MEDAUSTRIA NACHRICHTEN
Schlaganfall-Patienten zuerst medikamentös behandeln
Im Zuge der aktuellen Debatte um fehlerhafte Medizinprodukte werden auch kritische Stimmen zur Sicherheit von Gefäßstützen, sogenannten Stents, in der Verhütung wiederholter Schlaganfälle laut.
Mechanismus für eine effizientere Krebstherapie entschlüsselt
Ein Forscherteam vom Institut für Krebsforschung an der MedUni Wien hat einen bisher unbekannten Mechanismus des Wirkstoffs Imiquimod bei der Abwehr von Tumoren entschlüsselt.
Schädel-Hirn-Trauma: Neue Wege in der Neurochirurgie
Das Schädel-Hirn-Trauma (SHT) ist in Deutschland bei Kindern und Jugendlichen sowie bei den unter 45-Jährigen mit Abstand die häufigste Todesursache.
Buchrezension: Irgendwie kommt es anders
Der Titel versammelt zahlreiche bekannte und renommierte Psychiater, die ganz persönlich über ihre Berufswahl sprechen
Buchrezension: Unerwünschte Arzneimittelwirkungen in der Augenheilkunde
Ophthalmologen und Ärzte anderer Fachrichtungen finden hier eine zuverlässige Hilfe bei der Ursachenforschung und Einschätzung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen.
Hepatitis C: Gezielte Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit Neuinfektion
Rund 30 Prozent aller akuten Hepatitis-C-Erkrankungen heilen von alleine aus, 70 Prozent werden chronisch. Eine Prognose über den Verlauf war bisher jedoch nur eingeschränkt möglich.
Höheres Gesundheitsrisiko im Osten Österreichs
Wer im Osten Österreichs lebt, hat ein höheres Risiko, krank zu werden - das ergibt eine aktuelle Studie
Prosit 2012
Das MedAustria wünscht allen Leserinnen und Lesern ein herzliches Prosit 2012! Glück, Gesundheit und Erfolg im neuen Jahr!
Bluthochdruck: Österreicher unterschätzen ihr persönliches Risiko
Der generelle Informationsstand zu Bluthochdruck und dessen Gefahren ist in Österreich zwar sehr hoch, das persönliche Risikobewusstsein aber extrem gering.
Fischöl in der Schwangerschaft schützt nicht vor Übergewicht
Bisher ging man davon aus, dass die Aufnahme „schlechter“ Fette in der Schwangerschaft die Bildung kindlicher Fettzellen erhöht, dass „gute“ Omega-3-Fettsäuren hingegen vor Übergewicht schützen.
Infektionsforscher durchleuchten zellulären Nanokosmos
Forschungsverbund setzt auf Ergebnisse moderner bildgebender Verfahren
Individualisierte Krebstherapie: Kann epigenetischer Biomarker Chemoresistenz vorhersagen?
Methylierungsstatus des Gens TFAP2E entscheidet offenbar über die Wirksamkeit der Chemotherapie
Nanokristalle lassen Zahnersatz blitzen
Chemiker der Universität Jena entwickeln neuartige Glaskeramiken für die Zahnmedizin
Fachgesellschaften fordern: Implantate vorsorglich entfernen
Fachleute sind sich über das weitere Vorgehen in dem Skandal um fehlerhafte Brustimplantate der französischen Firma „PIP“ einig
Wie Immunzellen Krebszellen zerstören
MDC-Forscher entschlüsseln Mechanismus
UDE: Herzinfarkt künftig besser therapierbar?
Wird unmittelbar vor einer Operation an der Herz-Lungen-Maschine eine Blutdruckmanschette am Unterarm mehrfach aufgeblasen und so die Durchblutung des Armes kurz unterbrochen, wird das Herz besser geschützt.
Schwere Nierenerkrankungen früh erkennen
Neue Biomarker auf die Probe gestellt
Burnout-Prävention: Einzelbehandlung ist Symptomkosmetik
„Humane Arbeit und Burnout-Prävention“ – unter diesem Titel hat eine neue Fachgruppe der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF) ihre Arbeit aufgenommen.
Einsatz von Stammzellen im Auge verhindert Erblinden
Schutz und Regeneration von Photorezeptoren bei altersbedingter Degeneration der Makula im Tiermodell bereits erfolgreich getestet
Wie Chemotherapie und Gene zusammenhängen
Ein internationales Team, dem Forscher des Universitätsklinikums der Ruhr-Universität Bochum angehören, hat einen potentiellen Biomarker identifiziert, mit dem der Erfolg einer Chemotherapie bei Darmkrebs vorhergesagt werden könnte.
Neue Wirkstoffe gegen die Pest
In Europa gilt die Pest als besiegt. Doch in anderen Teilen der Welt taucht sie immer wieder auf – in Madagaskar, im Kongo, in Peru.
Mit grünem Tee und Laserlicht gegen das Vergessen
Mit einem Extrakt aus grünem Tee (Epigallocatechingallat, EGCG) und rotem Laserlicht wollen Forscher um den Ulmer Wissenschaftler Dr. Andrei Sommer Morbus Alzheimer besiegen.
Neu erschienen: Broschüre "Aktuelle Lymphom-Studien 2012"
Das Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V. (KML) hat seine Broschüre „Aktuelle Lymphom-Studien“ in einer Neuauflage veröffentlicht.
Buchrezension: Design Thinking Research - Studying Co-Creation in Practice
Wie vielfältig Innovationsforschung sein kann, vermittelt dieses soeben erschienene Buch
Behandlung von ADHS von Vorurteilen befreien
Die Entwicklung ist beunruhigend: Immer mehr Kinder zeigen bereits in den ersten Schulklassen psychische Auffälligkeiten mit Symptomen von Konzentrationsstörungen und motorischer Hyperaktivität.
Multiples Myelom: Bestimmte Varianten der Stammzelltransplantation weiter erforschen
IQuWIG: Viele Studien sind anfällig für Verzerrungen - Ergebnisse großer älterer Studien nicht vollständig veröffentlicht
Report Altersdaten zum Thema "Krankheitsspektrum und Sterblichkeit im Alter" im Netz
Altsein bedeutet nicht zwangsläufig Kranksein. Aber eine Reihe von chronischen Krankheiten tritt im Alter öfter auf als bei jüngeren Menschen.
Energiesparwunder Chaperon-Protein Hsp90
Das Protein nutzt thermische Fluktuationen, um ATP zu sparen
Menschen verhalten sich auch ohne Regeln sozial und "gut"
Das ist das Resultat einer Studie des Instituts für Wissenschaft Komplexer Systeme an der MedUni Wien unter der Leitung von Stefan Thurner und Michael Szell.
Opioide löschen eine Gedächtnisspur für Schmerz
Ein Forscherteam der MedUni Wien an der Abteilung für Neurophysiologie (Zentrum für Hirnforschung) hat eine bisher unbekannte Wirkung von Opioiden entdeckt
Alzheimer, Depressionen und Schlaganfall - 56. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN)
Neurophysiologen diskutieren über neue Therapien und die Ethik der Hirnstimulation
Ultraschall für genaue Schlaganfalldiagnose
Sonografie verbildlicht Hirndurchblutung
Aktuelle Studie: Arzneimittel in Österreich billig
Preise für Medikamente unter dem EU-Schnitt
'Gutes' HDL-Cholesterin kann auch 'böse' sein
Die Ergebnisse einer aktuellen Studie an der Universitätsklinik für Innere Medizin III der MedUni Wien könnten die Bewertung von HDL-Cholesterin revolutionieren.
EHEC – Lehren aus der Krise
Neurointensivmediziner präzisieren: Schnelle Diagnose, früh einsetzende neurologische Behandlung und wirksame Therapien
DGKN: Wachkoma-Patienten kontaktfähiger als vermutet
Bildgebungsverfahren decken hohe Fehlerquote auf
MEDAUSTRIA ARCHIV
MedAustria Schwerpunkte
Rettet das AKH - Homepage online
Im Konflikt um Einsparungen am AKH beziehungsweise im Bereich der MedUNI wenden sich die Betroffenen nun an die Öffentlichkeit.
Die Homepage des Vereins "Rettet das AKH" ist ab sofort unter www.rettetakh.at online. Wir ersuchen um redaktionelle Berücksichtigung und Linksetzung auf Ihren Portalen und Print-Publikationen.
Allgemeine Anfragen zum Verein richten Sie bitte an info@rettetakh.at, Presseanfragen bitte an medien@rettetakh.at. Vielen Dank für die bisherige Unterstützung, wir brauchen Ihre mediale Kraft!
Spenden als letzter Rettungsversuch
Der Verein Rettet das AKH wurde seitens der Ärzteschaft gegründet, um die bisherige hohe Qualität der medizinischen Versorgung sowie der Forschung und Ausbildung im Wiener AKH zu sichern. Wir rufen damit alle, die sich für ein weiterhin vorbildhaftes Gesundheitssystem in Wien einsetzen möchten, auf, zu spenden und gemeinsam den notwendigen Druck auf die Politik auszuüben, die notwendigen finanziellen Mitteln für die medizinische Grundversorgung aller Patienten am Wiener AKH aufzubringen.
5. Herbsttagung der DDG
Am 11. und 12. November 2011 findet die 5. Herbsttagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft in Berlin statt.
In Anlehnung an das Motto der Tagung sind folgende Themen geplant:
Praktische Diabetologie
Neue Technologien
Adipositas
Diabetisches Fußsyndrom
Gestationsdiabetes mellitus
Neue Antidiabetika
Bewährte Antidiabetika
Typ 1 Diabetes
Im Anschluss an die diesjährige Herbsttagung findet ebenfalls im ICC Berlin am 13. November 2011 der Weltdiabetestag statt.
DKOU 2011
Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie vom 25. bis 28. Oktober 2011, Messe / ICC Berlin
Der DKOU findet vom 25. bis 28. Oktober 2011 in Berlin als gemeinsamer Kongress der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC), der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie e. V. (BVOU) statt.
Er ist der größte europäische Kongress in diesem Bereich, zu dem etwa 12.000 Fachbesucher erwartet werden. Experten diskutieren hier die neuesten Entwicklungen in der Orthopädie und Unfallchirurgie. Die Themen reichen von der Schwerverletztenversorgung, den Strukturen der Notaufnahmen und der Katastrophenmedizin über Implantatversorgung und Rehabilitation bis hin zu rheumatischen und degenerativen Erkrankungen sowie Osteoporose.
EHEC Outbreak in Europa
Um eine Ansteckung mit dem gefährlichen EHEC-Durchfall-Erreger zu vermeiden, rät die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) zu besonderer Vorsicht
In den vergangenen Wochen erlitten ungewöhnlich viele Menschen in Deutschland eine schwer verlaufende Infektion durch das enterohämorrhagische Escherichia coli-Bakterium. Die DGIM empfiehlt, Lebensmittel – insbesondere Obst und Gemüse – gründlich zu waschen, wenn möglich sogar zu kochen oder zu braten, da Keime anhaften könnten.
Ob Frauen tatsächlich empfänglicher für eine Ansteckung mit dem Darmbakterium sind als Männer, sei bisher nicht nachgewiesen. Menschen mit Blut im Stuhl rät die DGIM, unverzüglich einen Arzt aufzusuchen.
Die Folgen eines EHEC-Infekts sind Erbrechen, Magenkrämpfe und Durchfall. Derzeit tritt hierzulande gehäuft der besonders schwere Verlauf der Infektion auf: das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS). Es geht mit Blutarmut und Nierenversagen einher und kann tödlich enden. Bei Säuglingen und Kleinkindern wirkt es sich mitunter besonders gravierend aus. Doch bei den akuten Fällen erkranken vor allem erwachsene Frauen. „Die hohe Zahl schwerer Verläufe und das eher untypische Erkrankungsalter erhöhen die Brisanz der aktuellen Situation und machen die Suche nach der Quelle des Erregers besonders dringlich“, sagt Professor Ulrich R. Fölsch, Generalsekretär der DGIM aus Kiel.
Denn bezüglich der Quelle der Ansteckung ist bislang nichts erwiesen: „Hinweise darauf, dass sich EHEC-Patienten über Obst und Gemüse infizieren, sind nicht bestätigt“, so Fölsch. Dies sei lediglich anzunehmen, weil sich derzeit vorrangig Frauen anstecken, was mit der Reinigung von Lebensmitteln zusammenhängen könne, so der Internist und Gastroenterologe. Verringern können Verbraucher das Risiko, indem sie Lebensmittel erhitzen. Diese müssen im Inneren zehn Minuten lang eine Temperatur von mindestens 70 Grad Celsius erreichen. Zudem sollten leicht verderblich Lebensmittel im Kühlschrank lagern.
Laut Robert Koch Institut (RKI) meldete Norddeutschland die Mehrzahl der Fälle. Inzwischen liegen auch noch unbestätigte Meldungen aus Süd- und Ostdeutschland vor. „Bemerken Menschen Blut im Stuhl oder blutigen Durchfall, sollten sie dies unbedingt und ohne zu zögern ärztlich abklären lassen“, empfiehlt Professor Fölsch. Falls sich beim Hausarzt ein Verdacht abzeichnet, werde dieser umgehend selbst weitere nötige Schritte einleiten, an spezielle Zentren überweisen und das Gesundheitsamt kontaktieren.
Darmbakterien der Gattung Eschericha coli verursachen häufig Durchfälle. Die enterohämorrhagischen Stämme sind besonders gefährlich. Denn sie können sich in der Darmwand festsetzen und erzeugen zudem Gifte, die Nerven und Blutzellen schädigen. Hauptquelle für Erreger sind Wiederkäuer wie Kühe oder Schafe. Sie tragen die Keime im Darm. Menschen nehmen die Bakterien in der Regel mit rohem Fleisch oder Rohmilch auf. Dies scheint jedoch nicht Ursache der aktuellen Fälle. Erkrankungen durch EHEC sind in Deutschland meldepflichtig. Das RKI registriert jährlich 800 bis 1200 Erkrankungen.
e-Medikation: Jetzt geht es los!
Projektpartner geben offiziellen Startschuss für Pilotbetrieb in Teilen Wiens, Oberösterreichs und Tirols
Gesundheitsministerium, Sozialversicherung, Ländervertreter sowie Ärzte- und Apothekerkammer haben heute den offiziellen Startschuss für das Projekt e-Medikation gegeben. e-Medikation heißt: Vom Arzt verordnete oder vom Apotheker rezeptfrei erhältliche Medikamente werden elektronisch erfasst. Damit können Wechselwirkungen leichter überprüft und bereits bei der Verordnung berücksichtigt werden. Zudem werden Mehrfachverordnungen vermieden, die in manchen Fällen eine gesundheitliche Gefahr für die Patientinnen und Patienten darstellen können. Gerade ältere und chronisch kranke Menschen nehmen oft viele verschiedene Arzneimittel ein, die von verschiedenen Ärzten verordnet werden. Oft werden zusätzlich noch rezeptfreie Arzneimittel in der Apotheke besorgt. Aber auch junge Menschen oder sogar Kinder können von unerwünschten Wechselwirkungen betroffen sein: Egal, ob Antibabypille, Antibiotika, Hustensaft, Schmerz- oder Erkältungsmittel - jeder nimmt zumindest ab und zu Arzneimittel ein. e-Medikation ist daher auch für Menschen sinnvoll, die sich zwischendurch in der Apotheke schnell etwas gegen eine Erkältung besorgen.
Dr. Hans Jörg Schelling, Vorsitzender des Verbandsvorstands im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, zur Dimension des Projekts: "Die Sozialversicherung versteht ihren Auftrag als Anwalt der Versicherten in erster Linie in Sachen Patientensicherheit. Wenn es uns gemeinsam gelingt, mit e-Medikation unerwünschte Wechselwirkungen zu vermeiden und Mehrfachverordnungen zu verhindern, haben wir viel für die Erfüllung dieses umfassenden Auftrags vorangebracht."
Gesundheitsminister Alois Stöger zum Projekt: "Nach der Einführung der e-card ist dies ein weiterer bedeutender Schritt in der Nutzung von Informationstechnologie zum Wohl der Patientinnen und Patienten. Es freut mich sehr, dass bei diesem ersten Teilprojekt der elektronischen Gesundheitsakte ELGA alle wichtigen Partner im Gesundheitswesen konstruktiv zusammenarbeiten." e-Medikation bietet zudem auf Nachfrage eine Liste aller Medikamente, die von einem Patienten aktuell eingenommen werden oder zuletzt eingenommen wurden (sofern diese vollständig bei e-Medikation angegeben bzw. gespeichert wurden). Diese Medikationsübersicht umfasst die aktuelle Medikation und die Medikation der letzten sechs Monate.
Ab April: Pilotstart in 3 Regionen
Tatsächlich starten wird der Pilotbetrieb e-Medikation Anfang April 2011 in drei Regionen: Im 21. und 22. Bezirk in Wien, in den Bezirken Wels-Stadt, Wels-Land, Grieskirchen und Eferding in Oberösterreich sowie in den Bezirken Reutte, Imst und Landeck in Tirol. Rund 100 niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, mehr als 50 Apotheken und 6 Krankenanstalten haben sich bisher freiwillig zur Teilnahme bereiterklärt. Mit der e-Medikations-Software ausgestattete Apotheken können ab 1. April PatientInnen zur Teilnahme am Pilotbetrieb anmelden. Die Ausstattung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte mit der e-Medikations-Software erfolgt im Laufe des April. Mit Ende April sollten alle teilnehmenden niedergelassenen ÄrztInnen und Apotheken ausgestattet sein. Wiener und Tiroler Krankenanstalten starten im Mai, das Klinikum Wels-Grieskirchen wird bereits ab Anfang April lesend auf e-Medikation zugreifen.
Dr. Bernhard Tilg, Gesundheitslandesrat in Tirol und Vorsitzender des Projektlenkungsausschusses: "Als Vorsitzender des Projektlenkungsausschusses freut es mich, dass wir ab 1. April die Pilotphase starten können. Mit diesem Projekt haben wir bewiesen, dass auch österreichweit im Gesundheitswesen sinnvolle Reformen möglich sind. Mein Dank gilt deshalb allen Beteiligten, die trotz harter Verhandlungen die e-Medikation zum Wohl der PatientInnen ermöglicht haben."
Eine aktuelle Liste der teilnehmenden und bereits mit der e-Medikations-Software ausgestatteten ÄrztInnen / Ärzte und Apotheken wird ab Pilotstart im Internet unter www.chipkarte.at/e-medikation veröffentlicht und laufend aktualisiert. Informationen zum Stand der bereits ausgestatteten ÄrztInnen und Apotheken sind auch bei der e-card Serviceline unter 050124 3311 zu erfragen. Die teilnehmenden Arztordinationen, Apotheken und Spitäler werden außerdem mit gut sichtbaren Türklebern gekennzeichnet.
Teilnahme für PatientInnen: Freiwillig und kostenlos
Die Teilnahme an e-Medikation ist freiwillig und nur mit Zustimmung der Patientin/des Patienten möglich. Aus gesetzlichen Gründen ist eine unterschriebene Zustimmungserklärung notwendig. Sie muss einmalig vor der erstmaligen Nutzung ausgefüllt und abgeben werden und kann jederzeit widerrufen werden. Damit bestätigt der Teilnehmer, dass Ärztinnen/Ärzte oder Apothekerinnen/Apotheker ihre Medikamentendaten nach genauen Regeln ansehen und ergänzen dürfen.
Aus ärztlicher Sicht liegt die Stärke von e-Medikation laut MR Dr. Walter Dorner, Präsident der Österreichischen Ärztekammer: "Sie könnte uns ein Mehr an Sicherheit bringen. Das gilt besonders dann, wenn Medikamente ohne ärztliche Verschreibung direkt in der Apotheke gekauft oder wenn mehrere Ärzte besucht werden. Mit dem Pilotprojekt stehen jetzt organisatorische, technische und finanzielle Bedingungen auf dem Prüfstand." Und Mag. Heinrich Burggasser, Präsident der Österreichischen Apothekerkammer, ergänzt: "Mit der e-Medikation können wir ApothekerInnen unsere PatientInnen noch besser bei der richtigen Einnahme von Arzneimitteln unterstützen. Doppelverordnungen oder unerwünschte Wechselwirkungen werden durch unsere Hilfe und Kontrolle nahezu ausgeschlossen. In diesem Sinne wird die Arzneimittelsicherheit durch die ApothekerInnen weiter verbessert."
Wie funktioniert e-Medikation?
Jede/jeder teilnehmende Patientin/Patient erhält ein "Arzneimittelkonto". Darin werden die ärztlich verordneten und in der Apotheke bezogenen Arzneimittel für die Dauer der Einnahme und sechs Monate danach gespeichert. Die Ärztin/der Arzt kann bei einer neuen Verordnung die aktuellen Daten abrufen und die neue Medikation entsprechend prüfen. Durch Stecken der e-card ist eine Prüfung auch in Apotheken möglich.
Sicherer Zugriff durch e-card
Die technische Basis für e-Medikation bildet das hoch sichere e-card-System, wobei die persönlichen Arzneimitteldaten nicht auf der e-card selbst, sondern in einem Arzneimittelkonto gespeichert werden. Die e-card des Patienten dient dabei als Zugangs-Schlüssel zu den Arzneimitteldaten. Auf der e-card selbst werden keine Arzneimitteldaten gespeichert.
Das gesamte Projekt e-Medikation wurde von der Datenschutzkommission genehmigt. Alle Projektpartner (Bund, Länder, Sozialversicherung, Österreichische Ärztekammer und Österreichische Apothekerkammer) stehen für den absoluten Schutz und die ausschließlich gesetzeskonforme Verwendung aller Daten ein.
Kommentar:
Die Antwort auf die Frage nach dem ausreichenden Datenschutz bei gleichzeitig notwendiger Transparenz wie auch nach der Einbeziehung von OTC-Medikamenten und Interaktionen mit Nahrungsmitteln und Getränken bleiben naturgemäss offen. Zumindest abseits politischer Statements. Die Realität wird die Zukunft weisen. Hoffentlich nicht allzu unsanft für die Betroffenen.
Telemedizin verbessert Schlaganfallversorgung auf dem Land
Überlebenschancen erhöhen und Folgeschäden vermeiden
Jährlich ereignen sich in Deutschland über 250 000 Schlaganfälle. Nur durch eine umgehende Behandlung lassen sich Folgeschäden wie bleibende Behinderungen vermeiden. Doch in ländlichen Regionen ist der Weg zur nächsten Klinik mit einer Schlaganfall-Spezialstation (Stroke Unit) häufig sehr weit. Telemedizinische Strukturen können hier Abhilfe schaffen.
Ein Schlaganfall ist immer ein Notfall – es zählt jede Minute. „Behinderung und Tod lassen sich nur verhindern, wenn wir in den ersten Stunden nach Auftreten der Symptome mit der Behandlung beginnen. In ländlichen Regionen mit weiten Wegen zum nächsten Schlag anfallzentrum ist eine schnelle Diagnosestellung und Therapie oftmals schwer umzusetzen“, erklärt Professor Dr. med. Rüdiger von Kummer, Direktor der Abteilung Neuroradiologie am Universitätsklinikum Dresden sowie des Dresdner Universitäts-SchlaganfallCentrums (DUSC). Eine telemedizinische Anbindung kleiner regionaler Krankenhäuser an große Zentren mit Schlaganfallspezialisten kann die Versorgungssituation verbessern.
So versorgt zum Beispiel das Dresdner Universitäts-SchlaganfallCentrum mit dem Schlaganfallnetz Ostsachsen (SOS) 1,7 Millionen Menschen. Es bietet kooperierenden Kliniken eine telemedizinische Beratung für Schlaganfallpatienten an. Spezialisierte Neurologen stehen rund um die Uhr bereit, um Telekonsultationen mit Hilfe einer Videoverbindung durchzuführen. Der Neuroradiologie am Universitätsklinikum Dresden fällt dabei die Aufgabe zu, die Neurologen des SOS-Netzes in der Interpretation der CT- und MRT-Aufnahmen auszubilden und zu überwachen. Patienten, bei denen eine aufwendige Diagnostik oder akute Eingriffe an den hirnversorgenden Arterien notwendig sind, werden in das Universitätsklinikum verlegt. „Das erste Telemedizinprojekt dieser Art – TEMPIS in Bayern – hat klar gezeigt, dass durch diese elektronisch vernetzte Versorgung weniger Menschen infolge eines Schlaganfalls behindert bleiben oder sterben“, erklärt von Kummer.
Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2011: Licht im Dschungel der Leitlinien
"Licht im Dschungel der Leitlinien" – dieses Thema ist ein Schwerpunkt des Deutschen Schmerz- und Palliativtags 2011, der vom 23. bis 26. März 2011 in Frankfurt/Main mit rund 2000 Experten stattfindet.
bwohl in Deutschland etwa 15 Millionen Menschen unter chronischen Schmerzen leiden, gehört die Schmerzmedizin noch immer zu den Stiefkindern des Medizinsystems. Dabei ließen sich in den Gesundheits- und Sozialsystemen wertvolle Ressourcen schonen, würden Wissen und Strategien der modernen Schmerzmedizin – etwa erfolgreiche Konzepte der integrierten Versorgung – nur konsequent umgesetzt.
Sorgen bereitet den Schmerzmedizinern zusätzlich auch die Flut von Leitlinien, welche die Versorgung von Patientinnen und Patienten oft eher erschweren denn verbessern.
Darüber diskutieren auf dem 22. Deutschen Schmerz- und Palliativtag, der vom 23.-26. März 2011 in Frankfurt stattfindet, rund 2000 Experten. Tagungsort ist das Congress Center Messe Frankfurt, Ludwig-Erhard-Anlage 1 in Frankfurt/Main.
Auch bei spontanen Trips an Gesundheitsvorsorge denken
Welche gesundheitlichen Risiken bei Last- Minute-Trips bestehen und wie Reisende sich auch kurzfristig bestmöglich schützen können, erläuterten Reisemediziner vorige Woche im Rahmen einer Pressekonferenz.
Die Eile bei den Vorbereitungen, aber auch die Sorglosigkeit vieler Urlauber führen dazu, dass Reisende es häufig versäumen, sich über Gesundheitsrisiken an ihrem Reiseziel zu erkundigen. „Auch Spontanreisende sollten sich vorab unbedingt über mögliche Infektionsrisiken informieren und hier entsprechend vorsorgen“, sagt Dr. Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin. „Vor allem der richtige Mückenschutz und Durchfallmittel sollten bei Fernreisen Mindestbestandteil der Reise- apotheke sein.“
Zudem sind viele Impfungen auch kurzfristig möglich. Dazu gehört zum Beispiel die Auf- frischungsimpfung gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten. Aber auch Impfungen, die einen grundlegenden Schutz erst aufbauen müssen, beispielsweise gegen Hepatitis A, Typhus, Meningokokken und Grippe, können noch unmittelbar vor einer Abreise erfolgen. „Es ist besser, kurzfristig zu impfen, als auf die Schutzwirkung komplett zu ver- zichten”, rät Reisemediziner Jelinek.
Wichtige Themen der Gesundheitsvorsorge für Last-Minute-Reisen diskutierten die Experten am 11. und 12. März 2011 auf dem Forum Reisen und Gesundheit im Rahmen der Internationalen Tourismus Börse ITB in Berlin. Veranstalter des Forums sind das CRM Centrum für Reisemedizin und der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes. Die Ver- anstaltung richtet sich an reisemedizinisch beratende Ärzte und Apotheker.
MedAustria Das Ärztenetz für Mediziner
In diesem Online-Magazin finden Sie Medizinische Nachrichten für alle Fachbereiche der Medizin, ein ausführlicher medizinischer Kongresskalender , Kongressberichterstattung, Links zu medizinischen Sites im World Wide Web (www) dies sind seit 1997 einige Standbeine des medizinischen Online-Dienstes MedAustria .
Von Beginn an hat sich die medizinische Redaktion von MedAustria zum Ziel gesetzt, Ärzten und Ärztinnen im deutschsprachigen Raum ein vielfältiges Angebot an Informationen aus der wissenschaftlichen Welt zur Verfügung zu stellen - und hat diese Vorgabe bis zum heutigen Zeitpunkt durchgehalten.
Ein Team von Medizinern und Technikern verwirklichte im Jahr 1997 das Vorhaben dieses Online-Magazines und beliefert viele Ärzte, Krankenpflegepersonal, Pharmazeuten, Apotheker, Mediziner und Journalisten im medizinischen Bereich täglich mit neuen Nachrichten und Informationen rund um das Thema Gesundheit und Medizin.
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