forschungsgruppe am Zentrum für Hirnforschung der MedUni Wien und dem schwedischen Karolinska Institut dazu den zellulären Ursprung dieser Zellen und sympathetischen Neuronen in der Embryonal-Entwicklung der menschlichen Nebenniere. Dabei wurde ein bisher unbekannter Zelltyp entdeckt, der ein möglicher Ursprung der Tumorzellen sein könnte.

i.A. DGN analysiert Sinus-Venenthrombosen nach COVID-19-Impfung in Deutschland (7.5.)
Kürzlich wurde eine in Deutschland durchgeführte Studie veröffentlicht, die das Auftreten von zerebrovaskulären Ereignissen, insbesondere Sinus- und Hirnvenenthrombosen im Gehirn, nach Impfung gegen SARS-CoV-2 beschreibt. Auffällig war, dass nicht nur jüngere Frauen ein höheres Risiko für zerebrale Sinus- und Hirnvenenthrombosen nach Impfung mit dem Vakzin ChAdOx1 (AstraZeneca) hatten, sondern auch ältere Frauen. Fazit der Deutschen Gesellschaft für Neurologie: Das Risiko von Sinus- und Hirnvenenthrombosen ist insgesamt sehr gering, aber Personen aller Altersklassen, im Besonderen Frauen, sollten umfassend über mögliche Risiken aufgeklärt werden.

i.A SHURP-Studie: Es braucht eine Kehrtwende in den Schweizer Pflegeheimen (7.5.)
Die Schweizer Pflegeheime leisten eine gute Arbeit: Dies ist das Resultat einer Umfrage des Fachbereichs Pflegewissenschaft der Universität Basel. Die Studie, die in den Jahren 2018 und 2019 durchgeführt wurde, verdeutlicht aber auch, dass die Arbeitsressourcen knapp sind und immer knapper werden.

i.A Krebsentstehung als Spätkomplikation bei Adipositas und Diabetes (7.5.)
Mehr als 1,5 Milliarden Menschen weltweit haben Übergewicht. In Deutschland sind rund zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen davon betroffen. Ein Viertel der Erwachsenen hierzulande hat sogar starkes Übergewicht. Adipositas wiederum erhöht das Risiko für Typ-2-Diabetes. In den letzten Jahren hat sich zunehmend gezeigt, dass neben Herz-Kreislauf-Komplikationen auch Tumorerkrankungen eine Langzeitfolge von Übergewicht und Diabetes sind. Professor Dr. rer. nat. Stephan Herzig vom Helmholtz Diabetes Centers München erörtert im Rahmen der Vorab-Pressekonferenz des Diabetes Kongresses den aktuellen wissenschaftlichen Stand rund um Krebs als Folgeerkrankung bei Adipositas und Diabetes. Er erläutert, was die Forschung leisten muss, um die zusammenhängenden Mechanismen zwischen Diabetes und der Krebsentstehung weiter zu entschlüsseln. Warum außerdem bei Menschen mit Diabetes das Bewusstsein für ihr erhöhtes Krebsrisiko und für Präventions- sowie Vorsorgeangebote geschärft werden muss, ist ein weiterer Aspekt seines Themas. „Präzisionsmedizin – eine Reise in die Zukunft der Diabetologie“ ist das Motto der 55. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), die in diesem Jahr digital stattfindet.

i.A Eklatanter Pflegenotstand in der Kinderherzmedizin (7.5.)
Über den Pflegenotstand in der Kinderherzmedizin sowie Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf herzkranke Kinder sprechen anlässlich des Tags des herzkranken Kindes am 5. Mai Prof. Renate Oberhoffer-Fritz, Dekanin der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften und Inhaberin des Lehrstuhls für Präventive Pädiatrie der Technischen Universität München (TUM) sowie Prof. Peter Ewert, stellvertretender Ärztlicher Direktor des Deutschen Herzzentrums München und Direktor der Klinik für Angeborene Herzfehler und Kinderkardiologie.