MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 2000

MedAustria News von April 2000

Vorhersagekraft des TMST bei Verdacht auf Karpaltunnelsyndorm zweifelhaft (28.4.00)
Der „Tethered“ Median Stress Test (TMST) erweist sich bei der Vorhersage elektrodiagnostischer Resultate bei Patienten mit Verdacht auf Vorliegen eines Karpaltunnelsyndroms als wertlos.

Ungefilterter Kaffee kann den Cholesterinspiegel erhöhen (27.4.00)
Bei Konsum von griechischem, türkischem, arabischem oder auch skandinavischem Kaffee kann es zu einer Erhöhung des Cholesterinspiegels kommen.

Tagträumen hat auch positive Seiten (27.4.)
Wenn wir gezielt unseren Gedanken nachhängen, arbeiten bestimmte Hirnstrukturen, die für unsere kognitive Kontrolle zuständig sind,effektiver zusammen. Das könnte erklären, warum manche Menschen davon profitieren können, wenn sie ihren Gedanken freien Lauf lassen.

Influenza-Prophylaxe mit Zanamivir zur Inhalation (26.4.00)
Bei Kontakt mit Influenza-Patienten erweist sich Zanamivir zur Inhalation hinsichtlich der Infektionsprophylaxe als effektiv.

Pergolid effektiv in der Behandlung des Tourette-Syndroms bei Kindern (25.4.00)
Der gemischte D1-D2-D3 Dopamin-Agonist Pergolid erweist sich in der Tic-Reduzierung bei Kindern mit Tourette-Syndrom als effektiv.

Polarisationssensitive optische Kohärenz-Tomographie von Dentalstrukturen (21.4.00)
Die Optische Kohärenz Tomographie (OCT) ist eine neue nicht invasive Technik zur Herstellung von Schnittbildern mit hoher Auflösung und Präzision.

Reoperationsrate höher nach endoskopischer Laserablation der Prostata als nach TURP (20.4.00)
Langzeitresultate einer britischen Studie zeigen, dass die Reoperationsrate nach endoskopischer Laserablation (ELAP) der Prostata im Vergleich zur transurethralen Prostataresektion (TURP) mehr als doppelt so hoch ist.

Ursache der individuellen Medikamenten-Wirkung (19.4.00)
Wissenschafter vom Institut für Klinische Pharmakologie der Berliner Charité und Kollegen aus Stuttgart und München beschreiben genetische Ursachen für die individuelle Pharmaka-Wirkung.

Botulismus-Gefahr in Russland (18.4.00)
Aufgrund der hohen Botulismus-Inzidenz in Russland muss Reisenden zu einer gründlichen Nahrungsmittelhygiene geraten werden.

Reduktion des Cholesterinspiegels bei Einhaltung einer vegetarischen Diät (17.4.00)
Prämenopausalen Frauen könnten bei vegetarischer Ernährung ihren Cholesterinwert deutlich reduzieren.

Wirkung von selektiven Östrogen-Rezeptor-Modulatoren auf östrogensensitive Gewebe (14.4.00)
Neue selektive Östrogen-Rezeptor-Modulatoren sind durch ihre geringere agonistische Wirkung auf das Endometrium mit einem verminderten Endometriumkarzinomrisiko behaftet.

HIV-Infektion mit gesteigertem Emphysem-Risiko assoziiert (13.4.00)
Eine HIV-Infektion scheint mit einer beschleunigten Entwicklung des durch Rauchen induzierten pulmonalen Emphysems assoziiert zu sein.

Bei Birkenpollen-Allergie bremst eine Immuntherapie asthmatische Spätreaktion (12.4.00)
Patienten mit Birkenpollen-Allergie, bei denen eine spezifische Immuntherapie (SIT) erfolgt ist, brauchen in der Pollensaison signifikant weniger Medikamente als Birkenpollen-Allergiker, die keine SIT hinter sich haben.

Roche übernimmt österreichisches Medizintechnik-Unternehmen (11.4.00)
Der Basler Pharmakonzern Roche übernimmt die Sparte Medizintechnik des österreichischen Unternehmens AVL.

Alleinerziehende Mütter sterben früher (10.4.00)
Schwedische Wissenschafter errechneten für alleinerziehende Mütter im Vergleich zu in Partnerschaft lebenden Müttern ein um 67% höheres Mortalitätsrisiko aufgrund von Suizid, Gewaltverbrechen oder Alkoholmissbrauch.

Dental-CT zur Planung chirurgischer Eingriffe (7.4.00)
Die dentale Computertomographie gewinnt aus zahnärztlicher Sicht zusehends an Bedeutung im oro-maxillofazialen Bereich.

CCR5-Dichte als determinierender Faktor für HI-Virenlast (5.4.00)
Die zelluläre Dichte des HIV-Korezeptors CCR5 auf CD4-Zellen HIV-positiver Individuen korreliert signifikant mit der Viruslast.

GM-CSF effektiv bei fortgeschrittener HIV-Infektion (4.4.00)
In einer Phase III-Studie konnte die Effektivität von GM-CSF (granulocyte-macrophage colony stimulation factor) hinsichtlich der Steigerung der CD4- und der Neutrophilen-Zahl bei fortgeschrittener HIV-Infektion gezeigt werden.

Erhöhte MRT-Signalintensität des Rückenmarks bei zervikaler Kompressionsmyelopathie (3.4.00)
Eine erhöhte Signalintensität des Rückenmarks in der MRT korreliert nicht mit dem schlechten Ansprechen einer konservativen Therapie bei Patienten mit einer zervikalen Myelopathie.