MEDAUSTRIA NACHRICHTEN 2000

MedAustria News von Dezember 2000

Neues Konzept über die Mobilisierung von Neuronen zur Selbstheilung des Gehirns (30.12.)
Restaurative Neurowissenschaften befassen sich mit dem Ersatz schadhafter Neuronen und dem Wiedererlangen von dauerhaft verloren gegangenen mentalen oder physischen Fähigkeiten – bei einer immer älter werdenden Gesellschaft ein wissenschaftlicher Bereich von zunehmender Relevanz.

Vergleich 11-G versus 14-G bei stereotaktischer Vakuumstanzbiopsie der Brust (29.12.00)
Bei der stereotaktisch gesteuerten Vakuumstanzbiopsie von nichttastbaren Brustveränderungen erweist sich die 11-Gauge Nadel der 14-Gauge Nadel speziell bei Verkalkungen überlegen.

Keine Reduktion der Mortalitätsrate bei Sepsis-Patienten unter Antikörper E5 (28.12.00)
Der monoklonale Antikörper E5 verlängert im Vergleich zu Plazebo nicht das Kurzzeitüberleben bei fulminanten Verlauf einer gramnegativen Sepsis.

Mutation scheint das Risiko der HIV-Infektion zu erhöhen (27.12.00)
Ein verändertes Gen scheint das HIV-Infektionsrisiko zu steigern, verzögert aber den Ausbruch von AIDS.

Chromosom 7-Aberration mit AML in Verbindung gebracht (26.12.00)
Ionisierender Strahlung ausgesetzt zu sein, kann zu Mutationen auf Chromosom 7 führen. Dies wiederum wird mit der Entwicklung von akuter myeloischer Leukämie (AML) in Verbindung gebracht.

Modifizierte Rekonstruktion des extrem atrophierten Oberkiefers ohne Knochenresorption (22.12.00)
Eine neuartige modifizierte osteoplastische Oberkieferrekonstruktion erweist sich im Hinblick auf die Knochenresorption gegenüber der einzeitigen Osteoplastik und Implantation überlegen.

Zidovudin wirkt bei Säuglingen scheinbar nicht kardiotoxisch (21.12.00)
Die Sorge, dass die Therapie mit Zidovudin (AZT) bei HIV-infizierten Schwangeren oder eine Behandlung infizierter Säuglinge bei diesen Kindern kardiotoxische Wirkung hat, ist offenbar unbegründet.

Die dunkle Seite der medikamentösen Krebsbehandlung (21.12.)
WissenschaftlerInnen der Charité Berlin und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) haben sich mit den Schattenseiten der medikamentösen Therapie von Krebserkrankungen beschäftigt: Welche Auswirkung hat die akute Auslösung eines Zellalterungsprogramms auf Tumorzellen? Und welche Rolle spielt dabei das Stammzellprogramm? Ihre Ergebnisse sind jetzt in der Fachzeitschrift Nature* veröffentlicht.

Reduktion des Katarakt-Risikos bei moderatem Bierkonsum (20.12.00)
Moderater Bierkonsum scheint das Risiko, an Herzkrankheiten oder grauem Star zu erkranken, zu reduzieren.

RUB geht neue Wege in der hausärztlichen Weiterbildung (19.12.)
Im Jahr 2018 ändert sich viel bei der Weiterbildung für künftige Hausärzte. Das Maßnahmenpaket für den Bezirk Westfalen-Lippe ist geschnürt.

Fortschritte in der Therapie viraler Erkrankungen (19.12.00)
Die Modifikation und Kombination bekannter Substanzen und gezieltes „drug design" haben große Fortschritte in der Therapie viraler Erkrankungen ermöglicht.

Klinische Prüfung von Arzneimittel wird EU-weit angeglichen (18.12.00)
Die Bestimmungen zur klinischen Prüfung von Medikamenten werden innerhalb der Europäischen Union vereinheitlicht.

Wächter des menschlichen Immunsystems entschlüsselt (16.12.)
Erlanger und Bonner Forscher haben nun grundlegende Erkenntnisse zu menschlichen dendritischen Zellen gewonnen, die in Zukunft auch zur Entwicklung neuartiger Immuntherapieansätze beitragen könnten.

Risikominimierung des Implantatverlustes durch Knochentraining (15.12.00)
Eine neue Knochentrainingsmethode kann in der frühfunktionellen Belastungsphase offensichtlich das Risiko eines Implantatverlustes vermindern.

Risiko für Arbeitsausfall bei Rauchern erhöht (14.12.00)
Junge Raucher haben offenbar ein höheres Arbeitsausfall-Risiko als ihre gleichaltrigen nicht rauchenden Kollegen.

Nutzen der Intensivtherapie bei AIDS-Erkrankung in Europa (13.12.00)
Das Erscheinungsbild der HIV-Infektion ist in Europa in ständigem Wandel begriffen. Ursache dieser Entwicklung könnte die zunehmende Anwendung der hochaktiven antiretroviralen Kombinationstherapien (HAART) bei HIV-Infektionen sein.

13.12. Chirurgie in Deutschland am Limit (13.12.)
Die Leistungsverdichtung in der operativen Medizin hat laut Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) bedenkliche Ausmaße erreicht. „Darunter leiden Patienten, aber auch Mitarbeiter“, warnt Professor Dr. med. Tim Pohlemann, Präsident der DGCH.

Genetischer Prognosefaktor bei kolorektalem Karzinom (12.12.00)
Kolorektalkarzinome mit hochfrequenter Mikrosatelliteninstabilität weisen im Vergleich zu Karzinomen ohne dieses Merkmal - beispielsweise mit Chromosomeninstabilität - einen günstigeren Verlauf auf.

7.10. Alzheimer-Toxine legen Zellen-Kraftwerde lahm (12.12.)
ForscherInnen der Universität Bonn haben einen Mechanismus entschlüsselt, der womöglich entscheidend zur Entstehung der Alzheimer-Erkrankung beiträgt.

Weniger Hospitalisierungen und Insulte bei Therapie mit Atorvastatin (11.12.00)
Patienten mit instabiler Angina pectoris oder Non-Q-Wave-Infarkt profitieren laut <i>Miracl-Studie</i> von einer sofortigen hochdosierten Lipidsenkungstherapie mit Atorvastatin.

Torquemessungen für die Implantatverankerung in Risikoregionen (8.12.00)
In Regionen mit eingeschränkter Knochenqualität besteht ein erhöhtes Risiko für ein frühes Implantatversagen durch ungenügende Primärstabilität des Implantatkörpers.

Zanamivir bewährt sich in der Praxis (7.12.00)
Über 90 Prozent aller Patienten, die bei begründetem Verdacht auf eine Influenza den Neuraminidasehemmer Zanamivir inhalieren, sind mit dem Erfolg dieser Intervention zufrieden - über 50 Prozent spüren bereits innerhalb von zwölf Stunden nach Behandlungsbeginn eine deutliche Beschwerdelinderung.

6.12. Medikamentenausgaben steigen langsamer (6.12.)
Laut einer Quintiles IMS- Studie werden die Ausgaben für verschreibungspflichtige Medikamente bis zum Jahr 2021 auf knapp 1,5 Billionen Dollar (1,4 Bill. Euro) zunehmen. Das sind knapp 370 Mrd. Dollar mehr als voraussichtlich 2016 für solche Arzneien bezahlt wurden.

Hohe Infektionsrate durch Harnkatheter (6.12.00)
Etwa 90% aller nosokomialen Harnwegsinfektionen werden durch Katheter verursacht.

Effektive Therapie von Psoriasis-Plaques mit Calcipotriol (5.12.00)
Lotionen oder Cremes mit 0,005prozentigem Calcipotriol sind bei der Behandlung von Patienten mit milder bis moderat verlaufender Psoriasis offenbar effektiver als eine äußerliche Therapie mit anderen Vitamin D-Analoga wie Calcitriol und Tacalcitol, mit Teersalben oder mit kurzzeitig aufgetragenem Dithranol.

25mm Nadeln zur Reduktion lokaler Nebenwirkungen bei Babys (4.12.00)
Beim Routine-Impfen von Babys können Lokalreaktionen deutlich reduziert werden, wenn größere, dünnere Nadeln verwendet werden.

1.12. Klinische Biobank der Charité Berlin in Betrieb (1.12.)
Nach 1,5-jähriger Bauzeit verfügen die Charité Berlin und das Institute of Health (BIH) seit Dezember über eine deutschlandweit besondere Forschungsinfrastruktur, eine Biobank.

Welt-AIDS-Tag 2000 (1.12.00)
Laut Institut für Virologie auf der Universität Wien haben sich von 1985 bis 31. Oktober 2000 in Österreich 7.609 Menschen mit HIV infiziert.

i.A. Wie Darmbakterien das Herzinfarktrisiko beeinflussen (7.12.)