MEDAUSTRIA NACHRICHTEN
Risikofaktoren einer akuten Cholezystitis bei Patienten mit symptomatischer Cholelithiasis
Symptomatische Cholilithiasis-Patienten mit Risikofaktoren für eine akute Cholezystitis sollten zur Vermeidung einer mit einer erhöhten postoperativen Morbidität assoziierten Entzündung der Gallenblase möglichst früh cholezystektomiert werden.
Zu Kindeszeiten strahlentherapeutisch behandelte Frauen erleiden häufiger Fehlgeburten
Fortschritte in der Medizin erlauben heute, dass viele Kinder und Heranwachsende, die Jahre zuvor eine Krebsdiagnose erhalten hatten, das Erwachsenenalter erreichen und nun selbst eine Familie gründen wollen.
Meningokokken-Infektion: Risikogruppe Jugend
Sozial- und Reiseverhalten der Jugendlichen erhöhen Ansteckungsrisiko
Hauterkrankungen im Kindes- und Jugendalter
Kinder sind keine kleinen Erwachsenen
Die Schattenseiten des Sonnenlichts
Die Zahl der Patienten mit hellem Hautkrebs nimmt zu
Haarkompetenz bei Haarausfall
Orientierungshilfe für Betroffene auf der FOBI
Beim Wunsch nach Schönheit auf die Gesundheit achten
"Wer schön sein will, muss gesund bleiben.“ So könnte man ein bekanntes Sprichwort sinnvoll weiter entwickeln.
Bakterien-Infektion kann Schuppenflechte auslösen
Eine aktuelle wissenschaftliche Studie hat jetzt nachgewiesen, wie eine Infektion mit Streptokokken-Bakterien die Erkrankung auslösen kann
FOBI 2010: Mit Haut und Haar für mehr Gesundheit
Größter deutschsprachiger Kongress der Dermatologen weltweit alle 2 Jahre in München
Wie kann man Krebspatienten an Therapie-Entscheidungen beteiligen?
Kommunikationstraining für onkologisch tätige Ärzte mit begleitender Studie
Mehr Demenzpatienten bei Hitze?
Vor allem ältere Menschen sind bei anhaltend hohen Temperaturen häufiger verwirrt und leiden unter Konzentrationsstörungen
Internationales Lungenkrebs-Meeting in Essen
Internationale Fachexperten aus den USA, Frankreich, England, Polen, Belgien und Österreich sowie nationale Vertreter aus den großen deutschen Lungenkrebszentren diskutierten die aktuellsten Ergebnisse und Fragestellungen zur modernen Lungenkrebsbehandlung.
Wichtiger Schritt zum Verständnis der Entstehung von Ziliopathien
Das Team um Dr. Heiko Lickert vom Helmholtz Zentrum München hat eines der ersten Gene gefunden, das entscheidend für den physiologisch korrekten Abbau von Zilien ist.
Neue Lasertechnologie erkennt Hautkrebs und überprüft Wirkung von Anti-Aging-Produkten
Mit einem neuen Laser-Tomographen können Ärzte den bösartigen schwarzen Hautkrebs erkennen, ohne dafür Gewebe zu entnehmen.
Milzbranderreger ist nicht gleich Milzbranderreger
Ein Wissenschaftler-Team unter Federführung des Robert Koch-Instituts und der Universität Göttingen hat zum ersten Mal das Erbgut einer Variante des Milzbranderregers vollständig entschlüsselt und analysiert.
DGCH beurteilt narbenfreie Operationen als zukunftsträchtig
Deutsche Gesellschaft für Chirurgie fordert jedoch begleitende Kosten-Nutzen-Bewertung
Medizin aus Moos
Menschliches Protein im Moosbioreaktor produziert
Keine Zunahme von angeborenen Fehlbildungen bei Kindern in der Nähe von Kernkraftwerken
KuK-Studie der Universitätsmedizin Mainz veröffentlicht
Jede dritte Studie scheitert mangels Probanden
IT-Projekt soll klinische Forschung und Patientenversorgung enger vernetzen
Leukämie-Therapie hat seit 1995 deutliche Fortschritte gemacht
Die Erfolgsquote im Kampf gegen den Blutkrebs hat sich in jüngerer Zeit messbar erhöht – und das, obwohl heute noch dieselben Chemotherapeutika zum Einsatz kommen wie vor zehn Jahren!
Übergewicht und Adipositas bei deutschen Kindern und Jugendlichen
Das Bundesgesundheitsblatt setzt sich gleich in vier Ausgaben mit dem Thema Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen auseinander.
Keine Fürsorgescheine mehr
E-Card für Sozialhilfeempfänger
Neuer Gesamtvertrag und neue Tarife mit der SVA
Die Wiener Ärztekammer bietet detaillierte Informationen zum SVA-Abschluss auf ihrer Website
Überdosierung bei Schmerzpflaster infolge hoher Außentemperaturen
Bei heißem Wetter kann es bei Schmerzpflastern zu Überdosierungen kommen.
Risiko-Gen für Osteoporose entdeckt
Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe an der MedUni Wien konnte nachweisen, dass der Zusammenhang zwischen Vitamin K und der Knochendichte durch Mutationen in einem erst kürzlich entdeckten Gen negativ beeinflusst werden kann.
Bill Gates: Die Welt hat historische Möglichkeit "das Gesicht von AIDS zu verändern"
In seiner heutigen Ansprache bei der 18. Internationalen AIDS Konferenz appellierte Bill Gates an alle Länder, den Kampf gegen HIV/AIDS weiter aufrecht zu erhalten.
Caritas: Aids ist in Russland ein "Riesenproblem"
Moskauer Caritas-Projektleiterin Dolgikh im "Kathpress"-Interview
AIDS 2010 - Versprechen sind nicht genug!
Studie fordert mehr Engagement von Österreich, Deutschland und der Schweiz im Kampf gegen Aids
Stöger präsentiert Broschüre "Das Österreichische Gesundheitssystem. Zahlen - Daten - Fakten"
Wichtige Kennzahlen zu Gesundheitsausgaben, Qualität, Transparenz, Patientenorientierung sowie Gesundheitsförderung und Prävention
Grüne fordern Psychotherapie auf Krankenschein
Grünewald: Fehlende flächendeckende und qualitätsgesicherte Versorgung psychisch Kranker ist Skandal
Burn-out: Betroffene sollten rasch einen Arzt oder Therapeuten aufzusuchen
Ärztekammer rät, auch erste "leise" Warnhinweise zu beachten - Nach wie vor mit Stigma behaftet
Wawrowsky: Freie Arztwahl bleibt erhalten
Stöger-Kritik für Kammerfunktionär "nicht nachvollziehbar"
Kammer will Hausärzte im Zentrum sehen
Eine zentrale Gatekeeperfunktion will die Ärztekammer den Hausärzten zukommen lassen, Patienten sollen nur noch 2 Fachärzte pro Quartal ohne Zuweisung des Hausarztes aufsuchen dürfen.
Klage gegen Salzburger Medikamentenvereinbarung
SGKK beharrt auf Recht zum Preisvergleich
Österreichs Gebietskrankenkassen haben 940 Millionen Schulden
Knapp 10.000 Mitarbeiter allein in 9 Gebietskrankenkassen von 21 Sozialversicherungsträgern - BZÖ fordert Zusammenlegung
Aufruf zur Beschneidung zur Reduktion des HIV-Übertragungsrisikos
Die Vereinten Nationen und zahlreiche Experten haben auf der Weltaidskonferenz in Wien dazu aufgerufen, männliche Beschneidung in Ost- und Südafrika weiter voranzutreiben.
Risikofaktoren und Outcome der nekrotisierenden Fasziitis
Eine am Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie in Berlin präsentierte Studie beschreibt Diabetes mellitus, Adipositas und Immunsuppression als Risikofaktoren der nekrotisierenden Fasziitis.
Buchrezension: Herzrhythmusstörungen
Das deutschsprachige Standardwerk zum Thema in der 6. Auflage, komplett überarbeitet und übersichtlicher strukturiert
Wie Schrittmacherzellen im Takt bleiben
UKJ-Physiologen klären die Steuerung von Schrittmacher-Ionenkanälen auf
Was Landkinder vor Heuschnupfen schützt
RUB-Forscher finden Stoff im Stallstaub
MHH-Forscher stoppen im Labor krankhaftes Herzwachstum
Mechanismus von REBIRTH-Wissenschaftler entschlüsselt / Neuer Ansatz für mögliche Gentherapie
Aktualisiertes Deutsches Merkblatt Mammographie-Screening
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) und die Kooperationsgemeinschaft Mammographie (KoopG) haben vor Kurzem in Berlin das aktualisierte Merkblatt für das Mammographie-Screening vorgestellt.
Temperaturschalter für negative Erinnerungen
Neurobiologen können einzelne Nervenzellen gezielt aktivieren und so die Verknüpfung von Sinneseindrücken und negativen Erfahrungen studieren.
Licht ins Dunkel unseres Immunsystems
BIOSS-Wissenschaftler entdecken lange gesuchten Liganden für Rezeptoren bei der B-Zellentstehung
Modell ermöglicht Überlebensprognose für HIV-Patienten in Afrika
Die Überlebenschance von HIV-Patientinnen und -Patienten in Afrika südlich der Sahara, die eine antiretrovirale Therapie (ART) beginnen, kann nun ermittelt werden
Essstörungen behandeln
RUB-Klinikum vergleicht die Wirksamkeit verschiedener Therapieverfahren
Infrarot A der Sonne schädigt die Haut nicht
Aktuelle wissenschaftliche Publikationen widerlegen Bedenken hinsichtlich des Infrarot A (IRA) in der Sonnenstrahlung.
Tier-Bakterium auch für Menschen eine Gefahr
Das in der Veterinärmedizin bekannte Bakterium Staphylococcus pseudintermedius ist gegen fast alle Antibiotika resistent.
Mit Antibiotika nachhaltig gegen Malaria vorbeugen
Eine Antibiotika-Behandlung während des Leberstadiums der Malaria erzeugt eine schützende Immunität bei Mäusen.
Neue Ansätze zur Therapie genetisch bedingter Blindheit
Die Achromatopsie ist eine erblich bedingte und bislang unheilbare Augenkrankheit.
Der "geheime Zwei-Stufen-Plan" zur Zellverteidigung
Wenn Zellen von Bakterien angegriffen werden, stehen ihnen molekularer "Waffen" zur Verfügung.
Hohe Arbeitsdichte kann depressiv machen
Psychische Störungen, besonders Depressionen, führen immer häufiger zu Arbeitsunfähigkeit.
Geballte Gesundheit: Obst und Gemüse unersetzlich
Nationale Deutsche Verzehrsstudie II unterstreicht: Ausgewogene Ernährung sichert gute Vitaminversorgung
Winzige Moleküle im Blut zeigen Herzinfarkt an
Heidelberger Wissenschaftler mit Wilhelm P. Winterstein-Preis der Deutschen Herzstiftung ausgezeichnet
Neuer Therapieansatz für Herzkranke
Mediziner von der Universität Würzburg haben herausgefunden, wie sich die Aktivität kleiner RNA-Moleküle beeinflussen lässt.
Zur Kommentierung freigegeben: Deutsche Patienteninformation zur Herzschwäche
Die PatientenLeitlinie „Herzschwäche“ steht online bis zum 12. Oktober 2010 zur öffentlichen Konsultation zur Verfügung. Betroffene, Interessierte und Experten sind eingeladen, Kommentare an die Redaktion zurückzumelden.
Weniger Muskelkrämpfe nach Rückenmarkverletzungen
Forschende der Universität und der ETH Zürich zeigen, dass Ratten nach Behandlungen, die das Wachstum von Nervenfasern einleiten, nicht nur einen Teil ihrer Bewegungsfähigkeit wiedererlangen, sondern auch weniger Krämpfe erleiden.
Bald neue Therapien für Lungenentzündungen?
Klinische Forschergruppe Pneumonie an der Universität Gießen beschäftigt sich mit der Wechselwirkung von Erregern und Lunge
Großer Kopf – besseres Gedächtnis?
Studie belegt Zusammenhang zwischen größerem Kopfumfang und besserer kognitiver Leistung bei Alzheimer-Patienten
Besondere Bodenbakterien
Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland und Universität des Saarlandes richten internationale Konferenz über Myxobakterien aus.
3. Internationaler Stammzellkongress in Dresden ist Anziehungspunkt für Forscher aus aller Welt
600 Stammzellforscher tagten auf dem "3. International Congress on Stem Cells and Tissue Formation” vom 11.-14. Juli 2010 in Dresden.
Wann macht Komplementärmedizin für Brustkrebspatientinnen Sinn?
Studie zum Einsatz von Komplementärmedizin bei Hitzewallungen und anderen menopausalen Beschwerden unter Anti-Hormontherapie
L-Methionin bei neurogener Blasenstörung: Weder Belege für Nutzen noch für Schaden
IQWiG kritisiert: "Einzige bisher verfügbare Studie hat Daten zu wichtigen Aspekten nicht erhoben und ist anfällig für Verzerrungen "
Herpes-Simplex-Viren binden an molekulare Motoren
MHH-Forscher klären die Fahrt von Viren auf "intrazellulären Autobahnen" und finden damit einen möglichen Angriffspunkt für neue Therapien
Rheumakongress mit Schwerpunkt Arthrose
Experten tagen in Hamburg fachübergreifend zu Rheuma
SALK Sommersportstatistik: Fußball bei Erwachsenen häufigste Verletzungsursache
Mit 62,3 Prozent werden mehr als die Hälfte der Verletzungen bei Erwachsenen durch Fußballspiele verursacht, Kinder verletzen sich am Häufigsten beim Fahrradfahren.
Jungen Patienten die Angst vor Operationen nehmen
Stress vor Narkose verzögert Genesung von Kindern
Neue Medikamente gegen Gicht
Stoffwechselstörung aktiviert Immunsystem und führt zu schmerzhafter Gelenkentzündung
Überdosierung bei Paracetamol-Infusion
Das Pharmaunternehmen Bristol-Myers-Squibb warnt in einem Rote-Hand-Brief vor Fehldosierungen der Paracetamol-Infusionslösung Perfalgan® bei Neugeborenen und Säuglingen.
HIV erhöht Mortalitätsrisiko auch bei hohen CD4-Zellzahlen
Eine HIV-Infektion kann das Mortalitätsrisiko steigern, auch wenn die betroffenen Personen noch keine antiretrovirale Therapie (ART) begonnen haben und die CD4-Zellzahlen über 350 Zellen pro Mikroliter Blut liegen.
Reduktion der kognitiven Fähigkeiten bei Vitamin-D-Mangel
Laut Resultaten einer in „Archives of Internal Medicine“ publizierten, über sechs Jahre laufenden Studie sind niedrige Vitamin-D-Spiegel bei älteren Menschen mit einer substantiellen Reduktion der kognitiven Fähigkeiten assoziiert.
"Marburger Herz-Score“ erleichtert Diagnose
Mediziner aus Marburg, Salzburg und Lausanne haben einen Test entwickelt, mit dem Hausärzte sicher entscheiden können, ob Brustschmerzen auf eine Koronare Herzerkrankung (KHK) schließen lassen oder nicht.
Stents: Gleiche Qualität bei geringeren Kosten
Neue Studie weist auf Einspareffekte im Gesundheitssystem hin
Jasmin als Valiumersatz
RUB-Forscher entdecken unerwartete Wirkung von Düften
Forscher des Uniklinikums Jena findet neue Genmutation in Leukämien
In einer Studie zu den genetischen Ursachen von Blutkrebserkrankungen ist es einem Wissenschaftler des Universitätsklinikums Jena gelungen, eine neue Genmutation zu identifizieren, die in direktem Zusammenhang mit der Entstehung von Leukämien steht.
Unbekanntes DNA-Reparaturprotein identifiziert
Dieses Protein und sein Mechanismus helfen, die Erbkrankheit Fanconi-Anämie besser zu verstehen und zu behandeln.
Stillprobleme bei zu kurzem Zungenbändchen
Wenn Babys beim Trinken an der Mutterbrust Probleme haben, kann die Ursache dafür auch ein verkürztes Frenulum linguae sein.
Reduzierte MS-Schubrate mit oralem Cladribin
Cladribin-Tabletten können bei rezidivirerend-remittierender Multipler Sklerose die Schubrate, die Progression einer Behinderung sowie die im MRI gemessene Krankheitsaktivität reduzieren – der Benefit muss aber gegen potentielle Risiken abgewogen werden.
Fernüberwachte eigenständige Behandlung von Bluthochdruck-Patienten erfolgreich
Bluthochdruck-Patienten, die ihren Blutdruck zu Hause überwachen und ihre Medikamentendosis nach zuvor vereinbarten Regeln anpassen, können deutlichere Blutdrucksenkungen erreichen als herkömmlich therapierte Patienten.
Regierung korrigiert Ärztegesetz
Karlsböck: Erfolg für die FPÖ
BM Stöger: 'größte Strukturreform' im Gesundheitswesen
"Ambulanzen und niedergelassener Bereich sowie Qualität der Versorgung gestärkt"
Rasinger: Gruppenpraxen sollen Spital entlasten
ÖVP-Gesundheitssprecher: Neuregelung für Gruppenpraxen stärkt freiberuflichen Arzt und verhindert fremdkapitalgesteuertes Renditedenken
Doch Limitierung bei Haftpflichtversicherung
Einen Teilerfolg vermeldet die Ärztekammer bezüglich der Ausweitung der haftpflicht.
Gesundheitsausschuss macht Weg für Ärztegesellschaften frei
Kauf von Medikamenten im Internet künftig ausdrücklich verboten
Wiener Patientenanwalt für Ärztehaftpflichtversicherung
Brustbauer tritt für eine angemessene Ärztehaftpflichtversicherung zugunsten der PatientInnen ein
Dorner: Lob für Mindestsicherung, Kritik an Haftpflicht
Mit E-Card für Sozialhilfeempfänger wird langjährige Forderung der Ärztekammer erfüllt - Haftpflicht: Versicherungssummen "viel zu hoch"
Buchrezension: Lehrbuch Tertiale Notfall- und Intensivmedizin
Diese Neuerscheinung bietet ein fallorientiertes interdisziplinäres Lehrbuch zur Notfallmedizin
Buchrezension: Muskelverletzungen im Sport
Rund 35 Prozent aller Verletzungen im Fußball und etwa ebenso viele in der Leichtathletik betreffen die Muskulatur und sorgen so für zahlreiche Ausfälle im Profisport.
Universitätsmedizin Mainz führt erfolgreich minimal-invasive Lungentransplantation durch
Minimal-invasive Operationstechnik deutlich schonender als herkömmliches Verfahren
Den Ursachen von Diabetes auf der Spur
Das Besondere an dem neuen MRT des DDZ ist, dass es nicht nur Protonen (H1/Wasser), wie sonst üblich, detektieren kann, sondern auch Phosphor (P31) und Kohlenstoff (C13).
Künstliche Befruchtung: Wird das Verhalten schon mit in die Schale gelegt?
Reproduktionsmediziner, Max-Planck-Forscher und Verhaltensbiologen aus Münster kooperieren mit niederländischem High-Tech-Institut für eine Optimierung der Methoden
Neue Methode zur Aufklärung X-chromosomaler genetischer Krankheitsursachen entwickelt
Einem internationalen Wissenschaftler-Konsortium von Helmholtz Zentrum München und Universität Toronto ist es gelungen, bislang unbekannte, potentielle Krankheitsgene zu identifizieren.
"Stoppschild" für Typ-1-Diabetes
Vorläuferpopulation von rettenden Immunzellen entdeckt
Kann man sich gesund trommeln?
Interdisziplinäres Team der TU Chemnitz erforscht im Projekt "The Drum Beat" verschiedene Arten des Trommelns - Kooperationen beim Einsatz in Schulen sowie in der Depressions- und Krebstherapie
Neuronale Stammzellen greifen Glioblastome an
Forscher des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch haben jetzt gezeigt, wie hirneigene Stammzellen und Vorläuferzellen Glioblastome, in Schach halten.
Fit und aktiv im Alter - Der digitale Fitnesstrainer für Senioren
Ein internationales Expertenteam für Sensorik, Biomechanik und Medizin beschäftigt sich im Rahmen des EU-Projektes mit der Fragestellung: Wie können moderne Informations- und Sensortechnologien älteren Menschen helfen, ein besseres Leben zu führen?
Falscher Adresscode mit fatalen Folgen
Die zellulären Mechanismen schwerer Neurodegeneratonen
Internationale Auszeichnung für interdisziplinäre Erforschung von Virusinfektionen bei Leukämie
Eine interdisziplinäre Gruppe von ForscherInnen der MedUni Wien untersucht seit rund drei Jahren speziell den Einfluss von Virusinfektionen auf die Entstehung von Krebs.
Weltweit neues Gefäßverschluss-System nach Herzkatheter-Eingriffen im HDZ NRW
Erstmals weltweit wurde in der von Prof. Dr. Dieter Horstkotte geleiteten Kardiologischen Klinik des Herz- und Diabeteszentrums NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen (Ruhr-Universität Bochum), ein neues Gefäßpunktionsverschluss-System eingesetzt, das nach einem Herzkatheter-Eingriff die Blutung an der Leistenarterie schmerzfrei und mit geringerem Komplikationsrisiko als bisher stoppt.
Mit Plasma auf den Zahn gefühlt
In Greifswald kooperieren Leibniz-Forscher und Uni im Rahmen von PlasmaDent
ALL: Spätschäden durch Risikoanpassung verringern
Jedes Jahr erkranken in Deutschland 1.800 Kinder neu an Krebs. Die häufigste Diagnose: akute lymphoblastische Leukämie (ALL).
Verhaltenstherapie bei Hypochondrie
Ängste vor ernsthaften Krankheiten und dem Tod sind etwas Menschliches.
Neue Chance für die Hepatitis-C-Forschung
Das Hepatitis-C-Virus ist hochspezialisiert. Wir Menschen sind seine natürlichen Wirte.
Stillkinder brauchen rechtzeitig eisenreiche Beikost
Mütter, die ihre Kinder voll stillen, sollten nach vier bis spätestens sechs Monaten damit beginnen, eisenreiche Breinahrung zuzufüttern.
Mukoviszidose: Möglicher Ansatzpunkt für neue Wirkstoffe
Ursache der Erkrankung ist eine Genmutation, durch die bestimmte Eiweißbausteine auf der Zelloberfläche nicht mehr richtig arbeiten. Die körpereigene Qualitätskontrolle zerstört diese Bausteine daher – leider voreilig
Erfolgreiche Behandlung der therapieresistenten chronischen Leukämie mit allogener Stammzelltransplantation
Fast 50 Prozent der Patienten bleiben ohne minimale Resterkrankung
ALS: Entzündungen im Gehirn blockiert
Neuer Ansatzpunkt für die Behandlung von Amyotropher Lateralsklerose
Symposium zur Vermeidung von Tierversuchen
Experten diskutieren neue Forschungsmethoden
Reduktion klinisch apparenter Thrombosen beim minimalinvasiven Hüftgelenksersatz
Die minimalinvasive Hüftendoprothetik über einen anterolateralen Zugang gilt als weichteilschonendes Verfahren mit Reduktion des endothelialen Stresses auf das Gefäßsystem und resultiert in einer erheblichen Reduktion der Thrombosehäufigkeit.
Neuartige Therapie bei Sichelzellenanämie
Tests bestätigen hohes Potenzial
Schizophrenie verändert Blutfluss im Gehirn
Menschen, die an Schizophrenie leiden, zeigen im Vergleich zu Gesunden in bestimmten Hirnregionen eine verminderte, in anderen eine verstärkte Durchblutung.
Ersparnisse in Milliardenhöhe im Gesundheitswesen über ein fallgesteuertes Behandlungsmanagement
Die Dauer und damit die Kosten einer Behandlung lassen sich erheblich verringern, wenn ein modernes und fallgesteuertes Behandlungsverfahren in der Versorgung chronischer Wunden gewählt wird.
Diabetes aufgrund neuester genetischer Erkenntnisse besser vorhersagbar
Einem internationalen Forscherteam ist es gelungen, insgesamt zwölf Diabetes-Gene zu identifizieren, die eine wichtige Rolle zur näheren Bestimmung der genetischen Grundlagen für Diabetes Typ 2 spielen.
Früher Cannabis-Konsum steigert Depressions-Risiko
Unter 17jährige Cannabis-Konsumenten weisen laut Resultaten einer im „American Journal of Epidemiology“ publizierten Studie ein gesteigertes Depressions-Risiko auf – ob die Droge per se dafür verantwortlich ist bleibt ungeklärt.
Gesteigertes Fraktur-Risiko bei HIV-Positiven
Resultate einer US-Amerikanischen Studie lassen vermuten, dass das Risiko für Knochenbrüche bei HIV-Positiven höher ist als in der Allgemeinbevölkerung.
Überlegenheit von Gefitinib vs. Chemotherapie beim nicht-kleinzelligen Bronchuskarzinom
Bei Patienten mit nicht-kleinzelligem Bronchuskarzinom mit EGFR-Mutation ist eine First-line Therapie mit Gefitinib gegenüber der Chemotherapie mit einem deutlich längeren progressionsfreien Überleben assoziiert.
Neuer Fluoreszenzmarker macht Grenzen von Hirntumoren sichtbar
Etwa 30 Prozent aller Hirntumoren bei Erwachsenen sind sogenannte Gliome.
Wenn Buchstaben farbig werden
Nur bei sehr wenigen Menschen löst ein Buchstabe oder eine Zahl ein Farberlebnis aus.
'Haben Sie den Clown gesehen?'
Ergebnisse einer kanadischen Studie zur Ablenkung und Aufmerksamkeitsdefizit während der Benutzung eines Mobiltelefons wurden nun in Deutschland eindrucksvoll bestätigt
Gentest zur besseren Vorsorge bei Gebärmutterhalskrebs
Wissenschaftler des Universitätsklinikums Jena arbeiten an der Entwicklung eines molekularbiologischen Tests, der Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs erkennen kann.
CRASH-2 belegt lebenserhaltende Wirkung von TXA für Unfallopfer
Die Injektion von Tranexamsäure (TXA) verringert das Todesrisiko bei Unfallopfern wegen starken Blutverlustes um ein Sechstel.
MedUni Wien setzt neue Maßstäbe bei Diagnosekriterien der rheumatoiden Arthritis
Dank der neuen Diagnosekriterien, die unter Federführung der Klinischen Abteilung für Rheumatologie der MedUni Wien entstanden sind, können die Beschwerden der Betroffenen durch frühe Therapie erheblich gemindert und somit auch massiv Erkrankungskosten eingespart werden.
Borderline-Störungen: Sechs Prozent aller Jugendlichen in Deutschland betroffen
Der 1. Internationaler Kongress zur Borderline-Persönlichkeitsstörung von Donnerstag, dem 1. Juli, bis Freitag, den 3. Juli 2010, in Berlin, macht auf ein lange vernachlässigtes Störungsbild aufmerksam.
Altersblindheit: Frühdiagnostik dank optischer Technologien
Eine empfindliche und schnell durchführbare Messung soll künftig helfen, das Fortschreiten der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) frühzeitig zu erkennen.
Warum rauchen Menschen?
Individueller Aufwand ist entscheidend für Einstieg und Entzug
Wechselwirkung von Valproinsäure mit Carbapenemen
Carbapeneme können zu erniedrigten Valproat-Plasmaspiegeln führen.
Niedrigeres Risiko einer Revisionsoperation nach primärem Hüftgelenksersatz bei Patienten unter Statinen
Laut Resultaten einer dänischen Studie wirkt sich die Einnahme der Lipidsenker positiv auf die Revisionsraten nach primärem Hüftgelenksersatz aus.
Humoristisches zur Ärzte-GmbH
In einer in zweifelhaftem Deutsch gehaltenen Presseaussendung nimmt die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst zur Ärzte-GmbH Stellung.
FPÖ-Karlsböck kritisiert Gesetz zur Stärkung der ambulanten öffentlichen Gesundheitsvorsorge
Prämien der Ärzte-Haftpflichtversicherung drohen zu explodieren
Diabetes Typ 2-Epidemie blamabel für öffentliche Gesundheit
Der Leitartikel der aktuellen Lancet-Spezialausgabe zur Tagung der 'American Diabetes Association' (ADA) beschreibt die weltweite Diabetes-Typ-2-Epidemie als eine Blamage für die öffentliche Gesundheit. Es wird eine Antwort gefordert, die die Grenzen der medikamentösen Behandlung erkennt und nach einer Reihe von Interventionen verlangt, die auch auf körperliche Aktivität setzen.
Schlaganfall auch mit Kathetereingriff behandeln
Neues Konzept soll Heilung verbessern
Stent in der Halsschlagader beugt Schlaganfall vor
Für Menschen, deren Halsschlagader durch kalkhaltige Ablagerungen stark verengt ist, gibt es eine gleichwertige Behandlungsalternative zum bisherigen operativen Verfahren.
"Insulin“ vom Gemüsebeet
Bittergurke senkt den Blutzuckerspiegel und wirkt gewichtsreduzierend. Das ergaben Forschungsarbeiten, die von Wissenschaftlern der Universität Gießen und des Internationalen Gemüseforschungszentrums AVRDC gemeinsam durchgeführt wurden.
Internationale Studie identifiziert 12 neue genetische Risikofaktoren für Typ 2 Diabetes
Ein internationales Konsortium unter Beteiligung des Helmholtz Zentrums München und des Deutschen Diabetes-Zentrums in Düsseldorf hat zwölf neue Genvarianten entdeckt, die einen Einfluss auf das individuelle Risiko für eine Typ 2 Diabetes-Erkrankung haben.
Durchbruch bei der Behandlung von Zystennieren?
In einer großen Studie konnte gezeigt werden, dass man mit dem Medikament Everolimus, welches sonst in der Nierentransplantation eingesetzt wird, das Wachstum von Nierenzysten verzögern kann.
Buchrezension: Alles über die Liebe
"Alles über die Liebe“ heißt das neueste Buch des Sozialpsychologen Prof. Dr. Manfred Hassebrauck; Untertitel "Warum wir lieben, wen wir lieben, wie wir die Liebe erhalten“.
Eklat in Kärntner Ärztekammer
Der Fraktion "Wahlärzte und Spitalsärzte Kärnten" wurde das Misstrauen ausgesprochen
NÖ Ärztekammerpräsident reagiert mit Unverständnis auf das Misstrauensvotum in Kärnten
Wer hat Angst vor einer sachlichen Auseinandersetzung mit dem Wohlfahrtsfonds?
Ein künstliches Bakterium hilft die Darmflora erklären
Mit Hilfe eines selber hergestellten Bakteriums haben Berner Forschende neue Erkenntnisse zum Darm-Immunsystem gewonnen.
Frauen scheuen Wettbewerb schon im Kindesalter
Mädchen sind schon als Dreijährige deutlich seltener zum Leistungswettbewerb mit Gleichaltrigen bereit als Jungen.
Personen mit einer Essstörung haben eine verzerrte Körperwahrnehmung
Veränderungen im Gehirn von Patienten mit Essstörung erstmals im Kernspintomografen sichtbar gemacht
Deutscher Ethikrat bietet öffentliches Diskussionsforum für Intersex-Problematik
Mit dem Ziel, die gesellschaftliche Debatte zum Thema Intersexualität zu enttabuisieren, vorherrschende, gesellschaftlich festgelegte Geschlechtsnormen zu hinterfragen und die Diskussion über die gesellschaftliche Akzeptanz intersexueller Menschen anzustoßen, hat der Deutsche Ethikrat sein jüngstes "Forum Bioethik" dem Thema "Intersexualität - Leben zwischen den Geschlechtern" gewidmet.
Aktuelle Daten über Kniegelenksarthrose ermittelt
Der frühzeitige Verschleiß des Kniegelenks, die Gonarthrose, ist eine der häufigsten Gelenkerkrankungen.
Wider den Jetlag
Der Wirkstoff Metyrapon beeinflusst die Kortikosteron-Synthese und ermöglicht eine schnellere Anpassung an einen verschobenen Tag-/Nachtrhythmus
Neue Methoden zur Früherkennung von Herzerkrankungen
Deutsche Herzstiftung verleiht Wilhelm P. Winterstein-Preis an zwei Forscher aus Heidelberg und Regensburg
Den Widerstand von Bakterien brechen
Neue Einblicke in die Wirkung von Antibiotika
Verändertes Schmerzempfinden bei Depressionen
Depressionen verändern sowohl die Verarbeitung von Schmerzimpulsen als auch das Schmerzempfinden.
Diabetes verdoppelt Risiken für Herzinfarkt und Insult
Jüngsten Forschungsergebnissen zufolge kann eine Diabeteserkrankung das Risiko nahezu verdoppeln, eine Vielzahl vaskulärer Erkrankungen zu entwickeln, darunter Myokardinfarkt und Insult.
MEDAUSTRIA ARCHIV
MedAustria Schwerpunkte
FOBI 2010: Mit Haut und Haar für mehr Gesundheit
Größter deutschsprachiger Kongress der Dermatologen weltweit alle 2 Jahre in München
Die größte Fortbildungsveranstaltung im Bereich der Dermatologie im deutschsprachigen Raum findet 2010 zum 22. Mal in München im Kulturzentrum Gasteig und im Holiday Inn – Munich City Center statt. Über 2.000 Teilnehmer haben sich für den Kongress vom 25. bis 30. Juli angemeldet, darunter auch eine Vielzahl von Gästen aus dem Ausland. Die Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie fand erstmals 1951 statt, initiiert von der Klinik und Poliklinik für Allergologie und Dermatologie der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Seither wird sie alle zwei Jahre mit großem Erfolg durchgeführt. Tagungsleiter ist Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas Ruzicka, Direktor der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der LMU. Verantwortlich für das wissenschaftliche Programm zeichnet Prof. Dr. Hans Wolff, Tagungssekretär ist Prof. Dr. Peter Thomas.
Die Themen in diesem Jahr decken die gesamte Bandbreite der Hauterkrankungen ab und widmen sich aktuellen und gesellschaftlich relevanten Problemen. Dazu zählen neben Allergie bedingten auch sexuell übertragbare Krankheiten. Besondere Aufmerksamkeit fällt diesmal dem Thementag zur „ästhetischen Dermatologie“ zu. Weitere Top-Themen der diesjährigen Fortbildungswoche sind „Vorsorge und Therapie von Hautkrebs“, „die Besonderheiten der kindlichen Haut“, die „Nutzen-Bewertung von Informationen und Mitteln gegen die androgenetische Alopezie (Haarausfall)“ sowie neueste Erkenntnisse über den „Zusammenhang von Bakterieninfektionen und der Entstehung von Schuppenflechte.“
Kontakt:
Prof. Dr. Hans Wolff
Koordination des wissenschaftlichen Programms der Fortbildungswoche
Klinik für Dermatologie und Allergologie der LMU
Frauenlobstr. 9-11/Thalkirchner Str. 48
80337 München
Tel: +49 (0)89/5160-6207 oder über die Pforte /-6010
Während der Fortbildungswoche: +49 (0)89/48098 97100 (25.-30. Juli 2010)
91. Deutscher Röntgenkongress mit Schwerpunkt Gefäßerkrankungen
Größter deutschsprachiger Kongress der medizinischen Bildgebung widmet sich der Diagnose und Behandlung von Gefäßleiden
Vom 12. bis 15. Mai findet in Berlin der 91. Deutsche Röntgenkongress statt. Auch in diesem Jahr erwartet die Deutsche Röntgengesellschaft als Ausrichterin des traditionsreichen Kongresses rund 7.000 Teilnehmer aus allen Gebieten der bildgebenden Medizin. Ein Schwerpunkt des von dem Hamburger Radiologen Prof. Dr. Walter Gross-Fengels verantworteten Programms sind Diagnose und Therapiemöglichkeiten der Radiologie bei Erkrankungen der Gefäße. Kooperations-partner sind die Deutsche Gesellschaft für Angiologie (DGA) und die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG).
Schlüsselstellung der Radiologie in der Behandlung von Gefäßerkrankungen
„Gefäßerkrankungen sind eine der großen Herausforderungen der Medizin im 21. Jahrhundert. Bedingt durch gestiegene Lebenserwartung und den Lebenswandel der westlichen Welt nehmen Krankheiten wie der Schlaganfall oder die peripher-arterielle Verschlusskrankheit dramatisch zu. Wir rechnen mit einer Verdopplung der Behandlungen in den kommenden 20 Jahren“, erklärt Gross-Fengels die Bedeutung des Schwerpunktthemas „Gefäße“. Die Rolle der Radiologie beschränke sich dabei keineswegs nur auf die Diagnose: „Mit den interventionellen, das heißt minimalinvasiven Verfahren können wir unter Bildkontrolle in Echtzeit Gefäßverschlüsse öffnen oder Schäden wie Gefäßaussackungen (Aneurysmen) mit Stents oder mit Coils behandeln“, so der Kongresspräsident. Die Kooperation mit den beiden benachbarten Fachgesellschaften DGA und DGG sei dabei Ausdruck der täglichen Zusammenarbeit in den deutschlandweit rund 100 Gefäßzentren. Hier werde interdisziplinär an der besten Therapie für den Patienten gearbeitet.
Der 91. Deutsche Röntgenkongress – Themen, Zahlen, Fakten
Über den Schwerpunkt Gefäßerkrankungen hinaus werden sich die in Berlin versammelten Experten der bildgebenden Medizin dem gesamten Spektrum der Radiologie widmen – wie der Herzdiagnostik, der Thoraxdiagnostik, der Molekularen Bildgebung oder den neuen Technologien im Bereich der Computer- und Magnetresonanztomografie. Einmal im Jahr treffen sich Radiologen, Medizinisch-technische Radiologie-Assistenten und andere Experten der Bildgebung auf dem Deutschen Röntgenkongress zum fachlichen Austausch. Mit rund 425 wissenschaftlichen Vorträgen, 450 Fortbildungsveranstaltungen sowie über 80 Posterbeiträgen ist der Kongress Deutschlands bedeutendstes Fort- und Weiterbildungsforum in der Radiologie. Zudem geben auf rund 5.000 m² Ausstellungsfläche über 120 Fachaussteller einen Einblick in die technischen Innovationen moderner Bildgebung und neuer interventioneller Behandlungsverfahren.
Vertragsloser Zustand mit der SVA - Update
In Vorbereitung auf den Vertragslosen Zustand mit der SVA will die Ärztekammer Unterstützung für Ärztinnen wie für PatientInnen bieten.
Wie der Bundesobmann der niedergelassenen ÄrztInnen, Günther Wawrowsky, heute Abend über die Website der Österreichischen Ärztekammer verlautbaren liess dürften die Verhandlungen mit der SVA nun endgültig gescheitert sein: 'Die Verhandlungen zwischen Ärztekammer und SVA über einen neuen Gesamtvertrag sind Dienstag gescheitert. Da keine weiteren Gesprächstermine vorgesehen sind, gibt es wohl keine Chance mehr, bis 31. Mai eine Einigung zu finden. Der Bundesobmann der niedergelassenen Ärzte resümierend:
"Obwohl wir der SVA von der betragsmäßigen Differenz um 25 Prozent entgegengekommen sind, bewegte sich unser Verhandlungspartner nicht. Ob wir wollen oder nicht, wir steuern schnurstracks auf eine vertragsfreie Zeit ab 1. Juni zu.“ Laut Wawrowsky rechneten die Ärzte mit Verhandlungen bis in den Abend hinein. Sie dauerten jedoch nur eine Stunde, da " die SVA keinen Willen zeigte, über einen Kompromiss zu sprechen“'
Wie die Äzrtekammer für Wien verlautbarte: 'Ab sofort können Sie Informationsmaterialien für Ihre Patientinnen und Patienten sowie den Handlungsleitfaden für Ärztinnen und Ärzte bestellen: Tel.: 01/51501 - 1221 DW. Unsere Mitarbeiter stehen selbstverständlich auch für Fragen zur vertragsfreien Zeit zur Verfügung. Scheuen Sie sich nicht, uns zu kontaktieren!' Die anderen Landesorganisationen bieten ähnliche Informationsangebote und auch MedAustria hält Sie möglichst aktuell am Laufenden.
Bitte beachten Sie auch die aktuelle MedAustria Frage der Woche zum Thema
7700 Teilnehmer kamen zur 76. Jahrestagung nach Mannheim
Die 76. Jahrestagung, die vom 8. bis 10. April in Mannheim stattfand, war ein großer Erfolg für die DGK und den Kongress-Präsidenten Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Mohr
Mehr als 7700 aktive Teilnehmer konnten registriert werden. Die Jahrestagung bot eine eindrucksvolle Leistungsschau der deutschen Kardiologie mit 1638 Vorträgen und weiteren 1456 Poster-Präsentationen in 20 Parallelsitzungen.
Ärztegesellschaften - Für und Wider
Wieder einmal steht das Thema Ärztegesellschaften zur Diskussion, die Thematik ist überaus komplex.
Nach dem jüngsten Vorstoss von Gesundheitsminister Stöger wird in Österreich wieder heftig über das Thema 'Ärztegesellschaft', auch 'Ärzte GmbHs genannt, diskutiert. Meinungen prallen aufeinander und zumeist steht die 'hidden Agenda' deutlich über einer objektiven Diskussion.
Das Ärztegesellschaften, die mehrere Ärzte unter einem gemeinsamen rechtlich und auch physischen Dach vereinen Vorteile bieten lässt sich nicht abstreiten. Vor allem für die PatientInnen, die von ausgedehnten Öffnungszeiten, konzentriertem Fachwissen und im besten Fall einer effizienten und kostensparenden Behandlung profitieren. Doch auch Ärzte, für die je nach Modell Arbeitszeiten optimiert werden können, Urlaube leichter und Haftungen weniger kritisch werden. Dazu kommen wirtschaftliche Gestaltungsmöglichkeiten, die eine heutige Ordination nicht bieten kann. So können sich Ärzte etwa von der GmbH anstellen lassen was ihnen Anspurch auf bestimmte Sozialleistungen, etwa Krankenstand, bezahlte Karenz und mehr bringt
Dem stehen aber wichtige Nachteile gegenüber sowie zahlreiche komplexe Fragen, deren Lösungen vor allem viel Geld in die Taschen der Steuerberater, Anwälte, Notare und Wirtschaftstreuhänder spülen dürfte. So wird zum Beispiel nie erwähnt, dass Ärzte in einer GmbH nach derzeitigem recht nicht mehr aus der Sozialversicherung optieren und in die (bei hohem Einkommen) ungleich günstigere Gruppenversicherung dürfen. Stattdessen werden sie je nach Anteilsverhältnis in die Gebietskrankenkassa oder - noch teurer und mit Selbstbehalten bei allen Leistungen behaftet - die SVA gezwungen. Dazu fallen bei der Auszahlung von Gehältern Lohnnebenkosten auch für die Ärzte an - Kommunalsteuer, Dienstgeberbeitrag, Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag und in Wien auch noch die salopp als Ubahnsteuer bezeichnete Abgabe.
Doch auch die Gründung und der Betrieb einer GmbH sind nicht ohne Aufwand. Während für eine Ärzte-GmbH wohl die Frage nach einem gewerberechtlichen Geschäftsführer nicht so wichtig sein dürfte ist die Gründung ebenso wie jede Änderung an der Gesellschafts- und Beteiligungsstruktur ein Notariatsakt, an dem alle Gesellschafter persönlich teilnehmen müssen. Dazu kommen zwingend notwendige jährliche Generalversammlungen, die Verpflichtung zur wesentlich aufwendigeren und unflexibleren doppelten Buchhaltung (ebenfalls in den meisten Fällen wohl externe Kosten) und die Verpflichtung, Jahresabschlüsse jährlich kostenpflichtig im Firmenbuch eintragen zu lassen und in der Wiener Zeitung ebenfalls kostenpflichtig veröffentliche zu lassen.
Auch steuerlich ist die GmbH-Form nicht nur von Vorteilen geprägt. Bei geschickter steuerlicher Gestaltung und geringen steuerbaren Gewinnen, etwa in der Anfangszeit oder nach grösseren Investitionen oder wenn sich die Ärzte den Einnahmenüberschuss weitgehend als Gehalt auszahlen fällt in jedem Fall eine Mindestkörperschaftssteuer an. Werden aber Gewinne erwirtschaftet ist von diesen von der GmbH 25% Körperschaftssteuer zu bezahlen. Wird dann eine Dividende an die Teilhaber ausgeschüttet fällt für diese nochmals Kapitalertragssteuer von 25% an was einer Gesamtbelastung von nur knapp 44% entspricht und bei sehr hohen Gewinnen, etwa ab 160.000 Euro pro Kopf einen Vorteil bietet. Hinzu kommt, dass gegenüber Dividenden keine Absetzbeträge oder berufsbedingten Aufwendungen geltend gemacht werden können.
Völlig unklar ist auch, wie es mit der Kammerzugehörigkeit einer Ärzte-GmbH aussieht. Hier wird es wohl zu einem Machtkampf zwischen der Ärztekkammer und der politisch viel besser aufgestellten Wirtschaftskammer kommen. Sollte letztere in diesem Streit gewinnen müssten die Ärzte-GmbHs sich wohl der Zwangsmitgliedschaft in der WK unterwerfen und entsprechend hohe Umlagen abliefern, die beteiligten oder beschäftigten ÄrztInnen hingegen blieben ad personam Mitglied in der Ärztekammer und dürften dort dann nochmals ihren Obulus abliefern..
Bleibt schliesslich das Thema der Haftungen, das den ÄrztInnen in den letzten Monaten von vielen Seiten überaus verkaufstüchtig nahegelegt wird. Doch auch hier bietet die GmbH trotz der im Namen vorkommenden 'beschränkten Haftung' nur einen theoretischen Vorteil. Einerseits sind nämlich Geschäftsführer und Vorstände in vielen Fällen persönlich haftbar, andererseits steht es vermeintlich Geschädigten nach wie vor frei, statt der GmbH eben Arzt oder Ärztin persönlich rechtlich zu belangen, ob dies zum Erfolg führt entscheidet der Richter. Ein weiterer Nachteil für GeschäftsführerInnen: Haftpflichtversicherungen, die diese Haftung abdecken, gibt es derzeit keine.
Berücksichtigt man all diese Wenns und Abers sieht das Bild recht unklar aus, Vorteile relativieren sich schon auf den zweiten Blick. Dabei ist diese Darstellung nur ein Kratzen an der Oberfläche, problemlos liessen sich hier in Studien oder Dissertationen viele Seiten mit Analysen und weiteren Faktoren füllen. Was zweifellos auch noch geschehen ist, spätestens wenn sich damit Geld verdienen lässt...
DGPPN-Kongress 2009: Psychische Erkrankungen in der Lebensspanne
Rund 8.000 Teilnehmer kommen zu Europas größter Psychiatrie-Tagung
Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) lädt erneut zu ihrer Jahrestagung nach Berlin ein. Im Mittelpunkt des diesjährigen DGPPN-Kongresses vom 25. bis 28. November 2009 im Internationalen Congress Centrum (ICC Berlin) stehen Psychische Erkrankungen in der Lebensspanne.
Psychische Erkrankungen können jeden treffen - unabhängig von Alter oder Geschlecht. Die Psyche eines Menschen ändert sich jedoch auch im Laufe seines Lebens. So haben Kinder und Jugendliche oftmals mit anderen psychischen Erkrankungen zu kämpfen als Berufstätige oder Menschen im Ruhestand. Auch verstärken oder mildern sich bestehende Erkrankungen mit dem Älterwerden ab. Um das Thema "Psychische Erkrankungen in der Lebensspanne" geht es schwerpunktmäßig auf dem Hauptkongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) vom 25. bis zum 28. November 2009 im Internationalen Congress Centrum (ICC Berlin). "Zum einen müssen alterstypische Unterschiede in der Früherkennung und Diagnostik von seelischen Erkrankungen berücksichtigt werden, zum anderen unterscheiden sich aber auch die therapeutischen Maßnahmen in dem jeweiligen Lebensalter und der Lebenssituation", sagt DGPPN-Präsident Professor Frank Schneider. Auf dem Kongress wird das Thema deshalb ebenso unter den Ge-sichtspunkten der Kinder- und Jugendpsychiatrie wie auch der Gerontopsychiatrie beleuchtet. Zahlreiche Veranstaltungen beschäftigen sich mit neurodegenerativen Erkrankungen im Alter wie beispielsweise der Alzheimerschen Demenz - ein Thema, das angesichts des demografischen Wandels immer bedeutsamer wird.
Weitere Schwerpunkte des Kongresses sind:
-Prävention psychischer Erkrankungen
-Psychosoziale und biologische Einflüsse
-Psychische Erkrankung am Übergang von der Kindheit zum Erwachsenenalter
-Psychotherapie und Pharmakotherapie
-Bedarfsgerechte Versorgung
-Qualitätssicherung
-Honorierung ärztlicher Tätigkeiten
Öffentliche, kostenfreie Veranstaltungen für Interessierte
Neben dem wissenschaftlichen Programm sowie den Veranstaltungen der Fort- und Weiterbildungs-akademie richtet sich die DGPPN mit einer Reihe von Angeboten an ein interessiertes Laienpublikum. Auf dem Schülerkongress am Mittwoch, den 25. November 2009, diskutieren Berliner Schüler mit Experten von 14 bis 16 Uhr über die Themen "Tourette-Syndrom: Was ist das?", "Was tun, wenn der Computer zur Sucht wird?" sowie "Depression: Wenn die Welt im Grau versinkt". Zum Aspekt Alkoho-lismus bei Jugendlichen wird am selben Tag eine Veranstaltung für Lehrpersonal angeboten. Darüber hinaus behandelt ein Info-Tag unter dem Motto "Laien fragen, Experten antworten" am Samstag, den 28. November 2009, von 10.30 bis 14.45 Uhr Themen u.a. zu Depression, Angst- und Zwangserkran-kungen sowie Schizophrenie, Sucht und Demenz. Der Eintritt zu den jeweiligen Veranstaltungen ist frei.
DGPPN-Kongress wächst weiter
Mit rund 8.000 Teilnehmer, 1.632 aktiven Referenten und insgesamt 569 Einzelveranstaltungen - darunter 26 Hauptsymposien und drei Präsidentensymposien, sieben Pro-Con-Debatten, zehn Dis-kussionsforen, 22 State-of-the-Art-Symposien, 193 Symposien und Forschungsworkshops sowie 16 besondere Veranstaltungen - zählt der DGPPN-Kongress inzwischen zur größten wissenschaftlichen Tagung auf dem Gebiet der psychischen Erkrankungen in Europa. Nicht zu vergessen sind außerdem die 100 freien Vorträge sowie 681 Posterpräsentationen. Auf einer Fläche von mehr als 2.200 Quad-ratmetern präsentieren sich im ICC Berlin 64 fördernde Unternehmen, die auch 16 weitere Symposien anbieten.
Dem gestiegenen Interesse seitens des internationalen Fachpublikums trägt die DGPPN in diesem Jahr erstmals mit einem englischen Konferenzteil Rechnung. Dieser wird ungefähr ein Fünftel der Veranstaltungen umfassen. Für die wichtigsten Veranstaltungen gibt es jeweils simultane Überset-zungen in Deutsch und in Englisch. Unter den Teilnehmern sind in diesem Jahr auch mehr Studierende und Nachwuchswissenschaftler als sonst anzutreffen. Mit ihrer Aktion "Nur die schnellsten Medi-zinstudenten gewinnen: 500 Stipendien ausgeschrieben" ermöglicht die DGPPN deutschen Medizin-studenten eine kostenlose Kongressteilnahme. Außerdem wurde ein Teil des Programms gezielt auf die jungen Nachwuchswissenschaftler zugeschnitten. Neben fachlichen-psychiatrischen Veranstaltun-gen speziell für den Nachwuchs gibt es auch Symposien zur Karriereplanung wie auch zur Zukunft des Fachs.
Kontakt:
Prof. Dr. Dr. Frank Schneider
Präsident DGPPN
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Universitätsklinikum Aachen
Pauwelsstraße 30
52074 Aachen
Tel.: 0241-80 89633
Fax: 0241-80 82401
E-Mail: fschneider@ukaachen.de
Sozialversicherung setzt Ökonomiegebot bei Medikamenten um
Hauptverband: Schelling kontert Kritik der pharmazeutischen Industrie
"Wenn man der sozialen Krankenversicherung im Zusammenhang mit der Verschreibung von Medikamenten durch Vertragsärzte einen Vorwurf machen kann, dann höchstens denjenigen, dass die seit 1. Juli 1990 bestehende Richtlinie zur ökonomischen Verschreibweise bei Medikamenten bisher nicht wesentlich stringenter umgesetzt wurde": So reagierte der Vorsitzende des Verbandsvorstandes im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Hans Jörg Schelling, auf die Kritik der Pharmig (Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs), wonach die soziale Krankenversicherung - konkret die Salzburger Gebietskrankenkasse - in Zukunft nur noch Rezepte nach dem preisgünstigsten Stand der Medizin bezahlen würde. Die Richtlinie zur ökonomischen Verschreibweise (kurz RöV) besagt, dass die Vertragsärzte bei zwei gleichgeeigneten Medikamenten, dasjenige zu verschreiben haben, welches für die soziale Krankenversicherung das preisgünstigste ist. Und welches das preisgünstigste wirkstoffähnliche Medikament ist, entscheidet ganz allein der Markt. Schelling: "Der Patient bekommt jedenfalls das richtige Medikament, das allein entscheidet der Arzt".
Zur Unterstützung bei der Umsetzung dieser Richtlinie, hat der Hauptverband bereits im Jahr 2001 ein elektronisches Tool eingerichtet, welches jeder/jede Vertragsarzt oder Vertragsärztin in seine Arzt-EDV installieren kann. Die darin enthaltenen Medikamente sind doppelt geprüft, einmal durch die Zulassungsbehörde (AGES) beim Bundesministerium für Gesundheit und ein weiteres Mal durch die Heilmittel-Evaluierungskommission des Hauptverbandes. Schelling: "Das Geld, welches sich die soziale Krankenversicherung durch die konsequente Anwendung der Richtlinie zur ökonomischen Verschreibweise bei zwei gleichgeeigneten Medikamenten erspart, kann in Wahrheit dann für diejenigen hochqualitativen Medikamente ausgegeben werden, wo es keinerlei Alternativen gibt".
Das ist wie im Supermarkt: Dort gibt es einen Liter Milch von mehreren Anbietern zu kaufen und trotzdem ist die eine billiger als die andere. "Das heißt aber nicht, dass die billigere Milch deswegen die schlechtere sein muß", so Schelling abschließend.
Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen, sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,2 Millionen Menschen anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte Angehörige). Der Behandlungsanspruch aus der Krankenversicherung wird beim Arzt durch das e-card-System angezeigt: Die e-card als Schlüsselkarte enthält keine medizinischen Daten, ermöglicht dem Arzt aber die Überprüfung des Versicherungsstatus eines Patienten bzw. einer Patientin und die Nutzung weiterer Services. Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger ist das organisatorische Dach über der solidarischen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung Österreichs.
Details zum Konsolidierungspapier der Krankenkassen
In einem aktuellen Rundschreiben informiert die Ärztekammer über Details zum Konsolidierungspaket.
Vorab muss man festhalten, dass dies alles lediglich "Vorschläge" der Verhandlungsparteien an die Bundesregierung sind. Es ist aktuell überhaupt noch nicht klar, wann bzw. welche dieser Vorschläge umgesetzt werden.
Vermehrter Einsatz von Generika
Sowohl im Sinne der Patientinnen und Patienten als auch aller Kolleginnen und Kollegen sollen neue bzw. weitere Anreize geschaffen werden, um überall dort, wo es möglich ist, Generika zu verschreiben. Dies soll insbesondere dadurch gelingen, indem die Patienten bereits das Spital - wenn möglich - mit einem Generikum, und nicht mit einem Originalpräparat, verlassen. Dadurch ersparen Ärztinnen und Ärzte sich in der Ordination langwierige und oft mühevolle Umstellungsarbeit.
Die Ärztekammer hat auch Wert darauf gelegt, dass Ärztinnen und Ärzte bei den Verschreibungen in keine ethische Falle geraten und es, wenn überhaupt, nur Anreizsysteme geben kann. Ein Bonus-Malus-System mit fixen Budgets wurde strikt abgelehnt. Projekte wie die Wiener Therapiezirkel oder ein regelmäßiger Arzneimitteldialog finden sich allerdings sehr wohl in dem Papier. Die Ärztekammer hat dem Hauptverband auch fixe Deckel für die Arzneimittelausgaben der Kassen vorgeschlagen. Immerhin sieht man diesbezüglich nicht ein, dass Ärztegruppen, wie etwa die Laborärzte, gedeckelt werden können und gleichzeitig Pharmafirmen ihre Umsätze jedes Jahr um 7-8% steigern. Es würden sich wohl die Marketingausgaben schlagartig reduzieren, wenn die Kasse nur ein gewisses Kontingent jährlich bezahlen würde.
Berücksichtigungswürdige Kriterien für Honorarverhandlungen
Beim Thema Honorarverhandlungen hat die Ärztekammer an Kriterien gearbeitet, die zukünftig bei Verhandlungen berücksichtigt werden sollen. Dazu zählen die Beitragssituation und die wirtschaftliche Situation der Kassen genauso wie die Kostenentwicklungen in unseren Ordinationen und die Inflationsrate.
In Summe sind die Kriterien sehr ausgewogen und wurden großteils in Wien schon bisher im Zuge von Honorarverhandlungen entweder von uns oder von der WGKK eingebracht. Explizit wegverhandelt haben wir den Wunsch des Hauptverbands nach Einbeziehung der Folgekosten bzw. fixen Honorardeckelungen.
Kündigungsmöglichkeit von Kassenärzten
Auch die Forderungen des Hauptverbands nach einer umfassenden Adaptierung des Vertragspartnerrechts konnte die Ärztekammer abwenden. In den Gesprächen mit dem Hauptverband konnte nicht klar belegt werden, welche Änderungen im Vertragspartnerrecht überhaupt zu finanziellen Einsparungen führen sollen.
Weder eine andere Kündigungsregelung noch diverse gesetzliche Verpflichtungen für Vertragsärzte noch eine Schlichtungsstelle bei vertragslosem Zustand werden zur Genesung der Kassen beitragen.
Der Streichung der so genannten "sozialen Härteklausel" hat die Ärztekammer allerdings zugestimmt. Diese hat besagt, dass Kassenärzte auch bei schweren Vergehen nicht gekündigt werden können, wenn es sich bei dem betroffenen Arzt um einen sozialen Härtefall handelt.
Ausweitung der Ordinationszeiten
Da ja sowohl die Öffentlichkeit als auch die Politik immer wieder Ärztezentren mit umfassender medizinischer Versorgung zur Entlastung der Spitalsambulanzen fordern, ist der Ärztekammer bei diesen Verhandlungen in diesem Bereich ein absoluter Meilenstein gelungen.
Schon im Herbst im Rahmen der nächsten Ärztegesetznovelle soll es endlich die Möglichkeit zur Errichtung von "Ärzte GmbHs" geben. Diese können von allen Kolleginnen und Kollegen mit Kassenvertrag nach den Regeln des Wiener Gruppenpraxisgesamtvertrags gegründet werden und bieten dann auch umfassende medizinische Versorgung zu den so genannten "Randzeiten".
Ärztinnen und Ärzte haben dann endlich die Möglichkeit, in Teams sowohl fachlich als auch wirtschaftlich zusammenzuarbeiten. In unserer derzeitigen Struktur wäre es für viele Kolleginnen und Kollegen unzumutbar gewesen, die Ordinationszeiten noch weiter zu erweitern. Viele stehen ja bereits jetzt am Rande der Belastbarkeit und haben kaum die Möglichkeit, durch andere Kolleginnen und Kollegen entlastet zu werden.
Diese Möglichkeit sollen die "Ärzte GmbHs" bieten. Auf Wunsch wird es sicherlich auch Kolleginnen und Kollegen geben, die sogar am Wochenende auf freiwilliger Basis ihre "Ärzte GmbH" geöffnet haben werden.
Bestehende Einzelverträge mit vertraglich festgelegten Ordinationszeiten bleiben natürlich unangetastet. Veränderungen gibt es in diesem Bereich nur auf freiwilliger Basis.
Ausschreibung bzw. Abschluss von differenzierten Einzelverträgen
In den Gesamtverträgen soll nun auch die Möglichkeit aufgenommen werden, für bestimmte spezielle Leistungen (Sonderleistungen) differenzierte Einzelverträge abzuschließen bzw. bestimmte Spezialleistungen auf eine gemeinsam festgelegte Anzahl von Vertragsärzten mit einer ausreichenden Versorgung zu begrenzen.
Bei der Ausschreibung neuer Einzelverträge soll die regionale Versorgung flexibel gestaltet werden, um bedarfsgerecht die Versorgung zu gewährleisten (Ordinationszeiten, Versorgungszeiten und Bereitschaftsdienstzeiten).
Verbesserung der Qualität
Es ist der Ärztekammer gelungen, die ÖQMed (Tochter der Österreichischen Ärztekammer) als das Institut zur Qualitätssicherung im Niedergelassenen Bereich zu verfestigen und zu etablieren.
Der Hauptverband soll im Beirat der ÖQMed zwar mehr Mitspracherecht haben und vermehrt eingebunden werden, allerdings bleibt die Qualitätssicherung weiter in der Hand der Ärzteschaft. Auch unser neues Fehlermeldesystem CIRS medical wurde in den Gesprächen weiter etabliert.
Altersobergrenze für Kassenärzte
Es wird weiters festgelegt, dass auf Landesebene, also WGKK und Ärztekammer, eine Altersobergrenze für Kassenärzte in die Gesamtverträge eingebaut werden soll, die maximal fünf Jahre über dem gesetzlichen Pensionsalter (derzeit 65) liegt.
Die Ärztekammer weist ausdrücklich darauf hin, dass, sollte diese Altersgrenze vertraglich vereinbart werden, dies natürlich nur für neu abgeschlossene Einzelverträge gilt. Die bestehenden Verträge bleiben unangetastet.
Zwei Dinge werden Sie in dieser Auflistung an Punkten vermissen und das völlig zu Recht:
Die "Grauslichkeiten" des letztjährigen Sozialpartnerpapiers: "Aut idem"-Regelung, 5-Jahresverträge, Honorardeckel, individuelle Verträge zwischen Ärzten und Kassen ohne Einbindung der Kammer, etc. sind kein Thema mehr und finden sich auch nicht im Verhandlungsergebnis!
Zahlen: Es wurde mit dem Hauptverband nicht über Zahlen verhandelt! Die vom Chef des Hauptverbands, Hans Jörg Schelling, genannten 2,5 Milliarden Einsparungsvolumen bis 2013, sind eine alleinige Berechnung des Hauptverbands. Ganz im Gegenteil hat der Hauptverband es immer abgelehnt, über Zahlen zu verhandeln, besonders im Zuge des unter Punkt 8 genannten Sideletters.
Eines war allen Beteiligten inklusive dem Gesundheitsminister klar: Es wird in den nächsten Jahren mehr Geld geben müssen, um das Gesundheitswesen auf diesem Niveau halten zu können.